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	<title>Oper Archive - 59plus</title>
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	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
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	<title>Oper Archive - 59plus</title>
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		<title>Vielfältige Open Air Festivals im Sommer 2017</title>
		<link>https://www.59plus.de/vielfaeltige-open-air-festivals-im-sommer-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja Kupka]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2017 03:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tage sind jetzt am längsten und das Wetter stabiler. Abends macht es Spaß, auf dem Balkon zu sitzen und nicht vor dem Fernseher. Nach einigen lauschigen Abenden steigt die Unternehmungslust – doch wohin? Im Sommerhalbjahr gibt es vielfältige Möglichkeiten, Kultur unter freiem Himmel zu genießen. Für alle Altersgruppen wird etwas geboten und manche Festivals [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Tage sind jetzt am längsten und das Wetter stabiler. Abends macht es Spaß, auf dem Balkon zu sitzen und nicht vor dem Fernseher. Nach einigen lauschigen Abenden steigt die Unternehmungslust – doch wohin?</strong></p>
<p>Im Sommerhalbjahr gibt es vielfältige Möglichkeiten, Kultur unter freiem Himmel zu genießen. Für alle Altersgruppen wird etwas geboten und manche Festivals sind für die ganze Familie geeignet. Neben hochpreisigen Kulturfestivals gibt es Veranstaltungen unter dem Motto „umsonst und draußen“. Diese Events leben von Sponsoren und freiwilligen Spenden. Da die Zahl an Open Air-Bühnen groß ist, nennen wir nachfolgend nur Beispiele.</p>
<h2>Open Air in Deutschland</h2>
<figure id="attachment_8048" aria-describedby="caption-attachment-8048" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-8048 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024-300x300.jpg" alt="Open Air Konzerte sind eine nette Abwechslung im Sommer. Bildquelle: 59plus GmbH" width="300" height="300" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024-300x300.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024-150x150.jpg 150w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024-768x768.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024-696x696.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024-420x420.jpg 420w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024-600x600.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024-100x100.jpg 100w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/thumb_HipstamaticPhoto-518381701.877267_1024.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8048" class="wp-caption-text">Open Air Konzerte sind eine nette Abwechslung im Sommer. Bildquelle: 59plus GmbH</figcaption></figure>
<p>Sie können Deutschland von Nord nach Süd bereisen und überall ein Festival „mitnehmen“. In Cuxhaven geht es mit dem Deichbrandfestival los: An vier Tagen rocken hundert Bands und weitere Live-Acts vier Bühnen. Etwas ruhiger und familienfreundlicher geht es in Norden-Norddeich zu. Das viertägige <a href="http://www.norddeicher-openair.de/">Open Air am Meer</a> bietet Livemusik, Freiluftkino und Unterhaltung für Groß und Klein. Freunde des Jazz zieht es an die Ostsee zum <a href="http://jazzbaltica.de/de/Programm">Jazz Baltica</a> am Timmendorfer Strand. Im Ruhrgebiet hat das <a href="http://www.fantastival.de/">Fantastival </a>eine schöne Kulisse zu bieten, das denkmalgeschützte Burgtheater in der Altstadt von Dinslaken. Auf dem Programm stehen Klassik und Jazz, aber auch Comedy und Kabarett. In Koblenz dient die Festung Ehrenbreitstein für ein zweitägiges <a href="http://www.horizonte-festival.de/">Weltmusikfestival </a>mit Künstlern aus aller Welt. Am südlichen Ende Deutschlands locken in München Open Air-<a href="http://www.muenchen.de/kino/open-air-kino.html">Kinos </a>Filmfreunde an.</p>
<h2>Klassische Musik unter freiem Himmel</h2>
<p>Sie mögen klassische Musik? Auch Freunde der Klassik kommen auf ihre Kosten. Das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks eröffnet 2017 erneut seine Saison mit einem Freiluftkonzert. Da es keinen Eintritt kostet, sind die großzügigen Platzkapazitäten meist in Rekordzeit erschöpft. Jung und Alt sitzen gemeinsam auf Bierbänken oder einer Decke und genießen andächtig die Orchestermusik. Dieses Angebot lockt auch Menschen an, die noch wenige Berührungspunkte mit klassischer Musik hatten.</p>
<p>Klassikgenuss bei freiem Eintritt bieten einige deutsche Städte, beispielsweise Fürth oder Nürnberg. In München, Bremen, Schwerin oder Wernigerode zahlen Sie Eintritt, bekommen aber besonderen Kunstgenuss in schöner Umgebung.</p>
<h2>Von Open Air zu Opern Air</h2>
<figure id="attachment_8049" aria-describedby="caption-attachment-8049" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Open-Air-1.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-8049 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Open-Air-1-300x199.jpg" alt="Verona ist für Open Air Konzerte ein beliebtes Reiseziel. Bildquelle: shutterstock.com" width="300" height="199" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Open-Air-1-300x199.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Open-Air-1-768x508.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Open-Air-1-696x461.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Open-Air-1-634x420.jpg 634w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Open-Air-1-600x397.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Open-Air-1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8049" class="wp-caption-text">Verona ist für Open Air Konzerte ein beliebtes Reiseziel. Bildquelle: shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Fest etabliert sind die Bregenzer Festspiele im Vierländereck und die Bayreuther Festspiele. Etwa weniger glamourös geht es bei den Opernaufführungen in Bad Hersfeld oder Heidenheim zu.</p>
<p>Bei klassischer Musik oder Oper zeigen sich Unterschiede gegenüber dem Besuch einer Konzerthalle. Fliegt ein Flugzeug über das Gelände oder braust ein lautes Motorrad vorbei, kann das den Kunstgenuss trüben. Die lauschige Atmosphäre der milden Sommernacht macht diesen Nachteil jedoch schnell wett.</p>
<p>Informieren Sie sich vor dem Kauf von Karten, falls Sie Barrierefreiheit benötigen. Viele Festivals informieren auf ihrer Website, bis zu welchem Grad sie einen barrierefreien Zugang ermöglichen. Ein günstiger oder kostenfreier Eintritt für die Begleitperson ist eine schöne Sache, fehlen aber gut erreichbare Behindertenparkplätze, wird die Anreise für den Rollstuhlfahrer unnötig kompliziert.</p>
<p>Planen Sie den Besuch eines Open Air-Festivals? Was ist Ihr Geheimtipp?</p>
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		<title>Die Arie &#8220;Nessun Dorma&#8221; und der Startenor Luciano Pavarotti</title>
		<link>https://www.59plus.de/nessun-dorma-und-luciano-pavarotti/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2017 13:50:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Oper]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der italienische Opernsänger Luciano Pavarotti gelangte wie kein anderer Opernsänger durch seine klassischen Interpretationen zu Weltruhm und wurde gefeiert wie ein Superstar.Die Arie Nessun Dorma aus der Oper Turandot verhalf ihm über die Bühnen der Oper hinaus zu großer Bekanntheit und wurde als Höhepunkt seiner Auftritte vorgetragen. Die Arie selbst entspringt der Hand des großen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der italienische Opernsänger Luciano Pavarotti gelangte wie kein anderer Opernsänger durch seine klassischen Interpretationen zu Weltruhm und wurde gefeiert wie ein Superstar.Die Arie <em>Nessun Dorma </em>aus der Oper Turandot verhalf ihm über die Bühnen der Oper hinaus zu großer Bekanntheit und wurde als Höhepunkt seiner Auftritte vorgetragen.<br />
</strong></p>
<p>Die Arie selbst entspringt der Hand des großen Giacomo Puccini, einem italienischen Komponisten, der von 1858 bis 1924 lebte. Die Oper Turandot ist sein letztes Werk, das erst nach seinem Tod uraufgeführt wurde und in Puccinis Inszenierung die größte Bekanntheit erlangte. Dabei ist der Turandot-Stoff an sich bereits viel älter und wurde vorwiegend von deutschen Dichtern und Komponisten aufgegriffen und verarbeitet. Bekannte Bühnenadaptionen finden sich u.a. von Friedrich Schiller, Friedrich Ludwig Seidl, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Maria_von_Weber">Carl Maria von Weber</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Blumenthal">Joseph von Blumenthal</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vinzenz_Lachner">Vinzenz Lachner</a> und Carlo Gozzi. Als Operninszenierung behandelten u.a. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Blumenthal">Joseph von Blumenthal</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Danzi">Franz Danzi</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gottlieb_Rei%C3%9Figer">Carl Gottlieb Reißiger</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Bazzini">Antonio Bazzini</a> den Stoff.</p>
<h2><strong><em>Nessun Dorma</em> in Turandot</strong></h2>
<p>Die Urfassung der Geschichte findet sich in der orientalischen Erzählung Tausendundein Tag, eine Sammlung persischer Märchen, die nach dem Vorbild Tausendundeine Nacht zusammengestellt wurde.</p>
<p>Die chinesische Prinzessin Turandot, bekannt für ihre Kaltherzigkeit, befiehlt, jeden Freier zu töten, der ihre Rätsel nicht lösen kann. Schließlich errät der Prinz Kalaf zu ihrem Missfallen die Antworten und stellt ihr in Aussicht, sie von ihrem Heiratsversprechen zu entbinden, wenn sie seinen Namen bis zum Sonnenaufgang errät. An dieser Stelle der Handlung befiehlt die Prinzessin im ganzen Reich, dass niemand schlafen darf, bis man den Namen des Unbekannten kennt. Die Arie, die übersetzt „Keiner schlafe“ bedeutet, wird vom Prinzen Kalaf selbst zum Auftakt des dritten Aktes gesungen. Dieser ist sich seines Sieges gewiss und kann schließlich auch das Herz der kalten Prinzessin Turandot für sich gewinnen.</p>
<h2><strong><em>Nessun Dorma</em> und Luciano Pavarotti</strong></h2>
<figure id="attachment_1022" aria-describedby="caption-attachment-1022" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-1022 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Nessum-Dorma-1-300x227.jpg" alt="Die Arie Nessun Dorma von Luciano Pavarotti gesungen. Quelle: Shutterstock.com" width="300" height="227" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Nessum-Dorma-1-300x227.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Nessum-Dorma-1-768x581.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Nessum-Dorma-1-80x60.jpg 80w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Nessum-Dorma-1-696x526.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Nessum-Dorma-1-556x420.jpg 556w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Nessum-Dorma-1-600x454.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Nessum-Dorma-1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1022" class="wp-caption-text">Die Arie Nessun Dorma von Luciano Pavarotti gesungen. Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Im Jahr 1990 zum Auftakt der Fußballweltmeisterschaft überraschte Luciano Pavarotti mit seiner ergreifenden Interpretation von Puccinis „Nessun Dorma“, einer Tenorarie, die für den Triumph steht. Im packendenden Halbfinale mit Elfmeterschießen zwischen England und Deutschland wurden die ergreifenden Töne Pavarottis erneut eingespielt und machten das Stück zu einer der ungewöhnlichsten Sporthymnen weltweit.</p>
<p>Gemeinsam mit Plácido Domingo und José Carreras trat Pavarotti unter dem Namen Die drei Tenöre auch zu den drei folgenden Fußballweltmeisterschaften auf. Pavarotti nutzte seinen Bekanntheitsgrad vor allem auch für Benefizveranstaltungen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/nessun-dorma-und-luciano-pavarotti/">Die Arie &#8220;Nessun Dorma&#8221; und der Startenor Luciano Pavarotti</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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		<title>Rezension: Die Liebe lebt! &#8211; &#8220;Otello&#8221; in Düsseldorf</title>
		<link>https://www.59plus.de/rezension-die-liebe-lebt-otello-in-duesseldorf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2016 11:03:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Thalheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Otello]]></category>
		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michael Thalheimer inszeniert Verdis Otello an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Der Bann bricht erst ganz am Ende. Otello hat Desdemona getötet, sich selbst mit Jagos Messer erstochen, der Bühnenraum versinkt erneut in tiefster Schwärze. Die Tragödie hat sich erfüllt, die letzte Note von Verdis Musik verklingt. Eigentlich müsste ergriffene Stille folgen. Doch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/rezension-die-liebe-lebt-otello-in-duesseldorf/">Rezension: Die Liebe lebt! &#8211; &#8220;Otello&#8221; in Düsseldorf</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Michael Thalheimer</strong> inszeniert Verdis <em>Otello</em> an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.</p>
<h2>Der Bann bricht erst ganz am Ende.</h2>
<p>Otello hat Desdemona getötet, sich selbst mit Jagos Messer erstochen, der Bühnenraum versinkt erneut in tiefster Schwärze. Die<strong> Tragödie</strong> hat sich erfüllt, die letzte Note von Verdis Musik verklingt. Eigentlich müsste ergriffene Stille folgen. Doch das gebannte Düsseldorfer Opernpublikum kann sich nicht länger mit seinem Wunsch nach tosendem Applaus zurückhalten und macht sich seiner Begeisterung hörbar Luft noch bevor sich der Vorhang für die Applausordnung hebt.</p>
<p>Viele Bravos für Cassio (Orvidiu Purcel), Jago (Boris Statsenko), Desdemona (Jaquelyn Wagner) und Otello (Zoran Todorovich). Die wenigen unverständlichen Buhs für das künstlerische Team um Regisseur Michael Thalheimer hatten keine Chance gegen die vielfachen erneuten Bravorufe. Eine Inszenierung, die hörbar und spürbar trotz ihrer mutigkonsequenten <strong>Tragödien-Düsternis</strong> das Düsseldorfer Premierenpublikum zwar spaltete, aber keinesfalls langweilte.</p>
<p>Der Drang zum <strong>Szenenapplaus</strong> hatte sich schon vorher Bahn brechen können, nachdem Jaquelyn Wagner ihr zutiefst anrührendes Sterbesolo von der „Weide“ beendete. Auch hier war das Publikum hin und her gerissen zwischen andächtigem Schweigen und begeistertem Applaus. Letzteres setzte sich durch; zunächst verhalten, dann zum Bravo-Applaus ansteigend.</p>
<h2>Faszinierende Düsternis der Otello Inszenierung</h2>
<p>Verdis und Thalheimers <em>Otello</em> macht es einem nicht leicht. Es ist schwere Kost und tiefschwarze,<strong> pessimistische Tragödie</strong>. Lässt der Liebe zwischen Desdemona und Otello nicht den Hauch einer Chance – und ist dennoch musikalisch wie inszenatorisch so fesselnd, anrührend und beeindruckend.</p>
<p>Mit einem <strong>musikalischen Donnerschlag</strong> springt Verdis Oper in die Tragödie hinein und verorten Thalheimers Regie und Henrik Ahrs pechschwarzes Bühne. Das Sinnbild der Ausweglosigkeit in einen kerkerartigen Raum, aus dem es nur schmale Türen als Abgang für die Sänger gibt. In dem es nur fahles Licht aus einer Deckenluke fällt, zu welcher Cassio, Desdemona und Otello in Einsamkeitsmomenten ihre sehnsüchtigen Blicke nach Freiheit und Ausweg senden. Hier gibt es kein Entkommen, die Düsternis dominiert über Licht und Hoffnungsschimmer.</p>
<h2>Meisterhafte Atmosphäre</h2>
<p>Stefan Bollingers meisterhaft-variierende Weißlichtregie schafft viele Raumverwandlungen und Konturveränderungen. Sie lässt die Sänger geisterhaft blass, zart-diffus und expressiv überblendet erscheinen. Desdemonas erster Auftritt erfolgt aus der hinteren Wand langsam aufhellend wie aus dem Nichts. Diese Atmosphäre ist zwar bedrückend, aber nicht ermüdend, sondern durchgängig spannend. Und <strong>spannungsgeladen</strong>! Erst als sich Otello mit Jagos gereichtem Messer ersticht, brechen die Konturen des Kerkers jäh auf und strahlendes Licht fällt durch die Spalte.</p>
<p>Es scheint, als ob der emotional wie mental zerrissene, in sich selbst gefangene Otello seinen eigenen körperlichen Kerker endlich aufgebrochen hätte. Doch mit dem sterbenden Otello versinkt auch alles und jeder wieder in einkerkernde Schwärze.</p>
<h2>Musikalische tour de force, ausdrucksstarkes Spiel.</h2>
<p>Verdis Musik treibt die Handlung und die Figuren unbarmherzig voran, lässt keinen Moment der Reflektierens und Eingreifens in den Fortgang von Jagos Intrige zu. Musikalischer Leiter Axel Korber und sein Orchester lassen Verdis Musik schwelgen, elegant schweben, furios aufschwingen und brutal jäh abstürzen. Sänger und Chor begeistern mit einem<strong> pointierten Repertoire</strong> zwischen Zartheit und expressivem Vibrato.</p>
<p>Das gestische Spiel der Sänger zeigt aufgetaute Aggression, Verzweiflung und Zerrissenheit, Resignation und behutsamen Trost. In der ersten Szene zwischen Otello und Desdemona sind die Gesten erfüllt von Zartheit und Ruhe. Doch plötzlich wird Otellos Umarmungsgeste an Desdemonas Hals zu einem Vorboten des späteren Erdrosselns Desdemonas. Ein blitzartiges erschreckendes Bild, das sich aber sofort wieder auflöst. Einer der vielen <strong>ausdrucksstarken Bildermomente</strong>, welche an die zum Tode verdammte Liebe von Otello und Desdemona erinnern lassen.</p>
<p>Bariton Boris Statsenko gibt seinem intrigierenden, hasserfüllten Jago größtenteils gebieterisch-ausladende Gesten. Bevor er plötzlich bei seinen Soli völlig ruhig stehend seine ganze zerstörerische, nihilistische Kraft ballt und sie mimisch und singend in einem furchteinflößenden Rache-Crescendo explodieren lässt.<strong> Bravorufe und Applaus</strong> des beeindruckten Publikums folgen.</p>
<p>Tenor Zoran Todorovich hat die schwere Aufgabe, <em>Otellos</em><strong> Pessimismus</strong>, Brutalität und Destruktivität über weite Strecken durchhalten zu müssen. Aber trotz Verdis negativer Figurenzeichnung erschafft Todorovich das berührende Portrait eines Mitgefühl-verdienenden Außenseiters und Kriegers der inneren Kämpfe. Gepeinigt und mit retardierten Sich-selbst-Umarmungsgesten want er durch das Geschehen und ist sich selbst sein größter Feind und größte Bedrohung.</p>
<h2>Assoziatives Schwarz der Bedrohung &#8211; Reines Weiß.</h2>
<p>Das Bild eines ratlosen Kriegers zeigt sich auch in seiner theatralisch überhöhten schwarzen Schminke. Sie lässt an eine Sturmmaske denken, weil sie sein Gesicht, Mund- und Augenpartien nicht ganz ausfüllt.</p>
<p>Ein höchst dramatisches erstes Bild zeigt auch der Chor, der sich in der Eröffnungsszene bedrohlich langsam und Meeresgleich wankend der Rampe und Otellos Rückansicht nähert. Schwarz gefärbt oder mit Strumpfmasken ausstaffiert, während die Szenerie Otellos Bootsheimkehr nach Zypern auf stürmischer nächtlicher See darstellt und Blitze auf der Bühne und im Publikumssaal zucken.</p>
<p><strong>Schrecken und Gewalt</strong> inszeniert Regisseur Thalheimer in Otellos erstem heftigem Schlag gegen Desdemona: die (Chor-)Gesellschaft und alle Bühnenakteure wenden sich erschrocken über Otellos jähen Gewaltausbruch ab. Sie legen Schutz suchend Arme und Hände an Ohren und Schultern und verharren lange in diesem Bild des eingefangenen, unübersehbaren Schreckens.</p>
<p>Nachdem Desdemonas weißes Taschentuch, welches Otello ihr als Beweis und Pfand seiner Liebe gab, auftaucht gerät es durch Jagos Intrige in falsche Hände. daraufhin betritt Desdemona die Szenerie und setzt zu ihrem Nachtgebet-“Weide“-Lied an. Sie trägt ihr weiß gleißendes Plüsch-Hochzeitskleid auf Händen und wird es während der Szene auch nicht anziehen, sondern legt es sanft zu Boden und bettet sich vorsichtig darauf zur Nacht. Der weiche, weiße Plüsch ist ein auffälliger Kontrast zur ansonsten harten, schwarzen Bühnenumgebung. Mit diesem Kleid wird Otello Desdemona auch erwürgen und so wird das weiße, reine Kleid  zu einer <strong>düsteren Metapher</strong>.</p>
<h2>Otellos verdüsterte Sichtweise</h2>
<p>Thalheimers Regie, Luc Joostens Dramaturgie, Ahrs Bühne, Bollingers Licht und Michaela Baths schwarze Kostüme schaffen ein <strong>Gesamtkunstwerk</strong> der äußerlichen und innerlichen Bedrohung. So sollen laut des im Programmheft abgedrucktem Interviews Otellos negative, verängstigte und verdüsterte Sichtweise widerspiegelt werden.</p>
<p>Die ganze Oper spiele im Kopf Otellos und thematisiere somit dessen verzerrte Realitätswahrnehmung und Paranoia. Eine äußerst interessante Auslegung, welche die <strong>bedrückende Atmosphäre</strong> des Bühnenraums und dessen aufgeladene Symbolik durchaus erklärt.</p>
<p>Wie leicht lässt man seine Liebe ins Wanken bringen? Wie schnell lässt man <strong>Eifersucht und Misstrauen</strong> seine Liebe vergiften? Was sind reale Bedrohungen und was irreale? Wie leicht lässt man Selbstkomplexe und Ängste die Kontrolle übernehmen? Wie weit nimmt man sich selbst an? Wie sehr muss man sich erst selbst lieben, um einen anderen lieben zu können? In „Otello“ werden genau diese elementaren Fragen thematisiert.</p>
<p>Diese mutige, kluge, konsequente, symbolische und auf vielen Ebene sinnliche und durchaus auch zärtliche Inszenierung wird sich sicherlich schnell herumsprechen. Anspruchsvolle und begeisterungsfähige Zuschauer sollten sie sich nicht entgehen lassen! Denn trotz Verdis/Thalheimers rigorosem Beharren der Chancenlosigkeit von Otellos/Desdemonas Liebe – die Liebe lebt!; in der feiernden und optimistischen Reaktion des Publikums!</p>
<p>Zum aktuellen Spielplan geht es <a href="https://goo.gl/7LRMky" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/rezension-die-liebe-lebt-otello-in-duesseldorf/">Rezension: Die Liebe lebt! &#8211; &#8220;Otello&#8221; in Düsseldorf</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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		<title>Otello &#8211; Ein Plädoyer für die Vernunft</title>
		<link>https://www.59plus.de/otello-ein-plaedoyer-fuer-die-vernunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2016 12:15:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der international bekannte Regisseur Michael Thalheimer inszeniert Verdis Otello an der Düsseldorfer Oper am Rhein. Sie verspricht eine der aufregendsten Opernaufführungen der kommenden Saison zu werden! Michael Thalheimer ist für seine anspruchsvollen polarisierenden und zutiefst berührenden Theaterinszenierungen mehrfach international ausgezeichnet. Nun inszeniert er Guiseppe Verdis musikalisch und emotional kraftvolle Otello-Oper. Die Inszenierung unter der musikalischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der international bekannte Regisseur <strong>Michael Thalheimer</strong> inszeniert Verdis <em>Otello</em> an der Düsseldorfer Oper am Rhein. Sie verspricht eine der aufregendsten Opernaufführungen der kommenden Saison zu werden!</p>
<p>Michael Thalheimer ist für seine anspruchsvollen polarisierenden und zutiefst berührenden <strong>Theaterinszenierungen</strong> mehrfach international ausgezeichnet. Nun inszeniert er Guiseppe Verdis musikalisch und emotional kraftvolle <em>Otello</em>-Oper. Die Inszenierung unter der musikalischen Leitung von Axel Korber, zugleich eine Koproduktion mit der Opera Vlaanderen, wird vom 08. Oktober 2016 bis zum 13. November an der Düsseldorfer Oper am Rhein zu sehen sein.</p>
<h2>Die tragische Liebesgeschichte Otellos</h2>
<p><em>Otello</em> ist eine der <strong>großen Liebesgeschichten</strong> der Theaterweltliteratur von William Shakespeare und erzählt vom brutalen, grausamen und sinnlosen Scheitern einer außergewöhnlichen Liebe. Der schwarze venezianische Kriegsherr Otello ist kriegsführend ein Siegertyp und Aufsteiger, doch im zivilen Leben unsicher und verwundbar. Aus eingeflüstertem Misstrauen und Eifersucht wird er zum rasenden Mörder seiner klugen und mutigen Ehefrau Desdemona. Als er erkennt, einer Rache-Intrige seines degradierten Fähnrichs Jago aufgesessen zu sein, tötet er auch sich selbst.</p>
<p>Basierend auf <strong>Shakespeares Tragödie</strong>, adaptierten Guiseppe Verdi und der Komponist und Librettist Arrigo Boito diese Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer Kriegssituation 1887 an der Mailander Scala für ihre Opernfassung. <em>Otello</em> ist ein Plädoyer für die Vernunft. Eine Aufforderung, dem eigenen beschränkten Wissen und der eigenen Verwirrung zu misstrauen und emotional aufgeladene Sachverhalte sorgfältig zu prüfen. In heutigen Zeiten der Flüchtlingsfragen, der teilweise unvernünftigen Reaktionen darauf und der politisch emotionalen Manipulation, ist Verdis <em>Otello</em> daher aktueller und sehenswerter denn je.</p>
<h2>Eine spannende Neuinszenierung</h2>
<p>Der theater- und operrenommierte Regisseur Thalheimer ist dafür bekannt in seinen Arbeiten immer den glühenden Kern, das pochende Herz einer Stücks freizulegen. Zuletzt erntete er mit seiner beeindruckenden Gastspiel-Aufführung <em>Medea</em> am <strong>Düsseldorfer Schauspielhaus</strong> vom begeisterten Publikum minutenlange stehende Ovationen und Bravos. Es wird für ein offenes und anspruchsvolles Publikum höchst faszinierend sein, zu erleben, wie Thalheimer sich Verdis Oper annimmt. Wie er die Figuren zeichnet &#8211; Othellos tragische Zerrissenheit und Paranoia, Jagos böswilligen Zynismus und Einsamkeit, Desdemonas Stärke und Liebesbejahung – und wie sich die Inszenierung zu heutigen Problematiken bezüglich Liebe, innerer Stärke und Optimismus positioniert.</p>
<p>Ein wichtiges und sinnliches Opernereignis, dessen Erleben sich nicht nur Opernfreunde aus entgehen lassen sollten!</p>
<p>Zu den Tickets und dem Spielplan geht es <a href="https://goo.gl/awhVwh" target="_blank">hier.</a></p>
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