Spoilerwarnungen oder der Hinweis auf Spoiler begegnen uns besonders im Internet immer häufiger. Dabei handelt es sich aber keineswegs um gleichnamige Fahrzeuganbauteile, sondern um ganz besondere Informationen, die vielleicht gar nicht jeder wissen will.

Woher kommt spoilern?

Der Begriff "spoilern" taucht immer häufiger im Wortschatz der jüngeren Leute auf. Bildquelle: shutterstock.com
Der Begriff “spoilern” taucht immer häufiger im Wortschatz der jüngeren Leute auf. Bildquelle: shutterstock.com

Das Wort spoilern wird von dem englischen Wort to spoil abgeleitet und bedeutet übersetzt verderben. Als Spoiler bezeichnet man Informationen, die die Handlung oder einzelne Elemente einer Erzählung vorweggreifen. Spoiler kommen im Kontext von allen belletristischen Werken, wie etwa Filme, Serien, Bücher, Hörbücher oder auch Theaterstücken, vor.

Besonders durch das Medium Internet hat sich das Nutzer- und Konsumverhalten stark verändert. Ein großes Onlineangebot an Mediatheken, aber auch illegalen Streamingdiensten ermöglicht einen breiten Zugang vor allem zu Filmen und Serien. Inhalte, besonders zu Fernsehserien, die eine große Fangemeinschaft erreichen, wie derzeit z.B. die amerikanische Erfolgsserie Game of Thrones, werden von ihren Fans bereits häufig vor der Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen sehnlichst erwartet und der Handlungsstrang in Internetforen oft ausgiebig diskutiert.

Für Nutzer, die den Verlauf der Handlung noch nicht kennen, schränken wesentliche Informationen, wie etwa der Tod einer Hauptfigur, das Konsumerlebnis stark ein. Um nicht unter dem Wissenvorsprung anderer Nutzer zu leiden, hat es sich im Internet etwa seit Beginn der 2000er durchgesetzt, Artikel oder Textpassagen, die eben solche Informationen vorweggreifen, als Spoiler zu deklarieren.

Spoilerwarnung

Wirklich neu ist die Idee der Spoilerwarnung aber nicht. In gedruckten Publikationen ist es schon lange üblich Inhalte wie etwa Rätselauflösungen auf dem Kopf zu drucken. Auch im Fernsehen wurden schon früher Inhalte angekündigt, die die Spannung der Zuschauer beeinträchtigen konnte.

Etwa in der Quizsendung Was bin ich? wurde die Einblendung des zu ratenden Berufes angekündigt und dann wieder mit einem Gongschlag beendet. Auch die aktuelle WDR-Sendung Zimmer frei bedient sich bei ihrem populären Bilderrätsel dieser Technik.

Zu Beginn der 70er Jahre machte sich der bekannte Kabarettist Wolfgang Neuss mit dem Spoiler Der Borsche war´s deutschlandweit unbeliebt, als er damit den Mörder des Films “Das Halstuch” von Francis Durbridge verriet.

 

Anzeige