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Noch gibt es zwar keine Möglichkeit, um den Alterungsprozess aufzuhalten. Doch die Lebensweise eines Menschen kann diesen zumindest verlangsamen. Wie gesund Sie mit zunehmendem Lebensalter noch sind, können Sie also mit Vitaminen durchaus beeinflussen. 

Bereits seit vielen Jahren versuchen Forscher, den Alterungsprozess zu verstehen und zu beeinflussen. Noch ist allerdings nicht endgültig geklärt, weshalb und wie ein Mensch altert. Einige interessante Erkenntnisse gibt es dennoch. Diese beziehen sich beispielsweise auf die Funktion der sogenannten Telomere, aber auch auf Möglichkeiten, um das Altern zu entschleunigen. Die Ernährung spielt hierbei eine wichtige Rolle, wie die Wissenschaft mittlerweile weiß.

Empfohlen wird demnach eine mediterrane Ernährung: Gemüse, Fisch, Hülsenfrüchte, rote Beeren und hochwertiges Olivenöl ergeben eine Mischung, welche den Körper gesund und damit auch jung hält. Das liegt unter anderem an den vielen Vitaminen, die über diese Ernährungsweise aufgenommen werden.

In vielen Obst- und Ein schmackhaftes und vitaminreiches Frühstück sorgt schon für einen perfekten Start in den Tag. Bildquelle: © Magalie de Preux / Unsplash.com
In vielen Obst- und Ein schmackhaftes und vitaminreiches Frühstück sorgt schon für einen perfekten Start in den Tag. Bildquelle: © Magalie de Preux / Unsplash.com

Was genau sind eigentlich Vitamine?

Dass ein Mensch viele Vitamine essen soll, lernt man in der Regel bereits im Kindesalter. Nicht unbedingt jeder weiß aber, weshalb sie so wichtig sind. Kurz zusammengefasst, sind Vitamine organische Verbindungen, die der Körper für lebenswichtige Funktionen benötigt. Er nutzt sie also nicht als Energieträger, wie beispielsweise Kohlenhydrate.

Das Problem an den Vitaminen ist, dass der Körper diese nicht selbst bilden kann. Es gibt also keine andere Möglichkeit, als diese über die Nahrung aufzunehmen. Einzige Ausnahmen sind das Vitamin D sowie Niacin. Elf von insgesamt 13 Vitaminen müssen also über entsprechende Lebensmittel in ausreichender Menge eingenommen werden. Die mediterrane Ernährung ist dafür eine hervorragende Grundlage!

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Mögliche Folgen eines Vitaminmangels

Viele Menschen wissen aber nicht, ob sie ausreichend Vitamine aufnehmen oder nicht. Denn bemerkbar machen sich diese erst, wenn es zu Mangelerscheinungen kommt:

  • Nervenentzündungen
  • Ödeme
  • Herzerweiterung
  • Zahnfleischbluten
  • Gelenkentzündungen
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Blutungsneigung
  • Nachtblindheit
  • v. m.

Wie genau sich der Vitaminmangel äußert, hängt zu großen Teilen davon ab, welches Vitamin dem Körper fehlt. Denn jede der 13 organischen Verbindungen erfüllt individuelle Funktionen. Sie alle sind extrem wichtig für die Gesundheit, viele davon sogar lebensnotwendig. Einige der Vitamine erzeugen bei einem Mangel zudem eine Beschleunigung des Alterungsprozesses von Körper und Gehirn.

Auch eine Überversorgung kann gefährlich sein

Naheliegend scheint daher die Lösung, mit Vitaminpräparaten eine ausreichende Versorgung des Körpers mit all diesen Vitaminen sicherzustellen. Allerdings kommt es dann häufig zum gegenteiligen Problem, denn auch zu viele Vitamine können den Körper schädigen. Als „Hypervitamiose“ wird eine solche Vitaminüberversorgung bezeichnet. Denn die fettlöslichen Vitamine wie Vitamin A, D, E und K werden in der Leber gespeichert. Wird hier zu viel dieser Vitamine eingelagert, entsteht beispielsweise eine Knochenentkalkung, welche die Osteoporose fördert, aber auch das Lungenkrebsrisiko kann steigen oder es kommt zu einer sensorischen Polyneuropathie.

Die gute Nachricht lautet: Auf normalem Weg, sprich rein über die Ernährung, sind solche Überdosierungen kaum möglich. Sinnvoll ist daher, die Vitamine über die richtige Auswahl der Lebensmittel aufzunehmen.

Durch die Einnahme von Vitaminpräparaten kann es unter Umständen zu einer Überversorgung kommen. Bildquelle: © stock.adobe.com @terovesalainen
Durch die Einnahme von Vitaminpräparaten kann es unter Umständen zu einer Überversorgung kommen. Bildquelle: © stock.adobe.com @terovesalainen

Wechselwirkungen unbedingt berücksichtigen

Aber als wäre das noch nicht kompliziert genug, kommt es auch auf die Kombinationen der Vitamine mit anderen Nährstoffen an. So ist beispielsweise bekannt, dass Vitamin D nur in Verbindung mit Calcium optimal aufgenommen wird. Fettlösliche Vitamine brauchen Fette oder Öle als Träger, um vom Körper verwertet zu werden. Und Vitamin C wirkt am besten in Verbindung mit Eisen. Diese sind nur einige von vielen Beispielen für Interaktionen zwischen Vitaminen, Mineralien und weiteren Nährstoffen. Wer sich jedoch an die mediterrane Ernährung hält, hat bereits beste Voraussetzungen für eine optimale Aufnahme sowie Verwertung der Vitamine.

Diese Vitamine halten jünger und gesünder

Denn in vielen der „typisch“ mediterranen Lebensmittel sind zahlreiche Vitamine enthalten und die Kombination mit Fisch sowie Olivenöl fördert deren Aufnahme. Dazu gehören auch jene Vitamine, die besonders im Kampf gegen das Altern von großer Bedeutung sind:

  • Vitamin A

Das Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und wird daher besonders gut in Kombination mit Ölen wie beispielsweise hochwertigem Olivenöl aufgenommen. Es ist zum Beispiel in Karotten enthalten, aber auch in Spinat, Feldsalat, Chicorée sowie Grünkohl. Es ist außerdem in einigen Fischarten wie Aal oder Thunfisch zu finden sowie in Milchprodukten und Eiern. Vor allem für die Gesundheit der Augen ist das Vitamin A unverzichtbar und kann somit im Alter das Sehvermögen verbessern – oder zumindest eine Verschlechterung im Sinne der Alterssichtigkeit verhindern. Weiterhin wirkt es sich positiv auf das Immunsystem sowie die Haut und Haare aus. Vitamin A wird außerdem gerne in Kosmetik zur äußeren Anwendung genutzt und ist bei den Inhaltsstoffen häufig unter dem Namen „Retinol“ zu finden. Es gilt als Anti-Aging-Wirkstoff und kann Falten reduzieren, indem die Hautstruktur tiefenwirksam (wieder) aufgebaut wird. Zudem fungiert das Vitamin A als Antioxidans gegen freie Radikale.

  • Vitamin B1

Bei den B-Vitaminen wird unterschieden zwischen verschiedenen organischen Verbindungen. Das Vitamin B1 ist hauptsächlich zuständig für den Energiestoffwechsel. Mit zunehmendem Lebensalter verlangsamt sich dieser und führt in vielen Fällen zu einer Gewichtszunahme. Aber auch Verdauungsprobleme oder eine Einschränkung der Nieren- und Herzfunktion können eine Folge des Alterungsprozesses sein. Das Vitamin B1 wirkt hier präventiv entgegen, kann aber nur in Kombination mit ausreichend Bewegung seine volle Wirkung entfalten. Enthalten ist das Vitamin B1 in Zucchini und Erbsen, in Haferflocken, Sonnenblumenkernen sowie Vollkornprodukten.

  • Vitamin B6

Das Vitamin B6 ist hingegen essentiell für das Nervensystem und die Hormontätigkeit des Körpers. Tritt ein Mangel dieses Vitamins ein, macht sich dieser häufig durch Nervosität, Schlafprobleme oder neurologische Beschwerden bemerkbar. Demgegenüber fördert die ausreichende Aufnahme von Vitamin B6 bis ins hohe Alter gesunde Nerven und damit auch ein „junges“ Gehirn. Die größten Mengen an Vitamin B6 sind in den Lebensmitteln Banane, Avocado, Hirse, Kohl und Linsen enthalten, aber auch in Lachs sowie Kalb, Lamm und Rind.

  • Vitamin B7

Das Vitamin B7 ist besser bekannt als Biotin und wirkt sich vor allem auf Haut, Haare und Nägel positiv aus. Es hält also äußerlich jung, beeinflusst aber auch innerlich den Stoffwechsel positiv. Aufgenommen werden kann das Biotin über Sojaprodukte, Wal- sowie Erdnüsse, ungeschälten Reis, Haferflocken, Bananen und Vollkornprodukte. Weitere Träger sind Leber, Eigelb und Hefe.

Gemeinsames Zubereiten von frischen Speisen gemeinsam mit dem Enkelkind bereitet zudem auch noch große Freude. Bildquelle: stock.adobe.com @JustLife
Gemeinsames Zubereiten von frischen Speisen gemeinsam mit dem Enkelkind bereitet zudem auch noch große Freude. Bildquelle: stock.adobe.com @JustLife
  • Vitamin B12

Gerade beim Vitamin B12 kommt es in der modernen Gesellschaft häufig zu einem Mangel. Dieser äußert sich durch ein schwaches Immunsystem sowie neurologische Beschwerden. Denn das Vitamin ist vor allem für den Schutz der Nervenzellen zuständig und fördert zugleich die Zellteilung, das Immunsystem sowie einen normalen Energiestoffwechsel. Sie finden dieses in Milchprodukten, Eiern sowie Leber vom Huhn, Kalb oder Schwein.

  • Vitamin C

Die starke antioxidative Wirkung von Vitamin C und damit dessen große Bedeutung für das Immunsystem ist bekannt. Gleichzeitig sorgt sein Kampf gegen frei Radikale aber auch für eine jüngere Haut sowie einen gesünderen Körper im Allgemeinen. Denn Vitamin C fördert die Produktion von „Collagen“ und damit ein straffes Bindegewebe. Wie bereits erwähnt, wird dieses am besten in Verbindung mit Eisen aufgenommen. Große Mengen an Vitamin C sind in beinahe allen Zitrusfrüchten enthalten, aber auch in Brokkoli, Grünkohl, Paprika sowie Erdbeeren. Lebensmittel also, die allesamt in der mediterranen Ernährung eine wichtige Rolle spielen.

  • Vitamin E

Neben dem Vitamin A, findet sich vor allem das Vitamin E in vielen Kosmetika mit Anti-Aging-Effekt. Denn Vitamin E ist ebenfalls ein starkes Antioxidans und wirkt zugleich entzündungshemmend. Es verhindert dadurch trockene Stellen auf der Haut, dunkle Flecken, Falten und soll sogar das Hautkrebsrisiko mindern. Aber auch innerlich wirkt Vitamin E durch seinen entzündungshemmenden Effekt verjüngend. Zudem ist es ein wichtiger Träger, um die Aufnahme von den so wichtigen Omega-3-Fettsäuren zu fördern, wie sie bei der mediterranen Ernährung beispielsweise über den Fisch oder verschiedene Öle aufgenommen werden.

  • Vitamin K

Und zuletzt sorgt das Vitamin K, das beispielsweise in Spinat, Brokkoli, Erbsen, Rosen- und Grünkohl enthalten ist, für gesunde sowie starke Knochen. Es wirkt damit einer Osteoporose entgegen – vor allem in Verbindung mit Vitamin D und Calcium.

Mit einer gesunden und ausgewogenen, bestenfalls überwiegend mediterranen, Ernährung stellen Sie also die Weichen, um auch mit zunehmendem Alter jung und gesund zu bleiben.

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