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Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Schwerhörigkeit sich deutlich bemerkbar macht, aber oft ist das Gegenteil der Fall. Das Problem ist nicht, dass die Symptome zu milde ausgeprägt wären, das Problem ist, dass die Schwerhörigkeit schleichend auftritt und sich das Gehirn Stück für Stück an das neue Hörvermögen anpasst. So fällt es oft sogar erst den Angehörigen auf, dass sich das Gehör der älteren Mitmenschen verschlechtert hat und der Weg zum Arzt findet nicht selten erst Jahre später statt. Dabei ist der Hörverlust kein unabdingbares Schicksal und es gibt Hilfsmöglichkeiten.

Mehr Lebensqualität mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln wie z. B. einem Hörgerät. Bildquelle: © Tim Mossholder / Unsplash.com
Mehr Lebensqualität mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln wie z. B. einem Hörgerät. Bildquelle: © Tim Mossholder / Unsplash.com

Von Hörgerät bis Hörtraining – Presbyakusis kann behandelt werden

Wenn der Fernseher zu leise ist, wird er höher gedreht. Wenn der Gesprächspartner nicht verstanden wird, muss er alles noch einmal wiederholen. Solche Störungen schränken die Lebensqualität ein und nicht selten sind psychische Beeinträchtigungen die Folge. Dabei muss das nicht sein, denn die moderne Welt der Hörgeräte ist so weit fortgeschritten, dass Menschen mit Altersschwerhörigkeit sehr oft geholfen werden kann.

Der erste Schritt ist der Besuch beim Arzt oder beim Hörgeräteakustiker. Letztere Berufsgruppe war in Deutschland im Jahr 2021 rund 12.381 Mal vertreten.

Die typischen Symptome nicht ignorieren

Die Symptome der Altersschwerhörigkeit treten schleichend auf, anders als bei einer Sehschwäche. Wenn die Buchstaben beim Lesen nicht mehr erkannt werden, wird das nur selten übersehen. Zu Beginn einer Presbyakusis aber können Sie eigentlich noch gut hören, meist werden lediglich hohe Frequenzen nicht mehr gut wahrgenommen. Kinderschreien wirkt plötzlich leiser, hohe Frauenstimmen können nicht mehr so stark gehört werden.

Später irgendwann treten Verständigungsprobleme als Symptom der Presbyakusis auf. Möglicherweise fragen Sie sich, warum Ihr Gesprächspartner so leise spricht und erkennen erst einmal nicht, dass das Problem bei Ihnen liegt.

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Zu Beginn der Beschwerden treten die Hörsymptome vor allem dann auf, wenn im Hintergrund viele Geräusche zu hören sind. Restaurants oder Betrieb in der Straßenbahn können dazu führen, dass Sie Gesprächen nicht mehr so gut folgen können.

Auch Geräuschempfindlichkeit ist keine Seltenheit, manchmal tritt die Altersschwerhörigkeit zusammen mit Tinnitus auf. Wenn Sie derartige Symptome bei sich feststellen, scheuen Sie sich nicht, bei Ihrem Hals-Nasen-Ohrenarzt auf einem Hörtest zu bestehen.

Ein Hörtest ist der erste Schritt auf dem Weg zum richtigen Hörgerät. Bildquelle: © Mark Paton / Unsplash.com
Ein Hörtest ist der erste Schritt auf dem Weg zum richtigen Hörgerät. Bildquelle: © Mark Paton / Unsplash.com

Risikofaktoren für Altersschwerhörigkeit erkennen

Die meisten Menschen werden ab einem gewissen Alter schwerhörig, weil es einfach ein normaler Alterungsprozess ist. Für Sie bedeutet das aber nicht, dass Sie nicht mehr mit vollem Elan in den neuen Lebensabschnitt starten können. Abhilfe ist möglich, sofern Sie rechtzeitig zu Ihrem Arzt gehen. Es gibt einige Faktoren, die das Entstehen einer Presbyakusis begünstigen. Wenn diese bei Ihnen vorliegen, sollten Sie das Gehör noch genauer beachten. Dazu gehören:

  • Vorangegangene Hörstürze in jüngeren Jahren
  • Ständig hohe Lärmbelastung
  • Vorliegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Durchblutungsstörungen
  • Genetische Veranlagung mit Presbyakusis in der Vergangenheit

Generell sollten Sie Ihr Gehör ab einem gewissen Alter regelmäßig untersuchen lassen und auch Hinweise von Freunden und Verwandten ernst nehmen. Wenn Ihr Gegenüber plötzlich beginnt zu nuscheln und kaum mehr verständlich ist, liegt es möglicherweise an Ihnen.

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