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Wohnen 59plus? Wie unterscheidet sich das Wohnen im fortgeschrittenen Alter eigentlich vom Wohnen in jungen Jahren? Wie verändern sich die Wohnbedürfnisse und wann sollte man anfangen, sich mit dem Thema zu beschäftigen?

Das Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Die Wohnung bietet uns als Wohlfühlort Schutz und Sicherheit und hat so einen großen Anteil an dem Ausmaß unserer Lebenszufriedenheit. Die Wohnung sollte immer auf unsere persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sein. Verschiedene Lebensphasen erfordern daher verschiedene Wohnsituationen. Ein junger Mensch muss beruflich flexibel sein und bereit sein, des Öfteren umzuziehen. Zur Familiengründung ist ein Reihenhaus im Grünen gefragt.

Was hat sich geändert?

Wohnen mit 59plus - selbst gestalten und damit möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben. Bildquelle: shutterstock.com
Wohnen mit 59plus – selbst gestalten und damit möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben. Bildquelle: shutterstock.com

Eine freistehende Immobilie wird nach dem Auszug der Kinder oft zu groß und unwirtschaftlich im Unterhalt. Mit Eintritt in die Rente, kommen lange gehegte Wünsche, wie das Reisen oder Hobbies hinzu, neue Freiräume ergeben sich. Auch die Finanzen spielen natürlich eine Rolle bei den Überlegungen. Dies alles sind Veränderungssituationen, die immer öfter auch mit einem Wohnungswechsel einhergehen. Die Zeiten, als man nach der Heirat ein Haus gebaut hat und ein Leben lang darin wohnte, sind passé. Heute ist man in der Regel bereits mehrmals umgezogen und kann sich durchaus vorstellen, ein weiteres Mal umzuziehen. Der Neuanfang wird nicht mehr als so große Hürde gesehen.

Zudem steigen mit der Zeit die Ansprüche an den Wohnkomfort. Denn mit zunehmendem Alter halten sich die Menschen immer mehr zuhause auf, die Wohnung wird immer mehr zum Lebensmittelpunkt. Der Radius der sozialen Aktivitäten wird in der nachberuflichen Phase kleiner. Gerade bei eingeschränkter Mobilität steigen dann auch die Anforderungen an das Wohnumfeld. Was hilft das schönste schwellenlose Zuhause, wenn der Bewohner vereinsamt, weil er keine Teilhabemöglichkeiten mehr hat. Die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken und die Versorgung des täglichen Bedarfes werden immer wichtiger. So sind gerade innenstadtnahe Lagen sehr gefragt auf dem Immobilienmarkt.

Wohnen mit 59plus

Gemeinschaft spielt auch beim Thema Wohnen eine große Rolle in der Generation 59plus. Bildquelle: shutterstock.com
Gemeinschaft spielt auch beim Thema Wohnen eine große Rolle in der Generation 59plus. Bildquelle: shutterstock.com

Die Wohnbedürfnisse verändern sich also und somit die Kriterien an das Zuhause, der Blickwinkel wird ein anderer. Die Versorgungssicherheit steht im Vordergrund. Schwellenlosigkeit und gute Infrastruktur stehen ganz oben auf der Wunschliste. Zudem befinden wir uns gerade in einem gesellschaftlichen Umbruch. Die Versorgung bei Krankheit und Pflege innerhalb der Familie bricht nach und nach weg. Der Generationenvertrag, dass die Kinder die Eltern mitversorgen, kann oftmals nicht mehr geleistet werden. Das führt dazu, dass sich viele Ältere nach Alternativen umsehen. Versorgungsmodelle mit gemeinschaftlichen Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser, Hausgemeinschaften und Senioren WGs sind mehr und mehr gefragt. Freunde und Nachbarn ersetzen oft die Familie. Gutes Wohnen im Alter ist also immer ein Zusammenspiel von gebauter Umgebung und menschlicher Zuwendung.

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Erste Anzeichen

Gute und durchdachte Beleuchtung ist in jeder Mietwohnung oder in jedem Eigenheim umsetzbar. Bildquelle: shutterstock.com
Gute und durchdachte Beleuchtung ist in jeder Mietwohnung oder in jedem Eigenheim umsetzbar. Bildquelle: shutterstock.com

Auf welche Ausstattungsmerkmale sollte man bei einer seniorengerechten Wohnung achten? Wenn die ersten altersbedingten gesundheitlichen Einschränkungen kommen, wird das Sehen schlechter, der Rücken und die Gelenke melden sich mit Verschleißerscheinungen, die Muskelkraft lässt nach. Stolperfallen sollten beseitigt werden, denn die Sturzprophylaxe wird immer wichtiger. Zuallererst steht meist die Anpassung des Badezimmers auf der Agenda. Zu den Anforderungen an die Wohnung zählen darüber hinaus aber noch ausreichende Bewegungsflächen, ausreichend breite Türdurchgänge und der schwellenlose Zugang. Gute Beleuchtung und Kontraste können eine bessere Orientierung ermöglichen. Zudem ergänzen technische Assistenzsysteme die Bandbreite der Verbesserungsmöglichkeiten. Auch wenn noch nichts weh tut, empfehle ich meinen Kunden in den Beratungen, diese Aspekte mit zu berücksichtigen. Denn was heute dem Komfort dient, ermöglicht bei später auftretenden Einschränkungen erst das barrierefreie Wohnen!

Gestalten Sie selbst!

Gestalten Sie selbst und das auch gern bereits vor 59plus, um im Alter entspannt wohnen zu können. Bildquelle: shutterstock.com
Gestalten Sie selbst und das auch gern bereits vor 59plus, um im Alter entspannt wohnen zu können. Bildquelle: shutterstock.com

Wie man sieht, mangelt es weniger an Lösungsansätzen. Professionelle Dienstleister können mit Wohnungsanpassungsmaßnahmen einen längeren Verbleib im eigene Zuhause garantieren. Wunsch und Wirklichkeit klaffen aber oftmals weit auseinander. Die meisten Menschen wollen laut Umfrage zuhause alt werden, aber nur wenige Menschen befassen sich rechtzeitig mit dem Thema. Ein Anstoß über die eigene Wohnsituation nachzudenken ist oftmals die Erfahrung, die Versorgung der Eltern von jetzt auf gleich regeln zu müssen. „Mache etwas aus Deinem Alter, bevor das Alter etwas mit Dir macht!“ Nur wer sich das geflügelte Wort zu Herzen nimmt, kann sicher sein, dass er lange selbstbestimmt leben kann.

Es macht also sehr wohl Sinn, sich auch schon mit 59plus mit dem Thema zu beschäftigen. Deshalb ist es gut und richtig, das zentrale Thema „Wohnen im Alter“ als eigenständige Rubrik des Onlinemagazins anzugehen. Sie dürfen gespannt sein, auf viele interessante Beiträge zum Thema.

Herzlichst

Ihre Sabine van Waasen

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