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	<title>aktive Sterbehilfe Archive - 59plus</title>
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	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
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	<title>aktive Sterbehilfe Archive - 59plus</title>
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		<title>Selbstbestimmt leben und selbstbestimmt sterben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Kupka]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 03:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[aktive Sterbehilfe]]></category>
		<category><![CDATA[assistierter Suizid]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Gesellschaft für humanes Sterben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Achtung: Triggerwarnung! Im folgenden Beitrag werden die Themen Sterbehilfe und Suizid behandelt! Vor ein paar Wochen schockierte uns die Schlagzeile, dass die Kessler-Zwillinge tot sind. Wir haben ihre einzigartige Karriere viele Jahrzehnte lang verfolgt und die attraktiven und talentierten Schwestern bewundert. Sie lebten für Frauen ihrer Generation außergewöhnlich und auch ihr Tod sorgt nun für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/selbstbestimmt-leben-und-selbstbestimmt-sterben/">Selbstbestimmt leben und selbstbestimmt sterben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/df4d31e710434dc4abaa4e28e61c337c" alt="" width="1" height="1" /><em><strong>Achtung: Triggerwarnung! Im folgenden Beitrag werden die Themen Sterbehilfe und Suizid behandelt!</strong></em></p>
<p><strong>Vor ein paar Wochen schockierte uns die Schlagzeile, dass die Kessler-Zwillinge tot sind. Wir haben ihre einzigartige Karriere viele Jahrzehnte lang verfolgt und die attraktiven und talentierten Schwestern bewundert. Sie lebten für Frauen ihrer Generation außergewöhnlich und auch ihr Tod sorgt nun für Gesprächsstoff.</strong></p>
<figure id="attachment_75706" aria-describedby="caption-attachment-75706" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-75706 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_-1024x683.jpg" alt="Besprechen Sie Ihren Wunsch mit ihrer Familie und/oder Angehörigen. Der Tod (ob selbst bestimmt oder nicht) sollte bei keinem von uns mehr ein Tabuthema sein. Bildquelle: © Getty Images / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_-1536x1024.jpg 1536w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehilfe-Getty-Images-Unsplash.com_.jpg 1920w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-75706" class="wp-caption-text">Besprechen Sie Ihren Wunsch mit ihrer Familie und/oder Angehörigen. Der Tod (ob selbst bestimmt oder nicht) sollte bei keinem von uns mehr ein Tabuthema sein. Bildquelle: © Getty Images / Unsplash.com</figcaption></figure>
<p>Dass sie am gleichen Tag für immer eingeschlafen sind, war kein Zufall. Im Gegenteil, im Alter von 89 Jahren haben sich Alice und Ellen Kessler dazu entschieden, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden. Ihr gesundheitlicher Zustand hätte den Umzug in ein Pflegeheim nötig gemacht, doch sie wollten selbstbestimmt sterben, ohne dafür in die in die Schweiz reisen zu müssen. Dort bietet die Organisation Dignitas seit vielen Jahren auch Menschen aus dem Ausland eine entsprechende Unterstützung an. Kritiker dieses Angebots sprechen von „Sterbetourismus“. Die Schwestern konnten jedoch in ihrem Haus in München unter ärztlicher Begleitung und gemeinsam in Würde aus dem Leben scheiden.</p>
<h2>Was ist die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben?</h2>
<p>Die deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) wurde 1980 gegründet. Sie ist mit rund 50.000 Mitgliedern die größte Bürgerrechts- und Patientenschutzorganisation in Deutschland. Auch die Kessler-Zwillinge waren schon lange Mitglieder. Der Verein vermittelte ihnen eine ärztliche Freitodbegleitung. Für diesen sogenannten assistierten Suizid müssen Menschen bereits seit Längerem Mitglied in der DGHS sein, einen entsprechenden Antrag stellen und nachvollziehbare Gründe angeben.</p>
<p>Nachdem die DGHS den Antrag fachlich geprüft hat, führen Juristen und Ärzte mindestens zwei zunächst ergebnisoffene Gespräche mit dem sterbewilligen Menschen und idealerweise seinen Angehörigen. Speziell die Ärzte informieren dann noch einmal konkret über die alternativen Möglichkeiten im Rahmen der Pflege und einer palliativmedizinischen Betreuung. Viele Menschen haben Angst vor Schmerzen, obwohl die <a href="https://www.59plus.de/palliativmedizin-es-geht-ums-leben/">Palliativmedizin</a> diese heute fast immer gut lindern kann. Auch verliert ein Pflegeheim oft schnell an Schrecken, wenn sich die Menschen dort erst einmal eingelebt haben.</p>
<p>In der ambulanten palliativen Betreuung lindern Spezialisten Schmerzen oder Luftnot. Sie kümmern sich auch um das seelische Wohlbefinden der schwer kranken Menschen sowie ihrer Angehörigen oder Freunde. Mobile Palliativteams bestehen aus Ärzten und Pflegekräften, aber auch Seelsorgern und Ehrenamtlichen. Die Kosten für diese besondere Versorgung übernimmt die Krankenkasse, wenn ein Arzt sie zuvor verordnet hat.</p>
<h2>Welche Formen der Sterbehilfe gibt es?</h2>
<p>Zunächst wollen wir uns die vier verschiedenen Formen der Sterbehilfe genauer ansehen.</p>
<h3>Passive Sterbehilfe</h3>
<p>Bei der passiven Sterbehilfe unterbleiben Maßnahmen, die das Leben, aber oft nur das Leiden verlängern. Dabei zählen beispielsweise eine dauerhaft künstliche Beatmung oder die dauerhafte Ernährung über eine Magensonde. Auch denkbar ist, dass solche Maßnahmen zunächst erfolgen, dann aber abgebrochen werden. Beides verlangt eine entsprechend formulierte Patientenverfügung oder den erklärten Patientenwillen. Unter diesen Voraussetzungen ist eine passive Sterbehilfe in Deutschland erlaubt.</p>
<h3>Indirekte Sterbehilfe</h3>
<p>In Deutschland ist seit 1996 auch die indirekte Sterbehilfe zulässig. Dabei wird der verfrühte Tod eines Patienten in Kauf genommen, weil dieser sich für eine schmerzlindernde Behandlung und gleichzeitig gegen lebenserhaltende Maßnahmen entschieden hat. Das kann bedeuten, dass der Mensch weniger lange lebt, dafür aber in seinen letzten Wochen oder Monaten von mehr Lebensqualität profitiert.</p>
<h3>Aktive Sterbehilfe</h3>
<p>Unter aktiver Sterbehilfe wird das Verabreichen einer tödlichen Substanz an eine andere Person auf deren ausdrückliches Verlangen hin verstanden. Eine solche Tötung auf Verlangen ist in Deutschland verboten und strafbar. Wer die aktive Sterbehilfe dennoch leistet, kann zu einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren verurteilt werden.</p>
<p>Die Niederlande waren im Jahr 2002 das erste Land, das die aktive Sterbehilfe durch Ärzte legalisierte. Auch in Belgien und Luxemburg ist sie legal. In den Benelux-Staaten muss ein Kontrollausschuss, bestehend aus einem Arzt, einer juristischen Fachkraft sowie Experten für Ethik, dem zustimmen. Der Mensch muss schwerkrank sein und seinen Todeswunsch ausdrücklich äußern, wobei er im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sein muss.</p>
<p>Die folgende vierte Möglichkeit haben die Kessler-Zwillinge genutzt.</p>
<figure id="attachment_75704" aria-describedby="caption-attachment-75704" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-75704 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_-1024x683.jpg" alt="Wenn das eigene Leben nicht mehr lebenswert ist, sollte jedem von uns die Möglichkeit gegeben werden, dieses in Würde und auf eigenen Wunsch beenden zu dürfen. Bildquelle: © Curated Lifestyle / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_-1536x1025.jpg 1536w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_-1068x713.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2025/12/Sterbehillfe-Curated-Lifestyle-Unsplash.com_.jpg 1920w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-75704" class="wp-caption-text">Wenn das eigene Leben nicht mehr lebenswert ist, sollte jedem von uns die Möglichkeit gegeben werden, dieses in Würde und auf eigenen Wunsch beenden zu dürfen. Bildquelle: © Curated Lifestyle / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Assistierter Suizid: die Rechtslage in Deutschland</h2>
<p>Beim assistierten Suizid stellen die Unterstützer ein Medikament bereit, mit dem sich die sterbewillige Person selbst töten kann. Seit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2020 ist dies in Deutschland erlaubt. Der Mensch muss allerdings in der Lage sein, das entsprechende Medikament selbst einzunehmen. Außerdem muss derjenige „urteils- und entscheidungsfähig“ sein. Zudem darf eine solche Entscheidung nicht spontan getroffen werden, sondern muss über einen längeren Zeitraum hinweg konstant bestehen.</p>
<p>In einer Zeit, in der darüber diskutiert wird, bis zu welchem Alter Menschen ein Anrecht auf jegliche Behandlung oder Medikamente haben, ist Sterbehilfe ein heikles Thema. Daher möchten wir eines klarstellen: Es geht um die Wahlfreiheit und die Selbstbestimmung. Das bedeutet jedoch auch, dass die menschliche und zugewandte palliativmedizinische Versorgung weiter ausgebaut und gefördert werden muss. Eigentlich sollte heute kein Mensch mehr bei schwerer Krankheit oder am Lebensende leiden müssen. Ob Luftnot oder Schmerzen, die Palliativmedizin kann (fast) alles beheben oder zumindest lindern.</p>
<p><strong>In diesem Artikel ging es um das schwierige Thema der Sterbehilfe. Wir finden es wichtig, dieses Thema aus der Tabuzone zu holen. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen darüber sprechen möchten, dann suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Hausarzt. Sie können sich auch an die <a href="https://www.telefonseelsorge.de/telefon/">Telefonseelsorge</a> wenden. Diese erreichen Sie unter den kostenfreien Telefonnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/selbstbestimmt-leben-und-selbstbestimmt-sterben/">Selbstbestimmt leben und selbstbestimmt sterben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Aktive Sterbehilfe&#8221;: Umstrittene Ausnahmeregelung</title>
		<link>https://www.59plus.de/aktive-sterbehilfe-umstrittene-ausnahmeregelung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Karrasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Oct 2018 02:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Thema „Aktive Sterbehilfe“ haben wir uns bereits ausführlich in einem anderen Artikel beschäftigt. Heute möchten wie Sie über eine aktuelle Debatte um das Sterbehilfe-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts informieren. Die Fakten: Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland strafbar, auch wenn der Patient explizit geäußert hat, dass er sterben möchte. Offiziell begeht der Helfer dann den Straftatbestand [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/aktive-sterbehilfe-umstrittene-ausnahmeregelung/">&#8220;Aktive Sterbehilfe&#8221;: Umstrittene Ausnahmeregelung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Thema <a href="https://www.59plus.de/aktive-sterbehilfe-ein-gesellschaftliches-tabuthema/">„Aktive Sterbehilfe“</a> haben wir uns bereits ausführlich in einem anderen Artikel beschäftigt. Heute möchten wie Sie über eine aktuelle Debatte um das Sterbehilfe-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts informieren. Die Fakten: Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland strafbar, auch wenn der Patient explizit geäußert hat, dass er sterben möchte. Offiziell begeht der Helfer dann den Straftatbestand der Tötung auf Verlangen.</strong></p>
<h2>Staat könnte den Erwerb tödlicher Medikamente erlauben</h2>
<p>Mit dem Urteil vom 2. März 2017 könnte der Staat in Extremfällen verpflichtet sein, unheilbar erkrankten und leidenden Patienten den Erwerb tödlicher Medikamente zu gestatten. Die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts stellten mit dem Urteil fest: Die <strong>Ablehnung der Herausgabe</strong> einer tödlichen Dosis ohne nähere Prüfung der Umstände sei rechtswidrig. Eine Abgabe zu Suizidzwecken soll grundsätzlich ausgeschlossen bleiben. Aber sie lässt sich angesichts der Grundrechte auf <strong>Handlungsfreiheit und Menschenwürde</strong> nicht vollkommen ausschließen.</p>
<p><strong>Im Einzelnen bedeutet das u.a.: </strong></p>
<ol>
<li>Der <strong>Erwerb eines Betäubungsmittels</strong> zum Zweck der Selbsttötung ist grundsätzlich nicht erlaubnisfähig.</li>
<li>Das <strong>allgemeine Persönlichkeitsrecht</strong> aus <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html">Artikel 2</a> Absatz 1 in Verbindung mit <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html">Artikel 1</a> Absatz 1 Grundgesetz umfasst auch das Recht eines schwer und unheilbar kranken Menschen, zu entscheiden, wie und zu welchem Zeitpunkt sein Leben enden soll. Vorausgesetzt, er kann seinen Willen frei bilden und entsprechend handeln.</li>
<li>Im Hinblick auf dieses Grundrecht ist Paragraf 5 Absatz 1 Nr. 6 Betäubungsmittelgesetz dahin auszulegen, dass der Erwerb eines Betäubungsmittels für eine Selbsttötung mit dem Zweck des Gesetzes ausnahmsweise vereinbar ist, wenn sich der suizidwillige Erwerber wegen einer schweren und unheilbaren Erkrankung in einer <strong>extremen Notlage </strong>befindet.<strong><br />
</strong></li>
</ol>
<figure id="attachment_8443" aria-describedby="caption-attachment-8443" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-8443 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-1024x769.jpg" alt="Aktive Sterbehilfe - ein vielfach und immer wieder umstrittenes Thema, das aktuell seinen politische Umsetzung sucht. Bildquelle: Pixabay.de" width="696" height="523" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-1024x769.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-300x225.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-768x577.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-80x60.jpg 80w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-265x198.jpg 265w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-696x523.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-1068x802.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-559x420.jpg 559w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1-600x450.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/Tag-der-Gerechtigkeit-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8443" class="wp-caption-text">Aktive Sterbehilfe &#8211; ein vielfach und immer wieder umstrittenes Thema, das aktuell seinen politische Umsetzung sucht. Bildquelle: Pixabay.de</figcaption></figure>
<h2>In der Praxis spielt das Sterbehilfe-Urteil keine Rolle</h2>
<p>Bürger können damit einen Rechtsanspruch auf Hilfe beim Sterben geltend machen, der allerdings in der Praxis bislang nicht eingelöst werden konnte. Grund: Laut Recherchen der <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/leiden-von-schwerkranken-regierung-ignoriert-sterbehilfe-urteil/22928102.html">Berliner Tageszeitung „Tagesspiegel“</a> ignoriert das Bundesgesundheitsministerium das Urteil. Es folgt damit der ethisch-politischen Linie von Hermann Gröhe (CDU), dem Vorgänger von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Gröhe hatte betont, dass der Staat „niemals zum Helfeshelfer einer Selbsttötung werden“ dürfe. Eine wie wir finden nicht zu akzeptierende Situation, denn wie Tagesspiegel Autor Jost Müller-Neuhof treffend schreibt: „Ob und welche Sterbehilfe ratsam oder ethisch vertretbar ist, ob und wenn ja wie Behörden eine Rolle spielen sollten, darüber mag man politisch und gesellschaftlich streiten. Worüber es eigentlich keinen Streit geben kann: dass Behörden rechtskräftige Urteile vollziehen“.</p>
<p>Sie sehen es bleibt spannend in dieser Thematik und wir werden natürlich versuchen Sie auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Wie stehen Sie zum Thema &#8220;Aktive Sterbehilfe&#8221; &#8211; schreiben Sie uns gern einen Kommentar und diskutieren Sie mit uns! Weitere wertvolle Informationen zum Thema &#8220;Sterben&#8221; finden Sie in unserer Ratgeberrubrik: <a href="https://www.59plus.de/ratgeber/vom-leben-und-vom-sterben/">Vom Leben und vom Sterben</a>!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/aktive-sterbehilfe-umstrittene-ausnahmeregelung/">&#8220;Aktive Sterbehilfe&#8221;: Umstrittene Ausnahmeregelung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aktive Sterbehilfe – ein gesellschaftliches Tabuthema?</title>
		<link>https://www.59plus.de/aktive-sterbehilfe-ein-gesellschaftliches-tabuthema/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tanja Neuburger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2018 02:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gut zu wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Leben und vom Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
		<category><![CDATA[aktive Sterbehilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Beihilfe zum Suizid]]></category>
		<category><![CDATA[Hospitz]]></category>
		<category><![CDATA[Palliativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[passive Sterbehilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbehilfe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer redet schon gern über den Tod. Oder das Sterben? Noch schlimmer! Da wird das Thema lieber totgeschwiegen. So schnell erwischt es mich schon nicht. Wie um alles in der Welt kann man sich unter diesen Voraussetzungen dann dem Thema aktive Sterbehilfe überhaupt nähern? Wir haben es versucht. Beim Wort aktive Sterbehilfe werden die Augen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/aktive-sterbehilfe-ein-gesellschaftliches-tabuthema/">Aktive Sterbehilfe – ein gesellschaftliches Tabuthema?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer redet schon gern über den Tod. Oder das Sterben? Noch schlimmer! Da wird das Thema lieber totgeschwiegen. So schnell erwischt es mich schon nicht. Wie um alles in der Welt kann man sich unter diesen Voraussetzungen dann dem Thema aktive Sterbehilfe überhaupt nähern? Wir haben es versucht. </strong></p>
<p>Beim Wort aktive Sterbehilfe werden die Augen der meisten Menschen groß. Entsetzen steht in ihren Gesichtern. Andere wiederum nicken verständnisvoll. Offen darüber gesprochen wird kaum. Sei es aus Angst, Scham oder gar Abneigung oder einfach aus purer Unkenntnis. Weiß eigentlich jeder, um was es bei der Sterbehilfe geht? Wir vermuten: nein. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, das Thema mit dem heutigen Artikel auf 59plus.de etwas näher zu betrachten.</p>
<h2>Die verschiedenen Arten der Sterbehilfe</h2>
<p>Beginnen wir ganz pragmatisch mit den unterschiedlichen Vorgehensweisen der Sterbebegleitung. Folgende Arten werden unterschieden:</p>
<h3>Aktive Sterbehilfe</h3>
<p>Im Rahmen der aktiven Sterbehilfe führt eine dritte Person den Tod des Sterbewilligen herbei, beispielsweise über die Gabe (Injektion) von hochdosierten Narkosemitteln. Dabei handelt diese Person auf ausdrücklichen Wunsch des Sterbenden.</p>
<h3>Passive Sterbehilfe</h3>
<p>Bei der <a href="https://www.59plus.de/was-bedeutet-palliativmedizin/">passiven Sterbehilfe</a> verzichten die behandelnden Ärzte darauf, das Leben des Erkrankten künstlich zu verlängern. Es werden also keine Wiederbelebungsmaßnahmen mehr durchgeführt und auch keine lebenserhaltenden Maßnahmen wie künstliche Beatmung oder künstliche Ernährung.</p>
<h3>Indirekte Sterbehilfe</h3>
<p>Bei der indirekten Sterbehilfe steht die Schmerzlinderung im Vordergrund. Dabei kann es passieren, dass der Arzt dem Patienten zu viel Schmerzmittel verabreicht und dieser dann in Folge davon etwas früher stirbt. Dieses Risiko geht der behandelnde Arzt bei der indirekten Sterbehilfe bewusst ein.</p>
<h3>Assistierter Suizid</h3>
<p>Beim assistierten Suizid oder auch der Beihilfe zum Suizid, verschreibt der Arzt dem Patienten Arzneimittel oder stellt ihm Medikamente zur Verfügung, mit denen sich der Sterbewillige selbst töten kann.</p>
<figure id="attachment_17457" aria-describedby="caption-attachment-17457" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-17457" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2.jpg" alt="Die Sterbehilfe ist vor allem i Deutschland immer noch ein sehr umstrittenes Thema. Bildquelle: shutterstock.com" width="696" height="522" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2.jpg 1000w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2-300x225.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2-768x576.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2-80x60.jpg 80w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2-265x198.jpg 265w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2-696x522.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2-560x420.jpg 560w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-2-600x450.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-17457" class="wp-caption-text">Die Sterbehilfe ist vor allem i Deutschland immer noch ein sehr umstrittenes Thema. Bildquelle: shutterstock.com</figcaption></figure>
<h2>Aktive Sterbehilfe in den Niederlanden und der Schweiz</h2>
<p>Sterbebegleitung ist in den Niederlanden zwar an gewisse Vorgaben gebunden, aber grundsätzlich sind alle Arten der Sterbehilfe dort straffrei. Wichtig ist, dass beim Patienten keine Aussicht auf Besserung oder Heilung besteht. Zudem muss ein Arzt bestätigen, dass der Patient ausführlich überlegt hat und freiwillig sterben möchte. Zusätzlich muss ein zweiter Arzt in den Prozess eingebunden sein und dem Vorgehen der aktiven Sterbehilfe zustimmen. Dennoch ist dieser Weg nur frei für Menschen die auch in den Niederlanden wohnen und leben.</p>
<p>In der Schweiz wiederum werden der assistierte Suizid, die passive und die indirekte Sterbehilfe toleriert. Unter Strafe steht ausschließlich die aktive Sterbehilfe.</p>
<h2>Die Rechtslage in Deutschland</h2>
<p>Sterbehilfe ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Allerdings ist die aktive Sterbehilfe die einzige, die durch das Strafgesetzbuch geregelt ist. Bei den drei anderen betritt man eine rechtliche Grauzone. Doch letztlich sind alle Arten der Sterbebegleitung in Deutschland mit Strafverfolgung belegt. Zudem schließt die Berufsordnung (Hippokratischer Eid) der Ärzte aus, dass der Arzt Beihilfe zum Suizid leistet. Die Bundesärztekammer wiederum befürwortet in ihren &#8220;Grundsätzen zur ärztlichen Sterbebegleitung&#8221; sowohl die indirekt als auch die passive Sterbehilfe, sofern das der ausdrückliche Wunsch des Patienten sei.</p>
<h2>Sonderfall Patientenverfügung</h2>
<p>Diesbezüglich kann die <a href="https://www.59plus.de/ratgeber-die-general-und-die-patientenvollmacht/">Patientenverfügung</a> einen wichtigen Beitrag leisten und damit sowohl Arzt, als auch Angehörigen wichtige Entscheidungen abnehmen. Mit einer Patientenverfügung legen Sie fest, ob und welche medizinischen, lebenserhaltenden oder lebensverlängernden Eingriffe bei Ihnen im Notfall durchgeführt werden sollen und dürfen. Nach diesem schriftlich formulierten Willen müssen sich Ärzte und Angehörigen richten, sollte der Patient nicht mehr selbst in der Lage sein zu entscheiden. Eine Patientenverfügung muss schriftlich erstellt sein. Aber auch eine Videoaufzeichnung ist möglich. Das Einfordern oder der Wunsch nach Beihilfe zum Tod ist allerdings auch mit einer Patientenverfügung nicht erlaubt.</p>
<figure id="attachment_17459" aria-describedby="caption-attachment-17459" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-17459 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1-1024x683.jpg" alt="Einen Sterbenden zu begleiten, ist eine nachhaltig verändernde Erfahrung. Bildquelle: ©Jake Thacker / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Sterbehilfe-Jake-Thacker-1-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-17459" class="wp-caption-text">Einen Sterbenden zu begleiten, ist eine nachhaltig verändernde Erfahrung. Bildquelle: ©Jake Thacker / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Sterbehilfe: ein Für und Wider</h2>
<p>Nun kommen wir zurück zu den entsetzten Gesichtern und den verständnisvollen Befürwortern der Sterbehilfe. Die einen sind davon überzeugt, dass jeder für sich selbst entscheiden kann und darf, wann er seinem Leben und vor allem seinem Leiden ein Ende setzen mag. Zudem mahnen die Befürworter an, dass eine klare Regelung in Deutschland die Sachlage deutlich erleichtern würde. Mediziner hätten endlich eine verlässliche Handlungsgrundlage. Sie könnten schwerkranken Menschen Medikamente verschreiben, sodass diese ihrem Leidensweg ein würdiges Ende setzen könnten.</p>
<p>Sterbehilfe-Gegner hingegen erinnern an den Hippokratischen Eid und beharren darauf, dass niemand das Recht besitze, eine Entscheidung über Leben und Tod zu treffen. Zudem führen die Gegner an, dass die Schmerztherapie heute bereits soweit fortgeschritten sei, dass auch im Rahmen einer Palliativbehandlung den Patienten ein würdevolles Sterben, zum Beispiel in einem <a href="https://www.59plus.de/vom-guten-umgang-mit-dem-tod-das-hospiz/">Hospitz</a>, möglich sei.</p>
<h2>Resümee</h2>
<p>Ich selbst sehe mich ehrlich gesagt eher auf der Seite der Befürworter. Warum soll der sterbenskranke Mensch nicht selbst entscheiden dürfen, wann es Zeit für ihn ist zu gehen? Warum ist der Wunsch, in Würde von dieser Welt abtreten zu dürfen, bevor der Schmerz zu groß oder der Zerfall zu deutlich wird, denn so verwerflich? Ich weiß nicht, ob ich mich selbst dafür entscheiden würde. Aber ich respektiere den Wunsch sterbenskranker Menschen, die diesen Weg für sich als den richtigen betrachten. Wie sehen Sie das? Diskutieren Sie gerne mit uns.</p>
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