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	<title>Lebenserwartung Archive - 59plus</title>
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	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
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		<title>Kampf gegen den Krebs: „Ich bin dankbar für jeden Tag“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Karrasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Sep 2018 02:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit & Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen unseres Formates &#8220;Vom Leben und vom Sterben&#8221; möchten wir natürlich auch Betroffenen oder Angehörigen die Möglichkeit geben sich zum Thema Tod zu äußern. Deswegen freuen wir uns sehr, heute die Geschichte von Marthe B.* (75) veröffentlichen zu dürfen, die bis zu ihrer Erkrankung ein sportlich aktiver und fröhlicher Mensch war. Mitte März 2018 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/kampf-gegen-den-krebs-ich-bin-dankbar-fuer-jeden-tag/">Kampf gegen den Krebs: „Ich bin dankbar für jeden Tag“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Rahmen unseres Formates &#8220;Vom Leben und vom Sterben&#8221; möchten wir natürlich auch Betroffenen oder Angehörigen die Möglichkeit geben sich zum Thema Tod zu äußern. Deswegen freuen wir uns sehr, heute die Geschichte von Marthe B.* (75) veröffentlichen zu dürfen, die bis zu ihrer Erkrankung ein sportlich aktiver und fröhlicher Mensch war. Mitte März 2018 erhielt sie dann die niederschmetternde Diagnose: Speiseröhrenkrebs. Seitdem kämpft die Bochumerin gegen die Krankheit. Ihr Credo: Die kleinen Glücksmomente genießen und nie die Hoffnung aufgeben.</strong></p>
<h2>Hallo Marthe, seit der Diagnose mussten Sie sich einer Strahlentherapie unterziehen, alle vier Wochen müssen Sie zur Chemo. Wie stehen Sie das durch?</h2>
<p>Bei der Strahlentherapie musste ich ganz ruhig liegen. Da ich seit eineinhalb Jahren Yoga mache, habe ich die ganze Zeit meditiert und es gut überstanden. Auch während der Bestrahlung und Chemo habe ich weiter Yoga gemacht, ganz moderat natürlich, so wie es für mich körperlich möglich war. Dazu gehören auch Meditationsübungen, die ich bei den Untersuchungen angewandt habe. Das hat mir sehr geholfen.</p>
<h2>Was hat sich mit der Erkrankung verändert?</h2>
<p>Ich habe früher viel Sport gemacht. Ich bin im Schwimmverein und jede Woche 1-2 Mal meine Bahnen geschwommen. Dann kam Yoga dazu und ab und zu bin ich noch <a href="https://www.59plus.de/walking-oder-nordic-walking-sie-haben-die-wahl/">Nordic Walking</a> mit einer Freundin gegangen. Das war mein großes Glück, weil mein Körper Muskeln aufgebaut hatte, er war gestrafft. Man verliert ganz viele Muskeln durch die Strahlen und die Chemo. Jetzt ist alles schlapp, aber wenn man so krank ist, ist das alles Nebensache. Auch mit meinen grauen Haaren komme ich gut klar, die ich vorher alle drei Wochen braun gefärbt habe. Das bin jetzt ich, wenn ich in den Spiegel gucke. Färben darf und will ich auch gar nicht mehr.</p>
<h2>Sie sehen toll aus, die Krankheit sieht man Ihnen nicht an. Sprechen Sie offen über den Krebs?</h2>
<p>Ja, unbedingt. Man muss an sich arbeiten. In Hinblick auf weitermachen und darüber reden. Ich habe mit meinem ganzen Freundeskreis viel über meine Erkrankung gesprochen und auch geweint. Das hat mir sehr gut getan. Manchmal habe ich den Satz gehört &#8211; und den finde ich ganz schlimm &#8211; „<a href="https://www.59plus.de/ratgeber/vom-leben-und-vom-sterben/">Wir müssen alle mal sterben</a>“. Das war so schrecklich zu hören, weil ich ja durch meine Krankheit wahrscheinlich eher sterbe, worüber ich mir im Klaren bin.</p>
<figure id="attachment_28925" aria-describedby="caption-attachment-28925" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash-.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-28925 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--1024x683.jpg" alt="Mit der Diagnose Krebs werden auch die ganz normalen Dinge des Lebens wieder besonders. Bildquelle: © Anton Darius Thesollers / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash-.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-28925" class="wp-caption-text">Mit der Diagnose Krebs werden auch die ganz normalen Dinge des Lebens wieder besonders. Bildquelle: © Anton Darius Thesollers / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Wissen Sie, wie lange Sie noch leben werden?</h2>
<p>Ich habe die Ärzte gefragt, wie hoch meine Lebenserwartung ist. Das konnte mir keiner sagen, vielleicht nur noch drei Monate, ein Jahr, wenn ich Glück habe fünf Jahre. Jetzt lebe ich jeden Tag, als wäre es mein Letzter. Mein Haus ist bestellt. Ich habe sogar aufgeschrieben, was gesagt werden soll bei meiner Beerdigung. Das gibt mir Halt und beruhigt mich. Ich bin glücklich und auch zufrieden, wenn ich keine Schmerzen habe und den Krebs für einige Zeit vergessen kann. Trotz allem.</p>
<h2>Was haben Sie für Gedanken, wenn Sie an den Tod denken?</h2>
<p>Ich weiß, dass ich stark bin und voller Hoffnung, dass mir noch einige Zeit bleibt. Mit meinem Mann bin ich zu einem <a href="https://www.59plus.de/ewige-ruhe-auf-dem-waldfriedhof/">Waldfriedhof</a> gefahren, wo uns ein Förster die Bäume gezeigt hat, unter denen man sich mit einer Urne begraben lassen kann. Ich fand es so schön, mir vorzustellen, unter dieser wunderbaren großen Buche zu liegen, die mein Mann und ich uns ausgesucht haben. Jetzt weiß ich ganz genau, wo ich nach meinem Tod hinkomme. An diesem Tag haben wir geweint und gelacht, es war sehr emotional.</p>
<h2>Wie finden Sie Trost?</h2>
<p>Es hat mich ungemein getröstet, dass ich unter diesem Baum liegen werde. Die Urne zersetzt sich im Laufe der Zeit und ich habe mir vorgestellt, dass ich vielleicht als Gänseblümchen wiederkomme. Man weiß es ja nicht. Ich glaube daran, dass es weitergeht und da oben einer die Fäden in der Hand hat. Das ist auch sehr tröstlich für mich.</p>
<p>Meine Krebserkrankung hat mir viele andere Gedanken beschert, auch über das Leben und wie unachtsam man damit umgeht und man alles so selbstverständlich nimmt. Man lebte so in den Tag hinein und jammerte über dies und jenes auf hohem Niveau. Heute bin ich dankbar, wenn ich kochen kann und dann schaue ich mich um und denke, wie schön ich es zu Hause habe. Alles Dinge, die ich vorher nicht so wahrgenommen habe. Ich bin dankbar für jeden Tag.</p>
<figure id="attachment_28287" aria-describedby="caption-attachment-28287" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash-.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-28287 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--683x1024.jpg" alt="Zu wissen an welchen Ort sie nach ihrem Tod kommt, ist für Marthe B. ein großer Trost. Bildquelle: © Sugar Bee / Unsplash.com" width="683" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--683x1024.jpg 683w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--200x300.jpg 200w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--768x1152.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--696x1044.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--1068x1602.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--280x420.jpg 280w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--300x450.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--600x900.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash-.jpg 1280w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><figcaption id="caption-attachment-28287" class="wp-caption-text">Zu wissen an welchen Ort sie nach ihrem Tod kommt, ist für Marthe B. ein großer Trost. Bildquelle: © Sugar Bee / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Wie schaffen Sie es, nicht die Hoffnung zu verlieren?</h2>
<p>Natürlich habe ich auch meine hoffnungslosen Momente. Aber es gibt vieles, was mir die Kraft gibt, immer weiterzumachen. In unserem letzten Urlaub waren wir am Meer. Das Schwimmen war toll und ab und zu habe ich Yoga gemacht. Bei der Übung „Die Kämpferin“ habe ich über das Meer geguckt und gesagt:„Du Biest kriegst mich nicht“. Das gibt mir Kraft. Auch meine Familie und meine Freunde und Freundinnen. Und ich gehe zweimal in der Woche zu einer Psychologin, mit der ich reden kann und die mir praktische Tipps gibt. Beim letzten Mal hat sie mir Übungen gezeigt, um mich zu beruhigen, wenn ich nicht gut schlafen kann.</p>
<h2>Was möchten Sie anderen Menschen in einer ähnlichen Situation mit auf den Weg geben?</h2>
<p>Man muss immer in Bewegung und neugierig bleiben. Dann ist das Leben schön und interessant. Es ist auch wichtig, auf die Ärzte zu hören und zum Beispiel zur Psychotherapeutin zu gehen. Auch wenn es Überwindung kostet. Letztlich tut man die Dinge für sich und jeder weiß selbst am Besten, was ihm guttut. Die kleinen Glücksmomente wahrzunehmen und zu genießen, ist ganz wichtig. Gebt nie die Hoffnung auf und glaubt an euch und eure innere Kraft!</p>
<p>Vielen Dank für das Gespräch!</p>
<p>* Name von der Redaktion geändert</p>
<p><strong>Anmerkung der Redaktion: Wir wünschen Marthe B. von Herzen noch viele dieser kleinen Glücksmomente und möchten uns auf diesem Weg für ihren offenen Umgang mit ihrer Geschichte bedanken!</strong></p>
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		<title>Altersvorsorge – private Vorsorge neu gedacht</title>
		<link>https://www.59plus.de/altersvorsorge-private-vorsorge-neu-gedacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine van Waasen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jul 2018 02:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was jeder Einzelne aktiv für seine Zukunft und damit Rente tun kann. „Die Rente ist sicher.“ Diese berühmten Worte vom ehemaligen Arbeitsminister Dr. Norbert Blüm kennt heute jeder. Allerdings weiß heute auch jeder, dass die gesetzliche Rente als alleinige Einkommensquelle in der Zukunft nicht mehr ausreichen wird. Denn trotz aller Rentenreformen ist es bis heute [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was jeder Einzelne aktiv für seine Zukunft und damit Rente tun kann.</strong></p>
<p><strong>„Die Rente ist sicher.“ Diese berühmten Worte vom ehemaligen Arbeitsminister Dr. Norbert Blüm kennt heute jeder. Allerdings weiß heute auch jeder, dass die gesetzliche Rente als alleinige Einkommensquelle in der Zukunft nicht mehr ausreichen wird. Denn trotz aller Rentenreformen ist es bis heute nicht gelungen die Versorgungslücke bei den Renten zu schließen.</strong></p>
<h2>Das 3-Säulen-Modell</h2>
<p>Heute steht die Absicherung fürs Alter auf drei Säulen, der gesetzlichen, der betrieblichen und der privaten Altersvorsorge. Unsere Eltern konnten noch darauf hoffen, allein mit der gesetzlichen Rente ein gutes Auskommen zu haben. Die Rente war von <a href="https://www.59plus.de/die-gesetzliche-rentenversicherung-von-bismarck-bis-heute/">Otto von Bismarck</a> zu einer Zeit eingeführt worden, als die statistische Lebenserwartung nur minimal über dem Rentenalter von 63 Jahren lag.</p>
<p>In den letzten hundert Jahren hat sich die statistische Lebenserwartung deutlich erhöht. Wohlstand und der medizinische Fortschritt ermöglichen statistisch jedem, der mit 65 Jahren in Rente geht, noch weitere 12 gesunden Jahre. So ergibt sich eine lange nachberufliche Phase, die nicht vergleichbar ist mit der Lebenserwartung nach dem Renteneintritt von damals. Die 70-jährigen von heute sind körperlich auf dem Stand der 55-jährigen unserer Großeltern. Das muss man sich in der Diskussion erst einmal bewusst machen.</p>
<figure id="attachment_17532" aria-describedby="caption-attachment-17532" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-17532 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1-1024x840.jpg" alt="Die eigenen vier Wände sorgen vor allem im Alter für Sicherheit und Wohlgefühl. Bildquelle: ©Annie Spratt/Unsplash.com" width="696" height="571" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1-1024x840.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1-300x246.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1-768x630.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1-696x571.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1-1068x876.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1-512x420.jpg 512w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1-1320x1083.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Annie-Spratt-1-600x492.jpg 600w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-17532" class="wp-caption-text">Die eigenen vier Wände sorgen vor allem im Alter für Sicherheit und Wohlgefühl. Bildquelle: ©Annie Spratt/Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Die Rente heute</h2>
<p>So verdoppelt sich die Problemlage. Es gibt immer mehr Rentner und diese beziehen immer länger Rente, im Schnitt 20 Jahre lang. Der Generationenvertrag, der unserem Rentenmodell zu Grunde liegt, ist so nicht mehr tragfähig. Es fehlen die jungen Menschen als Einzahler. Heute schon finanzieren nur zwei Beitragszahler einen Rentner.</p>
<p>Ich möchte nun einen Gedankenanstoß geben zur Frage: Was kann jeder Einzelne für seine Altersvorsorge tun? Für eine finanzielle Vorsorge fehlt oft der Spielraum. Zudem haben gerade Frauen durch Erziehungszeiten und Teilzeitarbeit weniger Rentenansprüche erarbeitet. Viele müssen heute davon ausgehen, dass die Rente nicht mehr zur Aufrechterhaltung des bislang gewohnten Lebensstandards reicht. Gerade tagt die Rentenkommission, um der Regierung bis 2020 tragfähige Konzepte vorzulegen. Man kann auf den Mut der Politiker hoffen, unbequeme Entscheidungen zu treffen, die über die nächste Legislaturperiode hinauseichen.</p>
<h2>Was kann ich selbst tun</h2>
<p>Oder man beschäftigt sich bewusst mit seinen ganz eigenen Möglichkeiten die Zukunftschancen zu verbessern. Dazu gehört die rechtzeitige Bestandsaufnahme der Vermögenswerte, der Kassensturz, was die zu erwartende Rentenzahlung anbelangt und die Ersparnisse, auch das eventuell vorhandene Eigenheim. Welche Versicherungen sind vorhanden, kommt eine Lebensversicherung zur Auszahlung? Wie bin ich im Krankheits- und Pflegefall abgesichert? Wie sieht es aus, wenn ein Ehepartner alleine zurückbleibt?</p>
<p>Außer der wichtigen monetären Absicherung gibt es meines Erachtens aber noch eine weitere Stellschraube, die Vorsorge anzugehen. Ein ganz wichtiger Faktor, der oft in der Diskussion vernachlässigt wird und den jeder selbst beeinflussen kann ist sein soziales Umfeld. Nach neuesten Studien erhöht sich die Lebenserwartung proportional zu der Größe der Familie und des Bekanntenkreises. Es wurde sogar bewiesen, verheiratete Menschen leben länger.</p>
<p>Was auf der Hand liegt, ist die Tatsache, dass bei Krankheit und Pflege der Familie eine entscheidende Rolle zukommt. Je mehr man aufgefangen wird in seinem persönlichen Fürsorgenetz, umso besser sind die Heilungschancen und umso mehr pflegerische Unterstützung ist vorhanden. Das häusliche Umfeld und das Wissen, in vertrauter Umgebung bleiben zu können tuen das Übrige. Das Wohnumfeld trägt nämlich einen großen Teil zur Lebenszufriedenheit bei. Wenn das Wohnumfeld stimmt und das Zuhause barrierefrei ist, dann sind ganz entscheidende Hürden für die Versorgung im Alter bereits genommen.</p>
<h2>Eigene Immobilie als Altersvorsorge</h2>
<p>Der alte Spruch, dass die eigene Immobilie noch die beste Altersvorsorge ist, behält auch weiterhin seine Gültigkeit. In der Regel ist das Eigenheim beim Renteneintritt abbezahlt und so entfallen die Wohnkosten zum großen Teil. Für den Fall, dass außer dem „Betongold“ keine Vermögenswerte vorhanden sind, bleibt bei einem Schicksalsschlag oft nur der Verkauf der Immobilie. Alternativ lässt sich auch über einen Verkauf als Rentenmodell mit lebenslangem Wohnrecht Kapital erwirtschaften. Mit diesem Finanzpolster lassen sich Rücklagen für den Pflegefall bilden oder dienen zur Erfüllung des ein oder anderen lange gehegten Wunsches.</p>
<figure id="attachment_17535" aria-describedby="caption-attachment-17535" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-17535 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3-1024x678.jpg" alt="Altersvorsorge neu gedacht. Sabine vn Waasen plädiert für ein gutes soziales Umfeld als ein Teil der Altersvorsorge. Bildquelle: ©Ines Ferreira/Unsplash.com" width="696" height="461" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3-1024x678.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3-300x199.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3-768x509.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3-696x461.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3-1068x708.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3-634x420.jpg 634w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3-1320x875.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/Kolumne-Altersvorsorge-Ines-Ferreira-3-600x398.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-17535" class="wp-caption-text">Altersvorsorge neu gedacht. Sabine vn Waasen plädiert für ein gutes soziales Umfeld als ein Teil der Altersvorsorge. Bildquelle: ©Ines Ferreira/Unsplash.com</figcaption></figure>
<p>Die beste eigene Immobilie und alles Geld nutzen aber nichts, wenn niemand da ist, der einen versorgt. Das sind dann die Geschichten über Vereinsamung im Alter, von denen immer wieder in den Medien berichtet wird. Psychische Erkrankungen im Alter haben inzwischen die Herz-Kreislauferkrankungen auf der Spitzenposition abgelöst. Die Lösung heißt im Fachjargon „sorgende Gemeinschaften – caring communities“. Gemeint ist die gute alte Nachbarschaft, eine Ansprache im <a href="https://www.59plus.de/das-quartier-gebaute-lebenswelt-fuer-eine-sorgende-gemeinschaft/">Quartier</a>, das organisierte Ehrenamt und liebe Mitmenschen, die sich die Last der Pflege im Alltag teilen. Zusätzlich ist es die Aufgabe der Kommune für Beratungs- und Unterstützungsangebote vor Ort zu sorgen.</p>
<p>Ich möchte Ihnen die Aufgabe ans Herz legen, im Sinne der privaten Altersvorsorge eines jeden Einzelnen, sich rechtzeitig um <a href="https://www.59plus.de/austausch-und-begegnung-heute-macht-euch-auf-den-weg/">soziale Kontakte</a> zu kümmern, immer rege zu bleiben und sich in die Gesellschaft einzubringen. Nur so können wir zuversichtlich in die Zukunft schauen und als Gesellschaft die große Aufgabe des demographischen Wandels meistern.</p>
<p>Herzlichst</p>
<p>Ihre Sabine van Waasen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/altersvorsorge-private-vorsorge-neu-gedacht/">Altersvorsorge – private Vorsorge neu gedacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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