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	<title>Livia Karrenberg, Autor auf 59plus</title>
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	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
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	<title>Livia Karrenberg, Autor auf 59plus</title>
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		<title>Die nackte Wahrheit: Warum Weiblichkeit nicht mehr sexy ist.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Karrenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2019 02:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit geraumer Zeit sind wir Frauen (egal ob jung oder alt) permanent einem Spannungsfeld ausgesetzt. Nämlich dem der zunehmenden Sexualisierung – das auf der einen Seite eine massive Abnahme unseres Schamgefühls zur Folge hat. Und auf der anderes Seite ein sehr skurriles Schlankheits- oder Schönheitsideal! Die Medien spielen uns vor, wie wir auszusehen haben. Ob [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit geraumer Zeit sind wir Frauen (egal ob jung oder alt) permanent einem Spannungsfeld ausgesetzt. Nämlich dem der zunehmenden Sexualisierung – das auf der einen Seite eine massive Abnahme unseres Schamgefühls zur Folge hat. Und auf der anderes Seite ein sehr skurriles Schlankheits- oder Schönheitsideal! Die Medien spielen uns vor, wie wir auszusehen h</strong>aben.</p>
<p>Ob bewusst oder unbewusst – durch die ständige Begegnung mit diesem scheinbaren Ideal unterwerfen wir uns diesem. Und wissen dabei tief in uns, dass wir diesem Bild eigentlich gar nicht entsprechen können. Dieses, durch Medien geprägte Bewusstsein, ist schon eine kleine narzisstische Kränkung, die Spur eines schlechten Gefühls, das uns unterschwellig begleitet.</p>
<h2>Genuss ist sexy</h2>
<p>Frau hat ganz schlank, nein dünn zu sein! So zeigen es uns <strong>Magazine, Internet und Werbung</strong>. Die Arme sollen trainiert sein und Kurven lassen uns eher angepummelt aussehen. Madonna, die physisch nicht unlustvoller und asketischer aussehen könnte, wird uns als beneidenswert trainiert für eine Frau ihres Alters propagiert. Vor einigen Jahrzehnten waren Stars wie Marilyn Monroe oder Sophia Loren noch Schönheitsideale und das <strong>Sinnbild der Erotik</strong>.</p>
<p>Sie hatten natürliche, weibliche Körper und waren zudem noch sehr feminin zurechtgemacht. Sophia Loren ließ sich auch Spaghetti essend fotografieren. Weil Essen eben auch mit Genuss zu tun hat und Genuss irgendwie auch sexy ist. Das wäre bei den Stars von heute undenkbar. Dieses damalige Bild der Erotik korrelierte immer mit einem gewissen Maß an Intimität. Sexy ist ja auch immer das, was wir nicht sehen.</p>
<p>Angesichts des <strong>allgegenwärtigen Spannungsfelds</strong>, wie wir idealerweise auszusehen haben, ist für wirkliche Individualität nur wenig Platz. Egal wohin wir blicken, ob in Modezeitschriften, im Netz, in der Werbung oder auf Laufstegen, wir sollten idealerweise 500 Gramm über Organversagen wiegen. Ich gebe zu, dass ist etwas zugespitzt formuliert. Doch ob in meinem Freundes- oder Kundenkreis als Stylistin, fällt mir nicht eine einzige Frau ein, die mit ihrer Figur zufrieden ist. Es könnten immer ein paar Gramm weniger sein. Noch vor wenigen Jahrzehnten hätten diese Frauen absolut dem Schönheitsideal entsprochen.</p>
<figure id="attachment_1678" aria-describedby="caption-attachment-1678" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Bikini-4.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-1678" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Bikini-4-300x300.jpg" alt="Bis heute eine Ikone und ein Sinnbild für Weiblichkeit - Marilyn Monroe. Quelle: ©Marilyn Monroe" width="696" height="696" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Bikini-4-300x300.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Bikini-4-150x150.jpg 150w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Bikini-4-420x420.jpg 420w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Bikini-4-600x600.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Bikini-4-100x100.jpg 100w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Bikini-4.jpg 640w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1678" class="wp-caption-text">Bis heute eine Ikone und ein Sinnbild für Weiblichkeit &#8211; Marilyn Monroe. Quelle: ©Marilyn Monroe</figcaption></figure>
<h2>Weiblichkeit = Magerkeit?</h2>
<p>Marilyn Monroe wäre heute ein Pummelchen, eine Art <strong>Plus-Size-Model</strong>. Ist schlank und weiblich schon dick? Wie sehr lassen wir uns durch gesellschaftliche Normvorstellungen infiltrieren, doch warum tun wir es? Noch vor 20 Jahren durften Models Kurven haben. Claudia Schiffer hatte bestimmt 6 Kilo mehr drauf, sah einfach normal aus, nicht ausgehungert. Heute hungern sich Stars so runter, dass ihre Weiblichkeit allenfalls durch <strong>Silikonimplantate</strong> inszeniert werden muss.</p>
<p>Frauen wie Heidi Klum, die 4 Wochen nach der Geburt wieder die gleiche Figur wie zuvor haben, werden zu Vorbildern erklärt. Diejenigen, die von Natur aus diese Veranlagung haben, möchte ich natürlich nicht ansprechen. Das ist dann einfach eine Varianz, die ja letztlich zur <strong>Vielfalt</strong> und damit auch zur <strong>Individualität</strong> führt.</p>
<p>Es ist und bleibt schade, dass es immer noch unmöglich scheint, die aktuellen Trends und Ideale zu einem<strong> frauenfreundlicherem Ideal</strong> umzukehren. Zu einem Ideal, bei dem es endlich wieder gewünscht ist, sich selbst in seinem Dasein als Frau treu zu sein. Und zwar ganz egal, ob mit oder ohne ein paar Pfunden mehr auf den Hüften&#8230; Denn die finden doch ganz bestimmt auch die Männer „sexy“!</p>
<p>In diesem Sinne meine Damen, lassen Sie uns weiblich sein, Ihre Livia Karrenberg <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Weitere Informationen zu Livia Karrenberg erhalten Sie <a href="https://www.59plus.de/livia-karrenberg-die-stilexpertin-bei-59plustv/">hier.</a></p>
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		<title>Fast Fashion, oder der erdrückende Reiz des ständig Neuen</title>
		<link>https://www.59plus.de/fast-fashion-kolumne-livia-karrenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Livia Karrenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Feb 2019 03:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beauty and Lifestyle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie schön war es vor Fast Fashion, als die Dinge für uns noch einen nachhaltigen Wert hatten. Als man sich das eine „gute“ Kleid gekauft hat, dass man zu besonderen Anlässen aufgetragen hat. Oder den Familienschmuck mit Liebe und Sorgfalt gehegt hat, um ihn dann mit Stolz an die nächste Generation zu vererben. Heute heißt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="contentArticleLeft">
<p><strong>Wie schön war es vor <em>Fast Fashion</em>, als die Dinge für uns noch einen nachhaltigen Wert hatten. Als man sich das eine „gute“ Kleid gekauft hat, dass man zu besonderen Anlässen aufgetragen hat. Oder den Familienschmuck mit Liebe und Sorgfalt gehegt hat, um ihn dann mit Stolz an die nächste Generation zu vererben. Heute heißt es nur noch: je neuer, desto besser!</strong></p>
<p>Erst neulich, als ich in der Düsseldorfer City unterwegs war, sprangen mir mal wieder etliche Einkaufstüten von <strong>Mode-Müll-Herstellern</strong> ins Auge und deren Besitzer, die diese voller Stolz – wie fette Beute – durch die Fußgängerzone chauffierten. Voller Stolz, obwohl es eigentlich beschämend ist.</p>
<p>Denn der Blick auf die Einkaufstüten rief mir erneut ins Bewusstsein, unter welch erbärmlichen und menschenverachtenden Bedingungen diese Mode hergestellt wurde. Und das auch noch einzig zu dem Zweck, um sie nach kürzester Zeit für etwas Neues wieder zu entsorgen.</p>
<figure id="attachment_41078" aria-describedby="caption-attachment-41078" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-41078 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_-683x1024.jpg" alt="Hochwertiges Material und Handarbeit sind der Schlüssel zu einem hochwertigen Modeprodukt. Bildquelle: © Raoul Ortega / Unsplash.com" width="683" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_-683x1024.jpg 683w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_-200x300.jpg 200w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_-768x1151.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_-696x1043.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_-1068x1601.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_-280x420.jpg 280w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_-300x450.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_-600x899.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Fashion-Raoul-Ortega-Unsplash.com_.jpg 1281w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><figcaption id="caption-attachment-41078" class="wp-caption-text">Hochwertiges Material und Handarbeit sind der Schlüssel zu einem hochwertigen Modeprodukt. Bildquelle: © Raoul Ortega / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Fast Fashion als Forschungsprojekt</h2>
<p>Wäre das nicht schon empörend genug, kommt noch ein weiterer Missstand hinzu. Die Massen, die in <strong>Containern aus China oder Bangladesch</strong> oft über Wochen und Monate nach Europa transportiert werden, gehen dann in Form eines riesigen digitalen Geldbündels wieder zu ihren Absendern zurück. Dort bereichern sie dann die Wirtschaft und die Bosse der produzierenden Firmen, leider landen sie aber niemals bei denen, die die Waren mit ihrer Hände Arbeit herstellen. Karl Marx dreht sich im Grabe herum, wenn er wüsste, unter welch einem entkoppelten Verhältnis von Erschaffen und Erlös Mode heute produziert wird.</p>
<p>Letztlich bleibt jedoch festzuhalten: Schuld an dieser Entwicklung ist der Konsument, der einfach nicht bereit ist nachhaltiger einzukaufen. Und man muss auch kein Kommunist sein, um sich darüber zu empören.</p>
<p>Die Uni Münster hat in diesem Zusammenhang ein <strong>einjähriges Forschungsprojekt</strong>, mit dem Namen FAST FASHION, eine verbraucherorientierte Analyse zur Verringerung des Massenkonsums, ins Leben gerufen. Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat den signifikanten Wandel in der Bekleidungsindustrie sehr schön formuliert: &#8220;Der Markt ist übersättigt, Bekleidung wird zur nicht geschätzten Wegwerfware und die Verbraucher verlieren den Sinn für Qualität.&#8221;*</p>
<p>Mein Eindruck ist, dass dieser Wandel ein Symptom eines allgemeinen gegenwärtigen Zeitgeistes darstellt, der in Gestalt eines permanenten <strong>Verlangens nach Aktualisierung und Optimierung</strong> in Erscheinung tritt. Ob es das Handy, eine App oder der eigene Partner ist. Der Aktualisierungswahn macht uns zu einer Wegwerfgesellschaft, in der fast nichts Bestand zu haben scheint oder Beständigkeit immer weniger wertgeschätzt wird.</p>
<figure id="attachment_41076" aria-describedby="caption-attachment-41076" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-41076 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_-1024x683.jpg" alt="Nachhaltigkeit und Wertigkeit sind auch inzwischen in der Modewelt gefragt. Bildquelle: © Toa Heftiba / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/08/Fashion-Toa-Heftiba-Unsplash.com_-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-41076" class="wp-caption-text">Nachhaltigkeit und Wertigkeit sind auch inzwischen in der Modewelt gefragt. Bildquelle: © Toa Heftiba / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Masse statt Klasse</h2>
<p>Der Preis dafür ist höher, als es uns bewusst ist. Das Monetäre ist eine Facette. Eine weitere setzt uns dem permanenten Druck aus mitzukommen, bzw. mithalten zu müssen oder zu wollen. Diesem Druck kann man sich nur schwer entziehen. Wir müssen nicht das <strong>Fast Fashion Phänomen</strong> mit leben, oder bis zum jüngsten Tag in Singleportalen nach dem noch perfekteren Partner suchen. Doch in Bezug auf die Technologisierung gibt es kein Entrinnen. Ist das Handy zu alt, werden die Programme einfach nicht mehr unterstützt. Ich muss auf das nächste Modell umsteigen, und das bitte &#8220;fast&#8221; oder &#8220;faster&#8221; um es dann wieder wegzuwerfen und das Nächste zu kaufen!</p>
<p>In der Mode ist dieser Trend den Konsumenten in Fleisch und Blut über gegangen. Die Produkte sind billig, es tut nicht weh sie auszutauschen. Außerdem spielt Qualität kaum noch eine Rolle. In den 80ern hatten synthetische Materialien noch einen schlechten Ruf, heute fragen die Wenigsten nach der <strong>Materialzusammensetzung</strong> ihres Kleidungsstücks. Durch meinen Beruf kenne ich sehr viele Menschen, die im Fashionbusiness arbeiten. Selbst hier ist die Bereitschaft mehr für Mode und Ihre Qualität etwas zu investieren, eher gering. Obwohl/Auch wenn es finanziell wenig Unterschied macht, zählt am Ende eher Masse statt Klasse.</p>
<p>Ach, muss das schön gewesen sein, als die Dinge noch einen Wert hatten. Denn in einem bin ich mir sehr sicher: Fast Fashion wird uns niemals Fast Forward, also schneller vorwärts, gehen lassen, auch wenn dies der Zeitgeist ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 1213px; left: 860px;">Merken</span></p>
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		<title>Kolumne: Wann schaffen wir endlich einen respektvollen Umgang mit dem Alter?</title>
		<link>https://www.59plus.de/kolumne-wann-schaffen-wir-endlich-einen-respektvollen-umgang-mit-dem-alter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Livia Karrenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2017 03:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit vielen Jahren leben wir in einer Gesellschaft immer älter werdender Menschen. Jeder weiß, dass weniger Kinder geboren werden und die Menschen immer älter werden. Das Wort Alterspyramide lernt heutzutage jedes Kind in der Schule. Aber genau diese Alterspyramide steht irgendwann Kopf. Wir alle haben schon davon gehört und können uns der Diskussion über die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit vielen Jahren leben wir in einer Gesellschaft immer älter werdender Menschen. Jeder weiß, dass weniger Kinder geboren werden und die Menschen immer älter werden. Das Wort Alterspyramide lernt heutzutage jedes Kind in der Schule. Aber genau diese Alterspyramide steht irgendwann Kopf. Wir alle haben schon davon gehört und können uns der Diskussion über die demographische Entwicklung und deren Folgen kaum entziehen. In Ihrer neuesten Kolumne spricht <a href="https://www.59plus.de/kolumnen/livia-karrenberg/">Livia Karrenberg</a> darüber, wie wir mit dem Alter und den Älteren umgehen sollten. </strong></p>
<h2>Alter ist ein Privileg</h2>
<figure id="attachment_11762" aria-describedby="caption-attachment-11762" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-11762 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-300x225.jpg" alt="Die Generation 59plus ist eine wichtige und wertvolle Säule der Gesellschaft und ihr Wissen ist nicht ersetzbar. Bildquelle: Pixabay.de" width="300" height="225" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-300x225.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-768x576.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-1024x768.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-80x60.jpg 80w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-265x198.jpg 265w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-696x522.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-1068x801.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-560x420.jpg 560w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-1320x990.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-2-600x450.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11762" class="wp-caption-text">Die Generation 59plus ist eine wichtige und wertvolle Säule der Gesellschaft und ihr Wissen ist nicht ersetzbar. Bildquelle: Pixabay.de</figcaption></figure>
<p>Es wundert mich immer wieder, dass ältere Menschen einen zunehmend schlechter werdenden Stand in unserer Gesellschaft haben. Gut, <a href="https://www.59plus.de/das-eigenheim-im-alter-verkaufen-oder-bleiben/">Neubauten z.B. müssen altengerecht gebaut werden,</a> um eine Genehmigung zu erhalten. Es stellt sich allerdings in Frage, ob es sich dabei um Philanthropie (Menschenfreundlichkeit) oder schlichtweg um eine monetäre Strategie handelt. Denn wenn Treppenhäuser und Duschen nicht altersgerecht gestaltet sind, werden auch irgendwann die älteren Mieter in diesen Häusern nicht mehr wohnen können. Im Prinzip könnte man sagen, dass wenn die Alten einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen darstellen, auch dahingehend geplant werden sollte. So investiert die ARGE aber z. B. in Fortbildungen zur Krankenpflegeausbildungen für Arbeitslose, doch sie investiert nicht darin, ältere Menschen besser zu etablieren bzw. älter werdende Menschen besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren bzw. sie länger in diesem zu halten.</p>
<h2>Meine Großeltern</h2>
<p>In der Generation meiner Großeltern (um 1900) war das Älterwerden ein Privileg. Allein das Alter verschaffte dieser Generation, und allen Generationen davor, Respekt. Auch beruflich hatte man ein gutes Ansehen, wenn man Erfahrung hatte &#8211; das Alter war nicht zwangsläufig ein beruflicher Nachteil. Nun habe ich einen Bekannten, der sich beruflich verändern möchte, sich das aber als 43 Jahre alter Vater von 2 Kindern nicht zutraut, weil er auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein alter Mann ist.</p>
<figure id="attachment_11761" aria-describedby="caption-attachment-11761" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-11761 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1-300x200.jpg" alt="Früher waren ältere Menschen oft viel mehr in die Familie eingebunden und das Alter erfuhr eine gewisse Wertschätzung. Bildquelle: Pixabay.de" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-1-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11761" class="wp-caption-text">Früher waren ältere Menschen oft viel mehr in die Familie eingebunden und das Alter erfuhr eine gewisse Wertschätzung. Bildquelle: Pixabay.de</figcaption></figure>
<p>Diese Wertung des Alters ist schon an sich absurd und misanthropisch (menschenfeindlich). Allerdings spiegelt sie auch die Entwicklung unserer Kultur wieder. In einer Gesellschaft, in der das Wachstum der Wirtschaft zum Absolutum ernannt ist, wird das Wachstum der Werte ad Acta gelegt. Wir haben jung, gesund, billig und belastbar zu sein.  Jungendliche  Naivität, die mit dem Wunsch des beruflichen Fortkommens kumuliert, macht junge Menschen zu perfekten Angestellten &#8211; zumindest aus wirtschaftlicher Sicht,  sind sie doch billig und formbar.</p>
<p>Doch genug der Klage, denn es geht sogar noch schlimmer. Bei unserem Nachbarn Frankreich sieht man als reifer Mensch auch aus beruflicher Sicht wirklich alt aus. Nur 7% der 64-65 Jahre alten Menschen ist in Frankreich überhaupt noch berufstätig.</p>
<h2>In Japan starten alte Menschen eine zweite Karriere</h2>
<p>Der positive Kontrast: Japan! Dort sind 30% der 65-jährigen Männer berufstätig. Auch gibt es bei 30% der Familien Dreigenerationenhaushalte, in denen sich die mittlere Generation um die Alten kümmert. Das klingt fast zu schön um wahr zu sein und so ist es auch. In den Großstätten und Ballungszentren Japans ist der Dreigenerationen Lebensentwurf in der Realität nicht immer so positiv wie er zunächst klingt. Deshalb beginnt man in Japan umzudenken und bietet älteren Japanern beispielsweise an, sich fortzubilden und auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren: &#8220;Second Career&#8221; wird dieses Konzept genannt. Das herausragende an Japan ist, dass die älteren, arbeitenden Menschen dabei ernstgenommen werden. Das Alter wird nicht despektierlich betrachtet.</p>
<h2>„Wir müssen nicht mehr upgedatet werden!“</h2>
<figure id="attachment_11763" aria-describedby="caption-attachment-11763" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-11763 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg-300x199.jpg" alt="Das Alter ist wertvoll. Die Generation 59plus muss nicht upgedatet oder gar ersetzt werden. Bildquelle: Pixabay.de" width="300" height="199" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg-300x199.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg-768x510.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg-1024x681.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg-1068x710.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg-632x420.jpg 632w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg-1320x877.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Kolumne-Alter-3-jpg-600x399.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11763" class="wp-caption-text">Das Alter ist wertvoll. Die Generation 59plus muss nicht upgedatet oder gar ersetzt werden. Bildquelle: Pixabay.de</figcaption></figure>
<p>Der erste Schritt für ein besseres und akzeptierbareres Leben im Alter ist sicher das Umdenken eines jeden einzelnen. Wir sind keine Mode, die auf den neuesten Stand gebracht werden muss und auch kein <a href="https://www.59plus.de/tipp-handy-gebraucht-kaufen/">Smartphone</a>, die dringend gegen das einer neueren Generation getauscht werden muss. Bei all dem Fortschritt und dem Wunsch danach am Puls der Zeit zu leben, sollten wir uns das Recht nehmen, uns als Menschen nicht wertlos fühlen zu müssen, bloß weil wir nicht mehr upgedatet werden können. Beständigkeit und Langlebigkeit sind vergessene aber dennoch sehr schöne und beruhigende Werte oder finden Sie nicht?</p>
<p>Quelle zum Weiterlesen: <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/generationen/2009-11/altersbilder-weltweit/seite-2">http://www.zeit.de/gesellschaft/generationen/2009-11/altersbilder-weltweit/seite-2</a></p>
<p>Möchten Sie mehr von Livia Karrenberg lesen, dann schauen Sie doch einfach mal in ihrer <a href="https://www.59plus.de/kolumnen/livia-karrenberg/">Kolumne</a> vorbei! Oder hinterlassen Sie Ihren Kommentar zu diesem Thema &#8211; wir freuen auf über einen regen Austausch!</p>
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		<title>Dein Haar ist dir gegeben, warum lässt du es nicht leben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Karrenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2017 13:27:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beauty and Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Die ungeschminkte Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Beauty]]></category>
		<category><![CDATA[Haare]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Livia Karrenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Natürlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gelbes Haar oder blondes Haar? In ihrer neuen Kolumne spricht Livia Karrenberg offen wie immer über den kleinen Unterschied auf den Köpfen reifer Damen. Und warum wir alle mit mehr Natürlichkeit leben könnten. Ich fühle mich umzingelt von Damen mit gelben Haaren! Im Zug, auf der Straße oder im TV – überall begegnen sie mir. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gelbes Haar oder blondes Haar? In ihrer neuen Kolumne spricht Livia Karrenberg offen wie immer über den kleinen Unterschied auf den Köpfen reifer Damen. Und warum wir alle mit mehr Natürlichkeit leben könnten.</strong></p>
<p>Ich fühle mich umzingelt von Damen mit gelben Haaren! Im Zug, auf der Straße oder im TV – überall begegnen sie mir. Der Trend bei der weiblichen Bevölkerung hat sich immer mehr zu Blond – oder seien wir ehrlich – zu Gelb entwickelt. Ich spreche da von einem Chrysanthemen-Pastellgelb. Bei so viel Wasserstoff auf den Häuptern könnte man sich wahrscheinlich ohne weiteres in die Luft sprengen, wenn man neben einer Gruppe „Möchtegern-Blondinen“ eine Zigarette anzündet.</p>
<p>Aber warum fühlen sich die meisten Frauen eigentlich attraktiver und sicherer, wenn sie ihre Haare färben? Warum denken die meisten Naturblonden, dass ihr Haar &#8220;Straßenköterblond&#8221; ist und geändert werden sollte? Ich persönlich kenne gar keine Frauen, deren Naturblond diesen Straßenköter-Touch hat. Und warum müssen individuelle Abstufungen von blond uniform in Gelb getaucht werden? Nur in den seltensten Fällen sieht doch das gefärbte Haar aus wie „echtes“ Blond. Dennoch fühlen sich etliche Frauen offenbar wohler, attraktiver und sicherer, wenn sie ihrer Haarfarbe verändern.</p>
<p>Auch Männer werden mittlerweile so durch die Werbung infiltriert, dass sie ihre grauen Haare überfärben. In diesem Zusammenhang bin ich häufig durch eine Zwangsvorstellung geplagt. &#8220;Nimm den Helm ab!!!&#8221; möchte ich immer rufen, wenn mir so jemand begegnet. Denn genau so sehen die Haare dieser Herren aus &#8211; wie ein Helm, der den Kopf bedeckt!</p>
<figure id="attachment_2081" aria-describedby="caption-attachment-2081" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-2081 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-300x200.jpg" alt="Mut zur Natürlichkeit wünscht sich Livia Karrenberg. Quelle: Shutterstock.com" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2081" class="wp-caption-text">Mut zur Natürlichkeit wünscht sich Livia Karrenberg. Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Ich frage mich nur, warum der Trend zur Verleugnung des eigenen Looks auch bei der Hauptbehaarung nicht aufhört?! Ich finde gefärbte Haare sind eine weitere Uniformierung in dem Sinne, nicht einzigartig zu sein und seinen Typ optimal in Szene zu setzen.</p>
<p>Bei fast jedem TV-Umstyling, das ich in meinem Leben gesehen habe, empfiehlt die Stylistin eine Haarfärbung. Natürlich nicht immer blond, hier wird auch gerne zu roter Farbe gegriffen. Leider aber meist mit dem Ergebnis, dass die Kundin weniger gut aussieht als zuvor. Auch bei älteren Damen, die kosmetisch wirklich gar nichts aus sich machen, fallen mir häufig gefärbte Haare auf. Egal wie fahl der Teint, egal wie fad der Style, gefärbte Haare müssen sein. Und dabei ist Stumpf meist leider Trumpf. Denn häufig hängen die Haare glanzlos und tot herunter. Das liegt daran, dass die teure und aufwendige Pflege, die für gefärbtes und besonders für blondiertes Haar nötig ist, vergessen wird.</p>
<figure id="attachment_2083" aria-describedby="caption-attachment-2083" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/shutterstock_417776326.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-2083 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/shutterstock_417776326-300x200.jpg" alt="Eine gesunde und glücklliche Ausstrahlung sollte das A und O sein. Quelle: Shutterstock.com" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/shutterstock_417776326-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/shutterstock_417776326-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/shutterstock_417776326-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/shutterstock_417776326-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/shutterstock_417776326-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/shutterstock_417776326.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2083" class="wp-caption-text">Eine gesunde und glücklliche Ausstrahlung sollte das A und O sein. Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Das jugendliche Aussehen definiert sich aber nicht durch gefärbtes Haar, sondern auch durch Hautdichte, -dicke und die Frische des Hautbildes. Wenn das Haar intensiv gefärbt ist, der Hautton jedoch fahl ist, lässt dieser Kontrast Männlein wie Weiblein eher älter als jünger aussehen.</p>
<p>Dabei gibt es doch genug Prominente, die es anders vormachen und ihr naturbelassenes Haar selbstbewusst tragen. Christine Lagarde ist so ein stilvolles Beispiel. Oder die Ladies aus Europas Adelshäusern. Ist Ihnen aufgefallen, dass die ihre Haare meist in ihrer Naturhaarfarbe belassen? Diese Damen haben nämlich Stylisten, die wissen, dass man individuell sein sollte, wenn man positiv herausstechen möchte. „Don&#8217;t imitate, innovate!“ lautet deren Maxime.</p>
<p>Natürlich sollte jeder tragen, was er oder sie will. Manchmal wünsche ich mir aber einfach die Zeit der 60er und 70er Jahre zurück, in der noch Pluralität auf unseren Köpfen herrschte.</p>
<p>Ihre <a href="https://www.59plus.de/livia-karrenberg-die-stilexpertin-bei-59plustv/">Livia Karrenberg</a></p>
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		<title>Der schmale Grat zwischen Jugendlichkeit und Lächerlichkeit</title>
		<link>https://www.59plus.de/der-schmale-grat-zwischen-jugendlichkeit-und-laecherlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Livia Karrenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 08:53:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beauty and Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Die ungeschminkte Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Beauty]]></category>
		<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Livia Karrenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Wunsch nach lebenslanger Jugend und Schönheit ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Doch seit einigen Jahren merkt man immer deutlicher, wie viele Menschen diesen Wunsch auf groteske und verbissene Weise verfolgen. Von hinten Lyzeum, von vorne Museum Als ich vor wenigen Wochen auf dem Bürgersteig meines Geschäfts frische Luft schnappte, fiel mir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Wunsch nach lebenslanger Jugend und Schönheit ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Doch seit einigen Jahren merkt man immer deutlicher, wie viele Menschen diesen Wunsch auf groteske und verbissene Weise verfolgen.</strong></p>
<h2>Von hinten Lyzeum, von vorne Museum</h2>
<figure id="attachment_2081" aria-describedby="caption-attachment-2081" style="width: 395px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2081" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-300x200.jpg" alt="Es ist ein schmaler Grad zwischen jung und jugendlicher Kleidung. Quelle: Shutterstock.com" width="395" height="263" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Livia-Kolumne-2.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 395px) 100vw, 395px" /><figcaption id="caption-attachment-2081" class="wp-caption-text">Es ist ein schmaler Grad zwischen jung und jugendlicher Kleidung. Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Als ich vor wenigen Wochen auf dem Bürgersteig meines Geschäfts frische Luft schnappte, fiel mir eine etwa 55-jährige Dame auf, die mit ihrem Teenie-Sohn an mir vorbeiging.  Der Sohn war altersgemäß und sehr wertig gekleidet. Er trug Hemd, Jeans und Turnschuhe von namhaften Herstellern und wirkte neben seiner Mutter regelrecht konservativ. Denn die trug eine zerrissene Boyfriend-Jeans, Nietengürtel, eine extrem verwaschene Bluse im <strong>&#8220;Used Look&#8221;</strong> und Chucks.</p>
<p>Wäre sie eine Bauarbeiterin, die sich gerade auf dem Weg zum nächsten Richtfest befunden hätte, wäre ihre Kleidung angemessen gewesen. Wäre sie ein 15-jähriger Junge mit dem Ziel visueller Coolness, hätte sie mit ihrem Outfit ebenso den Nagel auf den Kopf getroffen. Tatsächlich war sie aber einfach nur eine gut <strong>betuchte Mutter</strong>, die sich mit maximaler Impertinenz &#8221; jünger&#8221; stylen wollte. Die Fehleinschätzung der eigenen Jungendlichkeit erinnert mich an den alten Spruch &#8220;Von hinten Lyzeum, von vorne Museum&#8221;, der in den letzten Jahren eine regelrechte Renaissance erlebt und seit etwa einem Jahrzehnt schon fast inflationär anwendbar ist.</p>
<p>Mir fällt auf, dass wir für das manische Verlangen so jung wie möglich aussehen zu wollen, einen hohen Preis bezahlen. Zumindest diejenigen, die sich diesem Trend anschließen. Eleganz, Stil und auch Feminität, wie sie vor wenigen Jahrzehnten noch Gang und Gäbe war, wird aufgegeben um wie ein Teenie oder so jung wie möglich zu wirken.</p>
<h2>Männer in 12-Klässler-Outfits</h2>
<p>Obwohl ich hier von einer Frau berichte, beobachte ich diese Entwicklung nicht selten auch bei Männern. Auch hier trägt man zu weißem Haar gerne mal <strong>12-Klässler-Outfits</strong>. Ein Stil, der meines Erachtens ausdrückt, dass man bis über beide Ohren in der Midlifecrisis steckt. Wobei diese &#8220;Crisis&#8221; bei einigen zu einem Zustand mit lebenslanger Zeitachse mutiert.</p>
<p>Kleidung ist natürlich immer Ausdruck von Individualität und unterstreicht die eigene Persönlichkeit, sie kommuniziert nonverbal wie wir uns fühlen und wer wir sind – zumindest teilweise. Selbstverständlich bleibt es jedem selbst überlassen, wie er oder sie sich kleidet.</p>
<h2>Warum nicht einfach ewig attraktiv aussehen?!</h2>
<figure id="attachment_837" aria-describedby="caption-attachment-837" style="width: 396px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Kolumne-3-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-837" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Kolumne-3-2-300x169.jpg" alt="" width="396" height="223" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Kolumne-3-2-300x169.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Kolumne-3-2-768x432.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Kolumne-3-2-696x391.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Kolumne-3-2-747x420.jpg 747w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Kolumne-3-2-600x337.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Kolumne-3-2.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 396px) 100vw, 396px" /></a><figcaption id="caption-attachment-837" class="wp-caption-text">Wer das altern nicht so schwer nimmt, wirkt oft jünger als er ist. Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Doch ich frage mich, warum es vielen so erstrebenswert erscheint, ganz besonders jung auszusehen. Denn der Kontrast von einem Aussehen mittleren Alters mit der Kleidung von Jugendlichen führt doch erst dazu, dass man das Alter seines Gegenübers bewusst zu erahnen versucht. Die <strong>Gegensätzlichkeit von Alter und Aufmachung</strong> ist oft so groß, dass sie uns das fortgeschrittene Alter des Gegenübers ostentativ vorführt. Wenn ein bestimmtes Maß an übertriebener Konservierung unserer Jugendlichkeit überschritten ist, weicht diese Bemühung einer großen Selbstverleugnung und wirkt einfach grotesk.</p>
<p>Warum müssen wir die Jugend auf so anstrengende Weise konservieren, obwohl wir doch eigentlich nicht jung sterben wollen? Was ist so defizitär daran, gut, aber altersgemäß zu erscheinen? Warum wollen wir statt <strong>ewig jung,</strong> nicht einfach ewig attraktiv aussehen? Dies ist sicher mühsam, da man auch dabei auf sich Acht geben muss. Doch man achtet sich auch in dem, wer man ist, ohne noch viel angestrengter und leidlicher danach zu streben, so zu sein wie man einmal war.</p>
<p>Wenn wir einen neuen Job suchen, sollen wir, so die Vorstellung der meisten Arbeitgeber, möglichst gaaanz viel Erfahrung haben. Dieser Wunsch ist verständlich, kollidiert jedoch mit dem Anspruch, dass der Bewerber blutjung sein sollte. Wir sollen Kinder bekommen, damit wir nicht aussterben, aber am besten nie die Arbeit wegen Mutterschaft unterbrechen müssen. Auch das ist so ein Paradoxon.</p>
<h2>Ich hoffe, dass es mir gelingt, immer die zu sein, die ich gerade bin.</h2>
<p>Wir könnten die Lebenszeit auf diesem Planeten wesentlich vereinfachen, wenn wir dafür kämpfen würden, zu uns zu stehen. Auch das ist Arbeit – allerdings eine weniger anstrengende, als die Maloche, sich wenige Jahre nach <strong>Beginn der Adoleszenz</strong> nicht so zu geben wie man ist: Nämlich lebendig und so alt wie man ist.</p>
<p>Zu guter Letzt muss ich ehrlicherweise zugeben, dass auch ich mich von der Veränderung in unserer Gesellschaft, Jugend und Alter nicht mehr gleichwertig zu bewerten, unterschwellig habe infizieren lassen. So ist die Kosmetikindustrie mit ihren Produkten für mich ein starkes Gravitationsfeld, da ich Kosmetik intensiv nutze und ich es einfach liebe, mich zu pflegen um möglichst lange gut in Form zu bleiben. Doch neben guter Selbstfürsorge, guter Ernährung und ganz selten auch mal Sport, hoffe ich, dass es mir gelingt, mich nicht zu verleugnen und immer die zu sein, die ich gerade bin.</p>
<p>Ihre Livia Karrenberg</p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 1603px; left: 406px;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
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