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	<title>Krankheit Archive - 59plus</title>
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	<title>Krankheit Archive - 59plus</title>
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		<title>Dunkle Augenringe: Sind die Nieren schuld?</title>
		<link>https://www.59plus.de/dunkle-augenringe-sind-die-nieren-schuld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Feb 2022 03:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit & Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Augenringe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Augenringe sind in den meisten Fällen ungefährlich und meist steckt eine eher harmlose Ursache wie Schlafmangel oder ein Eisenmangel dahinter. Dunkle Schatten unter den Augen können jedoch auch ein erstes Alarmzeichen für ein gesundheitliches Problem sein. Krankheitsbedingte Augenringe entstehen z.B. auch dann, wenn eines der wichtigsten Entgiftungssysteme des Körpers nicht mehr richtig funktioniert &#8211; die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Augenringe sind in den meisten Fällen ungefährlich und meist steckt eine eher harmlose Ursache wie Schlafmangel oder ein <a href="https://jasminsalbe.de/blogs/wissenswertes/augenringe-eisenmangel">Eisenmangel</a> dahinter. Dunkle Schatten unter den Augen können jedoch auch ein erstes Alarmzeichen für ein gesundheitliches Problem sein. Krankheitsbedingte Augenringe entstehen z.B. auch dann, wenn eines der wichtigsten Entgiftungssysteme des Körpers nicht mehr richtig funktioniert &#8211; die Nieren. Lesen Sie hier, wie ein Nierenproblem zu Augenringen führt und wie Sie das erkennen.</strong></p>
<h2>Welche Funktion haben die Nieren?</h2>
<p>Die Nieren sind ein lebenswichtiges Organ des Menschen. Ein gesunder Mensch besitzt zwei Nieren, die sich links und rechts neben der Wirbelsäule etwa in Höhe der unteren Rippenbogen befinden. Zwar sind die Nieren nur rund 10-12 Zentimeter groß, doch sie übernehmen zahlreiche Aufgaben, die überlebensnotwendig sind.</p>
<p>Den meisten sind die Nieren als entgiftendes und reinigendes Organ bekannt. Das ist auch ihre Hauptaufgabe. Durch die Nieren fließt täglich 1500 &#8211; 1800 Liter Blut, wo es gefiltert und von Abfallprodukten des Stoffwechsels gereinigt wird. Diese Abbauprodukte werden anschließend über den Urin ausgeschieden. Abgesehen von den Giftstoffen werden auch überflüssige Stoffe aus dem Blut herausgefiltert wie z.B. Mineralien oder Insulin. Auf diese Weise wird eine übermäßige Konzentration bestimmter Stoffe reguliert. Außerdem schüttet die Niere Hormone aus, die unter anderem für die Hämoglobinsynthese sowie die Vitamin-D-Produktion notwendig sind.</p>
<p>Damit ergeben sich folgende Funktionen der Niere:</p>
<ul>
<li aria-level="1">Regelung der Bildung von roten Blutkörperchen</li>
<li aria-level="1">Regulierung des Mineralstoffhaushaltes</li>
<li aria-level="1">Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes</li>
<li aria-level="1">Regelung des Säure-Basen-Haushaltes</li>
<li aria-level="1">Regelung des Blutdrucks</li>
<li aria-level="1">Regelung des Knochenstoffwechsels</li>
</ul>
<h2>Was passiert bei einer Fehlfunktion bzw. Erkrankung der Niere?</h2>
<p>Die Nieren sind das körpereigene Filtersystem im Menschen. Ähnlich wie ein Aquarium einen Filter benötigt, um die Wasserqualität aufrechtzuerhalten, werden die Nieren benötigt, um die Blutqualität zu erhalten.</p>
<p>Die Ursachen für Nierenerkrankungen sind unterschiedlich. Einerseits können sie angeboren sein. Am häufigsten jedoch entstehen Nierenprobleme infolge von Bluthochdruck sowie Diabetes. Beide Erkrankungen sind gleichzeitig auch ein Symptom von Nierenproblemen. Außerdem können die Nieren durch die Einnahme von Medikamenten bzw. Drogen oder Immunerkrankungen geschädigt werden. Auch chronische Erkrankungen wie Rheuma und Entzündungen können die Nierenfunktion beeinträchtigen.</p>
<p>All das führt dazu, dass die Nieren ihre Filterfunktion nicht mehr richtig ausführen können. Die Folge: Abfall- bzw. Giftstoffe häufen sich im Körper an, der Elektrolythaushalt gerät aus dem Gleichgewicht. Der Körper bildet zu wenig rote Blutkörperchen und es entsteht ein Blutmangel. Das hat gravierende Auswirkungen auf lebenswichtige Körperfunktionen, die sich in folgenden Symptomen äußern:</p>
<ul>
<li aria-level="1">Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit; Konzentrationsstörungen</li>
<li aria-level="1">Wassereinlagerungen am ganzen Körper</li>
<li aria-level="1">Knochenschmerzen, Kopfschmerzen</li>
<li aria-level="1">schwaches Immunsystem</li>
<li aria-level="1">Herz-Kreislauf-Störungen, erhöhter Blutdruck</li>
<li aria-level="1">Appetitverlust, Durchfall, Erbrechen</li>
<li aria-level="1">Kurzatmigkeit und Atemprobleme</li>
<li aria-level="1">Urinveränderungen</li>
</ul>
<p>Bleibt die Fehlfunktion der Nieren unbehandelt, kann das rasch zu einer chronischen Niereninsuffizienz und im schlimmsten Fall sogar zum Nierenversagen führen. Daher sollte das Auftreten solcher Beschwerden unbedingt ernstgenommen und genauer untersucht werden.</p>
<figure id="attachment_63220" aria-describedby="caption-attachment-63220" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-63220 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-1024x576.jpeg" alt="Die Leber und die Nieren sind vor allem für die Reinigungsprozesse in unserem Körper zuständig. Bildquelle: © Robina Weermeijer / Unsplash.com" width="696" height="392" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-1024x576.jpeg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-300x169.jpeg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-768x432.jpeg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-1536x864.jpeg 1536w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-696x392.jpeg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-1068x601.jpeg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-747x420.jpeg 747w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-1320x743.jpeg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_-600x338.jpeg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/02/Niere-Robina-Weermeijer-Unsplash.com_.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-63220" class="wp-caption-text">Die Leber und die Nieren sind vor allem für die Reinigungsprozesse in unserem Körper zuständig. Bildquelle: © Robina Weermeijer / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Sind Augenringe ein Symptom von Nierenversagen?</h2>
<p>Funktionsstörungen der Nieren bleiben oftmals lange unentdeckt, denn eindeutige Symptome zeigen sich erst nach einiger Zeit bzw. nach sorgfältigen Blut- und Urinuntersuchungen. Wenn sich plötzlich dunkle Augenringe ohne einen erkennbaren Grund bilden, kann das auf eine Nierenschwäche hindeuten.</p>
<p>Augenringe aufgrund von Nierenproblemen können einerseits durch Wassereinlagerungen entstehen. Die Ödeme entstehen durch die Ansammlung von Flüssigkeit, da die Nieren weniger Flüssigkeit ausscheiden. Besonders in der Augenpartie fällt das sehr stark auf, da die Haut hier extrem dünn ist. Durch die entstehende Schwellung wird der Eindruck von dunklen Ringen unter den Augen erweckt. Typisch bei einer Fehlfunktion der Nieren sind auch geschwollene Augenlider.</p>
<p>Liegt eine Störung der Nierenfunktion vor, kann das Blut nicht mehr von Giftstoffen bereinigt werden. Diese Abfallprodukte wie Aminosäuren, Harnsäure oder Salze zirkulieren mit dem Blut durch den Körper und lagern sich ab &#8211; so auch in der Augenpartie. Da die Haut um die Augen sehr zart ist und mit dem Alter immer dünner wird, machen sich Veränderungen hierbei schnell bemerkbar. Die Ablagerungen der Abfallprodukte scheinen durch die Haut hindurch und es entstehen dunkle Ringe unter den Augen. Ähnlich ist es auch bei Lebererkrankungen, bei denen sich vor allem <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Bilirubin">Bilirubin</a> unter den Augen ansammelt und zu bräunlich-gelben Verfärbungen führt.</p>
<p>Eine Nierenschwäche kann unbehandelt zu einer Anämie führen. Das passiert, wenn nicht genügend rote Blutkörperchen im Blut vorhanden sind. Dadurch sinkt die Sauerstoffsättigung im Blut und sämtliche Organe und Muskeln sind nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Körperfunktionen, sondern auch auf die Optik. Die Haut wird blass und dünn, wodurch die Blutgefäße in der Augenpartie stärker sichtbar werden. Somit erscheinen sie als dunkle Augenringe.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Augenringe hat fast jeder Mensch schon einmal im Laufe seines Lebens gehabt und meist sind diese auch kein Grund zur Sorge. Treten neben den dunklen Augenschatten jedoch noch weitere Krankheitssymptome auf, dann könnte eine Nierenschwäche die Ursache sein. In diesem Fall suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf, um ein Nierenversagen zu verhindern. Oft macht sich ein Nierenproblem nämlich erst bemerkbar, wenn es bereits weit fortgeschritten ist.</p>
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		<title>Ratgeber: Die General- und die Patientenvollmacht</title>
		<link>https://www.59plus.de/ratgeber-die-general-und-die-patientenvollmacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2020 05:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gut zu wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Leben und vom Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was passiert mit uns, wenn wir selbst nicht mehr entscheiden können? Im Falle einer schweren Krankheit oder eines plötzlichen Unfalls ist das weitere Vorgehen oft unklar. Es stellen sich Fragen nach Vertragsangelegenheiten, möglichen Behandlungen oder sogar nach lebensverlängernden Maßnahmen. Mit unterschiedlichen Modellen kann man solchen Fällen vorbeugen und sicherstellen, dass die eigenen Wünsche im Ernstfall [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Was passiert mit uns, wenn wir selbst nicht mehr entscheiden können?</h2>
<p>Im Falle einer schweren Krankheit oder eines plötzlichen Unfalls ist das weitere Vorgehen oft unklar. Es stellen sich Fragen nach Vertragsangelegenheiten, möglichen Behandlungen oder sogar nach lebensverlängernden Maßnahmen. Mit unterschiedlichen Modellen kann man solchen Fällen vorbeugen und sicherstellen, dass die eigenen Wünsche im Ernstfall berücksichtigt werden. Zwei davon stellen wir Ihnen heute einmal vor.</p>
<figure id="attachment_4549" aria-describedby="caption-attachment-4549" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Fotolia_61308641_S.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-4549" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Fotolia_61308641_S-300x200.jpg" alt="Es ist wichtig sich zu kümmern solange wir noch aktiv selbst entscheiden können, was verfügt werden soll. Bildquelle: Fotolia.de" width="696" height="465" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Fotolia_61308641_S-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Fotolia_61308641_S-768x513.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Fotolia_61308641_S-696x465.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Fotolia_61308641_S-629x420.jpg 629w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Fotolia_61308641_S-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Fotolia_61308641_S.jpg 848w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4549" class="wp-caption-text">Es ist wichtig sich zu kümmern solange wir noch aktiv selbst entscheiden können, was verfügt werden soll. Bildquelle: Fotolia.de</figcaption></figure>
<h2>Die Generalvollmacht</h2>
<p>Mit der Generalvollmacht, auch Vorsorgevollmacht genannt, kann eine <strong>Person des Vertrauens</strong> dazu beauftragt werden, stellvertretend für den Vollmachtgeber zu handeln, sofern dieser nicht mehr dazu in der Lage ist. Theoretisch ist der Wirkungsbereich einer Generalvollmacht unbegrenzt. Sie kann Verträge, finanzielle  und Bankangelegenheiten regeln. Auch in Fragen der medizinischen Stellvertreterschaft oder des Aufenthalts, zum Beispiel der Einzug in ein Pflegeheim, kann die Generalvollmacht den Vollmachtnehmer zum Handeln ermächtigen.</p>
<p>Sie ist jedoch <strong>kein Freifahrtschein</strong>, mit dem der Stellvertreter in allen Belangen frei entscheiden darf. So muss die Stellvertreterschaft in Fragen der medizinischen Versorgung und des Aufenthalts ausdrücklich in der Vollmacht definiert werden, um Missbrauch der Stellvertreterschaft zu vermeiden. Sollte hierzu nichts in der Generalvollmacht festgehalten sein, darf der Stellvertreter in diesen Angelegenheiten also keine Entscheidungen treffen. Grundsätzlich können auch besondere Wünsche in der Vollmacht festgehalten werden. So kann man zum Beispiel, ähnlich wie in einer Patientenverfügung, lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen. Der Bevollmächtigte hat dann die Pflicht, diesen Wunsch durchzusetzen.</p>
<p>Sollte es in Fragen der medizinischen Versorgung einmal zu <strong>Unstimmigkeiten mit dem behandelnden Arzt</strong> kommen, obliegt die Entscheidung dem Beurteilungsgericht. Fehlt eine Vollmacht, überträgt das Gericht einem Betreuer die Stellvertreterschaft. Dieser kann aus der Familie oder dem nahen Umfeld stammen, aber auch ein Fremder kann als Betreuer durchaus in Betracht kommen.</p>
<h2>Die Patientenvollmacht</h2>
<p>Die Patientenvollmacht ist eine spezielle Form der Vollmacht. Sie beschäftigt sich, in Abgrenzung zur Generalvollmacht, hauptsächlich mit Fragen der <strong>medizinischen Stellvertreterschaft</strong>. Die Patientenvollmacht sollte nicht mit der Patientenverfügung verwechselt werden. Während sich diese nämlich direkt an die behandelnden Ärzte richtet und die Wünsche des Patienten, zum Beispiel die Ablehnung einer Organtransplantation, fest hält, wird mit der Patientenvollmacht ein Stellvertreter bestimmt, der die Interessen des Patienten in medizinischen Fragen im Falle der Entscheidungsunfähigkeit vertreten soll.</p>
<p>Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte die Patientenvollmacht der Patientenverfügung vorziehen. Da hier ein Stellvertreter die <strong>eigenen Interessen</strong> vertritt, können diese im Ernstfall nicht so leicht übergangen werden. Wer sich trotzdem für die Verfügung entscheidet, sollte sicherstellen, dass der behandelnde Arzt auch Zugriff auf diese hat. Das kann durch Hinterlegen beim Arzt oder dauerhaftes bei sich tragen erfolgen.</p>
<h2>Wie erteile ich eine Vollmacht?</h2>
<figure id="attachment_666" aria-describedby="caption-attachment-666" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Vorsorgevollmacht-1.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-666" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Vorsorgevollmacht-1-300x200.jpg" alt="Bei Vollmachten ist eine notarielle Beglaubigung sinnvoll. Quelle: Shutterstock.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Vorsorgevollmacht-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Vorsorgevollmacht-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Vorsorgevollmacht-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Vorsorgevollmacht-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Vorsorgevollmacht-1-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Vorsorgevollmacht-1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-666" class="wp-caption-text">Bei Vollmachten ist eine notarielle Beglaubigung sinnvoll.<br />Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Vollmachten bedürfen der Schriftform und sollten die wichtigsten Informationen zu Vollmachtgeber und Vollmachtnehmer enthalten sowie über den Wirkungsbereich und besondere Wünsche informieren. Je prägnanter eine Vollmacht formuliert ist, desto weniger Spielraum gibt es im Anwendungsfall bei der Auslegung. Wer eine Vollmacht erteilen will, sollte sich daher in jedem Fall mit seinem Berater, Anwalt oder behandelnden Arzt beraten. <strong>Außerdem empfiehlt es sich, Vollmachten jeglicher Art von allen Parteien unterschreiben und notariell beglaubigen zu lassen</strong>. So stellt sich gar nicht erst die Frage nach der Gültigkeit und der Stellvertreter kann schnellstmöglich reagieren. Gerade in medizinischen Notsituationen kann dies entscheidend sein. Auch ist es ratsam, einen Vertreter zu bestimmten, der den Vollmachtnehmer vertritt, sollte dieser selber handlungsunfähig sein. Die Hinterlegung der Vollmacht im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer ermöglicht zudem einen schnellen Zugriff auf diese. Die zentrale Registrierung ermöglicht ein schnelles ausfindig machen des Bevollmächtigten.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie auf der Website des <a href="http://goo.gl/AedS6Q" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesgesundheitsministeriums </a> und der Website des zentralen <a href="http://goo.gl/wUMUaA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorsorgeregisters.</a></p>
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		<title>Weg mit den Tabus – wie sollen wir über Krebs sprechen?</title>
		<link>https://www.59plus.de/weg-mit-den-tabus-wie-sollen-wir-ueber-krebs-sprechen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja Kupka]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Nov 2019 03:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich ein Ratgeberbuch kauft, erwartet viel Fachwissen vom Autor. Der Verfasser muss das Thema nicht zwangsläufig studiert haben, über das er schreibt. Wenn sich ein Bas Kast fleißig ein Jahr hinsetzt und unzählige Studien über Ernährung auswertet, trauen wir seinen Ergebnissen. Erstaunlich, da er weder Mediziner noch Ernährungswissenschaftler ist. Geht es um die Grenzerfahrung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer sich ein Ratgeberbuch kauft, erwartet viel Fachwissen vom Autor. Der Verfasser muss das Thema nicht zwangsläufig studiert haben, über das er schreibt. Wenn sich ein Bas Kast fleißig ein Jahr hinsetzt und unzählige Studien über Ernährung auswertet, trauen wir seinen Ergebnissen. Erstaunlich, da er weder Mediziner noch Ernährungswissenschaftler ist. Geht es um die Grenzerfahrung einer schweren Krankheit, erkennen wir sehr wohl, ob der Autor oder seine engsten Angehörigen davon betroffen waren. Wer der Krankheit Auge in Auge gegenübersteht, bekommt zwangsläufig eine neue Perspektive. Genau deshalb ist das Buch von Susanne Reinker so bemerkenswert. Die Autorin erkrankte 2007 an Krebs und ist heute eine sogenannte Krebs-Veteranin. Doch ihr Buch ist kein rührseliger Rückblick, in dem sie erklärt, wie sie nach der Krebserkrankung ihr Leben verändert hat.</strong></p>
<p>Der gut strukturierte Ratgeber &#8220;<a href="https://kopf-hoch-brust-raus.de/">Kopf hoch, Brust raus</a>!&#8221; nimmt in 36 Kapiteln seine Leser an die Hand und begleitet sie durch die schwere Zeit. Aus ihren eigenen Erfahrungen gibt sie den „Krebsen“, aber auch deren Freunden und Verwandten wertvolle Empfehlungen. Dabei räumt sie radikal mit Stereotypen auf und redet Tacheles. Wundern Sie sich nicht, wenn Kapitel Überschriften tragen wie „Alles Psychokacke, oder was?“ oder „Nebenwirkungen: Willkommen in der Geisterbahn“.</p>
<figure id="attachment_52369" aria-describedby="caption-attachment-52369" style="width: 674px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-52369 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus-674x1024.jpg" alt="&quot;Kopf hoch, Brust raus&quot; berichtet über die Zeit nach dem Krebs und ist ein wertvoller Ratgeber. Bildquelle: © Ullstein Verlag" width="674" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus-674x1024.jpg 674w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus-197x300.jpg 197w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus-768x1167.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus-1011x1536.jpg 1011w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus-696x1058.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus-276x420.jpg 276w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus-300x456.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus-600x912.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/11/Kopf-hoch-Brust-raus.jpg 1053w" sizes="auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px" /></a><figcaption id="caption-attachment-52369" class="wp-caption-text">&#8220;Kopf hoch, Brust raus&#8221; berichtet über die Zeit nach dem Krebs und ist ein wertvoller Ratgeber. Bildquelle: © Ullstein Verlag</figcaption></figure>
<h2>An wen richtet sich das Buch?</h2>
<p>Wer hat überhaupt die Regel aufgestellt, dass ein Ratgeber ernst und würdig geschrieben sein muss? Warum dürfen wir nicht mehr humorvoll schreiben, nur weil es um ein ernstes Thema geht? Susanne Reinker setzt sich nonchalant über diese Regeln hinweg. Sie darf das, denn sie war von dem ernsten Thema selbst betroffen, von dem bösen K-Wort. Vor über zehn Jahren hätte sie sich über einen solchen Ratgeber gefreut. Einige Jahre nach ihrer Krebserkrankung schrieb sie ihn kurzerhand selbst. Sie nimmt in dem Buch kein Blatt vor den Mund und spricht zahlreiche vermeintliche Tabuthemen an. Wie ist das mit dem Sex, wenn mich der Partner nicht ohne Haare sehen soll? Oder: Warum gute Freunde eine Finanzspritze anbieten sollten, wenn sich der Patient die Zuzahlungen zur Krebstherapie kaum leisten kann.</p>
<p>Das Buch richtet sich nicht nur an Menschen, die <a href="https://www.59plus.de/kampf-gegen-den-krebs-ich-bin-dankbar-fuer-jeden-tag/">Krebs</a> haben. Die Autorin spricht forsch alle an, die mit den „Krebsen“ Kontakt haben. Es geht bei Familie und Freunden los und endet noch nicht bei Kollegen und Ärzten.</p>
<h2>Was ist der Nachwirkungsblues bei Krebs?</h2>
<p>Susanne Reinker schreibt in ihrem Buch über die Zeit der Behandlung und ganz offen über den Lebensabschnitt danach. Jene Zeit, auf die niemand vorbereitet ist. Ärzte, Familie und Freunde haben den klaren Fokus, den Angehörigen durch die schwere Zeit zu bringen. Ist die Behandlung durch und klingen die Nebenwirkungen ab, sollte möglichst schnell der Alltag wieder Einzug halten. Von den regelmäßigen Terminen zur Nachsorge abgesehen, verschwindet das K-Thema aus dem Leben. Zumindest in Deutschland, denn im französischen Gesundheitssystem ist es beispielsweise selbstverständlich, dass eine psychologische Betreuung zum Nachsorgeprogramm gehört. Wer in Deutschland als Folge der Krankheit unter Depressionen oder einer Angststörung leidet, kann bei den Krankenkassen eine Therapie beantragen, muss aber in der Regel mit monatelangen Wartezeiten rechnen. Ist der Nachwirkungsblues nach einigen Monaten verschwunden, wird vielleicht der gewünschte Therapieplatz frei.</p>
<p>Der Hauptzweck des Buches ist natürlich, den „Krebs-Neulingen“ einen Ratgeber an die Hand zu geben und Orientierung zu bieten. Doch damit endet es nicht. Ist das tiefe Tal durchschritten, die Behandlung beendet und der Alltag zurückgekehrt, haben die Patienten immer noch viele Fragen und Nöte. Darüber haben wir mit Susanne Reinker gesprochen und wollten wissen, was „nach dem Krebs“ kommt.</p>
<h3>Frau Reinker, in Ihrem Buch sprechen Sie vom Nachwirkungsblues. Dieser betrifft den Patienten selbst, aber auch sein Umfeld. Sind die Angehörigen und Freude von der schweren Zeit erschöpft, zeigen sie vielleicht zu wenig Verständnis? Wie kann der Patient weiter Unterstützung einfordern, auch wenn er selbst mit den psychischen Nachwehen beschäftigt ist?</h3>
<p>Susanne Reinker: <em>Nach dem ewig langen Behandlungsparcours sind unsere Lieben genauso hoffnungsvoll wie wir selbst auch: Alles erst mal überstanden, hurra, wir können wieder durchstarten! Da baut sich bei allen, in unserem Umfeld und auch leider bei uns selbst, ein riesiger Erwartungsdruck auf. Das Riesenproblem daran: Nach der Therapie sind wir seelisch und körperlich noch lange nicht wieder so voll fit, wie alle sich das immer schön vorgestellt hatten. Statt Bäume ausreißen sind eher Erschöpfung und Depression angesagt. Das womöglich ein bis zwei Jahre lang und bisher ohne systematische Betreuung durch die Krankenkassen. Obendrein ist diese Phase für die meisten von uns eine richtig böse Überraschung. Denn bisher werden wir nicht systematisch darüber informiert, dass es sie überhaupt gibt, von präventiver Beratung und Behandlung ganz zu schweigen. Die Folge: Wir wollen aus dem Stand wieder zu 100 Prozent „funktionieren“ und überanstrengen uns, bis der Körper uns mit Grippe, Magenverstimmungen, Blasenentzündungen oder Panikattacken erst mal wieder außer Gefecht setzt. </em></p>
<p><em> </em><em>Wenn wir wüssten, dass diese Gefahr besteht, wären wir wenigstens vorgewarnt und könnten versuchen, uns (mal wieder) selbst zu helfen. Und zwar nicht nur durch frühzeitige Bemühung um psychologische Betreuung und Ausprobieren diverser Entspannungstechniken. Sondern auch, indem wir unser Umfeld klipp und klar und immer wieder über den Nachwirkungsblues aufklären, Verständnis und Geduld erbitten oder schlicht einfordern, wenn der Druck zu groß wird. Und, besonders wichtig, diese Phase als gegeben hinnehmen, anstatt uns mit Selbstvorwürfen zu traktieren.  </em></p>
<figure id="attachment_39145" aria-describedby="caption-attachment-39145" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39145 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242-1024x683.jpg" alt="Egal, ob Mann oder Frau - nach einer Krebserkrankung braucht es Zeit bis sich Körper und Geist vollständig regeniert haben. Bildquelle: © Shutterstock.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/shutterstock_794138242-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-39145" class="wp-caption-text">Egal, ob Mann oder Frau &#8211; nach einer Krebserkrankung braucht es Zeit bis sich Körper und Geist vollständig regeniert haben. Bildquelle: © Shutterstock.com</figcaption></figure>
<h3>Frau Reinker, eine Krebserkrankung kann dazu führen, dass die Betroffenen Dinge klarer sehen. Sie wollen sich in ihrem Leben auf das Wesentliche reduzieren und streben möglicherweise größere Veränderungen an. Raten Sie, diese Veränderungen sofort anzugehen und sich beispielsweise von „toxischen“ Beziehungen zu befreien? Oder ist erst einmal Vorsicht geboten, um in der emotionalen Ausnahmesituation nicht gleich Brücken einzureißen, die sich nicht ohne Weiteres wieder aufbauen lassen?</h3>
<p><em>Susanne Reinker: Das stimmt, wir sehen viele Dinge klarer. Nicht immer völlig überraschend, denn einiges haben wir vorher schon gewusst und nur verdrängt. Von nicht wirklich gesunden Essgewohnheiten über nagende Unzufriedenheit im Job bis hin zum Stellungskrieg in der Beziehung. Das sind alles im wahrsten Sinne des Wortes zukunftsweisende Erkenntnisse – aber wir brauchen viel Energie, innere Stabilität und Geduld, um sie dauerhaft in die Tat umzusetzen. Leider allesamt Voraussetzungen, die wir während des Behandlungsparcours und auch noch ziemlich lange danach nur ansatzweise oder gar nicht erfüllen. Und das ist kein Grund zu Scham oder Selbstvorwürfen, sondern völlig normal. Eine Krebstherapie ist ja keine Kreuzfahrt. </em></p>
<p><em>Einige von uns wollen trotzdem vor lauter Panik ihr Leben von jetzt auf gleich radikal ändern. Das ist verständlich. Aber es ist einfach nicht zu stemmen. Es kostet zu viel Kraft, die wir brauchen, um gesundheitlich aus dem Gröbsten rauszukommen. In der Lebenslage sind wir mit der Krebs-Baustelle schon bedient, da brauchen wir nicht auch noch eine Ernährungs- oder Beziehungsbaustelle. Die können (und sollten) wir erst angehen, wenn wir uns wieder einigermaßen stabil fühlen. </em></p>
<h3>Frau Reinker, wie ist es aus Ihrer Sicht um die Nachsorge im deutschen Gesundheitssystem bestellt? Reichen die medizinischen und therapeutischen Angebote, um nachhaltig wieder auf die Beine zu kommen? Gibt es Leistungen, die Sie als Patient gezielt einfordern sollten oder die Sie besser gleich privat finanzieren?</h3>
<p><em>Susanne Reinker: Die medizinische Nachsorge ist nach meiner Erfahrung engmaschig und gut. Im psycho-somatischen Bereich schaut es allerdings anders aus. Die standardmäßige Reha gibt zwar wichtige Impulse, aber die paar Wochen reichen nicht aus, um die klassischen Krebsfolgen Depression, Panik und Todesangst einzudämmen. Vor allem nicht bei Menschen, die nach der Reha in einen problembelasteten Alltag zurückkehren müssen und zu arm sind, um sich auf eigene Kosten Hilfe zu suchen. Oder zu erschöpft oder zu wenig informiert, um bei den Krankenkassen psychosomatische Behandlung zu beantragen. </em></p>
<p><em>Was bisher fehlt, ist die Aufnahme solcher Therapien in den Katalog routinemäßiger Kassenleistungen für Krebspatienten. Warum wird unsere psychische Verfassung nach dem Behandlungsparcours nicht über mehrere Jahre hinweg genauso engmaschig untersucht wie unsere körperliche Verfassung? Warum dürfen, oder bessergesagt: müssen Hausärzte und betreuende Onkologen nicht standardmäßig Hilfsmaßnahmen für die Psyche  verschreiben, sobald sie Anzeichen für eine Schieflage erkennen? Und damit meine ich nicht nur sprachbasierte Therapien, sondern auch niedrigschwellige Angebote wie Gestalt- oder Kunsttherapie, progressive Muskelentspannung, Yoga und dergleichen für alle, die eine Gesprächstherapie nicht wahrnehmen können oder wollen, aus welchen Gründen auch immer. Mir persönlich ist unbegreiflich, wieso die Kassen „aus Kostengründen“ auf eine routinemäßige psychosomatische Nachsorge verzichten, obwohl eventuelle Folgeerkrankungen wesentlich teurer zu Buche schlagen.</em></p>
<figure id="attachment_6778" aria-describedby="caption-attachment-6778" style="width: 694px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/04/Inkontinenz-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6778" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/04/Inkontinenz-1-300x200.jpg" alt="Gönnen Sie sich und vor allem ihrem Körper Auszeiten und schaffen Sie sich Kraftquellen wie z. B. beim Yoga. Bildquelle: © Shutterstock.com" width="694" height="463" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/04/Inkontinenz-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/04/Inkontinenz-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/04/Inkontinenz-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/04/Inkontinenz-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/04/Inkontinenz-1-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/04/Inkontinenz-1.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 694px) 100vw, 694px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6778" class="wp-caption-text">Gönnen Sie sich und vor allem ihrem Körper Auszeiten und schaffen Sie sich Kraftquellen wie z. B. beim Yoga. Bildquelle: © Shutterstock.com</figcaption></figure>
<h3>Frau Reinker, Sie sprechen in Ihrem Buch offen die finanzielle Belastung durch die Krankheit an. Welche Möglichkeiten der Unterstützung sehen Sie, wenn es mit einer kleinen Rente eng wird oder der Mensch weder Freunde noch Familie um Hilfe bitten möchte?</h3>
<p><em>Susanne Reinker: Die finanziellen Folgen dieser Krankheit sind eine bittere Pille. Anders als in Frankreich, wo Krebskranke von Zuzahlungen befreit sind, muss unsereins sogar für jede einzelne Chemo zuzahlen, von den Zuzahlungen für alle anderen Medikamente ganz zu schweigen. Kommt dazu noch ein krankheitsbedingter Einnahmenausfall, wie das bei Selbstständigen schnell passiert, rutscht man tief in die roten Zahlen. Die Folge sind zusätzlich zur Krebspanik massive Existenzängste, die diese Lebenslage noch schlimmer machen. Insbesondere betroffen sind Geringverdiener, Langzeitarbeitslose, alleinerziehende Mütter und Rentner*innen am Existenzminimum. Deren Umfeld braucht eigentlich nicht viel Fantasie, um sich die wachsenden Finanznöte vorzustellen – aber über Geld redet man nicht bekanntlich nicht. Die Betroffenen schweigen aus Scham, Familie und Freunde aus Taktgefühl, Ergebnis: keins. </em></p>
<p><em>Und genau das muss sich dringend ändern. Den Betroffenen kann man es nicht verdenken, dass sie weder Mut noch Energie genug haben, offen über ihre Lage zu sprechen. Also müssen die glücklichen Gesunden bitteschön die Initiative ergreifen! Helfen kann ECHT jeder. Nicht unbedingt mit fetten Finanzspritzen, wer hat daheim schon einen Geldspeicher. Aber immer mal wieder ein kleiner Betrag in ein diskret aufgestelltes Krebssparschwein? Ein kleinerer oder auch größerer zinsloser Kredit, ein Krebs-Rabatt, ein Zahlungsaufschub? Unabhängig von Münzen und Scheinen gibt es unendlich viele andere Möglichkeiten: Sachspenden von Obst und Gemüse bis Geschenkgutscheinen aller Art bei Online-Shopping-Diensten, Zeitspenden von Babysitting bis Fahrdienst, Service-Spenden vom „Ausleihen“ der eigenen Putzkraft bis zum Erholungswochenende in der Ferienwohnung eines Freundes, den man schlicht um diesen Gefallen bittet. Mit ein bisschen Empathie kommt man auf Hunderte Ideen. Jede einzelne und erst recht alle zusammen mit Sicherheit eine Riesenhilfe.</em></p>
<p>Liebe Frau Reinker, wir danken Ihnen sehr herzlich für das Gespräch und dass Sie den längst überfälligen Ratgeber zum Thema Krebs geschrieben haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Von Liebe und Loslassen &#8211; Wenn der Krebs das Leben besiegt</title>
		<link>https://www.59plus.de/von-liebe-und-loslassen-wenn-der-krebs-das-leben-besiegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Silke Frigge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2019 02:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als bei den Eltern der amerikanischen Fotografin Nancy Borowick Krebs im Endstadium diagnostiziert wurde, fasste sie einen Entschluß. Sie begleitete die letzte Reise von Howie und Laurel mit der Kamera. Dabei lernte sie während dieser sehr intensiven Zeit viel über sich selbst, ihre Familie und Beziehungen im Allgemeinen. Im Interview erzählt sie uns was Liebe, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Als bei den Eltern der amerikanischen Fotografin Nancy Borowick Krebs im Endstadium diagnostiziert wurde, fasste sie einen Entschluß. Sie begleitete die letzte Reise von Howie und Laurel mit der Kamera. Dabei lernte sie während dieser sehr intensiven Zeit viel über sich selbst, ihre Familie und Beziehungen im Allgemeinen. Im Interview erzählt sie uns was Liebe, Verlust und Trost für sie bedeuten.</b></p>
<h2>Frau Borowick, Ihre Eltern waren gleichzeitig unheilbar an Krebs erkrankt. Wann haben Sie beschlossen, die letzte Lebensphase Ihrer Eltern mit der Kamera zu begleiten und wie haben Ihre Eltern darauf reagiert?</h2>
<p>Die fotografische Dokumentation dieser letzten Reise meiner Eltern entwickelte sich recht organisch. Ich wollte so oft wie möglich bei ihnen sein, da ich nicht wusste, wieviel Zeit wir noch zusammen haben würden. Die Fotografie ermöglichte mir einen vertrauten Kontext, durch den ich das Erlebte besser verarbeiten konnte. Gleichzeitig diente sie mir als Schutz vor der Realität. Ich hatte geglaubt, dass meine Eltern immer in meinem Leben sein würden. Als mir klar wurde, dass sie vor meinem 30. Geburtstag sterben würden, wusste ich, dass ich einen Weg finden musste, sie in ihrem Wesen festzuhalten. Ich glaube, sie waren dazu bereit, mir diesen Einblick zu gewähren, weil sie nichts mehr zu verlieren hatten. Sie verstanden, dass mir die Dokumentation irgendwie dabei helfen könnte, diesen Prozess zu begreifen.</p>
<h2>Hat es Ihre Beziehung zueinander verändert?</h2>
<p>Wir hatten immer schon ein sehr enges, offenes Verhältnis. Weil wir aber so viel Zeit zusammen verbrachten, wurde es noch intensiver. Als ihre Tochter forderte ich Transparenz, um ihnen so gut wie möglich helfen zu können. Daher waren sie mir gegenüber sehr offen und verletzlich. Es war bestimmt schwierig für sie, da Eltern üblicherweise versucht sind, ihre Kinder vor der Realität von Krankheit und Tod zu beschützen. Aber es lag nun an mir, für sie zu sorgen und sie zu unterstützen. Ich glaube, sie wussten das und haben es letztendlich akzeptiert.</p>
<h2>Ihre Fotos zeigen zwei von Krankheit gezeichnete Menschen, die aber dennoch stark, humorvoll und optimistisch wirken. War es ihren Eltern wichtig, Ihnen oder dem Betrachter diese Einstellung auf den Fotos zu vermitteln?</h2>
<p>Mir war es wichtig, die Geschichte aus meiner Sicht und Erfahrung zu erzählen. Ja, sie waren beide krank und in Behandlung, dennoch lebten sie für Liebe und Hoffnung, nicht für Krankheit und Tod. Beide verloren in jungen Jahren ihre Eltern durch Krebs, die Realität ihrer Situation war ihnen also bewusst. Uns Kindern vermittelten sie, wie unvorhersehbar das Leben sein kann und dass man für jeden Tag dankbar sein muss. Es war beinahe so, also wussten sie, dass sie jung sterben würden.</p>
<figure id="attachment_28766" aria-describedby="caption-attachment-28766" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-28766 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1-1024x682.jpg" alt="" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1-1024x682.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1-768x511.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1-1068x711.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1-631x420.jpg 631w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1-1320x879.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1-600x399.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-05-1.jpg 1502w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-28766" class="wp-caption-text">Dreimal wurde bei Laurel Borowick schon Brustkrebs diagnostiziert. Zweimal hat sie ihn besiegt. Statt aufzugeben begegnet sie der Krankheit mit ihrem leisen Humor. Foto: © Nancy Borowick</figcaption></figure>
<p><b>Wenn ein Partner ernsthaft erkrankt, verändert sich eine Lebensgemeinschaft. Bei ihren Eltern hat man das Gefühl, sie sind einander besonders zugewandt, unterstützen sich und bleiben füreinander attraktiv. Wie sind Ihre Eltern mit der eigenen und der Krankheit des anderen umgegangen?</b></p>
<p>In vielerlei Hinsicht hatte ihre gleichzeitige Erkrankung etwas Wunderschönes, weil der eine wirklich verstehen konnte, was der andere gerade durchmachte. Dennoch war es schwierig für sie, weil sie sich um einander kümmern wollten, sich aber auch der eigenen Erkrankung bewusst sein mussten. Sie waren immer so müde, fanden aber irgendwie die Kraft, albern zu sein oder in der Küche herumzutanzen. Insbesondere dann, wenn sie wussten, dass es den anderen zum Lächeln bringen würde. Im Leben eines jeden Paares gibt es Herausforderungen. Das war eben eine in ihrem und sie mussten zusammenarbeiten, um sie so gut wie möglich zu bestehen.</p>
<h2>Fotos halten Momente fest, Gefühle, Erinnerungen. Sobald ein Foto gemacht wird, ist der eigentliche Moment schon vorbei. Sie als Fotografin halten etwas fest, während Ihre Eltern loslassen müssen, nichts Geringeres als ihr Leben. Was denken Sie heute, wenn Sie die Fotos betrachten?</h2>
<p>Als ich anfing, meine Eltern zu fotografieren, hatte ich gerade mal zwei Jahre als professionelle Fotografin gearbeitet, für mich war es also Neuland. Bei diesem Projekt musste ich tief eintauchen und lernen, mich mit unbequemen Situationen zu arrangieren. Das bedeutete, meine Kamera stets griffbereit zu haben, zu beobachten, zu fokussieren und dabei präsent zu sein.</p>
<h2>Hat Sie das Projekt nachhaltig verändert und hat es Auswirkungen auf Ihre Arbeit als Fotografin gehabt?</h2>
<p>Ich glaube, dass ich durch diese Erfahrung als Fotografin, aber auch als Mensch, empathischer geworden bin und diese Erfahrungswerte zeigen sich in meinen anderen Arbeiten.</p>
<h2>War es schwer eine Auswahl für das Buch zu treffen?</h2>
<p>Am liebsten hätte ich alle 10.000 Fotografien dieser Serie mit aufgenommen. Jedes einzelne Bild hat eine ganz besondere Bedeutung für mich, aber natürlich konnte ich nicht alle im Buch zeigen. Bei der Zusammenstellung der endgültigen Auswahl habe ich viel über unsere gemeinsame Lebensgeschichte nachgedacht, über unsere Erlebnisse vor, während und nach dem Krebs. Wichtig waren mir die Bilder, die mehrere Geschichten in einer erzählen.</p>
<h2>Wie reagierten Ihre Eltern auf die entstandenen Fotografien?</h2>
<p>Beim Fotografieren habe ich meinen Eltern die Aufnahmen stets gezeigt und sie hatten immer Interessantes dazu zu erzählen, schließlich ging es um meinen Blick auf sie und ihr Leben.</p>
<figure id="attachment_38924" aria-describedby="caption-attachment-38924" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-38924 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018-698x1024.jpg" alt="Die Fotografin Nancy Borowick Foto: Rob Becker" width="696" height="1021" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018-698x1024.jpg 698w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018-204x300.jpg 204w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018-768x1127.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018-696x1022.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018-1068x1568.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018-286x420.jpg 286w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018-300x440.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018-600x881.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Borowick_2018.jpg 1308w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-38924" class="wp-caption-text">Die Fotografin Nancy Borowick Foto: Rob Becker</figcaption></figure>
<h2>Welche Art Fotos haben Sie aussortiert?</h2>
<p>Ich weiß nicht mehr, ob ich ihnen auch Bilder vorenthalten habe, es wird schon ein paar gegeben haben. Bei der Auswahl für das Buch wollte ich so offen wie möglich sein. Um eine möglichst ehrliche und wahrheitsgetreue Version der Geschichte zu erzählen, musste ich schließlich offen und ehrlich sein.</p>
<h2>Fotografieren ist auch eine Art Reflexion, Sie halten jemanden einen Spiegel vor. War es schwer für Ihre Eltern, die Fotos anzuschauen?</h2>
<p>Immer wieder waren sie davon überrascht, wie alt oder dünn sie aussahen. Meine Mutter sagte mir einmal, dass sie bei ihrem eigenen Anblick weder einen Mann noch eine Frau sehen würde. Sondern bloß etwas Albernes, ein „Ding“, da sie keine Haare und nur eine Brust hatte. Ich glaube, sie distanzierten sich ein Stück weit von ihren Bildern. Sie waren sich selbst fremd geworden. Vielleicht war diese Distanzierung als therapeutische Maßnahme hilfreich.</p>
<h2>Gab es Momente, in denen Sie dachten, das wird mir jetzt zu viel, ich kann das doch nicht?</h2>
<p>Zu meiner eigenen Überraschung hatte ich nur einmal das Gefühl, mit der Situation nicht umgehen zu können. Nämlich dann, als ich die Kamera nicht in der Hand hatte. Ich war in einem Krankenhauszimmer mit meinem Vater, dem gerade ein Infusionsschlauch in den Arm gelegt wurde. Weil ich schon ein paar Bilder gemacht hatte und keine weiteren brauchte, legte ich die Kamera beiseite. Wenige Minuten später wurde ich selbst in ein Zimmer gebracht und dort auf ein Bett gelegt. Ich stand tatsächlich kurz vor der Ohnmacht. Als mir bewusst wurde, was passiert war, verstand ich auch, was bei dieser Episode im Krankenhaus anders war: ich hatte die Kamera nicht vorm Gesicht. Mit ihr als Schutzschild konnte ich etwas Abstand zur Situation aufbauen. Fehlte sie, reagierte mein Körper! Oft habe ich mich gefragt, warum ich in solchen Momenten nicht zusammengebrochen bin – und fand die Antwort in diesem Erlebnis.</p>
<h2>Die Fotos ihrer Eltern machen vor allem Mut. Sie erinnern daran, wie wichtig es ist, miteinander zu reden, zuzuhören, buchstäblich nicht wegzusehen. Welche Erfahrung würden Sie persönlich an Menschen in ähnlichen Situationen weitergeben?<a name="_GoBack"></a></h2>
<p>In der Gesellschaft vermeiden wir es, über den Tod zu sprechen. Aber wie das Leben, ist auch der Tod Teil der universellen Erfahrung des Menschseins. Wir wissen alle, wie die Geschichte ausgeht. Wenn wir mehr darüber reden, verstehen wir vielleicht mehr und können in diesem Wissen und Bewusstsein die verbleibende Zeit besser nutzen. Die Sprache der Fotografie ist universell und erlaubt es den Betrachtern*innen, den Bildern einen eigenen Kontext zu geben. Das macht sie zu einem wirkungsvollen Instrument im Umgang mit schwierigen Themen wie Tod und Krankheit.</p>
<p>Nach der Veröffentlichung der Bilder schrieb mir eine Frau, dass sie für diese Eindrücke dankbar sei, wenngleich sie einige beängstigend fand. Da ihr ähnliches bevorstünde, wüsste sie nun, womit zu rechnen sei. Ich versuche stets die Menschen darin zu bestärken, sich ihren Ängsten zu stellen, die schwierigen Gespräche zu führen und jeden Moment bewusst wahrzunehmen. Denn ist der geliebte Mensch einmal verschwunden, verschwinden die Geschichten mit ihm und dann klammert man sich an alles, was man finden kann.</p>
<h2>Was haben Sie von Ihren Eltern gelernt?</h2>
<p>Als meine Eltern sich ihrer eigenen Sterblichkeit gegenübersahen, beschlossen sie, soviel wie möglich aus der ihnen verbleibenden Zeit herauszuholen. Sie entschieden sich zu leben und zu lieben. Mit ihrem Mut und ihrer Kraft inspirierten sie mich und andere dazu, es ihnen gleich zu tun. In diesen zwei kurzen Jahren ihres gemeinsamen Krankseins lernte ich viel von ihnen und ich sehe es als meine Verantwortung, diese Erkenntnisse mit anderen zu teilen.</p>

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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">The Embrace © Nancy Borowick</div><span>Am Ende ihres Lebens. Das Ehepaar Howie and Laurel Borowick hätte sich in ihrer 34-jährigen Ehe nie vorstellen können gleichzeitig die Diagnose Krebs im Endstadium zu erhalten. New York, März 2013. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">The Getaway © Nancy Borowick</div><span>Zwischen zwei Chemotherapien gönnen sich Howie und Laurel Borowick einen Kurzurlaub, denn die kommende Zeit wird für sie beide und die gesamte Familie eine große Herausforderung werden. Florida, Januar 2013. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">The Wig Fitting © Nancy Borowick</div><span>Laurel Borowick lässt sich eine neue Perücke anpassen, denn durch die Chemotherapie hat sie ihre Haare verloren. New York, Februar 2013. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">In Sickness and In Health © Nancy Borowick</div><span>In guten wie in schlechten Tagen. Laurel und Howie führen ihre Tochter Nancy zum Altar. New York, Oktober 2013. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1.jpg" title="Incognito © Nancy Borowick"  data-caption="Incognito © Nancy Borowick"  data-description="Laurel genie&szlig;t alles was sich nach normalem Alltag anf&uuml;hlt. Selbst den Abwasch macht sie gern. New York, Februar 2013. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                                <img decoding="async" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1-631x420.jpg" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1-631x420.jpg 631w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1-768x511.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1-1024x681.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1-1068x711.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1-1320x878.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1-600x399.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-06-1.jpg 1503w" sizes="(max-width: 631px) 100vw, 631px" alt="Laurel genie&szlig;t alles was sich nach normalem Alltag anf&uuml;hlt. Selbst den Abwasch macht sie gern. New York, Februar 2013. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                            </a>
                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">Incognito © Nancy Borowick</div><span>Laurel genießt alles was sich nach normalem Alltag anfühlt. Selbst den Abwasch macht sie gern. New York, Februar 2013. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1.jpg" title="The Cake Topper © Nancy Borowick"  data-caption="The Cake Topper © Nancy Borowick"  data-description="Beim Hausputz gefunden. Laurel und Howies Hochzeitstorten-Schmuck. 1979 haben sie geheiratet und standen noch am Anfang ihres gemeinsamen Lebens. New York, Februar 2015. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                                <img decoding="async" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1-631x420.jpg" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1-631x420.jpg 631w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1-768x511.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1-1024x682.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1-1068x711.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1-1320x879.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1-600x399.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-14-1.jpg 1502w" sizes="(max-width: 631px) 100vw, 631px" alt="Beim Hausputz gefunden. Laurel und Howies Hochzeitstorten-Schmuck. 1979 haben sie geheiratet und standen noch am Anfang ihres gemeinsamen Lebens. New York, Februar 2015. Foto: &copy; Nancy Borowick">
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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">The Cake Topper © Nancy Borowick</div><span>Beim Hausputz gefunden. Laurel und Howies Hochzeitstorten-Schmuck. 1979 haben sie geheiratet und standen noch am Anfang ihres gemeinsamen Lebens. New York, Februar 2015. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1.jpg" title="His Own Tradition © Nancy Borowick"  data-caption="His Own Tradition © Nancy Borowick"  data-description="Howie stirbt wenige Wochen nach der Hochzeit seiner Tochter. Die Liebe zu ihm spiegelt sich in den Gesichtern der Trauerg&auml;ste wider. New York, Dezember 2013. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                                <img decoding="async" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1-631x420.jpg" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1-631x420.jpg 631w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1-768x511.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1-1024x681.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1-1068x711.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1-1320x878.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1-600x399.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-08-1.jpg 1503w" sizes="(max-width: 631px) 100vw, 631px" alt="Howie stirbt wenige Wochen nach der Hochzeit seiner Tochter. Die Liebe zu ihm spiegelt sich in den Gesichtern der Trauerg&auml;ste wider. New York, Dezember 2013. Foto: &copy; Nancy Borowick">
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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">His Own Tradition © Nancy Borowick</div><span>Howie stirbt wenige Wochen nach der Hochzeit seiner Tochter. Die Liebe zu ihm spiegelt sich in den Gesichtern der Trauergäste wider. New York, Dezember 2013. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09.jpg" title="The To Do List © Nancy Borowick"  data-caption="The To Do List © Nancy Borowick"  data-description="Letzte Dinge wollen erledigt werden. Laurels Notizen zum Grabstein f&uuml;r ihren Ehemann Howie, ein Buch, da&szlig; sie noch lesen und einen Kuchen, den sie noch einmal backen will. New York, Mai 2014. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                                <img decoding="async" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09-631x420.jpg" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09-631x420.jpg 631w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09-768x511.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09-1024x681.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09-1068x711.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09-1320x878.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09-600x399.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-09.jpg 1503w" sizes="(max-width: 631px) 100vw, 631px" alt="Letzte Dinge wollen erledigt werden. Laurels Notizen zum Grabstein f&uuml;r ihren Ehemann Howie, ein Buch, da&szlig; sie noch lesen und einen Kuchen, den sie noch einmal backen will. New York, Mai 2014. Foto: &copy; Nancy Borowick">
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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">The To Do List © Nancy Borowick</div><span>Letzte Dinge wollen erledigt werden. Laurels Notizen zum Grabstein für ihren Ehemann Howie, ein Buch, daß sie noch lesen und einen Kuchen, den sie noch einmal backen will. New York, Mai 2014. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10.jpg" title="The Oxygen Machine © Nancy Borowick"  data-caption="The Oxygen Machine © Nancy Borowick"  data-description="Laurel f&auml;llt das Atmen zunehmend schwerer. Ein Sauerstoff-Ger&auml;t ist nun ihr st&auml;ndiger Begleiter. Sie wird von ihrer Familie und einem ambulanten Hospizdienst betreut. New York, November 2014. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                                <img decoding="async" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10-631x420.jpg" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10-631x420.jpg 631w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10-768x511.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10-1024x682.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10-1068x711.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10-1320x879.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10-600x399.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-10.jpg 1502w" sizes="(max-width: 631px) 100vw, 631px" alt="Laurel f&auml;llt das Atmen zunehmend schwerer. Ein Sauerstoff-Ger&auml;t ist nun ihr st&auml;ndiger Begleiter. Sie wird von ihrer Familie und einem ambulanten Hospizdienst betreut. New York, November 2014. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                            </a>
                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">The Oxygen Machine © Nancy Borowick</div><span>Laurel fällt das Atmen zunehmend schwerer. Ein Sauerstoff-Gerät ist nun ihr ständiger Begleiter. Sie wird von ihrer Familie und einem ambulanten Hospizdienst betreut. New York, November 2014. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11.jpg" title="Foto © Nancy Borowick"  data-caption="Foto © Nancy Borowick"  data-description="In den letzten Tagen wehrt sich Laurel gegen jede Ber&uuml;hrung, es f&auml;llt ihr schwer. Nur Moses, der 4-j&auml;hrige Terrier darf zu ihr. Er schaut ihr stundenlang in die Augen, kuschelt sich an sie und wird ganz beil&auml;ufig zum Therapie-Hund f&uuml;r die Sterbende. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                                <img decoding="async" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11-631x420.jpg" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11-631x420.jpg 631w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11-768x511.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11-1024x682.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11-1068x711.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11-1320x879.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11-600x399.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-11.jpg 1502w" sizes="(max-width: 631px) 100vw, 631px" alt="In den letzten Tagen wehrt sich Laurel gegen jede Ber&uuml;hrung, es f&auml;llt ihr schwer. Nur Moses, der 4-j&auml;hrige Terrier darf zu ihr. Er schaut ihr stundenlang in die Augen, kuschelt sich an sie und wird ganz beil&auml;ufig zum Therapie-Hund f&uuml;r die Sterbende. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                            </a>
                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">Foto © Nancy Borowick</div><span>In den letzten Tagen wehrt sich Laurel gegen jede Berührung, es fällt ihr schwer. Nur Moses, der 4-jährige Terrier darf zu ihr. Er schaut ihr stundenlang in die Augen, kuschelt sich an sie und wird ganz beiläufig zum Therapie-Hund für die Sterbende. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1.jpg" title="Last Touch © Nancy Borowick"  data-caption="Last Touch © Nancy Borowick"  data-description="Laurels letzter Atemzug. Die ganze Familie ist bei ihr und signalisiert ihr, da&szlig; sie loslassen darf. New York, Dezember 2014. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                                <img decoding="async" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1-631x420.jpg" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1-631x420.jpg 631w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1-768x511.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1-1024x682.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1-696x463.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1-1068x711.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1-1320x879.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1-600x399.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-12-1.jpg 1502w" sizes="(max-width: 631px) 100vw, 631px" alt="Laurels letzter Atemzug. Die ganze Familie ist bei ihr und signalisiert ihr, da&szlig; sie loslassen darf. New York, Dezember 2014. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                            </a>
                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">Last Touch © Nancy Borowick</div><span>Laurels letzter Atemzug. Die ganze Familie ist bei ihr und signalisiert ihr, daß sie loslassen darf. New York, Dezember 2014. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-13-1.jpg" title="The Shiva Room © Nancy Borowick"  data-caption="The Shiva Room © Nancy Borowick"  data-description="Schiv&#039;a ist im Judentum die Zeit der Trauer und die erste Woche nach der Beerdigung. W&auml;hrend dieser Zeit verlassen die Angeh&ouml;rigen nicht das Haus. Hier im Mittelpunkt Laurels 87-j&auml;hrige Mutter, die gerade ihre Tochter verloren hat. New York, Dezember 2014. Foto: &copy; Nancy Borowick">
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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">The Shiva Room © Nancy Borowick</div><span>Schiv'a ist im Judentum die Zeit der Trauer und die erste Woche nach der Beerdigung. Während dieser Zeit verlassen die Angehörigen nicht das Haus. Hier im Mittelpunkt Laurels 87-jährige Mutter, die gerade ihre Tochter verloren hat. New York, Dezember 2014. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-15-1.jpg" title="Framed Memories © Nancy Borowick"  data-caption="Framed Memories © Nancy Borowick"  data-description="Ein Kapitel wird geschlossen. Das Haus, in dem Laurel und Howie mit ihren drei Kindern gelebt haben, wird verkauft. Bilder und Fotografien erinnern an ein Leben, das reich und voller Liebe war. New York, Februar, 2015. Foto: &copy; Nancy Borowick">
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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">Framed Memories © Nancy Borowick</div><span>Ein Kapitel wird geschlossen. Das Haus, in dem Laurel und Howie mit ihren drei Kindern gelebt haben, wird verkauft. Bilder und Fotografien erinnern an ein Leben, das reich und voller Liebe war. New York, Februar, 2015. Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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                            <a class="slide-gallery-image-link" href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1.jpg" title="© Nancy Borowick"  data-caption="© Nancy Borowick"  data-description="Eine Familienidylle aus vergangenen Tagen. Howie und Laurel Borowick mit ihren drei Kindern. Ganz links Nancy, ihre Tochter und  Fotografin von &quot;A Family Imprint&quot;. Foto: &copy; Nancy Borowick">
                                <img decoding="async" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1-623x420.jpg" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1-623x420.jpg 623w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1-300x202.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1-768x518.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1-1024x690.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1-696x469.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1-1068x720.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1-1320x890.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1-600x405.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/4248-nancy-borowick-hr-16-1.jpg 1483w" sizes="(max-width: 623px) 100vw, 623px" alt="Eine Familienidylle aus vergangenen Tagen. Howie und Laurel Borowick mit ihren drei Kindern. Ganz links Nancy, ihre Tochter und Fotografin von &quot;A Family Imprint&quot;. Foto: &copy; Nancy Borowick">
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                            <figcaption class = "td-slide-caption td-gallery-slide-content"><div class = "td-gallery-slide-copywrite">© Nancy Borowick</div><span>Eine Familienidylle aus vergangenen Tagen. Howie und Laurel Borowick mit ihren drei Kindern. Ganz links Nancy, ihre Tochter und  Fotografin von "A Family Imprint". Foto: © Nancy Borowick</span></figcaption>
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<h2>Gibt es für Sie irgendeinen Trost für den Verlust Ihrer Eltern?</h2>
<p>Mein Vater sagte einmal: „Uns wurde nie ein langes Leben versprochen, jeder Tag ist ein Geschenk.“ Das wurde ihm früh bewusst, da seine Eltern beide an Krebs starben, als er noch jung war. Er versuchte also, das Leben ohne allzu viel Reue auszukosten. Ich hoffe, dass mein<a href="http://www.hatjecantz.de/nancy-borowick-6967-0.html"><b> Buch </b><i><b>The Family Imprint</b></i></a> (Familienprägung) denen, die sich in der Geschichte der Krebserkrankung meiner Eltern oder den Verlustgefühlen wiederfinden, Trost spendet und Verbundenheit vermittelt. Ich weiß selbst wie einsam und bedrückend solche Zeiten sein können. Zudem hoffe ich, dass dieses Buch seine Leser*innen dazu animiert, die ihnen verbleibende Zeit zu genießen und die geliebten Menschen in ihrem Leben noch ein bisschen fester an sich zu drücken. „Das Leben ist kurz“ ist zu meinem täglichen Mantra geworden, auch wenn es ein Klischee ist. Aber es ist ja ein Klischee, weil es wahr ist!</p>
<h2>Ihr Fotoprojekt hat international sehr viel positive Resonanz erfahren. Sie wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Hat Sie das überrascht?</h2>
<p>Als damals die <a href="https://www.nytimes.com/2013/10/20/nyregion/in-sickness-and-in-health-a-wedding-in-the-shadow-of-cancer.html"><b>New York Times</b></a> sich an einer Veröffentlichung unserer Geschichte interessiert zeigte, waren wir erstaunt. Meine Eltern fragten sich, warum sich irgendjemand für sie interessieren sollte. Schließlich waren wir bloß eine normale Familie und dies war halt unsere Situation. Das Ausmaß an Interesse, Verbundenheit und Empathie war kaum vorstellbar. Auch war ich davon überrascht, wie stark sich diese Verbindung mit wildfremden Menschen auf meine eigene Trauerarbeit auswirkte. In einer Situation, in der man sich sehr einsam fühlen kann, erlebte ich das Gegenteil: Trost, Unterstützung, Liebe, Verständnis und bei der schönen Vorstellung, dass meine Geschichte all dies auch bei anderen bewirken könnte, empfand ich tiefe Demut.</p>
<h2>Wie denken Sie selbst als junger Mensch über das Leben und den Tod heute, nach dieser intensiven Zeit mit Ihren Eltern?</h2>
<p>Es ist nun fast fünf Jahre her, dass mein Vater und vier, dass meine Mutter verstarb und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht über Leben und Tod nachdenke. Diese Erfahrung zwang mich dazu, meine Energie in die wirklich wichtigen Dinge zu investieren: Gutes zu genießen, Schlechtes zu überstehen und jeden Tag ohne Reue zu leben. Der Verlust meiner Eltern in jungen Jahren erinnerte mich daran, dass das Leben wirklich unvorhersehbar ist. Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich den Blick für das Wesentliche verliere und über Dinge meckere, wie das Wetter oder eine schlechte Internetverbindung &#8211; schließlich bin ich ein Mensch. Dennoch versuche ich präsent zu sein, die Menschen in meinem Umfeld wertzuschätzen und nach bestem Ermessen ein sinnvolles, erfülltes Leben zu führen. Ich weiß, dass meine Eltern es so gewollt hätten und ich lebe nach dem, was sie uns in dieser emotionalen, intensiven Zeit gelehrt haben.</p>
<h2>&#8220;The Family Imprint&#8221;</h2>
<p><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/The-Family-Imprint-Cover.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-17608" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/The-Family-Imprint-Cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/The-Family-Imprint-Cover-150x150.jpg 150w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/07/The-Family-Imprint-Cover-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>Das Buch &#8220;The Family Imprint: A Daughter&#8217;s Portrait of Love and Loss&#8221; von <a href="http://www.nancyborowick.com/">Nancy Borowick</a> ist im <a href="http://www.hatjecantz.de/">Hatje Cantz Verlag</a> erschienen und kostet 45,00 €. Hrsg. Nancy Borowick, Text(e) von Nancy Borowick, James Estrin, bearbeitet von Alison Morley. Englisch. 2017. 192 Seiten, 200 Abb. Gebunden. ISBN 978-3-7757-4248-1.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/von-liebe-und-loslassen-wenn-der-krebs-das-leben-besiegt/">Von Liebe und Loslassen &#8211; Wenn der Krebs das Leben besiegt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Finanziell abgesichert trotz längerer Krankheit: So funktioniert es</title>
		<link>https://www.59plus.de/finanziell-abgesichert-trotz-laengerer-krankheit-so-funktioniert-es/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2018 03:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Krankengeld]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenkasse]]></category>
		<category><![CDATA[Krankentagegeld]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Verdienstausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit zunehmenden Alter steigt die Anfälligkeit für die ein oder andere Krankheit. Das Immunsystem braucht zudem meist länger als das eines jungen Menschen, um den Körper wieder fit zu bekommen. Das ist unangenehm, einen Verdienstausfall muss man allerdings in der Regel nicht sofort befürchten: Ist ein Arbeitnehmer krank, erhält er den vollen Arbeitslohn. Wichtig: Dies [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/finanziell-abgesichert-trotz-laengerer-krankheit-so-funktioniert-es/">Finanziell abgesichert trotz längerer Krankheit: So funktioniert es</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit zunehmenden Alter steigt die Anfälligkeit für die ein oder andere Krankheit. Das Immunsystem braucht zudem meist länger als das eines jungen Menschen, um den Körper wieder fit zu bekommen. Das ist unangenehm, einen Verdienstausfall muss man allerdings in der Regel nicht sofort befürchten: Ist ein Arbeitnehmer krank, erhält er den vollen Arbeitslohn. Wichtig: Dies gilt nur für einen bestimmten Zeitraum. Was folgt dann?</strong></p>
<p>Wenn Sie krank sind, gehen Sie zum Arzt und lassen sich eine Krankheitsbescheinigung ausstellen, die Sie dann dem Arbeitgeber übermitteln. Handelt es sich nur um einige Fehltage, erhalten Sie im Normalfall das gewohnte und vollständige Gehalt. Man spricht hierbei von der Lohnfortzahlung. Komplizierter wird es, wenn die Krankheit länger andauert. Sind Sie länger als sechs Wochen krank, stellt der Betrieb die Lohnfortzahlung ein. In diesem Fall springt die Krankenkasse ein. Sie zahlt das sogenannte Krankengeld. Dieses fällt allerdings niedriger aus als die Lohnfortzahlung: In der Regel erhält man 70 Prozent des Bruttoeinkommens, höchstens aber 90 Prozent des Nettogehalts.</p>
<figure id="attachment_31481" aria-describedby="caption-attachment-31481" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-31481 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1-1024x683.jpg" alt="Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse wie hoch die Lohnfortzahlung sein wird, sollten Sie länger als 6 Wochen krank sein. Bildquelle: Shutterstock.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/10/shutterstock_584264998-1-1-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-31481" class="wp-caption-text">Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse wie hoch die Lohnfortzahlung sein wird, sollten Sie länger als 6 Wochen krank sein. Bildquelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Es entsteht eine Einkommenslücke, die je nach Länge der Krankheit starke finanzielle Auswirkungen haben kann. Je höher das Gehalt, desto höher ist auch der Betrag, der im Krankheitsfall fehlt. Ein Ausgleich ist allein durch private Absicherungen möglich, etwa durch eine Krankentagegeldversicherung. Viele Versicherer schnüren entsprechende Zusatzpakete. So finden beispielsweise Mitglieder der Techniker Krankenkasse <a href="https://www.envivas.de/tarife/krankentagegeldversicherung">beim Anbieter Envivas</a> eine auf die Leistungen der TK abgestimmte Zusatzabsicherung, mit der sich Einkommenslücken ausgleichen lassen. Die Konditionen für solche Zusatzoptionen können Versicherte direkt bei ihrer Krankenkasse erfragen.</p>
<h2>Längere Krankheiten immer häufiger Grund für Fehltage</h2>
<p>Im Schnitt fehlen Angestellte in Deutschland etwa 20 Tage im Jahr. Nach Untersuchungen des BKK Dachverbands, der Interessenvertretung der Betriebskrankenkassen, fallen Arbeitnehmer in den letzten Jahren immer häufiger aufgrund von langfristigen Erkrankungen aus. 2015 ging bereits <a href="https://www.bkk-dachverband.de/presse/agenturmeldungen/detailansicht/news/eventDetail/News/betriebskrankenkassen-haelfte-der-fehltage-wegen-langzeiterkrankungen.html">die Hälfte der Fehltage auf Langzeiterkrankungen zurück</a>. Immer mehr Arbeitnehmer fehlen also mehr als sechs Wochen am Stück &#8211; am häufigsten aufgrund von Rückenproblemen und psychischen Leiden.</p>
<p>Untersuchungen zeigen auch, dass die Zahl der Krankheitstage mit zunehmendem Alter steigt. Während Menschen der Altersgruppe zwischen 20 und 29 Jahren etwa 7 bis 10 Tage im Jahr fehlen, liegen 55- bis 59-Jährige bei durchschnittlich 20 Tagen, 60- bis 65-Jährige sogar bei 26 Fehltagen im Jahr. In Umfragen bewerten Ältere ihren Gesundheitszustand in Hinblick auf ihre Arbeitsfähigkeit schlechter als jüngere Arbeitnehmer. Untersuchungen zeigen auch, dass im höheren Alter Erkrankungen wie Grippe sowie Rücken- oder Ischias-Beschwerden länger für die Heilung benötigen als bei Jüngeren. Gerade im höheren Alter sollten Arbeitnehmer also für den Fall einer längerfristigen Erkrankung vorsorgen.</p>
<figure id="attachment_38958" aria-describedby="caption-attachment-38958" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-38958 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_-1024x830.jpg" alt="Vor allem Probleme mit dem Rücken sorgen häufig für einen längeren Arbeitsausfall. Bildquelle: © Rawpixel / Unsplash.com" width="696" height="564" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_-1024x830.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_-300x243.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_-768x622.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_-696x564.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_-1068x866.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_-518x420.jpg 518w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_-1320x1070.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/Krankheit-Rawpixel-Unsplash.com_-600x486.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-38958" class="wp-caption-text">Vor allem Probleme mit dem Rücken sorgen häufig für einen längeren Arbeitsausfall. Bildquelle: © Rawpixel / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Was passiert, wenn Sie länger krank sind?</h2>
<p>Krankengeld von der Krankenkasse erhalten Sie in der Regel bei einer Krankheitsperiode von mehr als sechs Wochen, wenn Sie keine Lohnfortzahlung erhalten. Sie erhalten das Krankengeld für ein bestimmtes Leiden maximal bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Werden Sie innerhalb der drei Jahre mehrmals für dasselbe Leiden krankgeschrieben, zählen alle Zeiträume in die 78 Wochen hinein. Danach verfällt der Anspruch auf Krankengeld, da der sehr lange Krankheitszeitraum auf eine drohende Erwerbsunfähigkeit hindeutet.</p>
<p>In diesem Fall muss der Erkrankte Arbeitslosengeld beantragen. Das sogenannte Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit ist eine Sonderform des Arbeitslosengeldes und wird für den Zeitraum gezahlt, in dem geklärt werden muss, ob man vermindert erwerbsfähig ist oder nach absehbarer Genesung wieder vollständig arbeiten kann. Werden Sie als erwerbsunfähig eingestuft, haben Sie Anspruch auf die sogenannte Erwerbsminderungsrente und erhalten finanzielle Unterstützung durch die Berufsunfähigkeitsversicherung, sofern eine abgeschlossen wurde.</p>
<p>Haben Sie schon einmal Erfahrungen mit einer längeren Krankheit und dem bezug von Krankengeld gemacht? Dann schreiben Sie uns!</p>
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		<title>Chronische Entzündungen: Der stille Feind</title>
		<link>https://www.59plus.de/chronische-entzuendungen-der-stille-feind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2018 05:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Entzündungen können zur echten Nervensache werden: Wenn der Schmerz einfach nicht nachlässt und die Schwellung hartnäckig bleibt, ist das nicht nur körperlich ermüdent. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Karsten Krüger hat mit Der stille Feind in meinem Körper jetzt ein lehrreiches Buch über den Umgang mit entzündlichen Beschwerden veröffentlicht. Eine Entzündung ist vermeintlich einfach diagnostiziert: Wenn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Entzündungen können zur echten Nervensache werden: Wenn der Schmerz einfach nicht nachlässt und die Schwellung hartnäckig bleibt, ist das nicht nur körperlich ermüdent. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Karsten Krüger hat mit <em>Der stille Feind in meinem Körper</em> jetzt ein lehrreiches Buch über den Umgang mit entzündlichen Beschwerden veröffentlicht.</strong></p>
<figure id="attachment_10243" aria-describedby="caption-attachment-10243" style="width: 228px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image td-modal-image wp-image-10243" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger-188x300.jpg" alt="Prof. Dr. Karsten Krügers Buch &quot;Der stille Feind in meinem Körper&quot;. Bildquelle: Scorpio Verlag" width="228" height="363" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger-188x300.jpg 188w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger-768x1224.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger-643x1024.jpg 643w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger-696x1109.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger-1068x1702.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger-264x420.jpg 264w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger-300x478.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger-600x956.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/09/Der-stille-Feind-in-meinem-Körper-Karsten-Krüger.jpg 1205w" sizes="auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10243" class="wp-caption-text">Prof. Dr. Karsten Krügers Buch &#8220;Der stille Feind in meinem Körper&#8221;. Bildquelle: Scorpio Verlag</figcaption></figure>
<p>Eine Entzündung ist vermeintlich einfach diagnostiziert: Wenn das Gelenk dick angeschwollen, schmerzempfindlich und vielleicht sogar rot angelaufen ist handelt es sich zumeist um eine Entzündung. Sie treten als <strong>natürlicher Schutzmechanismus</strong> des Körpers auf, um Verletzungen zu heilen oder Krankheitserreger zu bekämpfen. Doch was als Gegenwehr des Körpers beginnt kann schnell zum nervigen Dauerbegleiter werden, wenn die Entzündung chronisch ist.</p>
<p>Einfache Alltagsaufgaben entwickeln sich dann körperlich zu unlösbaren Problemen, und die Schmerzsalbe bleibt ständiger Begleiter. Gerade im Alter, wenn das <strong>Immunsystem</strong> langsam an Kraft verliert, kann eine Entzündung leicht zum ungebetenen Dauergast werden.</p>
<h2>Entzündung im Verbogenen</h2>
<p>Doch gerade dann kann es auch gefährlich werden: sogenannte <strong>stille Entzündungen </strong>setzen den Körper von innen unter Stress und bleiben dabei häufig lange undiagnostiziert. Bei einer solchen Entzündung richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Durch spät auftretende <strong>Symptome</strong> kann sich daraus schnell ein Ernstfall entwickeln, vor allem wenn Hirn oder Herz betroffen sind.</p>
<p>Dieser Gefahr will Prof. Dr. Karsten Krüger mit seinem Buch <em>Der stille Feind in meinem Körper</em> entgegenwirken. Sehr lehrreich erklärt der Biologe und Sportwissenschaftler darin die unterschiedlichen Arten und Erscheinungsweisen von Entzündungen, und hilft so früh auf die <strong>Warnhinweise des eigenen Körpers</strong> aufmerksam zu werden.</p>
<h2>Das A und O der Vorsorge</h2>
<figure id="attachment_1364" aria-describedby="caption-attachment-1364" style="width: 368px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Fit-im-Kopf-Sport.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-1364 " src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Fit-im-Kopf-Sport-300x200.jpg" alt="Mit regelmäßiger Bewegung bleiben Sie auch fit im Kopf. Quelle: Shutterstock.com" width="368" height="245" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Fit-im-Kopf-Sport-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Fit-im-Kopf-Sport-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Fit-im-Kopf-Sport-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Fit-im-Kopf-Sport-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Fit-im-Kopf-Sport-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/01/Fit-im-Kopf-Sport.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1364" class="wp-caption-text">Besonders mit Sport und einem stressfreien Lebensstil, lassen sich viele Entzündungen vermeiden. Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>In 5 Kapiteln führt <em>Der stille Feind in meinem Körper</em> von der Symptomatik und Diagnostik entzündlicher Beschwerden, schließlich zu Behandlung und Prävention. Besonders letzteres ist laut Krüger ein entscheidender Schritt im Kampf gegen stille Entzündungen. Oft ausgelöst durch <strong>falsche Ernährung und Stress</strong>, aber auch Belastungen aus der Umwelt gibt der Professor in seinem Buch einige <strong>praktische Hinweise</strong>, wie man sich im Alltag schützen kann.</p>
<p>Dabei legt der er einen besonderen Fokus auf <strong>Bewegung und Schlafverhalten</strong>, da mit zunehmenden Alter besonders viele Menschen Probleme damit bekommen.</p>
<p><em>Der stille Feind in meinem Körper</em> ist also nicht nur für Betroffene von chronischen oder verborgenen Entzündungen <strong>empfehlenswerter Lesestoff</strong>. Auch diejenigen, die diesen vorbeugen wollen, oder einfach eine <strong>gesündere Lebensweise</strong> anstreben, sollten einen Blick in den Ratgeber des Professors der Uni Gießen werfen.</p>
<h2>Sind Sie Neugierig geworden?</h2>
<p>Dann bestellen Sie das Buch versandkostenfrei im<a href="https://hansenkroeger.buchhandlung.de/shop/article/32715302/karsten_krueger_der_stille_feind_in_meinem_koerper.html"> Onlineshop von Hansen &amp; Kröger</a>.</p>
<p>Oder nehmen Sie an unserem <a href="https://www.59plus.de/gewinnen-sie-der-stille-feind-in-meinem-koerper/">Gewinnspiel </a>teil. Wir verlosen das Buch 3 mal. Das Gewinnspiel endet am 08.05.2018.</p>
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		<title>Cannabis – von der Droge zur Medizin</title>
		<link>https://www.59plus.de/cannabis-von-der-droge-zur-medizin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jun 2017 03:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles und Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit & Sport]]></category>
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		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Verschreibungspflicht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hippies, Weltenbummler und jugendliche Schulverweigerer &#8211; sie leben ein Lotterleben, nehmen es mit Pflichten und Disziplin nicht so genau und sitzen auf der faulen Haut. Natürlich mit einem Joint in den Mundwinkeln. Ein allseits bekanntes Bild. Jetzt darf die von vielen verpönte und in Deutschland illegale Droge Cannabis, umgangssprachlich „Gras“ oder „Marihuana“ genannt, von Ärzten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hippies, Weltenbummler und jugendliche Schulverweigerer &#8211; sie leben ein Lotterleben, nehmen es mit Pflichten und Disziplin nicht so genau und sitzen auf der faulen Haut. Natürlich mit einem Joint in den Mundwinkeln. Ein allseits bekanntes Bild. Jetzt darf die von vielen verpönte und in Deutschland illegale Droge Cannabis, umgangssprachlich „Gras“ oder „Marihuana“ genannt, von Ärzten verschrieben werden. </strong></p>
<figure id="attachment_7716" aria-describedby="caption-attachment-7716" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-7716 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1-300x200.jpg" alt="Cannabis - Droge oder Medizin? Bildquelle: Pixabay.de" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1-1024x682.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7716" class="wp-caption-text">Cannabis &#8211; Droge oder Medizin? Bildquelle: Pixabay.de</figcaption></figure>
<p>Seit dem 1. März dürfen Ärzte in Deutschland Cannabis als Arzneimittel verschreiben. Vorher mussten Patienten dafür langwierig eine Ausnahmeerlaubnis bei der Bundesopiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beantragen. Neu ist außerdem, dass Patienten nicht als austherapiert gelten müssen, um die Wirkstoffe der als Droge klassifizierten Pflanze einnehmen zu können. Die Ärzte handeln eigenverantwortlich und können nun frei entscheiden, in welchem Fall ein Einsatz Sinn macht.</p>
<h2>Cannabis: Droge oder Medizin?</h2>
<p>Damit öffnet sich Deutschland langsam einer neuen Definition der Substanz, die bisher sehr stark durch Abhängigkeit und Sucht geprägt ist. Die harzhaltigen Blüten der Hanfpflanze werden zerkleinert, in Keksen verbackt von Konsumenten oral eingenommen oder in der Form eines Joints, also einer Marihuana-Zigarette, inhaliert. Die Folge ist je nach konsumierter Menge und Cannabis-Sorte ein mehr oder minder intensiver Rauschzustand. Konsumenten rücken ein Stück von der Welt ab, entfernen sich vom Alltag und seinen Pflichten. Eltern von schulpflichtigen Jugendlichen machen sich über die Entwicklung zur Alltagsdroge zu Recht Sorgen. <strong>Marihuana-Konsum ist trotz Illegalität verbreitet.</strong></p>
<figure id="attachment_7717" aria-describedby="caption-attachment-7717" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-7717 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-2-300x200.jpg" alt="Cannabis wird sehr häufig in Form eines Joints konsumiert. Bildquelle: shutterstock.com" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-2-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-2-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-2-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-2-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-2-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/06/Cannabis-2.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7717" class="wp-caption-text">Cannabis wird sehr häufig in Form eines Joints konsumiert. Bildquelle: shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Neben den Folgen des Konsums von Cannabis als Droge ist jedoch seit längerem seine <strong>Wirksamkeit bei bestimmten gesundheitlichen Problemen</strong> in der Medizin-Welt bekannt. Dies ist der Fall bei chronischen Schmerzen, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Sklerose">multipler Sklerose</a> und Spastik, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbelkeit">Übelkeit</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erbrechen">Erbrechen</a> und Appetitlosigkeit. Ärzte vermuten, dass die Pflanze ein weites Potential zur Behandlung vieler weiterer Symptome hat. Darunter fallen zum Beispiel manche Krebsformen, Schlafstörungen, psychische Krankheiten inklusive Depressionen, Arthritis und die Autoimmunerkrankung Morbus Crohn. Das therapeutische Spektrum von Cannabisblüten- und ihren Extrakten könnte also sehr breit sein.</p>
<h2>Der Weg zum Patienten</h2>
<p>Bewegt durch diese Erkenntnis wird man Deutschland, das das Produkt bisher aus den benachbarten Niederlanden oder Kanada importiert, ab 2019 den medizinischen Anbau der Hanfpflanze auch selbst vorantreiben. Bis dahin sind Patienten auf Importe angewiesen. Als Patient sollte man darauf achten, vor Behandlungsbeginn eine Genehmigung der Krankenkasse einzuholen. Diesem wird in der Regel stattgegeben, da es im Gesetz heißt, dass ein Antrag auf medizinische Behandlung durch Cannabiswirkstoffe „nur in begründeten Ausnahmefällen“ von der Krankenkasse abgelehnt werden darf.</p>
<p>Unter vielen Ärzten hat ein Umdenken, was die Bedenken des Cannabis-Einsatzes betrifft bereits lange eingesetzt. Sie geben auf die Frage: „Cannabis – Droge oder Medizin?“ die Antwort: „Cannabis – Droge <em>und</em> Medizin“.</p>
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		<title>Gibt es die Pest eigentlich immer noch?</title>
		<link>https://www.59plus.de/gibt-es-die-pest-eigentlich-immer-noch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2016 10:38:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles und Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Madgaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Pest]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Board“, so heißt es in einem bekannten deutschen Volks- und Seemannslied. Das Lied wird auf etwa 1934 datiert, doch wieviel Wahrheit steckt auch heute noch in den Zeilen? Denn der schwarze Tod, wie die Pest auch genannt wird, ist auf der Insel Madagaskar, die vor der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„<strong>Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Board</strong>“, so heißt es in einem bekannten deutschen Volks- und Seemannslied. Das Lied wird auf etwa 1934 datiert, doch wieviel Wahrheit steckt auch heute noch in den Zeilen?</p>
<p>Denn der schwarze Tod, wie die Pest auch genannt wird, ist auf der Insel Madagaskar, die vor der ostafrikanischen Küste im indischen Ozean liegt, bis heute eine sehr reale Bedrohung.</p>
<h2>Die Pest grassierte in Europa seit dem Mittelalter</h2>
<figure id="attachment_2758" aria-describedby="caption-attachment-2758" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-2758 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024-300x225.jpg" alt="In Europa seit langem ausgerottet, grassiert die Pest heute wieder auf Madagaskar. Quelle: 59Plus" width="300" height="225" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024-300x225.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024-768x576.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024-80x60.jpg 80w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024-265x198.jpg 265w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024-696x522.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024-560x420.jpg 560w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/thumb_IMG_9492_1024-600x450.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2758" class="wp-caption-text">In Europa seit langem ausgerottet, grassiert die Pest heute wieder auf Madagaskar. Quelle: 59Plus</figcaption></figure>
<p>Im Spätmittelalter grassierte die Krankheit in Europa und raffte schätzungsweise zwischen einem Drittel und der Hälfte der gesamten Bevölkerung dahin. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es eine<strong> erneute Pestpandemie</strong>. Diese hatte ihren Ursprung in Zentralasien und forderte in den darauffolgenden 50 Jahren weltweit rund 12 Millionen Todesopfer. 1897 fand schließlich eine internationale Sanitätskonferenz in Venedig statt. Um die weitere Ausbreitung der Pest zu verhindern, war das Ziel Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie zu ergreifen. Das Überwachungsgremium wurde zum Vorläufer der heutigen Weltgesundheitsorganisation (WHO).</p>
<p>Es ist strittig, ob die katastrophalen Pestepidemien seit dem Mittelalter tatsächlich alle dem heute bekannten<strong> Pesterreger Yersinia pestis</strong> zugeschrieben werden können. Nichtsdestotrotz gehört sie zu den tödlichsten Krankheiten der Welt. Unbehandelt führen die verschiedenen Formen wie Lungen- oder Beulenpest fast immer zum Tod.</p>
<p>Träger der Pesterreger sind häufig Nagetiere wie Ratten. Übertragen werden kann die Krankheit dann vor allem über infizierte Flöhe, die auch auf Menschen springen. Unter schlechten hygienischen Bedingungen wird die Ausbreitung der Erreger begünstigt.</p>
<h2>Hohe Heilungschancen bei Früherkennung</h2>
<p>Heute kann die Pest mit Antibiotika behandelt werden. Bei frühzeitigem Erkennen sind die Heilungschancen hoch. In Madagaskar, wie auch in den meisten anderen Entwicklungsländern ist die <strong>Versorgung mit Antibiotika</strong> allerdings keine Selbstverständlichkeit. Die hohe Armut der Bevölkerung bietet einen idealen Nährboden für die Krankheit. Ein Ausbruch in einer großen Stadt könnte fatale Folgen haben. In der Hauptstadt Madagaskars Antananarivo wird deshalb der Bakterienstamm mit Unterstützung des US-Militärs am Institut Pasteur genau erforscht.</p>
<p>Nicht zuletzt aber auch, weil der Pesterreger als potentielle Bedrohung in Form einer <strong>Biowaffe</strong> gilt. Bereits 2003 schreibt der Bakteriologe Alexander Rakin von der Ludwig-Maximilians-Universität in München 2003 im Bundesgesundheitsblatt: „Das Pest-Bakterium ist eine der wahrscheinlichsten Biowaffen für terroristische Anschläge“. Im Pest-Institut in Madagaskar lagern mehr als 5000 Bakterienstämme, wer Zutritt zum Forschungsbereich möchte, muss zwei Fingerabdruckkontrollen passieren. Die genauen Sicherheitsvorkehrungen sind aber sicherheitshalber geheim.</p>
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		<title>Morbus Parkinson und Sport</title>
		<link>https://www.59plus.de/morbus-parkinson-und-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2016 14:19:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Parkinson]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diagnose Morbus Parkinson und dennoch Sport treiben &#8211; geht das überhaupt? Wir haben uns verschiedene Sportarten angeschaut, die vielleicht eine gute Ergänzung zum bestehenden Krankheitsbild sein könnten. Parkinson ist weit verbreitet Morbus Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems weltweit. Ca. 50 % der Betroffenen erkranken im Alter zwischen 50 und 60, weitere [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Diagnose Morbus Parkinson und dennoch Sport treiben &#8211; geht das überhaupt? Wir haben uns verschiedene Sportarten angeschaut, die vielleicht eine gute Ergänzung zum bestehenden Krankheitsbild sein könnten.</p>
<h2>Parkinson ist weit verbreitet</h2>
<p>Morbus Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems weltweit. Ca. 50 % der Betroffenen erkranken im Alter zwischen 50 und 60, weitere 30 % erkranken noch später.</p>
<p>Man schätzt, dass in Deutschland zwischen 250 000 und 400 000 Menschen an Morbus Parkinson leiden.</p>
<p>Auch mit Gymnastik, Sport und viel Bewegung kann man die Krankheit nicht aufhalten. Der Patient kann allerdings durch ein gezieltes Training seine motorischen Fähigkeiten beträchtlich verbessern. Dadurch steigt natürlich die Lebensqualität. Aber der Sport wirkt sich nicht nur auf die körperlichen sondern auch auf die geistigen Fähigkeiten aus.</p>
<p>Bevor der Patient sich für eine Sportart entscheidet, sollte unbedingt ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt stattfinden.</p>
<h2>Welche Sportarten sind besonders geeignet?</h2>
<figure id="attachment_4295" aria-describedby="caption-attachment-4295" style="width: 398px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-4295" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920-300x200.jpg" alt="Auch mit Morbus Parkinson kann man Sport machen. Quelle: pixabay.de" width="398" height="265" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920-1068x713.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920-1320x881.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/age-1379437_1920-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px" /><figcaption id="caption-attachment-4295" class="wp-caption-text">Auch mit Morbus Parkinson kann man Sport machen. Quelle: pixabay.de</figcaption></figure>
<p>Die jeweilige Sportart hängt von der Vorliebe der Patienten ab. Wichtig ist vor allem, dass der Sport regelmäßig aber nur mit mäßiger Intensität betrieben wird. Durch die regelmäßige Bewegung werden die Muskeln gestärkt, die Ausdauer des Patienten verbessert sich und die Beweglichkeit bleibt erhalten.</p>
<p>Am besten geeignet sind Sportarten, die man in einer Gruppe ausübt. So kann man sich gegenseitig motivieren und es fällt leichter, den inneren Schweinehund zu überlisten. Hinzu kommt, dass man sich auf die Treffen mit den Sportfreunden freut, auch wegen der Geselligkeit vor und nach dem Sport. So kann die soziale Isolation überwunden werden, die psychische Situation verbessert sich entscheidend.</p>
<p>Bevorzugte Sportarten sind: Walking oder Nordic Walking, Wandern, Gymnastik, Yoga, Pilates, Schwimmen, Tanzen, Radfahren, Krafttraining.</p>
<h2>Nordic Walking, Walking, Wandern</h2>
<p>Nordic Walking wird von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention als sehr geeignete Sportart für Parkinson-Patienten empfohlen. Das Gleichgewicht, die Ganggeschwindigkeit und auch die Haltungsstabilität können durch Nordic Walking entscheidend verbessert werden. Durch den Einsatz der Nordic Walking Stöcke ist diese Sportart auch für Parkinson Patienten geeignet, die unter Gangunsicherheiten und Sturzangst leiden sowie für Patienten, die von Gleichgewichtsstörungen betroffen sind.</p>
<p>Wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht, ist für Parkinson Patienten ohne Gangunsicherheiten und Gleichgewichtsstörungen auch das schnelle Gehen (Walking) oder auch das Joggen zu empfehlen, ebenso das Wandern.</p>
<p>Für Patienten, die lieber zu Hause trainieren, ist das Fahrradergometer oder der Heimtrainer, sehr zu empfehlen. Auch hier stärken die Patienten ihre Beweglichkeit und ihre Ausdauer.</p>
<p>Mehr dazu finden Sie auch <strong><a href="http://goo.gl/Rk8tue">hier.</a></strong></p>
<figure id="attachment_4296" aria-describedby="caption-attachment-4296" style="width: 510px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-4296" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920-300x200.jpg" alt="Welche Sportart für Sie am geeignet ist sollte im Zweifel mit ihrem Arzt abgeklärt werden. Quelle: pixabay.de" width="510" height="340" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/01/yoga-1434787_1920-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px" /><figcaption id="caption-attachment-4296" class="wp-caption-text">Welche Sportart für Sie am geeignet ist sollte im Zweifel mit ihrem Arzt abgeklärt werden. Quelle: pixabay.de</figcaption></figure>
<h2>Gymnastik</h2>
<p>Natürlich gibt es auch unzählige von Gymnastikübungen, die für Parkinson Betroffene sehr gut geeignet sind. Allerdings sollten Patienten die zu Gleichgewichtsstörungen neigen, Übungen im Stehen niemals alleine ausführen. Hier sollte eine zweite Person Hilfestellung leisten. Besser geeignet sind hier Übungen, die im Sitzen oder Liegen durchgeführt werden.</p>
<h2>Übungen mit dem Pezzi-Ball</h2>
<p>Die großen bunten Plastikbälle hüpfen leicht auf und ab und setzen Impulse, die den Gleichgewichtssinn anregen und fördern. Patienten mit Sturzgefahr können den Pezzi-Ball mit einer speziellen Sitzschale fixieren. Somit wird verhindert, dass der Ball während der Übungen wegrollt.</p>
<h2>Krafttraining</h2>
<p>Durch regelmäßiges aber mäßiges Krafttraining kann die Fehlhaltung bei Parkinson Patienten verbessert werden. Auch bei älteren Patienten lassen sich die Stabilität und die allgemeine Beweglichkeit sowie die Feinmotorik der Patienten spürbar steigern. Trainiert wird an Muskel- Trainingsgeräten und mit dem Fahrradergometer. Wichtig ist, dass die Patienten den Trainer bei der Trainingsplanerstellung auf die Parkinson-Erkrankung hinweisen.</p>
<h2>Tanzen</h2>
<p>Neben der Schulung der Beweglichkeit und des Gleichgewichtssinns wird durch die Musik auch die Stimmungslage der Patienten positiv beeinflusst. Auch bei Parkinson Patienten, die mit dem Gehen Probleme haben, können sich Dank Musik und Rhythmus noch recht gut auf der Tanzfläche bewegen. Hinzu kommt auch hier wieder der positive Effekt in der Gruppe, das gemeinsame Erleben.</p>
<p>Mehr Informationen finden Sie auch <a href="https://www.59plus.de/zumba-gold-flotte-rhythmen-auch-im-alter/"><strong>hier.</strong></a></p>
<h2>Schwimmen/Wassergymnastik</h2>
<p>Parkinson Patienten sollten nach Möglichkeit in einem nicht allzu tiefen Becken schwimmen. Die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 30 und 34 Grad. Im warmen Wasser kann sich die steife Muskulatur sehr gut entspannen, die Bewegungen fallen leichter. Durch die Auftriebskraft des Wassers  verliert der Körper den größten Teil seines Gewichtes. Während des Schwimmens oder der Wassergymnastik kann der Patient die Koordination seiner Bewegungen trainieren ebenso wie den Gleichgewichtssinn.</p>
<p>Je nach Schwere der Parkinson Erkrankung ist das Schwimmen jedoch nur in Begleitung einer Aufsichtsperson erlaubt. Auch hierzu sollten die Patienten unbedingt vorher ihren Arzt befragen.</p>
<h2>Tai Chi</h2>
<p>Tai Chi Chuan ist eine alte chinesische Kampf- und Bewegungskunst. Sie dient der Meditation und der Gesunderhaltung. Hierbei wird besonderer Wert auf die Kombination zwischen Entspannung und Achtsamkeit gelegt. Alle Bewegungen sollen so aufwandslos wie möglich erfolgen. Dadurch werden unnötige Verschleißerscheinungen vermieden. Der Körper wird in seine natürliche Haltung gebracht. So können die Bewegungen ruhig und fließend ausgeführt werden. Parkinson Patienten können durch regelmäßiges Training ihre körperlichen und mentalen Fähigkeiten stark verbessern. Patienten, die Tai Chi trainieren, stellen eine höhere Gangsicherheit sowie eine größere Schrittlänge fest.</p>
<p>Mehr Informationen finden Sie auch <strong><a href="http://goo.gl/H72xvV">hier.</a></strong></p>
<p>Generell sollten alle Sportarten von der Lust und Spaß an der Bewegung und vom Zusammensein mit anderen Menschen getrieben sein und nicht von Ehrgeiz und Leistungsdruck.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/morbus-parkinson-und-sport/">Morbus Parkinson und Sport</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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