Nach der Anzeige weiterlesen

Schlechter sehen zu können gehört in der Regel zum Prozess des Alterns. Mit Beginn des vierten Lebensjahrzehnts greifen viele Menschen zur Lesebrille oder lassen sich eine Gleitsichtbrille anfertigen. Im Alter 59plus steigt schließlich die Wahrscheinlichkeit für eine altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD genannt. Der damit verbundene Schaden in der Netzhaut des Auges kann zu einer Sehbehinderung führen und im schlimmsten Fall zur Erblindung.

Der Name der Krankheit stammt von der Makula, dem Teil der Augennetzhaut, durch den wir scharf sehen können. Die Gründe für diese Augenerkrankung sind noch nicht abschließend geklärt. Die genetische Vorbelastung spielt eine Rolle, aber auch Bluthochdruck, Umweltfaktoren, Rauchen und UV-Strahlung.

Die AMD wird in die trockene und feuchte Makuladegeneration unterschieden, wobei es sich in der deutlichen Mehrheit der Fälle um die trockene AMD handelt. Bei ungefähr 15 Prozent der Patienten kommt es zur feuchten AMD, die sich meist aus der trockenen Makuladegeneration entwickelt.

Gehen Sie regelmäßig zum Augenarzt!

Wichtig ist, die frühen Anzeichen einer Makuladegeneration zu kennen und bei Zweifeln sofort den Augenarzt aufzusuchen. Das ist deshalb entscheidend, weil sich die Krankheit nicht heilen lässt, der Verlauf aber mit Medikamenten verlangsamt oder bestenfalls aufgehalten werden kann.

Sehen Sie verschwommen oder verzerrt, insbesondere im Zentrum des Gesichtsfeldes? Fällt es Ihnen zusehends schwer zu lesen oder andere Menschen zu erkennen? Falls sich derartige Symptome zeigen, gehen Sie der Sache auf den Grund und schieben das Thema nicht auf die lange Bank! Generell empfiehlt es sich, einmal pro Jahr beim Augenarzt einen Vorsorgetermin zu vereinbaren. Auf diese Weise lässt sich auch prüfen, ob eine sonstige Erkrankung des Auges wie Grüner Star (Glaukom) oder Grauer Star (Katarakt) droht.

Veränderungen der Sehfähigkeit sollten Sie regelmäßig beim Augenarzt und nicht nur beim Optiker überprüfen lassen. Bildquelle: Elene Taranenko / Unsplash.com
Veränderungen der Sehfähigkeit sollten Sie regelmäßig beim Augenarzt und nicht nur beim Optiker überprüfen lassen. Bildquelle: Elene Taranenko / Unsplash.com

Kann ich etwas gegen die altersbedingte Makuladegeneration tun?

Nach der Anzeige weiterlesen

An den genannten Risikofaktoren lässt sich ablesen, was Sie für Ihre Sehkraft Gutes tun können. Den Blutdruck im Griff zu haben, das Rauchen aufzugeben, ausreichende Bewegung und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist zu empfehlen – nicht nur für die Augen. Die Augen gut gegen die Sonne zu schützen ist ein weiterer Aspekt der Vorsorge. Eine gute Sonnenbrille muss mindestens das CE-Kennzeichen aufweisen, was bedeutet, dass sie einen UV-Schutz hat. Außerdem empfehlen Experten, dass die Gläser ausreichend groß sind, um die Augen von allen Seiten vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Kaufen Sie Ihre Sonnenbrille unbedingt beim Optiker und lassen sich vom Fachhändler beraten.

Die altersbedingte Makuladegeneration gilt in Deutschland als der häufigste Grund für eine Erblindung im Alter. Daher lohnt es sich, die Risikofaktoren zu vermeiden und durch regelmäßige Kontrolltermine beim Augenarzt rechtzeitig gegenzusteuern.

Anzeige