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	<title>Mehrgenerationenhäuser Archive - 59plus</title>
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	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
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	<title>Mehrgenerationenhäuser Archive - 59plus</title>
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		<title>Nachbarschaftshilfe neu gedacht im Mehrgenerationenhaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Kupka]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2018 02:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den ersten beiden Teilen unserer Reihe zu alternativen Wohnformen im Alter schauten wir uns ein Seniorendorf an sowie das Zusammenleben von Senioren und Studierenden. In diesem Beitrag widmen wir uns weiteren Varianten des generationenübergreifenden Zusammenlebens. Das klassische Beispiel ist die Großfamilie unter einem Dach, die in unserer mobiler werdenden Berufswelt die Ausnahme bleibt. Menschen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In den ersten beiden Teilen unserer Reihe zu alternativen Wohnformen im Alter schauten wir uns ein <a href="https://www.59plus.de/wohnen-im-alter-mit-familie-in-einer-wg-oder-ein-dorf-gruenden/">Seniorendorf</a> an sowie das Zusammenleben von <a href="https://www.59plus.de/wohnen-fuer-hilfe-jung-und-alt-unter-einem-dach/">Senioren und Studierenden</a>. In diesem Beitrag widmen wir uns weiteren Varianten des generationenübergreifenden Zusammenlebens. Das klassische Beispiel ist die Großfamilie unter einem Dach, die in unserer mobiler werdenden Berufswelt die Ausnahme bleibt.</strong></p>
<figure id="attachment_14496" aria-describedby="caption-attachment-14496" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/04/Wohnumfeld-2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-14496 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/04/Wohnumfeld-2-300x200.jpg" alt="Familienstrukturen haben sich im Laufe der Zeit verändert und dadurch auch die Wohnsituation im Alter. Bildquelle: shutterstock.com" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/04/Wohnumfeld-2-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/04/Wohnumfeld-2-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/04/Wohnumfeld-2-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/04/Wohnumfeld-2-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/04/Wohnumfeld-2-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/04/Wohnumfeld-2.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14496" class="wp-caption-text">Familienstrukturen haben sich im Laufe der Zeit verändert und dadurch auch die Wohnsituation im Alter. Bildquelle: shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Menschen unterschiedlichen Alters, die sich für ein Zusammenleben entscheiden, müssen nicht verwandt sein. In einem <strong>Mehrgenerationenhaus</strong> kann jeder seine Talente einbringen und keiner ist alleine. Die Seniorin hilft den Kindern bei den Hausaufgaben oder backt für alle Kuchen. Die Kinder mähen für die älteren Leute den Rasen oder helfen beim Einkauf. Die mittlere Generation erklärt den Älteren das Internet und fährt sie zum Arzt. Das klingt so idyllisch wie in einem Buch von Astrid Lindgren. In der Praxis funktioniert diese Art des Zusammenlebens oft, aber nicht immer.</p>
<h2>Pro und Kontra Mehrgenerationenhaus</h2>
<p>Im Gegensatz zum <a href="https://www.59plus.de/wohnen-fuer-hilfe-jung-und-alt-unter-einem-dach/">Wohnen für Hilfe</a> erfolgt das Geben und Nehmen in solchen Haus- oder Hofgemeinschaften freiwillig. Fühlen sich einzelne Mitglieder des Mehrgenerationenhauses ausgenutzt und glauben, dass ihre Nachbarn mehr einfordern als einbringen, kann das der erste Stein des Anstoßes sein. Darüber hinaus gilt es zu schauen, wie gut die Menschen zueinanderpassen: Ähnliche Interessen, Einstellungen und Hobbys sowie Sympathie erleichtern das Miteinander im Alltag. Außerdem ist es wichtig, stets offen miteinander zu sprechen und Probleme zu klären, bevor sie in einen großen Streit ausarten. Auch sollten die Bewohner idealerweise tolerant, kompromissbereit und rücksichtsvoll sein.</p>
<p>Zudem gilt es zu definieren, wo die Grenzen liegen. Spätestens, wenn ein Bewohner pflegebedürftig wird, muss Hilfe von außen geholt werden. Die Mitbewohner können unterstützen, Essen kochen und Gesellschaft leisten, aber keine Pflegetätigkeiten übernehmen.</p>
<p>Wir können auch weiter denken und das altersgemischte Zusammenleben nicht auf eine Wohnung oder ein Haus beschränken. Es gibt bereits interessante Projekte der „Hilfe von Haus zu Haus“, die einen Stadtteil oder ein Dorf näher zusammenbringt.</p>
<h2>Der Staat fördert Mehrgenerationenhäuser</h2>
<figure id="attachment_11468" aria-describedby="caption-attachment-11468" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-11468 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1-300x204.jpg" alt="Staatliche Förderungen sind auch für ein Mehrgenerationenhaus abrufbar. Bildquelle: shutterstock.com" width="300" height="204" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1-300x204.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1-768x521.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1-1024x695.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1-696x472.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1-1068x725.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1-619x420.jpg 619w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1-1320x896.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Tagesgeldkonto-1-1-600x407.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11468" class="wp-caption-text">Staatliche Förderungen sind auch für ein Mehrgenerationenhaus abrufbar. Bildquelle: shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Der demografische Wandel ist längst Realität, daher hat sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Themas angenommen. Bereits 2017 startete das <a href="http://www.mehrgenerationenhaeuser.de/programm/was-ist-das-bundesprogramm/">Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus</a> und läuft vorerst bis 2020. Für ein Mehrgenerationenhaus können die Gründer Fördergelder beantragen, sofern sie das Projekt noch nicht gestartet haben. Das geförderte Mehrgenerationenhaus zeichnet sich dadurch aus, dass alle Menschen willkommen sind, unabhängig von Alter oder Herkunft. Ein offener Treff mit vielfältigen Angeboten gehört ebenfalls zwingend dazu und bietet Raum für Begegnungen.</p>
<p>In Deutschland nehmen mittlerweile über <a href="http://www.mehrgenerationenhaeuser.de/mehrgenerationenhaeuser/haeuser-in-ihrer-naehe/">540 Mehrgenerationenhäuser</a> an dem staatlichen Programm teil. Gemessen an der wachsenden Zahl von Senioren ist das Nischenprodukt immer noch der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Neben den staatlich unterstützen Angeboten gibt es vielfältige private Initiativen.</p>
<h2>Gemeinschaft erleben als Stadt in der Stadt</h2>
<figure id="attachment_10772" aria-describedby="caption-attachment-10772" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Heidi-1.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-10772 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Heidi-1-300x163.jpg" alt="Gemeinschaft innerhalb der verschiedenen Generationen erleben, das ist das Besondere am Mehrgenerationehaus. Bildquelle: shutterstock.com" width="300" height="163" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Heidi-1-300x163.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Heidi-1-768x417.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Heidi-1-696x378.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Heidi-1-773x420.jpg 773w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Heidi-1-600x326.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/11/Heidi-1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10772" class="wp-caption-text">Gemeinschaft innerhalb der verschiedenen Generationen erleben, das ist das Besondere am Mehrgenerationehaus. Bildquelle: shutterstock.com</figcaption></figure>
<h2></h2>
<p>In Zürich wurde vor gut zehn Jahren der Verein Kalkbreite gegründet und mittlerweile in eine Genossenschaft umgewandelt. Dort entstehen nachhaltig gestaltete Wohnungen und Arbeitsraum, ergänzt durch Einrichtungen für die Gemeinschaft. Innerhalb der sozial gut durchmischten „Stadt in der Stadt“ gibt es unterschiedliche Wohnmodelle. Gerade für ältere alleinstehende Menschen sind die Einpersonenwohnungen interessant, die zu sogenannten <a href="https://anleitung.kalkbreite.net/wohnen/wohnungen#wohnen-im-cluster">Clustern</a> gruppiert werden. Darin hat der Mensch Privatsphäre und muss sich nicht mehr im Alter an eine klassische WG-Situation gewöhnen. Andererseits hat sie oder er vielfältige Möglichkeiten, an der Gemeinschaft teilzunehmen und sie mitzugestalten.</p>
<p>Kennen Sie weitere schöne Beispiele für Mehrgenerationenhäuser? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.</p>
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		<title>Das Quartier –  Gebaute Lebenswelt für eine sorgende Gemeinschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine van Waasen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2017 02:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles und Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geht nicht, gibt's nicht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kann Architektur ein gemeinschaftliches Miteinander fördern? Die Antwort auf diese Frage heißt heute Quartierskonzept, Sozialraumplanung oder lebendige Nachbarschaft. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Das bedeutet, zu den Grundbedürfnissen gehört nicht nur ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen, sondern vor allem der Austausch mit und die Beziehungen zu anderen Menschen. Gemeinschaft [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie kann Architektur ein gemeinschaftliches Miteinander fördern? Die Antwort auf diese Frage heißt heute Quartierskonzept, Sozialraumplanung oder lebendige Nachbarschaft. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Das bedeutet, zu den Grundbedürfnissen gehört nicht nur ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen, sondern vor allem der Austausch mit und die Beziehungen zu anderen Menschen.</strong></p>
<h2>Gemeinschaft und Barrierefreiheit</h2>
<figure id="attachment_4255" aria-describedby="caption-attachment-4255" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-4255 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-300x194.jpg" alt="Glück und Zufriedenheit im Alter werden maßgeblich durch die eigene Wohnsituation beeinflußt. Bildquelle: shutterstock.com" width="300" height="194" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-300x194.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-768x496.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-696x450.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-650x420.jpg 650w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-600x388.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4255" class="wp-caption-text">Glück und Zufriedenheit im Alter werden maßgeblich durch die eigene Wohnsituation beeinflußt. Bildquelle: shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Das ist die Basis aller Ansätze, die sich mit zukunftsfähigen Modellen für gebaute Lebenswelten beschäftigen. Es lässt sich einleuchtend argumentieren, dass es bei einer Wohnform für ältere Menschen nicht allein auf ein barrierefreies Zuhause ankommt. Der Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden ist zwar sehr wichtig, aber eben nur die halbe Wahrheit. Denn was nutzt die tollste schwellenlose Wohnung, wenn die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht gewährleistet ist, keine Einkaufsmöglichkeiten für die Deckung des täglichen Bedarfs vorhanden sind oder man dafür in eine fremde Umgebung ziehen müsste.</p>
<p>Wenn man die Menschen befragt, dann sollte am liebsten alles beim Alten bleiben, die eigene liebgewordene Wohnung mit all den schönen Erinnerungen, der tollen Hausgemeinschaft, den lieben Nachbarn und dem Bäcker an der Ecke. Viele möchten in ihrem bekannten Viertel bleiben, in ihrem Quartier. Nicht umsonst fällt bei einer Wohnberatung oft das Sprichwort: “Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“</p>
<h2>Das Quartier als Wohnform</h2>
<figure id="attachment_9515" aria-describedby="caption-attachment-9515" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/Quartier-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-9515 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/Quartier-1-300x200.jpg" alt="Gelebte Nachbarschaft und gegenseitige Unterstützung der unterschiedlichen Generationen, können in einem Quartier gelebt werden. Bildquelle: shutterstock.com" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/Quartier-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/Quartier-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/Quartier-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/Quartier-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/Quartier-1-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/Quartier-1.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9515" class="wp-caption-text">Gelebte Nachbarschaft und gegenseitige Unterstützung der unterschiedlichen Generationen, können in einem Quartier gelebt werden. Bildquelle: shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Circa 40% aller Haushalte in Deutschland sind Einpersonenhaushalte. Vor allem für ältere Menschen besteht daher die Gefahr der Vereinsamung. Diese Altersgruppe nimmt noch weiter zu. Im Jahre 2050 wird jeder 3. Deutsche über 60 Jahre alt sein. Hier versucht der Quartiersgedanke Lösungen aufzuzeigen, wie die Versorgung gemeinschaftlich gelingen kann. Es gibt unzählige Ehrenamtsprojekte, Nachbarschaftstreffs und Freiwilligendienste bei denen man sich engagieren kann. Zum Glück ist hier ein Trend erkennbar, der zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind zu einer sorgenden Gemeinschaft. Denn nur indem jeder für andere Verantwortung übernimmt, ist diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu bewältigen.</p>
<p>Was kann die Architektur nun dazu beitragen? Es braucht vor allem Anlässe zur Begegnung und Gelegenheiten mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Bei der Konzeptionierung eines Wohnquartiers denken viele zu allererst einmal an Begegnungsstätten, die Versorgung des täglichen Bedarfes oder auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Aber dass auch die Architektur selbst einen großen Anteil hat, wird oft erst auf den zweiten Blick wahrgenommen.</p>
<h2>Was kann die Architektur dazu beitragen?</h2>
<figure id="attachment_9602" aria-describedby="caption-attachment-9602" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-9602 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024-300x169.jpg" alt="Raum für Begegnung, dafür steht der Quartiersgedanke. Bildquelle: 59plus GmbH" width="300" height="169" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024-300x169.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024-768x432.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024-1024x576.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024-696x392.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024-1068x601.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024-747x420.jpg 747w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024-600x338.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/08/thumb_IMG_3300_1024.jpg 1182w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9602" class="wp-caption-text">Raum für Begegnung, dafür steht der Quartiersgedanke. Bildquelle: 59plus GmbH</figcaption></figure>
<p>In jedem Gebäude sollte eine große Bandbreite an Wohnungsgrößen vorhanden sein. Diese Durchmischung bietet erst die Voraussetzung, dass unterschiedliche Haushaltsformen in einem Haus zusammenwohnen können. Der alleinstehende Rentner, die Alleinerziehende mit Kind, der berufstätige Single und die Familie. So wird der Mehrgenerationengedanke umgesetzt und Nachbarschaftshilfe unterstützt. Auch ein Wohnungstausch innerhalb eines Gebäudes wird möglich, wenn sich die Bedürfnisse verändern. Ein Senior könnte ins Erdgeschoss ziehen und eine Familie in die so frei gewordene Wohnung in der oberen Etage.</p>
<p>Gemeinschaftliche Wohnformen haben den Laubengang als Erschließung wiederentdeckt. Hier wird mit einem halböffentlichen Raum eine Zone der Begegnung geschaffen. Man sieht, wer vorm Küchenfenster vorbeigeht oder trifft den Nachbarn beim Verlassen der Wohnung. Der ehemals reine Erschließungsflur bekommt so Aufenthaltsqualität.</p>
<h2>Nicht nur Innen, sondern auch Außen</h2>
<p>Für die Lebensqualität spielt der Außenbereich eine große Rolle. Die Anordnung der Gebäude um einen gemeinsamen Innenhof ermöglicht gemeinsame Nachbarschaftsfeste oder andere gemeinsame Aktionen. Eine barrierefreie Wegeführung mit breiten Gehwegen, abgesenkten Bordsteinkanten und guter Beleuchtung und Beschilderung mindern die Hürden das Haus zu verlassen. Grünanlagen sollen zum Verweilen einladen. Das können zum Beispiel Generationenspielplätze sein, die für Erwachsene und Kinder Fitnessgeräte und Geschicklichkeits-Parcours anbieten. Lieblose Hinterhöfe und Abstandsflächen können durch Umgestaltung zu Wohlfühlorten werden und dazu beitragen, dass sich die Bewohner mit Ihrem Quartier identifizieren und gerne da wohnen.</p>
<figure id="attachment_4031" aria-describedby="caption-attachment-4031" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Einsamkeit-im-Alter-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-4031 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Einsamkeit-im-Alter-3-300x200.jpg" alt="Wenn es nicht die eigenen Enkel sind, freuen sich die Kinder anderer Familien bestimmt über einen &quot;Leihopa&quot; oder eine &quot;Leihoma&quot; aus der Nachbarschaft. Quelle: Shutterstock.com" width="300" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Einsamkeit-im-Alter-3-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Einsamkeit-im-Alter-3-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Einsamkeit-im-Alter-3-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Einsamkeit-im-Alter-3-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Einsamkeit-im-Alter-3-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Einsamkeit-im-Alter-3.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4031" class="wp-caption-text">Wenn es nicht die eigenen Enkel sind, freuen sich die Kinder anderer Familien bestimmt über einen &#8220;Leihopa&#8221; oder eine &#8220;Leihoma&#8221; aus der Nachbarschaft. Quelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Gelebte Nachbarschaften, wie wir sie aus dem dörflichen Raum noch kennen, sind klassische sorgende Gemeinschaften. Einer schaut nach dem anderen, bei Krankheit und Notsituationen hilft man sich ganz selbstverständlich. Auf der anderen Seite gibt es Gegenden, wo man selbst den nächsten Nachbarn nicht kennt. Solche anonymen Hochhaussiedlungen werden heute als Bausünden angesehen. Gerade dieses Beispiel macht deutlich, dass Architektur gute Voraussetzungen schaffen kann, gebaute Lebenswelt für eine sorgende Gemeinschaft zu werden.</p>
<p>Daher sehe ich es als vorrangige Aufgabe der Planer, bestehende Stadtviertel aufzuwerten und gerade den Bestand diesen neuen Erfordernissen anzupassen. Nur so kann auch die Architektur einen Teil dazu beitragen, lebendige Nachbarschaft im Quartier zu ermöglichen.</p>
<p>Herzlichst Ihre Sabine van Waasen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/das-quartier-gebaute-lebenswelt-fuer-eine-sorgende-gemeinschaft/">Das Quartier –  Gebaute Lebenswelt für eine sorgende Gemeinschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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