Nach der Anzeige weiterlesen

Der Sommer ist endgültig vorbei und wir genießen Kürbis, Maronen oder Pilze. Im Schrank räumen wir die Sommerkleidung nach hinten oder gleich in den Keller – und schauen, ob unsere Wollpullover von den Motten verschont blieben. Wenn es langsam kalt und ungemütlich wird, ist es Zeit, die Heizung einzuschalten. Heizöl und Gas werden teuer, sodass wir unseren Verbrauch möglichst niedrig halten wollen, doch frieren wollen wir auch nicht.

Tatsächlich ist es eine Wissenschaft für sich, richtig zu heizen. Heizen Sie zu viel, wird es teuer, und Sie belasten mit dem entstehenden CO2-Ausstoß die Umwelt. Heizen Sie zu wenig, frieren Sie nicht nur, sondern riskieren obendrein Schimmel in Ihrer Wohnung. Wir sind für Sie der Frage nachgegangen, wie Sie am besten heizen und dabei ein gesundes Raumklima erhalten.

Fenster auf und frische Luft rein. Ganz wichtig in der kalten Jahreszeit, wenn die Heizung läuft. Bildquelle: © Hannah Tims Unsplash.com
Fenster auf und frische Luft rein. Ganz wichtig in der kalten Jahreszeit, wenn die Heizung läuft. Bildquelle: © Hannah Tims Unsplash.com

Zum richtigen Heizen gehört das richtige Lüften

Zum richtigen Heizen gehört das richtige Lüften: Praktizieren Sie zwei- bis viermal pro Tag das sogenannte Stoßlüften. Lüften Sie Badezimmer und Küche häufiger als die Wohnräume und ganz besonders nach dem Duschen oder Kochen. Das bedeutet, dass Sie in dem betreffenden Raum zunächst den Heizkörper ausdrehen und anschließend das Fenster für fünf bis zehn Minuten offen lassen. Je kälter es ist, desto kürzer sollte der Zeitraum sein, damit der Raum nicht völlig auskühlt. Vermeiden Sie es, im Winter mit gekippten Fenstern zu lüften.

Haben Sie Rollläden, sollten Sie diese in der kalten Jahreszeit über die Nacht schließen und innen Vorhänge geschlossen halten. Über die Fenster geht sonst unnötig viel Wärme verloren. Passen Sie auf, dass weder Vorhang noch Möbelstücke einen Heizkörper verdecken, damit die warme Heizungsluft sich optimal im Raum verteilen kann.

Weniger heizen dank der passenden Kleidung

Um selbst im Winter entspannt im T-Shirt auf dem Sofa zu sitzen, müsste die Heizung permanent auf höchster Stufe laufen. Das ist teuer und umweltschädlich, aber auch schlecht für die Gesundheit. Das dabei entstehende Raumklima trocknet die Schleimhäute aus und bereitet Erkältungsviren den Boden. Kaufen Sie sich lieber warme Socken und Hausschuhe, eine dicke Strickjacke sowie eine Wolldecke. Aus welchem Material sind Ihre Winterpullover? Besonders gut wärmen natürliche Stoffe wie Baumwolle, Kaschmir oder Mohair. Dabei kann die Kleidung auch einen kleinen Anteil an Polyester haben, aber idealerweise nicht mehr als zehn Prozent. Wer auf Nachhaltigkeit beim Modekauf achtet und trotzdem nicht frieren möchte, kann Pullover aus Bio-Baumwoll-Fleece oder Bio-Schurwolle ausprobieren.

Nach der Anzeige weiterlesen

Schwierig wird es, wenn das Haus, in dem Sie wohnen, schlecht gedämmt ist. In diesem Fall kann es zumindest helfen, hinter den Heizkörpern eine Dämmmatte als Isolationsschicht anzubringen, um den Wärmeverlust zu verringern. Haben Sie im Gegenteil ein hervorragend gedämmtes Haus mit modernen Isolierglasfenstern, müssen Sie ganz besonders auf das regelmäßige Lüften achten.

Warme Füße und damit ein angenehmes Wohlbefinden bekommt man besonders gut mit einem guten Paar Wollsocken. Bildquelle: © Rosie Kerr / Unsplash.com
Warme Füße und damit ein angenehmes Wohlbefinden bekommt man besonders gut mit einem guten Paar Wollsocken. Bildquelle: © Rosie Kerr / Unsplash.com

Wie warm sollte es in den einzelnen Räumen sein?

Kuscheln Sie sich beim Lesen oder Fernsehen gemütlich ein, halten Sie sich damit warm und heizen gleichzeitig sparsamer. Probieren Sie aus, ob Sie sich bei 20 Grad Raumtemperatur im Wohnzimmer immer noch wohlfühlen. Das Schlafzimmer braucht weniger Wärme und Schlafexperten empfehlen zwischen 16 und 18 Grad für den Raum, in dem Sie schlafen. Auch die Küche braucht nicht wärmer zu sein. Unterschreiten Sie diese Empfehlung nicht, da sich in einem zu kühlen Raum leicht Schimmel bilden kann. Lediglich für das Badezimmer empfiehlt sich eine höhere Temperatur von 20 bis 22 Grad.

Für die Nacht können Sie die Heizung runterdrehen, sollten sie aber nicht ganz ausschalten. Die Energie, die die Heizung morgens braucht, um wieder in Gang zu kommen, kompensiert die Einsparung in der Nacht. Daher empfiehlt es sich, die Temperatur lediglich um vier bis fünf Grad abzusenken.

Mit programmierbaren Thermostatventilen lässt sich die Wärme wunderbar regeln, eine Nachtabsenkung einstellen und Energie sparen.

Haben Sie noch weitere bewährte Tipps zum richtigen Heizen?

Anzeige