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Geerbte Schmuckstücke sind manchmal wertvoll, manchmal vor allem Erinnerungsstücke und häufig beides zugleich. Doch was tun, wenn Sie den Schmuck nicht selbst tragen möchten? Bevor Sie sich entscheiden was Sie damit tun möchten, sollten Sie sich die Stücke in Ruhe ansehen und herausfinden was Sie da überhaupt vor sich haben. Erst danach stellt sich die Frage, ob Sie den Schmuck behalten, innerhalb der Familie weitergeben oder verkaufen möchten.

Erst sortieren, dann entscheiden

Liegt eine ganze Schmucksammlung vor Ihnen, sortieren Sie sie am besten zunächst grob. Gibt es Stücke mit einem erkennbaren Goldstempel? Sind Zertifikate, Rechnungen oder Originalverpackungen vorhanden? Vielleicht kennen Sie ja auch die Geschichte einzelner Schmuckstücke.

Bei Gold finden Sie häufig Zahlen wie 333, 585 oder 750. Sie geben Hinweise auf den Goldanteil. Bei 585er Gold besteht das Schmuckstück beispielsweise zu 58,5 Prozent aus Gold. Auch die Verbraucherzentrale erklärt die verschiedenen Legierungen und gibt Tipps zur Ermittlung des Materialwerts.

Fehlt eine Kennzeichnung oder sind Sie sich bei einem bestimmten Stück unsicher, kann eine fachliche Einschätzung weiterhelfen. Dafür gibt es regionale Anlaufstellen, beispielsweise den Goldankauf München, wenn Sie in der bayerischen Landeshauptstadt oder der Umgebung wohnen. Eine solche Bewertung verpflichtet Sie nicht dazu, sich anschließend tatsächlich von dem Schmuckstück zu trennen.

Oft mit besonderen Erinnerungen verbunden sind die Eheringer der vielleicht verstorbenen Eltern. Bildquelle: © A. C. / Unsplash.com
Oft mit besonderen Erinnerungen verbunden sind die Eheringer der vielleicht verstorbenen Eltern. Bildquelle: © A. C. / Unsplash.com

Erinnerungen lassen sich nicht in Gramm wiegen

Der materielle Wert ist nur eine Seite. Gerade bei geerbtem Schmuck kann ein unscheinbarer Ring persönlich wichtiger sein als eine schwere Goldkette.

Fragen Sie sich deshalb vor einer Entscheidung, welche Erinnerungen Sie mit einem Stück verbinden. Vielleicht möchten Sie den Schmuck selbst nicht tragen, aber ein anderes Familienmitglied würde sich darüber freuen. Ein Ring oder Anhänger kann so innerhalb der Familie weitergegeben werden.

Sie müssen sich nicht sofort entscheiden, Schmuck braucht zu Hause wenig Platz. Bei einem emotional wichtigen Erbstück spricht nichts dagegen, es zunächst aufzubewahren und erst später darüber nachzudenken, was Sie eigentlich damit machen möchten.

Nicht jeder Schmuck ist nur Altgold

Bei älteren Stücken sollten Sie außerdem vorsichtig sein mit einer reinen Bewertung nach Gewicht und Goldgehalt. Schmuck kann zusätzlich einen handwerklichen, historischen oder Sammlerwert besitzen. Das betrifft beispielsweise antiken Schmuck, besondere Markenstücke oder Arbeiten bekannter Goldschmiede. Selbst Edelsteine haben Einfluss auf den Wert. Haben Sie den Verdacht, dass ein geerbtes Stück in diese Kategorie fällt, kann eine unabhängige Begutachtung sinnvoll sein, bevor Sie Angebote einholen.

Beim Verkauf mehrere Angebote vergleichen

Möchten Sie sich schließlich von einem Teil Ihres Schmucks trennen, müssen Sie nicht gleich das erste Angebot annehmen. Gerade bei mehreren oder wertvollen Stücken lohnt sich ein Vergleich. Lassen Sie sich erklären, wie der bereits angebotene Preis zustande kommt. Gewicht, Goldgehalt und der aktuelle Goldpreis geben Ihnen Anhaltspunkte für den Materialwert.

Am Ende treffen Sie Ihre ganz persönliche Entscheidung. Sie wählen, ob Sie sich von Omas Kette trennen möchten oder ob Sie diese doch lieber noch eine Generation weitergeben wollen.

Manchmal zwingt uns auch das Geld dazu, etwas zu verkaufen, was uns eigentlich lieb und teuer ist. In diesem Fall ist es umso wichtiger, dass Sie zumindest den Geldwert wiedererhalten, damit das Scheiden nicht ganz so schwer fällt für Sie.

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