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Mit 368 Metern ist der Berliner Fernsehturm das höchste Bauwerk Deutschlands. Wo heute Touristen die Aussicht genießen, haben früher DDR-Bürger neugierige Blicke in den Westteil der Stadt geworfen. Jetzt wird das Wahrzeichen der Stadt 50 Jahre alt.

Zurück geht der Bau auf den ehemaligen Staatschef der DDR Walter Ulbricht. Der verfügte den Baubeginn vor genau 50 Jahren am 4. August 1965. Er baute ihn auf den Alexander Platz, unweit der Mauer, die damals bereits schon seit drei Jahren die Ost- von den Westberlinern trennte.

Fernsehturm als Zeichen der Überlegenheit

Heute prägt der Fernsehturm das Berliner Stadtbild. Quelle: pixabay.de
Heute prägt der Fernsehturm das Berliner Stadtbild. Quelle: pixabay.de

Man wollte aus den wenigen Funkfrequenzen, die dem jungen Staat zuerkannt wurden das Beste machen – also musste ein besonders großer Turm her. Und nebenbei konnte man damit noch ein Zeichen der Überlegenheit Westen senden: Seht her, unser Turm ist höher als eurer!

Im Jahr seiner Fertigstellung war die „Ulbricht-Kathedrale“, wie das Bauwerk manchmal genannt wird, das zweithöchste weltweit. Damals war das ein klares Signal für die technische Überlegenheit des Sozialismus – auch wenn die Finanzierung ein reines Chaos war und die Baugenehmigung bei Baubeginn noch nicht vorlag.

Früher, zu DDR-Zeiten war ein Besuch auf der Aussichtsplattform eine ideale Gelegenheit, um in den Westen zu spähen Heute ist der Turm denkmalgeschützt und nimmt Ströme von Berlin-Besuchern auf, die im Restaurant „Sphere“ die Aussicht genießen.

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