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Der amerikanische Musiker Jimi Hendrix wurde 1942 in Seattle als Johnny Allen Hendrix geboren. Wenige Jahre später benannte er sich in James Marshall Hendrix um und stieg in nur vier Jahren in den Götterolymp der Rockmusik auf. Im Alter von nur 27 Jahren starb er an den Folgen eines gefährlichen Mix von Alkohol und Schlaftabletten.

Seine Biographie erzählt sich heute wie eine sagenhafte Geschichte von einem schwarzen mittellosen Jungen und seiner Liebe zur Gitarre, die ihn schließlich unsterblich werden lässt.

Vom Soldat zur Hippie-Ikone

Der junge Jimi Hendrix wächst in einer turbulenten Zeit auf. Die Amerikaner kämpfen im umstrittenen Vietnamkrieg, während im Land gleichzeitig die Bürgerrechtsbewegung für eine Gleichberechtigung von Schwarzen und Weißen kämpft. Zu diesem Zeitpunkt hat der junge Jimi seine Berufung bereits gefunden. Seine erste Akustik-Gitarre bekommt er mit 15, wenige Jahre später entdeckt er die E-Gitarre. Fortan bleibt das Instrument immer an seiner Seite. Der Gitarrenvirtuose perfektioniert verschiedenste Audio-Effekte der E-Gitarre und nutzt insbesondere den Rückkopplungseffekt für ein einzigartiges Sounddesign.

Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Jimi Hendrix meldet sich 1961 mehr oder weniger freiwillig für den Kriegsdienst. So umgeht er eine Gefängnisstrafe wegen Autodiebstahls. Nach einem Jahr in der Ausbildung zum Fallschirmjäger täuscht er homosexuelle Neigungen vor und wird aus der Armee entlassen. Die nächsten Jahre legen den Grundstein für seinen rasanten Aufstieg zur Rocklegende und Ikone der Hippie-Bewegung. Er tourt als Begleitgitarrist mit verschiedenen Bands und Musikern bis er 1965 seine eigene Band Jimi James and the Blue Flames gründet.

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Obwohl die Gruppe hauptsächlich in Greenwich auftritt, spricht sich das Talent des aufstrebenden Musikers schnell herum. Der Ex-Bassist der erfolgreichen Band The Animals, Bryan James „Chas“ Chandlers, überredet ihn mit nach England zu kommen. Dort baut er schließlich die Band The Jimi Hendrix Experience auf. Mit Songs wie Hey Joe und Purple Haze wird er in England schnell zum Superstar.

Die flammende Gitarre des Jimi Hendrix

Der Durchbruch auf amerikanischem Boden folgt spätestens 1967. Bei dem legendären Auftritt auf dem Monterey Pop Festival setzt Jimi Hendrix am Ende des Gigs seine Gitarre in Brand. 1969 auf dem Woodstock-Festival präsentiert sich Jimi Hendrix in einer neuen Formation unter dem Namen Gypsy Sun and Rainbows. Hier spielt Hendrix eine eigene Interpretation der US-amerikanischen Nationalhymne The Star-Sprangled Banner. Er nutzt verschiedene Kunstgriffe der E-Gitarre, um das Kriegsgeschehen akkustisch wiederzugeben und gibt damit ein politisches Statement zum Vietnamkrieg ab. Dieser Auftritt bringt ihm Weltruhm ein.

Neben der Liebe zur Musik ist das Leben des jungen Mannes, der in den Armenvierteln Seattles aufgewachsen ist, geprägt vom Rockstar-Alltag der 60er – Partys, Drogenexzesse und sexuelle Freizügigkeit. Er hat zahllose Affären, u.a. mit dem deutschen Model Uschi Obermaier und der aus Düsseldorf stammenden Monika Dannemann. Sie ist es auch, die in seiner letzten Nacht bei ihm ist. Am 18. September 1970 wird Jimi Hendrix, an seinem eigenen Erbrochenem im Schlaf erstickt, in einem Londoner aufgefunden. Bis heute ranken um den Tod des Superstars Verschwörungstheorien und Schuldzuweisungen, die jedoch nie bestätigt werden konnten.

Mit Sicherheit aber lässt sich sagen, dass mit dem vorzeitigen Tod von Jimi Hendrix einer der begnadetsten Gitarristen aller Zeiten ein Andenken hinterließ, das über die Musik hinaus den progressiven Zeitgeist einer ganzen Generation verkörpert.

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