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	<title>Zweiter Weltkrieg Archive - 59plus</title>
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	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
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	<title>Zweiter Weltkrieg Archive - 59plus</title>
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		<title>70 Jahre Luftbrücke – wir sprechen mit einem Zeitzeugen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Kupka]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jun 2018 15:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsch-Amerikanische Freundschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Jahre nach Kriegsende blockierte die Sowjetunion West-Berlin und verhinderte damit über Nacht die Versorgung der Bevölkerung auf dem Landweg. Am 24. Juni begannen die westlichen Alliierten, die Menschen aus der Luft zu versorgen. Bis 1949 war die logistische Meisterleistung Luftbrücke mit Ziel Berlin-Tempelhof in Kraft. Hunderttausende von Flügen erfolgten in diesem Zeitraum nahezu im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Drei Jahre nach Kriegsende blockierte die Sowjetunion West-Berlin und verhinderte damit über Nacht die Versorgung der Bevölkerung auf dem Landweg. Am 24. Juni begannen die westlichen Alliierten, die Menschen aus der Luft zu versorgen. Bis 1949 war die logistische Meisterleistung Luftbrücke mit Ziel <a href="https://www.59plus.de/mythos-flughafen-berlin-tempelhof/">Berlin-Tempelhof</a> in Kraft. Hunderttausende von Flügen erfolgten in diesem Zeitraum nahezu im Minutentakt, zwei von drei Maschinen flogen US-amerikanische Piloten.</strong></p>
<figure id="attachment_16846" aria-describedby="caption-attachment-16846" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Luftbruecke-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-16846 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Luftbruecke-1-300x200.jpg" alt="70 Jahre Luftbrücke oder auch die Zeit der &quot;Rosinenbomber&quot;. Bildquelle: Erasmus Wolff / Shutterstock.com" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Luftbruecke-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Luftbruecke-1-768x511.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Luftbruecke-1-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Luftbruecke-1-632x420.jpg 632w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Luftbruecke-1-600x399.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Luftbruecke-1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-16846" class="wp-caption-text">70 Jahre Luftbrücke oder auch die Zeit der &#8220;Rosinenbomber&#8221;. Bildquelle: Erasmus Wolff / Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Die Piloten aus den USA sorgten nicht nur für Grundnahrungsmittel und Kohle, sondern dachten auch an Spielzeug und Süßigkeiten für die Kinder. Der als „<strong>Rosinenbomber</strong>“ berühmt gewordene <strong>Colonel Gail Halvorsen</strong> hängte Süßigkeiten an kleine Fallschirme, um den deutschen Kindern in der kargen Nachkriegszeit eine Freude zu bereiten.</p>
<h2>Die deutsche Seite der Luftbrücke</h2>
<p>Siegfried Kugies wurde Ende 1926 in Ostpreußen geboren und mit 17 Jahren eingezogen. In der Ardenne-Offensive kam er kurz vor Kriegsende in Gefangenschaft und war vier Jahre in den USA und Großbritannien inhaftiert. Die schwere Zeit nutzte er, um seine Englischkenntnisse aus der Schule zu verbessern. Mit 22 Jahren zurück in Deutschland wurde er 1948 als Gleisbauer, Schrankenwärter und schließlich als Rangierer bei der Bahn angestellt. Diese suchte damals händeringend Mitarbeiter für den Betrieb in drei Schichten. Als Rangierer unterstützte er die US-amerikanische Lieferung von Kohle für die eingeschlossene Berliner Bevölkerung.</p>
<figure id="attachment_16845" aria-describedby="caption-attachment-16845" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-16845 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe-225x300.jpg" alt="Siegfried Kugies mit einer Karbidlampe aus der Zeit der Luftbrücke. Er ist einer der letzten Zeitzeugen.Bildquelle: Katja Kupka" width="225" height="300" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe-225x300.jpg 225w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe-768x1024.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe-696x928.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe-1068x1424.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe-315x420.jpg 315w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe-1320x1760.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe-300x400.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe-600x800.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Siegfried-Kugies_Lampe.jpg 1440w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-16845" class="wp-caption-text">Siegfried Kugies mit einer Karbidlampe aus der Zeit der Luftbrücke. Er ist einer der letzten Zeitzeugen.Bildquelle: Katja Kupka</figcaption></figure>
<p>Der pfiffige junge Mann hatte einen Verbesserungsvorschlag, um die Verladung der großen Mengen Kohle und Treibstoff in Frankfurt effizienter zu gestalten. Da sein Vorgesetzter der englischen Sprache nicht mächtig war, schlug er den Amerikanern seine Ideen vor, die auch prompt umgesetzt wurden.</p>
<h2>Wassergymnastik, Seniorenbeauftragter und Buchautor</h2>
<p>Nachdem bei der Bahn bekannt wurde, dass er gut Englisch spricht, bekam er in späteren Jahren vielfältige und interessante Aufgaben zugewiesen. Bei der Bundesbahndirektion in Frankfurt übernahm er das Aufgabengebiet &#8220;Verkaufsförderung, Touristik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit&#8221; für die britischen, kanadischen und amerikanischen Streitkräfte in Deutschland. Kugies organisierte Bahnreisen für amerikanische Familien und war als Gesundheits- sowie Seniorenbeauftragter bei der Bahn tätig. Um sieben Uhr früh zur Wassergymnastik aufzurufen, machte ihm als Gesundheitsbeauftragter Freude – seinen Kollegen vermutlich weniger. Im Verlauf seiner Karriere von über vier Jahrzehnten bei der Bahn wurde er schließlich Bahnhofsvorsteher.</p>
<p>Ihm ist es wichtig, die Erinnerung an den Krieg und die Nachkriegszeit wach zu halten. Als ältester überlebender Deutscher, der für die Luftbrücke gearbeitet hat, fungiert er gerne als Zeitzeuge und Vermittler zwischen den Generationen. Seine Erlebnisse hat er in dem Buch „Der ostpreußische Eisenbahner und die Amerikaner“ niedergeschrieben.</p>
<figure id="attachment_16850" aria-describedby="caption-attachment-16850" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-16850 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-300x225.jpg" alt="Ein Stück Zeitgeschichte - der Rosinenbomber. Bildquelle: Katja Kupka" width="300" height="225" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-300x225.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-768x576.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-1024x768.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-80x60.jpg 80w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-265x198.jpg 265w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-696x522.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-1068x801.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-560x420.jpg 560w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-1320x990.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/06/Rosinenbomber_2-600x450.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-16850" class="wp-caption-text">Ein Stück Zeitgeschichte &#8211; der Rosinenbomber. Bildquelle: Katja Kupka</figcaption></figure>
<h2>Aktiv im Alter</h2>
<p>Dem Alter begegnet er mit Optimismus und Humor. Von nichts kommt nichts und deshalb machen seine Frau und er viel für ihre Gesundheit. 25 Jahre waren sie beim <a href="https://www.59plus.de/ein-tanzkurs-fuer-jedes-alter/">Seniorentanzen</a> aktiv und auch jetzt noch sorgen beide für ausreichend Bewegung. Zu Hause ist beim Ehepaar Kugies die Arbeitsteilung noch eher traditionell. Er surft im Internet, hält Lesungen und organisiert Veranstaltungen, während seine Ehefrau den Haushalt führt und für die große Familie fleißig strickt und näht. Mit über 90 Jahren ist Siegfried Kugies sehr aktiv und pflegt zahlreiche deutsch-amerikanische Kontakte. Jedes Jahr zu Weihnachten organisiert er in Rüsselsheim ein Konzert des Orchesters der United States Air Force in Europa (USAFE).</p>
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		<title>Das große Geheimnis der Chiffriermaschine Enigma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Kupka]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2016 12:31:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bot die Chiffriermaschine Enigma die Möglichkeit, wichtige Nachrichten abhörsicher zu übermitteln. Das war vor allem in Kriegszeiten von großer Bedeutung. Doch was verbarg sich eigentlich hinter dieser damals noch so geheimnisvollen Maschine? Durch das Internet verteilen sich heute große Datenmengen in Windeseile durch die Welt. In der ersten Hälfte des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bot die <strong>Chiffriermaschine Enigma</strong> die Möglichkeit, wichtige Nachrichten abhörsicher zu übermitteln. Das war vor allem in Kriegszeiten von großer Bedeutung. Doch was verbarg sich eigentlich hinter dieser damals noch so geheimnisvollen Maschine?</p>
<p>Durch das Internet verteilen sich heute große Datenmengen in Windeseile durch die Welt. In der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts gab es dagegen in den meisten Privathaushalten nicht mal Telefone, und das Telefax hatte noch keine breite Verwendung gefunden.</p>
<h2>Enigma – brisante Nachrichten rätselhaft verschlüsselt</h2>
<figure id="attachment_1186" aria-describedby="caption-attachment-1186" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1186" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-1-300x200.jpg" alt="Die Enigma - brisante Nachrichten rätselhaft verschlüsselt. Quelle: Shutterstock.com" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-1-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-1.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1186" class="wp-caption-text">Die Enigma &#8211; brisante Nachrichten rätselhaft verschlüsselt. Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Interessant ist die Frage, wie in dieser Zeit geheime Informationen über weite Entfernungen ausgetauscht wurden. Besonders das <strong>Militär</strong> war auf sichere Wege für den Austausch ihrer meist brisanten Informationen angewiesen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden immer neue Verfahren der Verschlüsselung entwickelt. Auch die Streitkräfte im Ersten Weltkrieg bedienten sich verschiedener Methoden. Besonders praktikabel und sicher waren sie allerdings nicht. Daher forschten Tüftler zeitgleich in mehreren Ländern an einer besseren Lösung.</p>
<p>1918 meldete schließlich der deutsche Ingenieur <strong>Arthur Scherbius</strong> die Chiffriermaschine Enigma zum Patent an. Das griechische Wort Enigma bedeutet übersetzt „Rätsel“. Die Maschine enthält drehbare Walzen, deren Auswahl und Stellung zueinander das Ergebnis bestimmt. Durch die Eingabe eines Buchstabens verändert sich die Position der Walzen. Das bewirkt, dass der nächste Buchstabe und alle weiteren anders verschlüsselt werden. Scherbius glaubte damals, damit das perfekte System zu haben.</p>
<h2>Die Turing-Bombe sagt Enigma den Kampf an</h2>
<figure id="attachment_1187" aria-describedby="caption-attachment-1187" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1187" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-3-300x296.jpg" alt="Mit Hilfe der Turing-Bombe konnten die Nachrichten dechiffriert werden. Quelle: Shutterstock.com" width="300" height="296" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-3-300x296.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-3-768x758.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-3-696x687.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-3-426x420.jpg 426w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-3-600x592.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-3-100x100.jpg 100w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Enigma-3.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1187" class="wp-caption-text">Mit Hilfe der Turing-Bombe konnten die Nachrichten dechiffriert werden. Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Im Zweiten Weltkrieg tauschte die Wehrmacht mit der Enigma Informationen aus. Die Deutschen hielten es für ausgeschlossen, dass die feindlichen Streitkräfte den aufwendig verschlüsselten Code mit<strong> Billionen von Kombinationen</strong> jemals knacken könnten. Dabei übersahen sie die Möglichkeit, die geheimen Funksprüche mit einer elektromechanischen Maschine zu entschlüsseln. Einen solchen einfachen Vorläufer heutiger Computer baute der britische Mathematiker Alan Turing, die <em>Turing-Bombe</em>. Mit dieser Verbindung mehrerer nachgebauter Enigma-Maschinen reduzierten die Briten die enorme Variationsbreite an Verschlüsselungen. Im Verlauf des Krieges entzifferten sie immer mehr Funksprüche – und schwächten dadurch die Position der Deutschen.</p>
<p>Historiker sind sich einig, dass die Enigma den Verlauf des Zweiten Weltkrieges entschieden beeinflusste. Ohne das Team um Turing hätte der Krieg länger gedauert und zu noch mehr Opfern geführt. Manche Experten vermuten sogar, dass die Codebrecher den <strong>Alliierten zum Sieg verhalfen</strong>.</p>
<h2>Mathematik-Genie führt Leben ohne Ruhm</h2>
<p>Trotz dieses wichtigen Beitrags, der <strong>Enigma-Entschlüsselung</strong>, erging es dem Wissenschaftler nach dem Krieg schlecht. Turings Liebe zu Männern wurde dem Mathematikgenie 1952 zum Verhängnis. Er landete vor Gericht, da das Ausleben seiner Homosexualität „Unzucht“ genannt wurde, was in Großbritannien bis 1967 strafbar war. Als Alternative zum Gefängnis verurteilte ihn der Richter zu einer Hormonbehandlung, der sogenannten „chemischen Kastration“. Deren Nebenwirkungen lösten Depressionen aus, die ihn zwei Jahre später in den Selbstmord trieben. 2013 begnadigte Queen Elisabeth II ihn posthum.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/das-grosse-geheimnis-der-chiffriermschine-enigma/">Das große Geheimnis der Chiffriermaschine Enigma</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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