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Das Gärtnern ist eine ganz wunderbare Beschäftigung – besonders ältere Menschen schätzen die abwechslungsreiche Tätigkeit an der frischen Luft. Gartenarbeiten, wie Rasenmähen, Unkrautjäten oder Blumengießen, fallen der Generation 59plus aber oft schwer. Trotzdem muss auf das Gärtnern im höheren Alter nicht verzichtet werden – es gibt viele Wege, wie man mühevolle Gartenarbeit vermeiden kann. Doch wie lässt sich eine altersgerechte Gartengestaltung in die Tat umsetzen?

Was ist eine altersgerechte Gartengestaltung?

Die meisten älteren Menschen lieben die Zeit im eigenen Garten. Neben der Erholung im Sonnenschein, macht das Herumwerkeln im Grünen viel Freude. Damit der Garten aber auch für die Generation 59plus ein Ort der Entspannung und Entschleunigung bleibt, muss das Stück Grün altersgerecht gestaltet werden. Mit anderen Worten: Der Garten muss möglichst pflegeleicht sein! Diese Kriterien liefern wichtige Anhaltspunkte für die Umsetzung:

  • Der Garten sollte nur wenig Arbeitsaufwand mit sich bringen und trotzdem schön aussehen.
  • Die Gartenarbeit sollte ohne Einschränkungen verrichtet werden können.
  • Sämtliche Gartenbereiche sollten mühelos erreichbar sein.

Doch wie sehen diese Kriterien nun in der Praxis aus? Wir verraten Ihnen im Folgenden ein paar konkrete Tipps, wie Sie Ihren Garten altersgerecht, d. h. pflegeleicht und barrierefrei, anlegen!

Eine altersgerechte Gartengestaltung hilft dabei seinen Garten möglichst lange genießen zu können. Bildquelle: © Markus Spiske / Unsplash.com
Eine altersgerechte Gartengestaltung hilft dabei seinen Garten möglichst lange genießen zu können. Bildquelle: © Markus Spiske / Unsplash.com

Pflegeleichte Pflanzen

Mit pflegeleichten Pflanzen lässt sich schon sehr viel Arbeitsaufwand im Garten vermeiden. Entscheiden Sie sich deshalb für:

  • genügsame Stauden (z. B. Taglilien)
  • mehrjährige Zwiebelpflanzen (z. B. Wildtulpen)
  • langsam wachsende Ziersträucher (z. B. Kirschlorbeer)
  • pflegeleichte Blumen (z. B. Geranien)

Wenn Sie sich ausschließlich für Pflanzen entscheiden, die nur wenig Pflege erfordern, sparen Sie sich also viel Mühe. Trotzdem kommen Sie in den Genuss schöner Farben und wunderbarer Düfte in Ihrem Garten. Sie sehen: Mit dieser Gartengestaltung schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe!

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Keine Rasenfläche

Ein schöner Rasen ist natürlich ein echter Blickfang, aber bestimmt wissen Sie aus eigener Erfahrung, wie viel Arbeitsaufwand hier dahinter steckt. Schließlich muss die Grünfläche wiederholt gemäht, richtig vertikutiert, gedüngt und von Unkräutern befreit werden – es gibt also viel zu tun, damit der Rasen gut gepflegt aussieht.

Genau deshalb verzichtet ein altersgerechter Garten auf große Rasenflächen. Sie tun gut daran, sich gegen die aufwändige Rasenpflege und stattdessen für Staudenbeete zu entscheiden. Schließlich muss ein Staudenbeet nicht gemäht, sondern lediglich ein- bis zweimal im Jahr zurückgeschnitten werden. Doch es gibt noch eine andere Alternative zur Rasenfläche: Das Anlegen eines Steingartens ist ebenfalls eine gute Lösung – erfahren Sie im nächsten Teil dieses Beitrags mehr dazu!

Schöner Steingarten

Vielleicht haben Sie schon von einem Steingarten gehört oder ihn mit eigenen Augen bestaunt. Diese Form der Gartengestaltung sieht nicht nur wunderschön aus, sondern ist auch sehr pflegeleicht. Schließlich wird der Steingarten ausschließlich mit anspruchslosen Pflanzen gestaltet, die ohne große Pflege auskommen. Insgesamt stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Auswahl, wie Sie einen Garten mit Steinen anlegen können:

  • In einer Ebene: Das Anlegen eines Steingartens in flachem Gelände ist am einfachsten. Hier müssen Sie lediglich darauf achten, dass Sie eventuelle Mulden ausmerzen, damit sich kein Wasser darin ansammeln kann – das oberste Ziel lautet hier: Staunässe vermeiden!
  • Im Hang: Für einen Steingarten im Hang ist ein Gefälle von 10 % optimal. Falls sich kein natürliches Gehänge in Ihrem Garten befindet, können Sie dieses noch nachträglich in Ihrem Stück Grün einarbeiten. Dazu müssen Sie den Boden ca. 30 cm tief ausheben – holen Sie sich dazu am besten Unterstützung!
  • Alpinum: Beim Alpinum wird der alpine Raum nachgestellt. Eine gebirgsähnliche Struktur wird durch Steine, die kreuz und quer ausgelegt werden, erzeugt. Für den absoluten Feinschliff sorgt die Bepflanzung mit ausschließlich alpinen Pflanzen, wie Aloe Vera, Schlüsselblume und Fetthennen.
Ein gut angelegter Steingarten kann eine wunderbare Alternative sein sich zu entlasten. Bildquelle: © Pauline Bernard / Unsplash.com
Ein gut angelegter Steingarten kann eine wunderbare Alternative sein sich zu entlasten. Bildquelle: © Pauline Bernard / Unsplash.com

„Unkrautstopper“

Als Gartenbesitzer wissen Sie es bestimmt nur zu gut: Unkraut ist immer ein unwillkommener Gast im eigenen Stück Grün! Während es jungen Menschen noch ein Leichtes ist, regelmäßig Unkraut zu jäten, sieht das für die Generation 59plus schon anders aus. Die zusammengekauerte Körperhaltung, die hier erforderlich ist, tut dem meist ohnehin schon vorbelasteten Rücken alles andere als gut!

Gestalten Sie Ihren Garten also am besten so, dass Unkraut erst gar nicht entstehen kann. Zu den effektiven „Unkrautstoppern“ zählen Rindenmulch sowie verschiedene Bodendecker. Die Gründe: Im lockeren Rindenmulch können Unkräuter keine Wurzeln schlagen. Und haben sich Bodendecker, wie Fetthennen oder Taubnesseln, erst einmal auf der Bodenoberfläche ausgebreitet, bleibt hier kein Platz mehr für Unkraut.

Sicherheit im Garten

Die Generation 59plus ist nicht immer gut zu Fuß – und dennoch sollten alle Gartenbereiche sowohl einfach als auch sicher zu erreichen sein. Die altersgerechte Gartengestaltung sieht daher unbedingt rutschfeste Wege mit einer optimalen Breite von 1,20 m vor, damit die Strecken auch gegebenenfalls mit Rollator oder Rollstuhl passierbar sind. Beachten Sie auch, dass rutschfeste Bodenbeläge, wie Beton- oder Natursteinpflaster, besser geeignet sind als glatte Fliesen.

Damit das Spazieren im eigenen Garten zudem nicht zur heimtückischen Stolperfalle wird, sollten Sie auf eine gute Beleuchtung der Wege und Eingänge achten. Das Licht muss dabei blendfrei nach unten gerichtet sein, während sich die einzelnen Lichtkegel überlappen – so können die Wege perfekt und vor allen Dingen lückenlos ausgeleuchtet werden.

Fazit

Gartenarbeit muss nicht immer mühevoll sein – deshalb kann sie auch für die Generation 59plus eine willkommene Abwechslung sein. Mit diesen Tipps lässt sich ein altersgerechter Garten anlegen, der besonders pflegeleicht ist. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Gärtnern!

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