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Meisterwerke der Malerei wirken manchmal so echt, dass der Betrachter sie fast mit einer Fotografie verwechselt. Eine duftende Blumenwiese lädt geradezu auf eine Verschnaufpause ein, oder der leckere Obstkorb verleitet zum Zugreifen. Doch wie wäre es, wenn Sie in Ihr Lieblingsgemälde „Seerosenteich“ des französischen Malers Claude Monet eintauchen könnten? So etwas ist normalerweise nur in Hollywoodfilmen mit Spezialeffekten möglich – oder am Nemichi Shrine im japanischen Seki.

Lebendige Meisterwerke in Japan: die Gärten von Monet

Die kleine Stadt Seki in der Präfektur Gifu, der geografischen Mitte Japans, hat eine lange Tradition für hochwertige Schwerter und Messer. Sie interessieren sich gar nicht für Samuraischwerter, aber begeistern sich für die Seerosen von Monet? Dann sind Sie in Seki auch an der richtigen Adresse. Auf dem Gelände des Nemichi Shrine gibt es einen namenlosen Teich. Mittlerweile eilt ihm ein Ruf wie Donnerhall voraus und er hat einen Namen. Er wird Monets Pond genannt, also Monets Teich. Der Grund ist die verblüffende Ähnlichkeit zwischen dem kleinen See und einem der Lieblingsmotive des impressionistischen Malers. Ab 1899 wurden Seerosen immer wieder zum Gegenstand der Gemälde von Monet. Sogar in seinem Gartenteich pflanzte er die eleganten und ausdrucksvollen Wasserpflanzen an. Wegweisend für die impressionistische Epoche war die Tatsache, dass die Maler ihre Staffeleien erstmals ins Freie trugen. Damit wollten sie die raschen Veränderungen des Lichts so authentisch wie möglich einfangen.

Schillernde Farben im Wechsel der Jahreszeiten am Nemichi Shrine

Der kleine japanische See ist wunderbar transparent. Seine Farben ändern sich mit der Jahreszeit und dem Lichteinfall. Blühen im Frühjahr die Kirschen oder verfärben sich die Blätter im Herbst, wirkt sich dies auf den farblichen Gesamteindruck aus. Zwischen den Seerosen und anderen hübschen Pflanzen schwimmen farbenprächtige Koikarpfen, was das Gewässer zu einem Gesamtkunstwerk macht. Der Teich wurde 1980 künstlich angelegt und wird von frischem Quellwasser gespeist.

Der kleine See erinnert so stark an die Gemälde von Monet, dass Sie fast vergessen, sich in der Natur zu befinden. Schauen Sie jedoch näher hin, entdecken Sie die Bewegungen von Libellen und Insekten. Daran und ganz besonders an den schönen Karpfen wird wieder deutlich, dass es ein echter Teich ist – und keine Leinwand.

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