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David Helfgott ist ein Wunderkind. Das stellte sich bereits heraus, als er von seinem Vater mit sechs Jahren Klavier Unterricht erhielt. Ein Ausnahmetalent, wie es sie nur wenige gibt. Er gewann in jungen Jahren bereits unzählige Wettbewerbe und gab zahlreiche Klavierkonzerte.

Der Schatten des Erfolgs

Doch sein Leben war überschattet von den dunklen Seiten des Erfolgs. Der im Jahr 1947 in Melbourne geborene Pianist ist hochsensibel und als Kind von seinem Vater ständig unter Druck gesetzt. So entwickelte er als Jugendlicher eine schizoaffektive Störung. Als die Ehe mit seiner ersten Frau Clara in die Brüche ging, erlitt er wiederholt einen schweren Nervenzusammenbruch.

Die nächsten zehn Jahre verbrachte der brillante Musiker in psychiatrischer Behandlung. Bis er schließlich im Jahr 1984 seine jetzige Frau Gillian kennenlernte. Mit ihr fand den Zauber der Musik wieder. Sein ereignisreiches Leben ist die Vorlage für den oscarprämierten Hollywood Film „Shine – Der Weg ins Licht“. Der Film kommt 1996 in die Kinos und porträtiert das Leben von Helfgott.

Die Person hinter dem Pianisten

David Helfgott. Quelle: Shutterstock.com
David Helfgott hatte kein einfaches Leben. Doch zur Musik fand er trotzdem immer zurück. Quelle: Shutterstock.com

David Helfgott ist kein gewöhnlicher Mensch. Eine schizoaffektive Störung zeigt Symptome der manisch-depressiven Störung und der Schizophrenie. So leiden Betroffene unter Wahnvorstellungen oder Halluzinationen. Aber es ist nicht nur seine Krankheit, die Helfgott zu einem außergewöhnlichen Menschen macht. Er liebt und lebt – die Musik, das Leben und die Menschen. David Helfgott ist wie ein kleines Kind, verwundert und gleichzeitig verzaubert von Allem, was um ihn herum passiert. Er lebt in seiner eigenen Welt und seine Welt besteht aus Musik.

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Wer Helfgott einmal live auf der Bühne erlebt wird fasziniert und berührt sein. Zum einen von seinem grandiosen Klavierspiel und von seiner tiefen Verbundenheit mit der Musik. Seine Auftritte sind einzigartig. Nicht zuletzt, weil er manchmal das Spiel ganz plötzlich unterbricht, sich vom Klang des Orchesters fesseln lässt oder einfach anfängt, irgendetwas zu erzählen.

Der echte David Helfgott

Die Regisseurin Cosima Lange begleitet den australischen Pianisten und seine Frau im Januar 2016 über sieben Wochen lang auf Konzerttournee. Dabei entstand der Dokumentarfilm „Hello I am David“. Er porträtiert das Leben des echten David Helfgotts. Seine Frau Gillian war es, die dem desillusionierten Musiker nach fast zehn Jahren in verschiedenen psychiatrischen Anstalten wieder zurück auf die Bühne half und ihn so auf den Weg der Heilung brachte. Die Dokumentation gibt Einblicke in die sonderbare, geniale und liebenswerte Welt von David Helfgott. „Hello I am David“  erzählt die Geschichte eines Mannes der entgegen jeder Kritik, die Weltbühne zum Schauplatz seiner eigenen Welt macht und die Menschen tief bewegt.

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