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Der italienische Opernsänger Luciano Pavarotti gelangte wie kein anderer Opernsänger durch seine klassischen Interpretationen zu Weltruhm und wurde gefeiert wie ein Superstar.Die Arie Nessun Dorma aus der Oper Turandot verhalf ihm über die Bühnen der Oper hinaus zu großer Bekanntheit und wurde als Höhepunkt seiner Auftritte vorgetragen.

Die Arie selbst entspringt der Hand des großen Giacomo Puccini, einem italienischen Komponisten, der von 1858 bis 1924 lebte. Die Oper Turandot ist sein letztes Werk, das erst nach seinem Tod uraufgeführt wurde und in Puccinis Inszenierung die größte Bekanntheit erlangte. Dabei ist der Turandot-Stoff an sich bereits viel älter und wurde vorwiegend von deutschen Dichtern und Komponisten aufgegriffen und verarbeitet. Bekannte Bühnenadaptionen finden sich u.a. von Friedrich Schiller, Friedrich Ludwig Seidl, Carl Maria von Weber, Joseph von Blumenthal, Vinzenz Lachner und Carlo Gozzi. Als Operninszenierung behandelten u.a. Joseph von Blumenthal, Franz Danzi, Carl Gottlieb Reißiger oder Antonio Bazzini den Stoff.

Nessun Dorma in Turandot

Die Urfassung der Geschichte findet sich in der orientalischen Erzählung Tausendundein Tag, eine Sammlung persischer Märchen, die nach dem Vorbild Tausendundeine Nacht zusammengestellt wurde.

Die chinesische Prinzessin Turandot, bekannt für ihre Kaltherzigkeit, befiehlt, jeden Freier zu töten, der ihre Rätsel nicht lösen kann. Schließlich errät der Prinz Kalaf zu ihrem Missfallen die Antworten und stellt ihr in Aussicht, sie von ihrem Heiratsversprechen zu entbinden, wenn sie seinen Namen bis zum Sonnenaufgang errät. An dieser Stelle der Handlung befiehlt die Prinzessin im ganzen Reich, dass niemand schlafen darf, bis man den Namen des Unbekannten kennt. Die Arie, die übersetzt „Keiner schlafe“ bedeutet, wird vom Prinzen Kalaf selbst zum Auftakt des dritten Aktes gesungen. Dieser ist sich seines Sieges gewiss und kann schließlich auch das Herz der kalten Prinzessin Turandot für sich gewinnen.

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Nessun Dorma und Luciano Pavarotti

Die Arie Nessun Dorma von Luciano Pavarotti gesungen. Quelle: Shutterstock.com
Die Arie Nessun Dorma von Luciano Pavarotti gesungen. Quelle: Shutterstock.com

Im Jahr 1990 zum Auftakt der Fußballweltmeisterschaft überraschte Luciano Pavarotti mit seiner ergreifenden Interpretation von Puccinis „Nessun Dorma“, einer Tenorarie, die für den Triumph steht. Im packendenden Halbfinale mit Elfmeterschießen zwischen England und Deutschland wurden die ergreifenden Töne Pavarottis erneut eingespielt und machten das Stück zu einer der ungewöhnlichsten Sporthymnen weltweit.

Gemeinsam mit Plácido Domingo und José Carreras trat Pavarotti unter dem Namen Die drei Tenöre auch zu den drei folgenden Fußballweltmeisterschaften auf. Pavarotti nutzte seinen Bekanntheitsgrad vor allem auch für Benefizveranstaltungen.

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