Meryl Streep in die Verlegerin. Quelle: © Universal Pictures International Germany GmbH
Meryl Streep in die Verlegerin. Quelle: © Universal Pictures International Germany GmbH

Von einer einzigen Entscheidung kann das Schicksal vieler Menschen, vielleicht sogar einer ganzen Nation abhängen. Und vor genau so einer Entscheidung steht Katharine „Kay“ Graham, DIE VERLEGERIN der renommierten Washington Post. Soll sie über die Pentagon-Papiere, den gigantischen Vertuschungsskandal im Weißen Haus, berichten oder nicht?

Anfang der 1970er-Jahre steht Katherine (Meryl Streep) als erste weibliche Verlegerin an der Spitze des Verlages, der die Washington Post herausbringt. Als Frau in dieser Postion hat sie es ohnehin schon nicht leicht. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) über die Pentagon-Papiere berichten möchte. In diesen gigantischen Vertuschungsskandal sollen insgesamt vier US-Präsidenten verwickelt sein.

Anzeige

Es beginnt ein nervenaufreibender Kampf um die Freiheit der Presse. Aber vor allem geht es in DIE VERLEGERIN um die Macht der Wahrheit und das Schicksal einer Frau, die es in die Chefetage eines wichtigen Unternehmens geschafft hat. An ihrer Seite Chefredakteur Ben. Zusammen riskieren sie alles: Die Zukunft der Zeitung und nicht zuletzt auch ihrer beiden Karriere stehen auf dem Spiel. Dabei sehen sie sich keinem mächtigeren Gegner gegenüber als der US-Regierung.

Zwei Kämpfer im Namen der Wahrheit, in die Verlegerin. Quelle: © Universal Pictures International Germany GmbH
Zwei Kämpfer im Namen der Wahrheit, in die Verlegerin. Quelle: © Universal Pictures International Germany GmbH

Die Verlegerin – mit Meryl Streep und Tom Hanks in den Hauptrollen

Der Film DIE VERLEGERIN wird getragen von einem hervorragenden Schauspieler-Ensemble – allen voran Meryl Streep und Tom Hanks in den Hauptrollen. Streep alias Graham, die Chefin ohne Erfahrung, die sich in einer für Frauen völlig neuen Welt behaupten muss, und Bradlee, der abgebrühte Zeitungsmann, immer auf der Jagd nach dem nächsten Knüller und ständig im Kampf mit den Grundprinzipien der Wahrheit.

Was hat es mit den Pentagon-Papieren auf sich?

Die sogenannten Pentagon-Papiere zählen zu den ersten Leaks der Pressegeschichte. Im Detail ging es dabei um einen 7.000-seitigen Bericht aus dem Jahr 1967 mit höchsten Geheimhaltungsstufe. Es trug den prosaischen Titel: „Geschichte US-amerikanischer Entscheidungsfindungen in Vietnam, 1945–1966.“, ging allerdings unter dem gängigeren Begriff Pentagon-Papiere in die Weltgeschichte ein.

Inhalt der Papiere sind Informationen rund um die Rolle der amerikanischen Regierung im Vietnam-Krieg. Die Papiere legen dar, dass die vier Präsidenten Truman, Eisenhower, Kennedy und Johnson das amerikanische Volk systematisch belogen haben. Während die CIA und Militär hinter den Kulissen die Kriegshandlungen in Vietnam ausweiteten, wurde dem amerikanischen Volk vorgegaukelt, dass die Regierung sich um Frieden bemühte. Das Papier legt die Missachtung Genfer Konventionen offen, bietet zahlreiche Belege für Attentate, manipulierte Wahlen und andere Lügen. Neben der Watergate-Affäre zählen die Pentagon-Papiere zu den größten Skandalen der US-amerikanischen Politgeschichte.

Die Verlegerin Hauptplakat. Quelle: © Universal Pictures International Germany GmbH
Die Verlegerin Hauptplakat. Quelle: © Universal Pictures International Germany GmbH

Mut zur Wahrheit

Diese brisante Geschichte aus den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts bündelt sich in einem spannenden Film, dessen Aktualität niemand verleugnen mag. Immer wieder ist der Mensch und die Menschheit mit Entscheidungen konfrontiert, die einschneidende Veränderungen für eine Nation oder gar die ganze Welt bedeuten könnten.

Diesen historischen Umwandlungsprozess der 1970er-Jahre verarbeitet Spielberg in seinen Film DIE VERLEGERIN. Er erzählt die Geschichte mitreißend und schonungslos zugleich. Und nimmt uns mit in die Welt der Zeitungsreportagen. Im Kern geht es um die Macht der Wahrheit, um die Angst vor den daraus resultierenden Veränderungen, um die Kraft der persönlichen Beziehungen und vor allen Dingen um die Frage: Wann es Zeit ist, auf eine drohende Gefahr mit nationaler Brisanz öffentlich hinzuweisen, auch dann wenn absolut klar ist, dass mit dieser Veröffentlichung, mit dem Mut zur Wahrheit unglaublich viel auf dem Spiel steht?

Kinostart: 22. Februar

Anzeige