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Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich das Internet zum global umfassenden Informationsmedium etabliert und die Gesellschaft in nur zwanzig Jahren universell verändert. Der Zugang zum Internet ist heute privat, im Berufsleben, Schulen und Universitäten längst selbstverständlich. Doch wie sieht es in unseren Altenheimen aus?

Wer keinen eigenen mobilen Internettarif besitzt kann sich mit Smartphone und Laptop in Cafés, ja sogar auf Bus- und Bahnreisen Zugang zu öffentlichem W-Lan verschaffen. Sogar in vielen Großstädten, wie London, Barcelona, Mailand oder Paris wird mittlerweile entweder flächendeckender oder zumindest auf Hotspots konzentriert freier Internetzugang angeboten.

Technik und Fortschritt auch in Altenheimen?

Diese rasante Entwicklung eines völlig neuen Mediums, überholte damals besonders die älteren Generationen schnell. Doch dieser Vorsprung ist längst aufgeholt. Neueste Studien zeigen, dass bereits fast 70% der heute über 60-jährigen und knapp 30% der über 70-jährigen regelmäßig im Internet surfen. Doch während sich diese Generationen mit Interesse und Neugier die Möglichkeiten des Internets erschließen, hinken altersentsprechende Einrichtungen der Entwicklung weit hinterher. Besonders in Senioren- und Altersheimen lassen die Möglichkeiten für einen funktionalen Internetanschluss oft zu wünschen übrig. Die wenigsten Einrichtungen stellen Ihren Bewohnern einen W-Lan-Zugang bereit.

Wer dennoch nicht auf das Internet verzichten möchte, muss sich selbst behelfen. Meist greifen die Bewohner hier  auf technisch minderwertige Lösungen, wie einen USB-Internet-Stick zurück. Mit dem jedoch häufig keine konstante Verbindung hergestellt werden kann. Dabei sind heute nicht nur die Voraussetzungen für einen schnellen Internetzugang leicht und kostengünstig geschaffen, sondern es kann so auch ein Standard an Lebensqualität ermöglicht werden, der außerhalb dieser Einrichtungen längst selbstverständlich ist.

Den Zugang zum Internet sollten allen Bewohnern in einem Alten- oder Seniorenheim gewährt werden. Bildquelle: © Holly Stratton / Unsplash.com
Den Zugang zum Internet sollten allen Bewohnern in einem Alten- oder Seniorenheim gewährt werden. Bildquelle: © Holly Stratton / Unsplash.com

Das Internet verbindet

Das Internet schafft neue Kommunikationswege, um soziale Interaktionen zu fördern, die in diesem Lebensstadium umso wichtiger werden. Neben E-Mail und Videotelefonie schätzen die Silver Surfer, eine Bezeichnung für ältere Internetnutzer, vor allem den freien Zugang zu Informationen. Das Nutzungsangebot des Internets ist gerade für Bewohner von Altenheimen und Senioreneinrichtungen besonders attraktiv. Es bewahrt die eigene Autonomie zumindest teilweise und eröffnet neue Wege zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Wer seine Berührungsängste verliert und aufgeklärt mit dem Medium Internet umgeht, möchte auf diese gewonnenen Funktionen nicht mehr verzichten. Die Telefónica Gruppe Deutschland beschreibt dies ebenfalls sehr schön in einer Studie. Bereits über 46% der Internetnutzer der Generationen 59plus können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen.

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Grund genug endlich aufzurüsten! Vielleicht besteht die Nachfrage bei den Bewohnern von Altenheimen bisher noch nicht durchgängig. Ganz sicher ist jedoch, dass sich das in der Zukunft rasant ändert. Nämlich genauso rasant wie sich das Internet auch entwickelt hat.

Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema oder haben Sie sogar eigene Erfahrungen? Schreiben Sie uns!

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