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Existenzgründung ist nicht nur für junge Menschen attraktiv. Selbstbestimmt arbeiten, die eigene Geschäftsidee in die Realität umzusetzen und andere dafür zu motivieren, mobilisiert auch bei reiferen Gründern und Gründerinnen neues berufliches Potenzial.

Die Zahlen sprechen für sich: Laut Angaben des KfW- Gründungsmonitors nimmt die Zahl der Existenzgründer ab 50 zu. 2015 machten sich von den 45- bis 54-Jährigen 22 Prozent und von den 55 bis 64 Jährigen 9 Prozent selbstständig. Nur die 25 bis 34 Jährigen gründeten mit 34 Prozent öfter als die 45 bis 54 Jährigen ein Unternehmen. Ursache dafür ist vor allem der demografische Wandel: die Bevölkerung wird immer älter.

Beratung durch Profis von Gründer 50 plus

Gut vorbereitet und durchdacht, steht einer Selbständigkeit mit 50+ nichts im Weg. Quelle: Shutterstock.com
Gut vorbereitet und durchdacht, steht einer Selbständigkeit mit 50+ nichts im Weg. Quelle: Shutterstock.com

„Wenn man älter wird, stellt sich zunehmend die Frage nach dem Sinn, was mache ich hier eigentlich und wem nutzt das?“, erklärt Ralf Sange, warum gerade in der Lebensphase ab 50 viele Menschen noch einmal nach neuen beruflichen Perspektiven suchen. Mit seinem Beratungsunternehmen „Gründer 50 plus“ (http://www.gruender50plus.de/) unterstützt der Sozialunternehmer sie dabei, die eigene Geschäftsidee umzusetzen. „Teilnehmer können an Workshops teilnehmen, um sich mit ihrer Idee und der Umsetzung auseinanderzusetzen, sie von Fachleuten prüfen zu lassen und sich mit anderen darüber auszutauschen. Wir nutzen die Intelligenz der Gruppe“, beschreibt er das Konzept.

Die Motive für die Existenzgründung sind vielfältig. Der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung nach der Familienphase, nach einer neuen beruflichen Herausforderung und einer sinnvollen Tätigkeit spielen eine große Rolle. Aber auch mehr Einkommen oder einen Weg aus der Arbeitslosigkeit zu finden können Gründe sein, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Chancen und Risiken der Existenzgründung

Chancen und Risiken sollten gut abgewogen werden, dann steht einer Existenzgründung mit 50plus nichts im Weg. Quelle: Shutterstock.com
Chancen und Risiken sollten gut abgewogen werden, dann steht einer Existenzgründung mit 50plus nichts im Weg. Quelle: Shutterstock.com

 Die Chancen für Gründer über 50 sind gut, weil sie oft wichtige Erfolgsfaktoren mitbringen:

  • Lebenserfahrung und bessere Führungsqualitäten
  • Berufs- und Branchenerfahrung
  • Gute Vernetzung
  • Eigenkapital
  • Identifikation mit der älteren und finanzstarken Zielgruppe
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Aber auch die Risiken müssen bedacht werden:

  • Was ist z. B. im Falle des Scheiterns?
  • Kann man es riskieren, die Altersvorsorge als Eigenkapital einzusetzen, damit aber möglicherweise auch aufs Spiel zu setzen?
  • Gibt es überhaupt Kredite für ältere Gründer?

Über ein Netzwerk aus Gründungsberatern, die selbst alle über 50 Jahre alt sind, ermöglicht das Angebot von Gründer 50 plus eine Phase der Orientierung und Ideenentwicklung bis hin zur Gründungsbegleitung. Das Besondere daran: Alle Aktivitäten sind auf die Bedürfnisse älterer Gründer und Gründerinnen ausgerichtet. Eine zentrale Rolle spielen hierbei Gruppenformate, die intensiven Austausch und gegenseitige Bestärkung ermöglichen – Dinge, die ältere Gründer oft gegen Vorbehalte von eigenen Freunden und Familie auf dem Weg in die Existenzgründung brauchen.

So wie Karola Haake, die sich nach einer längeren Zeit der Arbeitslosigkeit mit 60 Jahren als Perückenberaterin selbstständig gemacht hat. Ohne die Unterstützung von Ralf Sange und seinem Team hätte die gelernte Friseurin den Schritt nicht gewagt. „Die Berater haben meine Idee begutachtet und mich auf wichtige Dinge hingewiesen, die ich brauche, wie einen Laptop, um meine Buchhaltung zu machen. Mit ihrer Unterstützung und Expertise habe ich mich getraut“, erzählt sie in einem Video auf der Website.

 

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