Nach der Anzeige weiterlesen

Die großen und bekannten historischen Bauten kennen die meisten Menschen in ihrer Stadt. Kirchen sind meist regelmäßig geöffnet, und auch Rathäuser, Schlösser oder Stadttore lassen sich üblicherweise zu bestimmten Zeiten besichtigen. Doch dann gibt es die etwas weniger spektakulären Denkmäler, die nur wenige kennen, da sie nicht oder nur selten zugänglich sind.

An jedem zweiten Sonntag im September haben Geschichts- und Kulturinteressierte die Chance, hinter sonst meist verschlossene Türen zu blicken. Engagierte Archäologen, Restauratoren und Handwerker bieten im ganzen Land den Besuchern kostenfrei den Einblick in eine ganz andere Welt. Durch die Besichtigung am Tag des offenen Denkmals lernen Sie die Geschichte Ihrer Stadt oder Region aus einem neuen Blickwinkel kennen.

Von Frankreich nach Deutschland: der Tag des Denkmals

Am Tag des offenen Denkmals erhalten Sie vor allem auch Zutritt zu privaten Schätzen. Bildquelle: Pixabay.de
Am Tag des offenen Denkmals erhalten Sie vor allem auch Zutritt zu privaten Schätzen. Bildquelle: Pixabay.de

Am 9. September 2018 feiert der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ sein 25-jähriges Jubiläum. Dabei erkunden die Besucher, welche europäischen Einflüsse sich in deutschen Denkmälern widerspiegeln. Einige Baumeister haben in verschiedenen europäischen Ländern ihre Spuren hinterlassen: Ihr Einfluss kann länderübergreifend verglichen werden. Die Idee selbst stammt von dem französischen Kulturminister Jack Lang, der 1984 in Frankreich erstmals Denkmäler öffnen ließ.

Seit 1991 verbreitete sich die Idee in Europa, und die European Heritage Days nahmen ihren Anfang. Im Jahr 1993 gab es in Deutschland erstmals den Tag des offenen Denkmals, seither findet er immer am zweiten Sonntag im September statt. Der Tag des offenen Denkmals wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert und ist mittlerweile eine eingetragene Marke.

Wer trägt den Tag des offenen Denkmals?

Mehr als 200.000 Unternehmen und private Förderer unterstützen die Arbeit der Stiftung. Weitere Gelder stammen von der Fernsehlotterie Glücksspirale sowie vom Bund. Das Budget der Stiftung rettete bislang den Erhalt von über 5000 Denkmälern.

Verweilen und schöne Dinge genießen, das ist das Motto des 1993 ins Leben gerufenen Tag des offenen Denkmals. Bildquelle: Pixabay.de
Verweilen und schöne Dinge genießen, das ist das Motto des 1993 ins Leben gerufenen Tag des offenen Denkmals. Bildquelle: Pixabay.de
Nach der Anzeige weiterlesen

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals findet jedes Jahr unter einem anderen Motto statt. In 2017 lautete der Leitspruch „Macht und Pracht“, und geschätzte 3,5 Millionen Besucher folgten der Einladung. Dabei galt es, mehr als 7500 Denkmäler in ganz Deutschland zu erkunden. Da die Veranstaltung nicht kommerziell ist und keine Eintrittsgelder erhoben werden, lebt das Projekt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen. Gleichzeitig gehört die Bereitschaft, auch private Denkmäler zu zeigen, untrennbar dazu.

Neben Burgen, Kirchen, historischen Industrieanlagen und Ausgrabungsstätten ist ebenso der Einblick in ein denkmalgeschütztes Wohnhaus interessant. Dort erzählt der private Eigentümer ganz persönlich die Geschichte seines Hauses und seiner Familie.

Nicht verpassen: Am 9. September 2018 ist Tag des offenen Denkmals!

Schauen Sie, welche Denkmäler am 9. September 2018 in Ihrer Stadt oder Ihrem Ort die Türen öffnen. Das genaue Programm des Tages wird in der Regel einige Wochen vor dem Termin veröffentlicht.

Sind Sie regelmäßige Besucher des Tages des offenen Denkmals? Was war in den vergangenen Jahren Ihr schönstes Erlebnis oder Ihre interessanteste Entdeckung?

Anzeige