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24Kennen tut ihn jeder: den Hula Hoop Reifen. Ein Kunststoffreifen, den man sich mehr oder weniger kunstvoll um die Hüften schwingt. Der Hula Hoop Reifen ist ein Relikt frühester Kindheit, der bereits in den 80ern zurück in die Kinderzimmer fand. Heute feiert er erneut ein rasantes Comeback und avanciert dabei zum neuen Trendsport, der immer mehr begeisterte Anhänger findet.

Mit Trends ist das ja so eine Sache. Denn irgendwie scheint es, als würde alles irgendwann wieder kommen. Vielleicht haben Sie sich bei einem Einkaufsbummel oder beim Durchblättern eines Magazins bereits über die neue Mode für den Sommer gewundert? Schlaghosen, Plateauschuhe und bunte Hippieroben sind demnach die neuen Must-Haves für eine junge modebewusste Generation.

Aber irgendwie kommt uns das doch auch bekannt vor? Man kann eben das Rad – pardon – den Reifen nicht neu erfinden. Aber das muss man auch gar nicht. Alles was man für den neuen alten Trend braucht, ist ein Hula-Hoop Reifen, eine kreative Wortneuschöpfung und schon ist das „Hooping“ in aller Munde. Ganz zeitgenössisch kann der neue Fitnesstrend auch mit modernen Komponenten wie etwa Figuren aus dem Pilates zum „Hoopilates“ kombiniert werden. Die alten Kunststoffreifen haben natürlich auch eine Generalüberholung erhalten – man geht ja schließlich mit der Zeit. Aber jetzt nochmal ganz zurück auf Anfang.

Woher kommt der Hula Hoop Reifen überhaupt?

Bereits in der griechischen Antike war der Reifenlauf, das vertikale Vorsichhertreiben eines Reifens, eine beliebte körperliche Betätigung. Sie sollte die Koordination und Geschicklichkeit schulte. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert vergnügten sich meist Kinder spielerisch mit dem Reifentreiben. Neben dem klassischen Holzreif, wurden vor allem auch die Eisenbeschläge alter Holzfässer für diesen Zeitvertreib genutzt. Das heutige Kunststoffmaterial und die Bezeichnung Hula Hoop wurden schließlich im Jahr 1958 durch den kalifornische Spielzeughersteller Wham-O Corp geprägt. Dabei bezeichnet der Begriff „Hula“ den traditionellen hawaiianischen Tanz. Der „Hoop“ gibt lediglich den englischen Begriff für „Fassreifen“ wieder. In den folgenden Jahren wurde der einfache Kunststoffreifen nicht nur fester Bestandteil jeder Spielzeugansammlung. Er eroberte außerdem in kunstvollen Würfen und Figuren der Jongleure und Artisten die glamourösen Bühnen der Wanderzirkusse und Varietés.

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Hula Hoop, Hooping und Health Hoops

Doch der Hula Hoop Reifen hat sich nicht ohne Grund neu in unserer Gesellschaft positioniert, denn mit diesem unkonventionellen Fitnessgerät lässt sich kinderleicht ein überaus effektives Work-Out gestalten. Ganz so einfach ist es nämlich nicht den Reifen in konstanten kreisenden Bewegungen auf Höhe der Körpermitte zu halten. Wer das „Hooping“ beherrscht,  kann bereits mit der klassischen Kreisübung den ganzen Körper trainieren. Durch das rhythmische Vor- und Zurückbewegen der Hüfte werden die Muskulatur an Bauch, Beine, Po und Rücken gestärkt und die Fettverbrennung ordentlich angekurbelt. Darüber hinaus wird die Wirbelsäule durch die Schwungbewegungen wieder flexibler und belastbarer, während gleichzeitig das Herz-Kreislauf-System von einer verbesserten Ausdauer profitiert.

Um das Fitnessprogramm abzurunden, sind heute verschiedenste Reifenvarianten auf dem Markt erhältlich, die sich durch Material, Gewicht und Durchmesser voneinander unterscheiden. Sogenannte Health Hoops verfügen über eine noppenartige Oberflächenstruktur und sind teilweise sogar mit Magneten ausgestattet, um zusätzlich die Durchblutung anzuregen und ein effektiveres Training zu erwirken.

Viel mehr gibt es da jawohl nicht zu sagen, oder? Wer trotzdem befürchtet, das „Hooping“ käme über eine nostalgische Kindheitserinnerung und dem unbeholfenen Versuch, einen Reifen um sich selbst schwingen zu lassen, nicht hinaus, der lässt sich vielleicht durch das obige Video überzeugen. Denn der neue alte Trend kann längst vielmehr. Zugegebenermaßen braucht es tatsächlich ein bisschen Übung, um die Figuren aus dem Video zu tanzen. Aber Hand aufs Herz, jetzt möchten Sie doch auch gerne wissen, wie viele Drehungen Sie heute wohl noch schaffen, bevor der Reifen zu Boden fällt?

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