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Versicherungen sind ein Thema, das die Menschen ein Leben lang begleitet. Eines haben sie gemeinsam: Für die junge, mittlere und ältere Generation sind sie ein leidiges und unliebsames Thema. Einmal abgeschlossen, versuchen sich die Menschen gedanklich so wenig wie möglich mit den Versicherungen auseinanderzusetzen. Doch mit steigendem Lebensalter, spätestens aber mit dem Austritt aus dem Berufsleben lohnt es sich, die bestehenden Versicherungen erneut zu überprüfen. Einige Versicherungen erscheinen für die Generation 59 plus nach wie vor sinnvoll, während andere nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation passen.

Private Haftpflichtversicherung ist ein Muss

Demografische Prognosen sagen für das Jahr 2030 voraus, dass ein Drittel der Deutschen zu diesem Zeitpunkt älter als 65 Jahre sein wird. Umso wichtiger erscheint zum heutigen Zeitpunkt die Frage, welche Versicherungen für (Vor-)Ruheständler wichtig sind. Eine der wichtigsten Versicherungen ist die private Haftpflichtversicherung. Diese Versicherung bewahrt die Menschen vor existentiellen Schäden. Sie greift ein, sobald ein Versicherungsnehmer das Eigentum von anderen unbeabsichtigt beschädigt. Im Alltag passiert so etwas schnell, etwa, wenn jemand beim Kaffee trinken versehentlich eine teure Vase oder exklusives Geschirr umstößt.

Es ist unabdingbar, eine schon bestehende Haftpflichtversicherung im Alter zu überprüfen. Für Verbraucher der Generation 59 plus, die sich hinsichtlich ihrer Versicherung unsicher sind, kann sich die Zusammenarbeit mit unabhängigen Versicherungsmaklern lohnen. Diese kennen sich auf dem Markt aus, schätzen die Situation neutral ein und analysieren den individuellen Bedarf, auf dessen Basis sie die geeigneten Produkte zusammenstellen. Was die Haftpflichtversicherung betrifft, lohnt sich oftmals ein zweiter Blick in den Vertrag. Viele „Altverträge“ gelten für die gesamte Familie – einschließlich der Kinder, die längst aus dem Haus ausgezogen sind. Paare sparen also Kosten ein, indem sie ihre Versicherung auf einen Partnertarif umstellen. Umgekehrt gilt: Wer alleinstehend ist und mittlerweile bei den Kindern wohnt, lässt sich in den bestehenden Vertrag der Familie aufnehmen und kündigt die eigene Haftpflichtversicherung.

Auch Kleinvieh macht bekanntlich Mist. Deswegen sollte man auf jden Fall spätestens mit Eintritt des Ruhestandes alle Versicherungen auf ihre Notwendigkeit überprüfen. Bildquelle: shutterstock.com
Auch Kleinvieh macht bekanntlich Mist. Deswegen sollte man auf jden Fall spätestens mit Eintritt des Ruhestandes alle Versicherungen auf ihre Notwendigkeit überprüfen. Bildquelle: shutterstock.com

Der eigene Hausrat

Ein ähnliches Prinzip gilt für die private Hausratversicherung. Sie ist für Menschen aus jeder Altersgruppe sinnvoll, denen ihr Hab und Gut wichtig ist. Diese Versicherung deckt Schäden an allen wichtigen Gegenständen im Haushalt ab, inklusive Bücher, Kleidung und Fahrräder. Bei diesem Vertrag erscheint es sinnvoll, die Versicherungssumme zu prüfen. Die Versicherung zahlt den entstandenen Schaden nur in Höhe der abgedeckten Summe. Ist der entstandene Schaden größer, hat der Verbraucher die restlichen Kosten selbst zu tragen.

Sterbegeldversicherung

Sterbegeld als Beitrag zur eigenen Beerdigung mag zwar einen faden Beigeschmack haben. Dennoch ist es durchaus sinnvoll, eine solche Versicherung in jungen oder mittleren Jahren abzuschließen und so seinen Hinterbliebenen die Bestattung zumindest finanziell zu erleichtern. Die Versicherungssumme ist dabei selbstgewählt. Es lohnt sich, hier mit unabhängigen Beratern zusammenzuarbeiten und sich so bestmöglich zu informieren.

Fahrzeug der Autofahrer muss haftpflichtversichert sein

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Autofahrer sind altersunabhängig gesetzlich verpflichtet, eine Kfz-Versicherung abzuschließen. Optional knüpfen sie diese an eine Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung. Die Teilkasko greift, wenn das Auto durch Wildtiere, widrige Witterungsbedingungen oder infolge eines Einbruchs beschädigt wird. Bei der Vollkasko sichern sich die Versicherten zudem gegen selbst verschuldete und unverschuldete Unfälle durch Dritte ab. Oftmals spart die ältere Generation mit einer Vollkasko mehr Kosten ein als mit einer Teilkasko. Wer zu der Generation 59 plus gehört und weniger Auto fährt als früher, sollte die Versicherung darüber in Kenntnis setzen.

Für Hauseigentümer: Die Wohngebäudeversicherung

Für Menschen der Generation 59 plus wirkt sich eine Wohngebäudeversicherung vorteilhaft aus, sofern sie eine eigene Immobilie besitzen. Sie sichern ihr Haus auf diese Weise vor Feuer, Sturm, Hagelschäden oder Blitzeinschlägen ab. Es ist sinnvoll, elementare Schäden in der Versicherung mit abzudecken. Dazu zählen alle Schäden, die durch Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen entstehen.

Solange Sie ein eigenes Heim besitzen, sollte dieses unbedingt über die Wohngebäudeversicherung abgesichert sein. Bildquelle: © Fanny Rascle / Unsplash.com
Solange Sie ein eigenes Heim besitzen, sollte dieses unbedingt über die Wohngebäudeversicherung abgesichert sein. Bildquelle: © Fanny Rascle / Unsplash.com

Überflüssige Versicherungen

Ruheständler benötigen, sobald sie aus dem beruflichen Leben ausscheiden, die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht länger. Diese Police läuft nicht automatisch aus, sodass die Generation 59 plus diese bei der zuständigen Versicherung selbstständig kündigen muss.

Eine weitere Versicherung, die sich für ältere Menschen nicht unbedingt auszahlt, ist die Sterbegeldversicherung. Experten empfinden diese Versicherung als schlechte Art, Geld anzulegen. Der Grund ist simpel: Die meisten Haushalte verfügen über gewisse Rücklagen, aus denen sich eine Beerdigung finanzieren lässt. Sofern dies nicht der Fall ist, lohnt es sich eher, ein Tages- oder Festgeldkonto zu eröffnen, als eine Sterbegeldversicherung abzuschließen. Weiterhin verpflichtet sich der Verbraucher, eine hohe Summe in diese Versicherung einzuzahlen. Oftmals steht den Hinterbleibenden lediglich ein Bruchteil der eingezahlten Summe bereit, weshalb Experten von dieser Versicherung abraten.

Zu den weiteren überflüssigen Versicherungen für die Generation 59 plus gehören:

  • Ausbildungsversicherung
  • Brillenversicherung
  • Krankenhaus- und Tierversicherung

Wichtig: Die Auslandskrankenversicherung

Menschen, die älter als 59 Jahre sind, fahren bei gutem gesundheitlichem Zustand gern in den Urlaub. Unabhängig, ob das Reiseziel innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union liegt: Eine Auslandskrankenversicherung ist für Menschen um die 60 sowie die ältere Generation essentiell. Wer hier einzahlt, sichert sich bei medizinischen Notfällen im Ausland ab. Die gesetzliche Krankenversicherung des Heimatlands greift im Ausland nicht. Reisende sparen immense Kosten ein, wenn sie den Transport nach Hause nicht bezahlen müssen. Die Unternehmen wissen allerdings um die reisewillige Generation 59 plus, sodass die Gebühren mit steigendem Lebensalter steigen. Es lohnt sich, die Angebote der Versicherungen vorab miteinander zu vergleichen. Die günstigsten Tarife sind zu einem Preis von zehn Euro im Jahr erhältlich.

Egal ob im europäischen oder außereuropäischen Ausland, eine Auslandskrankenversicherung ist immer zu empfehlen. Bildquelle: shutterstock.com
Egal ob im europäischen oder außereuropäischen Ausland, eine Auslandskrankenversicherung ist immer zu empfehlen. Bildquelle: shutterstock.com

Diese Versicherungen ergänzen den bestehenden Schutz

Einige Angebote sind kein Muss, doch können eine wertvolle Ergänzung sein. Hierzu gehört die private, zusätzliche Pflegeversicherung. Sie deckt die Kosten ab, die entstehen, wenn der Verbraucher pflegebedürftig wird. Die Beiträge fallen unterschiedlich hoch aus, je nachdem, wie alt der Patient ist und welchen Pflegegrad er hat. Menschen, die älter als 59 Jahre sind, sollten zunächst anhand ihrer bestehenden Verträge beurteilen, wie sie im Ernstfall finanziell dastehen.

Weiterhin lohnt es sich für ältere Menschen, die nach wie vor viel mit dem eigenen Auto fahren, über eine zusätzliche Unfallversicherung nachzudenken. Vorab gilt es zu prüfen, welche Schäden der Vertrag abdeckt und ob das Unternehmen den Schaden ersetzt, wenn der Unfall krankheitsbedingt entsteht. Da sich viele Tarife preislich nach dem Alter der Verbraucher richten, lohnt es sich auch in diesem Fall, die Angebote miteinander zu vergleichen und anhand dessen den Tarif zu wählen, der am besten zur derzeitigen Lebenssituation passt.

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