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Präsentiert von:Deutscher Apothekerverband (DAV)

Nahezu jeder von uns steht morgens auf und setzt sich wie selbstverständlich im Laufe des Tages hinter das Steuer seines Autos oder auf den Sattel seines Fahrrades. Doch was ist eigentlich mit der Verkehrstüchtigkeit, wenn man ein oder mehrere Arzneimittel zu sich genommen hat? 

Es ist Obacht geboten, was die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr betrifft, wenn man Arzneimittel zu sich genommen hat. Bildquelle: Pixabay.de
Es ist Obacht geboten, was die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr betrifft, wenn man Arzneimittel zu sich genommen hat. Bildquelle: Pixabay.de

Arzneimittel können die Straßenverkehrssicherheit negativ beeinflussen, wenn man deren Risiken und Nebenwirkungen nicht beachtet. Aber auch Erkrankungen des Fahrers können die Fahrtüchtigkeit erheblich einschränken. Eine Niesattacke eines Allergikers am Steuer bedeutet bei Tempo 50 einen »Blindflug« von fast 14 Metern, berichten Experten des ADAC. Mit dem richtigen Medikament behandelt, fährt der Allergiker also meist besser als ohne Arzneimittel. Dies gilt auch für andere Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Diabetes oder auch Erkältungskrankheiten und Kopfschmerzen.

Arzneimittel im Verkehr

Trotzdem sind viele Arzneistoffe verkehrsmedizinisch relevant. Bei ihnen ist es wichtig abzuschätzen, ob nach der Einnahme die Fahrtüchtigkeit noch gewährleistet ist. Dazu gehören Narkose- bzw. lokale Betäubungsmittel, Psychopharmaka, Allergiemittel, Schmerzmittel, Bluthochdruck- und Diabetes-Medikamente und Augenpräparate sowie schlaffördernde Medikamente. Neben diesen meist rezeptpflichtigen Arzneimitteln gehören aber auch zahlreiche ohne Rezept erhältliche Medikamente wie Hustensäfte, Schnupfensprays oder Erkältungsmittel zu den relevanten Arzneimitteln.

Arzneimittel können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinflussen, daher ist eine gute Aufklärung wichtig. Bildquelle: shutterstock.com
Arzneimittel können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinflussen, daher ist eine gute Aufklärung wichtig. Bildquelle: shutterstock.com

Wann und über welchen Zeitraum ein Arzneistoff die Fahrsicherheit tatsächlich beeinträchtigt, kann man pauschal nicht bestimmen. Denn die Wirkweise ist individuell unterschiedlich, das heißt: Die Wirkung hängt ganz wesentlich von persönlichen Faktoren ab wie Alter, Geschlecht, Gewicht, Körperbau, etwaige Erkrankungen und Arzneimitteltherapien sowie Wechselwirkungen mit anderen Substanzen wie z.B. Alkohol. An dieser Stelle sei betont: Die Kombination von Alkohol und Medikamenten ist immer eine heikle Angelegenheit. Da Alkohol Wirkung und Nebenwirkung von Medikamenten erheblich steigern oder herabsetzen kann, sollte während einer Einnahme generell darauf verzichtet werden.

Bei Risiken und Nebenwirkungen

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Wer im Hinblick auf mögliche Nebenwirkungen beim Autofahren unsicher ist, sollte aufmerksam den Beipackzettel lesen oder in der Apotheke nach dem verkehrssichersten Medikament fragen. Denn häufig gibt es alternative Medikamente, die für Autofahrer besser geeignet sind. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn das Arzneimittel zum ersten Mal eingenommen wird und man die Auswirkungen noch nicht richtig beurteilen kann. Grundsätzlich gilt: Man sollte vor der Autofahrt seine Fahrtauglichkeit selbstkritisch einschätzen oder seinen Arzt oder Apotheker befragen.

 

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