Singen macht Freude – und offenbar noch einiges mehr. Wer regelmäßig gemeinsam mit anderen singt, trainiert nicht nur Stimme und musikalisches Gedächtnis, sondern kann gleichzeitig Körper, Geist und soziale Kontakte stärken. Ob im Chor, beim Familienfest oder ganz ungezwungen mit der Gitarre: Gerade im Alter kann gemeinsames Singen zu einer erstaunlich vielseitigen Form der Gesundheitsvorsorge werden.

Das Fetenbuch XXL ist vielleicht der richtige Aufhänger um mal wieder gemeinssam zu musizieren und zu singen. Bildquelle: © Schott Music.com
Das Fetenbuch XXL ist vielleicht der richtige Aufhänger um mal wieder gemeinssam zu musizieren und zu singen. Bildquelle: © Schott Music.com

Musik bringt Körper und Geist in Schwung

Beim Singen muss unser Gehirn einiges leisten: Wir erinnern uns an Melodien und Texte, achten auf Rhythmus und Einsatz und koordinieren gleichzeitig Atmung und Stimme. Die vorliegende Presseinformation verweist auf Studien, nach denen regelmäßiges Singen Gedächtnis und andere kognitive Fähigkeiten fördern und altersbedingten Abbauprozessen entgegenwirken kann.

Auch körperlich passiert etwas. Eine Untersuchung der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Chorprobe zeigte demnach einen Anstieg bestimmter Immunparameter. Gleichzeitig werden beim Singen Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin ausgeschüttet, die mit Wohlbefinden und positiver Stimmung verbunden sind.

Mindestens ebenso wichtig ist jedoch ein anderer Effekt: Gemeinsames Singen verbindet. Wer zusammen musiziert, verbringt Zeit miteinander, erlebt Gemeinschaft und knüpft möglicherweise neue Kontakte. Damit kann Singen gerade im höheren Lebensalter auch Einsamkeit entgegenwirken.

Es geht nicht um die perfekte Stimme

Die gute Nachricht für alle, die sich selbst für wenig musikalisch halten: Beim gemeinsamen Singen steht nicht die perfekte Darbietung im Vordergrund. Entscheidend ist vielmehr, dass die ausgewählten Lieder bekannt und gut singbar sind. Ein angenehmes Tempo und Melodien, bei denen niemand außer Atem gerät, erleichtern den Einstieg.

Hilfreich sind außerdem einfache Begleitungen. Wiederkehrende Refrains geben Sicherheit, und mit Gitarre oder Ukulele lässt sich schnell eine unkomplizierte musikalische Grundlage schaffen.

Genau hier setzt das auf der Seite vorgestellte „Fetenbuch für Alt und Jung – XXL“ von Sebastian Müller an. Es versammelt 100 bekannte Songs aus Pop, Rock, Schlager und Volksmusik, die sich zum gemeinsamen Singen eignen. Die Stücke sind für Gesang und Gitarre oder Ukulele arrangiert; Akkorde, gut lesbare Noten und Texte sollen auch weniger geübten Musikerinnen und Musikern den Einstieg erleichtern. Die Spiralbindung ist dabei ein kleines, aber praktisches Detail: Das Buch bleibt beim Musizieren aufgeschlagen liegen.

Gemeinsam statt perfekt

Vielleicht liegt genau darin das Besondere am Singen im Alter: Es braucht weder große Vorbereitung noch besondere Fitness oder eine ausgebildete Stimme. Ein bekanntes Lied, ein paar Menschen und etwas Lust aufs Mitmachen reichen oft schon.

Und wer beim ersten Refrain noch etwas zaghaft mitsingt, erinnert sich beim zweiten vielleicht plötzlich an jede Zeile. Denn manche Texte vergisst man offenbar nie – selbst wenn man längst vergessen hat, wo man eigentlich die Lesebrille hingelegt hat.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar hier ein
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein