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COLETTE erzählt die wahre Geschichte von Sidonie-Gabrielle Colette, einer erfolgreichen Pariser Autorin des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihr wurde als erster Frau in Frankreich die Ehre eines Staatsbegräbnisses zuteil.

Sicherlich fragt sich der ein oder andere: Na toll, was hat sie nur von einem Staatsbegräbnis? Schließlich ist sie zu diesem Zeitpunkt ja bereits tot. Beginnen wir also von vorn…

Sidonie-Gabrielle Colette, die im Film ganz hervorragend von der wunderbaren Keira Knightley gespielt wird, heiratet einen Pariser Autor, der seinen Lesern ausschließlich unter dem Namen “Willy” bekannt ist. Doch hinter Willy verbirgt sich in Wahrheit nicht nur eine Person. Vielmehr arbeite ein ganzes Konstrukt an Autoren für ihn, die “seine” Geschichten verfassen.

Keira Knightley verkörpert in Colette die junge Schriftstellerin Sidonie-Gabrielle Colette. Bildquelle: © DCM
Keira Knightley verkörpert in Colette die junge Schriftstellerin Sidonie-Gabrielle Colette. Bildquelle: © DCM

Paris – I’m in love

Die junge Frau findet rasch Gefallen an Paris. Fasziniert von ihrem neuen Leben wird sie geradezu magisch von der künstlerisch-literarischen Welt angezogen, in die sie da hineingeheiratet hat. Auch wenn sie gleichzeitig sehr unter den ständig neuen Affären ihres Mannes leidet. Im Dunstkreis dieser intellektuellen Elite dauert es nicht lange bis sie selbst als Ghostwriter unter dem Pseudonym Willy für ihren untreuen Ehemann Geschichten verfasst.

Und dann geschieht das Unglaubliche: Ihr Roman über ein fünfzehnjähriges Mädchen namens Claudine avanciert zum Kassenschlager. Willy und Colette werden zum Pariser Promi-Paar par Excellence. Rasch folgen weitere Claudine Romane und der Erfolg scheint grenzenlos. Willy, der offensichtlich weniger Qualitäten als Schriftsteller, dafür umso mehr Ambitionen als Marketing-Chef hat, nutzt den Hype um Claudine und macht den Namen kurzerhand zur Marke. Fortan sind von Make-up, über Seifen und Parfüm bis hin zu Süßigkeiten zahlreiche Claudine-Artikel erhältlich.

Colette: gegen alle gesellschaftlichen Schranken

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Zeitgleich kriselt es in der Ehe von Colette und Willy gewaltig. Vor allem deshalb, weil sich Willy vehement weigert, sie als die wahre Autorin der Claudine-Romane anzuerkennen. Er präsentiert sich als erfolgreicher Autor, während seine Frau – ganz gesellschaftskonform – schön in seinem Schatten bleibt. Wie diese außergewöhnliche Frau des frühen 20. Jahrhunderts, es aber dennoch schafft, aus der ihr zugewiesenen Geschlechterrolle herauszuschlüpfen, um am Ende als wahre Autorin im Rampenlicht zu stehen, und von wem sie dabei unerwartete Unterstützung erhält, das porträtiert Wash Westmoreland in diesem Film auf ganz eindrucksvolle Weise.

Die junge Colette mit ihrem Ehemann Willy. Bildquelle: © DCM

Ein wirklich wunderbarer und Oskar®-würdiger Film, der die bahnbrechende Lebensgeschichte um Sidonie-Gabrielle Colette zu einem “Fest für die Sinne macht” – und das findet nicht nur das Rolling Stone Magazin.

Kinostart: 3. Januar 2019

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