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Beim Abfall hat in Deutschland ein Umdenken eingesetzt. Der Trend geht mittlerweile hin zu einem bewussten Umgang mit Wertstoffen. Dabei spielt auch Upcycling eine Rolle.

Zwar hat sich in Deutschland laut einer Studie des Umweltbundesamts die Menge des Restmülls in den vergangenen 35 Jahren halbiert. Allerdings landen immer noch zu viele Dinge im Restmüll, die dort nichts zu suchen haben. Das Recycling ist also nach wie vor ausbaufähig. Es gibt in vielen Fällen aber eine Alternative dazu – und die nennt sich Upcycling. Das Wort setzt sich zusammen aus dem englischen “up” für oben und “Recycling” für Wiederverwendung. Beim Upcycling geht es also darum, aus alten Materialien etwas Neues zu erschaffen. Hierfür eignen sich die verschiedensten Objekte – von alten Gebrauchsgegenständen bis zu Verpackungsmaterialien. Einige schöne Beispiele dafür, was sich mittels Upcycling aus alten Konservendosen machen lässt, gibt es hier.

Eine alte Salatschüssel lässt sich eben auch ganz wunderbar als Blumentopf nutzen. Bildquelle: © Markus Spiske / Unsplash.com
Eine alte Salatschüssel lässt sich eben auch ganz wunderbar als Blumentopf nutzen. Bildquelle: © Markus Spiske / Unsplash.com

Kreative Ideen zur Weihnachtszeit

Die Bastelabende in der Vorweihnachtszeit sind ideal fürs Upcycling: Mit etwas Kreativität lassen sich viele Dinge so aufwerten, dass sie kaum wiederzuerkennen sind. So lässt sich zum Beispiel der klassische Adventskranz aus vier ausrangierten Gläsern, die man mit Kerzen und Tannengrün füllt, herstellen. Auch eine ausgemusterte Backform kommt mit Steckmoos und Kerzen zu neuen Ehren.

Aus Wellpappe, Farbe und Glitzer entsteht wiederum im Nu ein origineller Baumschmuck – der zudem den Vorteil hat, dass er heil bleibt, wenn er einmal runterfällt. Auch aus alten Glühbirnen lassen sich Christbaumkugeln basteln. Dazu braucht man neben Glasfarbe, Glitzer und Heißkleber, mit der man eine Öse zum Aufhängen ans Gewinde klebt, nur Fantasie und ein wenig Geschick.

Stoff- und Papierreste sind zum Basteln von schönem Weihnachtsschmuck ebenfalls gut geeignet. Das geht ganz einfach: Die Stoffreste in Streifen schneiden und daraus Schleifen für den Weihnachtsbaum binden. Wer eine Nähmaschine besitzt, kann aus Stoffresten auch ganz einfach Sterne oder Tannenbäume herstellen.

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Aber natürlich ist Upcycling nicht nur in der Vorweihnachtszeit eine schöne Idee. Mit diesen DIY-Ideen zum Beispiel bekommen ausrangierte Gegenstände in der Wohnung einen neuen, sehr dekorativen Verwendungszweck.

Alte Mich- oder Safttüten können ganz wunderbar für das heranziehen von Setzlingen genutzt werden. Bildquelle: © Noah Eleazar / Unsplash.com
Alte Mich- oder Safttüten können ganz wunderbar für das heranziehen von Setzlingen genutzt werden. Bildquelle: © Noah Eleazar / Unsplash.com

Auch die Industrie greift das Thema auf

Nicht nur im privaten Rahmen ist Upcycling ein Trend, auch einige kommerzielle Hersteller haben diese Idee schon aufgegriffen. Diese Form der Neuverwertung ist jedoch nicht immer sinnvoll. Es ist zum Beispiel umweltfreundlicher, PET-Pfandfaschen wieder dem Wertstoffkreislauf zuzuführen, statt aus ihnen Schmuck oder Kerzenständer herzustellen. Anders verhält es sich mit Flaschen, die ansonsten im Müll landen würden – hier ist Upcycling eine echte Alternative.

Am umweltfreundlichsten ist es allerdings, sich nicht dauernd Neues zu kaufen, sondern Vorhandenes zu reparieren. Gerade bei Elektrogeräten lohnt sich das auch finanziell. Daher hat die EU einen Aktionsplan initiiert, der Verbrauchern das Recht auf Reparatur gibt. Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass Akkus austauschbar sein müssen. Dieser Plan ist Teil des “Grünen Deals”, der unter anderem in der Herstellung zukünftig recycelte Materialien und abbaubare Kunststoffe vorschreibt.

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