Bis Ende des Monats gibt es sie noch in Hülle und Fülle: Pflaumen und Zwetschgen. Die Steinfrüchte sind fester Bestandteil unserer sommerlichen Esskultur: Sie sind besonders beliebt, um Kuchen, Desserts oder Kompott herzustellen. Kaum einer vermutet, dass die allseits bekannte Sommerfrucht eigentlich aus einer anderen Klimazone stammt.

Frisch aus dem Garten schmecken Pflaumen natürlich am besten! Quelle: pixabay.de
Frisch aus dem Garten schmecken Pflaumen natürlich am besten! Quelle: pixabay.de

Pflaumen aus Nahost

Tatsächlich kommt die Pflaume aus Nahost. Damals war Damaskus ein wichtiges Zentrum des Pflaumenhandels. Dort wurden sogar Münzen geprägt, die eine Pflaume zum Motiv haben. Man sagt, Alexander der Große brachte die Steinfrüchte dann von seinen Feldzügen mit in die Makedonische Heimat gebracht. Nachfolgend taten die Römer ihr übriges, die Pflaume in ihrem Herrschaftsgebiet heimisch zu machen und bald wurden in den römischen Provinzen Spanien, Gallien und Germanien die Pflaumen hochgeschätzt.

Dass sich die Frucht aus dem Süden schließlich fest auf unserem Speiseplan etablierte, ist Karl dem Großen zuzuschreiben. Er war es, der die systematische Pflaumen-Kultivierung in seinem Herrschaftsgebiet förderte.

Unser Pflaumenmus und unsere Zwetschgenkuchen haben wir also großen Herrschern zu verdanken. Und jetzt im September ist es an der Zeit, seine Lieblings-Pflaumengerichte noch einmal richtig zu genießen. Denn bald ist der Zauber vorbei und die Sommerzeit vorüber. Danach können wir nur noch durch Einfrieren Abhilfe schaffen oder die Früchte getrocknet konsumieren.

Ricotta-Törtchen mit Rosmarin-Pflaumen

Versuchen Sie doch mal unsere leckeren Ricottatörtchen mit Pflaume selbst zu machen. Quelle: pixabay.de
Versuchen Sie doch mal unsere leckeren Ricottatörtchen mit Pflaume selbst zu machen. Quelle: pixabay.de

Für vier Personen benötigen Sie:

  • 120 g weiße Kuvertüre
  • 200 g Ricotta
  • 1 Ei
  • 1 TL Biolimettenschale, fein abgerieben
  • 1 gestrichener EL Zucker
  • 1 EL Mehl
  • 1 EL weiche Butter
  • 3 EL brauner Zucker
  • 400 g Pflaumen
  • 50 ml Pflaumenwein
  • 300 ml Apfelsaft
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 2 EL Pinienkerne

Zubereitung:

  1. Schmelzen Sie die Kuvertüre im heißen Wasserbad schmelzen und lassen Sie sie abkühlen. Dann verrühren Sie sie mit Ricotta, Ei, Eigelb, Limettenschale, Zucker und Mehl.
  2. Streichen Sie dann 4 ofenfeste Förmchen (à 120 ml Inhalt) dünn mit Butter aus und streuen 2 EL braunen Zucker darüber. Die Ricotta-Masse füllen Sie nun in die Formen und backen sie im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten bei 200 Grad (Gas 3, Umluft 180 Grad) 20-25 Minuten.
  3. Halbieren Sie nun die Pflaumen, entsteinen sie und schneiden sie in 1 cm breite Spalten. Den restlichen braunen Zucker schmelzen Sie in einer Pfanne. Geben Sie danach die Pflaumen hinzu und löschen Sie sie mit Pflaumenwein und Apfelsaft ab. Jetzt geben Sie Rosmarin und Pinienkerne zu kochen das Ganze 5 Minuten lang bei milder Hitze.
  4. Nun können Sie die Ricotta-Törtchen vorsichtig aus den Formen stürzen und mit den Rosmarin-Pflaumen servieren.

Guten Appetit!  

 

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