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	<title>Autorin Archive - 59plus</title>
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	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
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	<title>Autorin Archive - 59plus</title>
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	<item>
		<title>&#8220;Der Stoff&#8221; von Monika Helfer</title>
		<link>https://www.59plus.de/der-stoff-von-monika-helfer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 02:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles und Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Monika Helfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die österreichische Bestsellerautorin Monika Helfer, bekannt u.a. durch ihre persönlichen Romane „Bagage“, „Vati“ und „Löwenherz“, hat sich einem ganz alltäglichem Thema gewidmet und daraus natürlich etwas ganz Besonderes gezaubert. Der Residenz-Verlag hat sie in einer neuen Buchreihe von den „Dingen des Lebens“ (Das Fahrrad, der Teller, der Schlüssel etc.) zum Thema „Der Stoff“ zu Wort [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/der-stoff-von-monika-helfer/">&#8220;Der Stoff&#8221; von Monika Helfer</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class=""><strong>Die österreichische Bestsellerautorin Monika Helfer, bekannt u.a. durch ihre persönlichen Romane „Bagage“, „Vati“ und „Löwenherz“, hat sich einem ganz alltäglichem Thema gewidmet und daraus natürlich etwas ganz Besonderes gezaubert.</strong></div>
<div></div>
<div class=""><a href="https://www.residenzverlag.com/">Der Residenz-Verlag</a> hat sie in einer neuen Buchreihe von den „Dingen des Lebens“ (Das Fahrrad, der Teller, der Schlüssel etc.) zum Thema „Der Stoff“ zu Wort kommen lassen. Ein kleines, schmales Büchlein mit grade mal 64 Seiten: erzählerisch, lyrisch, poetisch, kritisch, persönlich und kulturell.</div>
<div></div>
<div>
<figure id="attachment_67704" aria-describedby="caption-attachment-67704" style="width: 686px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-67704 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-686x1024.jpg" alt="&quot;Der Stoff&quot; von Monika Helfer, erschienen im Residenz Verlag. Bildquelle: © Residenz Verlag" width="686" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-686x1024.jpg 686w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-201x300.jpg 201w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-768x1146.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-1030x1536.jpg 1030w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-696x1038.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-1068x1593.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-282x420.jpg 282w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-300x448.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721-600x895.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/10/97837017360721.jpg 1287w" sizes="(max-width: 686px) 100vw, 686px" /></a><figcaption id="caption-attachment-67704" class="wp-caption-text">&#8220;Der Stoff&#8221; von Monika Helfer, erschienen im Residenz Verlag. Bildquelle: © Residenz Verlag</figcaption></figure>
</div>
<div></div>
<div class="">Monika Helfer nimmt den Leser auf unterschiedlichste Exkurse mit, immer an der Stoffkante entlang. Manchmal kann man die Stoffe fast riechen und fühlen. Dann folgen Geschichten von früher, als ihre Onkels einen einzigen Anzug lebenslang trugen, jeder mit seinem eigenen Geruch (Tabak, Muff und „Pitralon“-Rasierwasser), der sie bis heute positiv mit ihrer Kindheit verbindet. Oder von der sensationellen Erfindung des Nyltest-Hemdes in den 60gern (Schweißgeruch garantiert, aber Hauptsache bügelfrei!).</div>
<div></div>
<div class="">Dann wieder Einblicke in ihre Mädchenjahre, als sie in einem kleinen Stoffladen um die Ecke bei einer alten Italienerin stöbern durfte, Stoffreste geschenkt bekam und diese in ein „Monika Helfer-Stoffalbum“ einklebte. Auch kritische Momente fehlen nicht. Was ist uns Kleidung und Stoff heute wert, bzw. was wertet uns wirklich auf? Was ist ein Gewand, wo kommt der Begriff her?</div>
<div></div>
<div class="">Ab wann bekleideten Adam und Eva sich im Paradies und warum? Mehr wird nicht jetzt verraten! Auf jeden Fall Lese-Stoff für eine schöne Stunde Auszeit.</div>
<div></div>
<div>Eure <a href="https://www.59plus.de/neu-bei-59plus-de-katharina-stellt-vor/">Katharina</a></div>
<div></div>
<div>“Der Stoff” ist im <a href="https://www.residenzverlag.com/">Residenz Verlag</a> erschienen. Das Buch können Sie ganz einfach und versandkostenfrei <a href="https://hansenkroeger.buchhandlung.de/shop/article/51670895/monika_helfer_der_stoff.html">online hier</a>, in der Buchhandlung unseres Vertrauens, bestellen! Mehr zu Katharina Martini erfahrenSie unter: <span class=""><a class="" href="http://www.katharinamartini.de/">www.katharinamartini.de</a> oder bei Instagram unter katharina_liest vor.</span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/der-stoff-von-monika-helfer/">&#8220;Der Stoff&#8221; von Monika Helfer</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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		<item>
		<title>Katharina stellt vor: &#8220;Altern&#8221; von Elke Heidenreich</title>
		<link>https://www.59plus.de/katharina-stellt-vor-altern-von-elke-heidenreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Aug 2024 02:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles und Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Altern]]></category>
		<category><![CDATA[Autorin]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Hanser Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Elke Heidenreich]]></category>
		<category><![CDATA[Lektüre]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Bestseller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8220;Ich habe mein Leben komplett in den Sand gesetzt“. Mit dieser Überschrift beginnt Elke Heidenreichs erstes Kapitel. „Ich hatte ein unfassbar wunderbares Leben“. Das ist die des zweiten Kapitels. Und dann: „So, nun suchen Sie sich aus diesen zwei Lebensversionen doch bitte eine aus“…Typisch „Heidenreich!&#8221;. Ehrlich, authentisch, provozierend, humorvoll, anregend, literarisch, mutmachend, respektvoll, klug. Und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/katharina-stellt-vor-altern-von-elke-heidenreich/">Katharina stellt vor: &#8220;Altern&#8221; von Elke Heidenreich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class=""><strong>&#8220;Ich habe mein Leben komplett in den Sand gesetzt“. Mit dieser Überschrift beginnt Elke Heidenreichs erstes Kapitel. „Ich hatte ein unfassbar wunderbares Leben“. Das ist die des zweiten Kapitels. Und dann: „So, nun suchen Sie sich aus diesen zwei Lebensversionen doch bitte eine aus“…Typisch „Heidenreich!&#8221;.</strong></div>
<div></div>
<div class="">Ehrlich, authentisch, provozierend, humorvoll, anregend, literarisch, mutmachend, respektvoll, klug. Und vor allem nicht überheblich, schönredend, mitleidig. Das wäre ja nicht sie, die Elke Heidenreich. Die, die kein Blatt vor den Mund nimmt.</div>
<div></div>
<div class="">Ich habe dieses Buch im „zarten“ Alter von 63 Jahren verschlungen. Könnte jetzt einsteigen und meine Lieblingspassagen zitieren. Da gibt es einige. Genauso wie den Strauss an literarischen Stimmen: von Elias Canetti, Mascha Kaléko, von Kafka bis Brecht u.v.m.. Aber ich denke, jeder wird auf seine Weise von diesem Werk berührt. Deshalb lasse ich das.</div>
<div></div>
<div>
<figure id="attachment_67433" aria-describedby="caption-attachment-67433" style="width: 632px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-67433 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-632x1024.jpg" alt="&quot;Altern&quot; von Elke Heidenreich, erschienen im Carl Hanser Verlag. Bildquelle: Carl Hanser Verlag" width="632" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-632x1024.jpg 632w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-185x300.jpg 185w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-768x1244.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-948x1536.jpg 948w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-696x1128.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-1068x1730.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-259x420.jpg 259w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-300x486.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern-600x972.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/08/Cover-Altern.jpg 1185w" sizes="(max-width: 632px) 100vw, 632px" /></a><figcaption id="caption-attachment-67433" class="wp-caption-text">&#8220;Altern&#8221; von Elke Heidenreich, erschienen im Carl Hanser Verlag. Bildquelle: Carl Hanser Verlag</figcaption></figure>
</div>
<div></div>
<div class="">Bei meiner Recherche las ich auch einige kritische Stimmen über „Altern“ (erschienen im Carl Hanser Verlag): „Ja, Frau Heidenreich hat ja gut reden. Ja, die kann es sich leisten. Ja, die ist ja auch als berühmte Autorin abgesichert“. Aber um all das genau geht es nicht. Und gepampert wurde diese Autorin im Leben und besonders als Kind sicher nicht! Sie hat vieles mutig, eigenverantwortlich und ehrlich angepackt, oft gekämpft. Respekt! Nicht meckern, besser das Buch aufmerksam lesen.</div>
<div></div>
<div class="">Ich kann es einfach nur empfehlen. Und werde es sicherlich noch oft zur Hand nehmen, wenn ich mal wieder hadere. Und einen Stups brauche, um das „Alters-Krönchen“ mutig wieder aufzusetzen!</div>
<div></div>
<div>
<p>Eure <a href="https://www.59plus.de/neu-bei-59plus-de-katharina-stellt-vor/">Katharina</a></p>
<p>Das Buch können Sie ganz einfach und versandkostenfrei <a href="https://hansenkroeger.buchhandlung.de/shop/article/51650139/elke_heidenreich_altern.html">online hier</a>, in der Buchhandlung unseres Vertrauens, bestellen! Mehr zu Katharina Martini erfahrenSie unter: <span class=""><a class="" href="http://www.katharinamartini.de/">www.katharinamartini.de</a> oder bei Instagram unter katharina_liest vor.</span></p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/katharina-stellt-vor-altern-von-elke-heidenreich/">Katharina stellt vor: &#8220;Altern&#8221; von Elke Heidenreich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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		<title>Maria Bachmann: &#8220;Wir können heute unser Leben verändern&#8221;</title>
		<link>https://www.59plus.de/maria-bachmann-wir-koennen-heute-unser-leben-veraendern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2020 03:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Autorin]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lesung]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspielerin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Schauspielerin und Autorin Maria Bachmann wuchs wie viele der sogenannten Kriegsenkel mit Eltern auf, die gefangen waren im Trauma des Zweiten Weltkriegs. Deren Leben geprägt war von Sprachlosigkeit, Depression und Pflichterfüllung. Wie sie es schafft, als verunsichertes und angepasstes Mädchen mit Vertrauen und Zuversicht ihre Träume zu verwirklichen, hat sie in ihrem aktuellen Buch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/maria-bachmann-wir-koennen-heute-unser-leben-veraendern/">Maria Bachmann: &#8220;Wir können heute unser Leben verändern&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Schauspielerin und Autorin Maria Bachmann wuchs wie viele der sogenannten Kriegsenkel mit Eltern auf, die gefangen waren im Trauma des Zweiten Weltkriegs. Deren Leben geprägt war von Sprachlosigkeit, Depression und Pflichterfüllung. Wie sie es schafft, als verunsichertes und angepasstes Mädchen mit Vertrauen und Zuversicht ihre Träume zu verwirklichen, hat sie in ihrem aktuellen Buch aufgeschrieben.</strong></p>
<h2>Frau Bachmann, Sie haben offenbar mit Ihrem Buch einen Nerv getroffen. Zu Ihren Lesungen kommen Hunderte von Menschen.</h2>
<p>Verrückt ist, dass bei den Lesungen auch jüngere um die 35 bis 40 Jahre dabei sind und immer noch ähnliche Themen haben. Und auch sehr viel ältere. Einmal war eine Dame von 82 Jahren in einer meiner Lesungen. Ich habe sie gleich angesprochen und gesagt: &#8220;Eigentlich könnten Sie hier sitzen und erzählen&#8221;. Und ich dachte, wie sie wohl darauf reagieren wird, wenn ich erzähle, wie es mir erging. Am Schluss kam sie mit ihrer Tochter auf mich zu, reichte mir die Hand und sagte: &#8220;Ich wollte mich nur bedanken. Genau so war es.&#8221; Das hat mich zu Tränen gerührt. Das Thema ist generationsübergreifend.</p>
<figure id="attachment_55026" aria-describedby="caption-attachment-55026" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-55026 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-1024x683.jpg" alt="Die Kriegsgeneration ist oftmals mit ihren Traumata allein gelassen worden und hat somit das ein oder andere unbewusst an die Kindergeneration weiter gegeben. Bildquelle: © Jd Mason / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-1536x1024.jpg 1536w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Maria-Bachmann-Jd-Mason-Unsplash.com_.jpg 1920w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-55026" class="wp-caption-text">Die Kriegsgeneration ist oftmals mit ihren Traumata allein gelassen worden und hat somit das ein oder andere unbewusst an die Kindergeneration weiter gegeben. Bildquelle: © Jd Mason / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Sie wuchsen in einem beschaulichen süddeutschen Ort auf. Ihre Eltern hatten die Nazizeit und als Jugendliche den Krieg erlebt. Aber sie sprachen nicht darüber. Überhaupt beschreiben Sie sehr eindrücklich die Sprachlosigkeit in ihrer Familie. Haben Sie besonders unter ihr gelitten?</h2>
<p>Ja, keine Worte zu finden, nicht fähig zu sein über etwas zu sprechen, was man empfindet. Es gab keine Ausdrücke, es gab kein Bewusstsein, das hatten meine Eltern nicht gelernt. Beim Schreiben habe ich lange überlegt, wie ich dieses Schweigen anschaulich in den Vordergrund stellen kann. Dass es nicht nur für mich nachvollziehbar ist, sondern für alle. Wie kann man Schweigen beschreiben? Oder diese bleierne Zeit, die Dumpfheit, die so trennt und gleichzeitig verbindet? Dafür habe ich Situationen und Bilder gesucht, um das zu veranschaulichen.</p>
<h2>Was hat Ihnen geholfen, diese Sprachlosigkeit zu überwinden?</h2>
<p>Dazu hat bei mir auch die Schauspielerei beigetragen. Da musste ich mich selbst kennenlernen. Das ist erst mal wie eine neue Ausbildung, Worte für Gefühle zu finden und dass es okay und gut ist, darüber zu sprechen. In den Gesprächen nach den Lesungen wird das immer wieder deutlich. Niemand wollte feige sein oder sich selbst zu ernst nehmen. Wenn junge Soldaten aus dem Krieg zurückkamen, haben sie diesen Schmerz und alle Erlebnisse weggesteckt. Sonst wären sie ja kein Mann gewesen. Das war in der damaligen Zeit so. Es hieß, &#8220;Ein Indianer kennt keinen Schmerz&#8221; oder &#8220;Stell&#8217; dich nicht so an&#8221;. Ich bin im Buch vor allem darauf eingegangen, uns heute abzuholen, um auch ein Verständnis für die Nachkommen zu schaffen, zusätzlich zu dem, was die Eltern erlebt haben.</p>
<h2>Ihre Eltern vermittelten Ihnen, dass man die Dinge nicht ändern konnte. Die Lebensaufgabe bestand darin, mit allem klarzukommen. 1984 lernten Sie den damals 39-jährigen Udo Lindenberg kennen. War er sozusagen Ihr Entwicklungshelfer?</h2>
<p>Heute, in dieser Rückschau, kann ich sagen, definitiv. Es ist ja so, dass wir einen Rucksack von Zuhause mitbekommen. In diesem Rucksack sind alle die Glaubenssätze, Lebenseinstellungen und Ängste und Unsicherheiten, aber auch die Hoffnungen und die Lebenslust. Als ich Udo kennengelernt habe, habe ich gesehen, dass in seinem Rucksack ganz andere Dinge sind als in meinem. Nun wollte ich auch das haben, was er in seinem Rucksack hatte. Aber dazu musste ich meinen erst einmal ausleeren und aussortieren. Als wir uns kennenlernten, war ich 20 und noch nicht dazu in der Lage. Deswegen war die Zeit mit ihm der blanke Wahnsinn. Eine Offenbarung und gleichzeitig auch eine große Herausforderung. Heute kann ich sagen, hätte ich ihn nicht gehabt, wäre mein Leben definitiv anders verlaufen.</p>
<h2>Wovon mussten Sie sich verabschieden, um herauszufinden, wie Sie leben möchten?</h2>
<p>Erst im Erwachsenenalter konnte ich mir diesen Rucksack mit den alten Glaubenssätzen anschauen: &#8220;Was meinst du, wer du bist? Tu dich nicht hervor! Lach nicht so laut. Tanz nicht aus der Reihe. Du wirst dich noch umgucken. Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Auf der anderen Seite ist das Gras auch nicht grüner.&#8221; Sie kamen aus der Sicht meiner Eltern, aus einem Sicherheitsdenken und aus einer Fürsorge heraus. Aus ihrem Erfahrungsschatz war das ja genau richtig.</p>
<p>Als ich das erkannt hatte, konnte ich aussortieren und sagen, für mich gilt das aber heute nicht mehr. Wenn wir das sang- und klanglos übernehmen, dann leben wir in dieser alten Spur weiter und leben nicht unser eigenes Leben. Und das finde ich fatal. Wir haben nur dieses eine Leben und deswegen finde ich es so wichtig, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wo wir heute stehen und was wir aus dem Rucksack aussortieren wollen. Wir können die alten, ausgetretenen Pfade verlassen, wir dürfen alles Hemmende bei den Eltern und Großeltern in einer Zeit lassen, wo es eigentlich auch hingehört.</p>
<h2>Haben Sie das Buch in erster Linie für sich selbst geschrieben oder eben auch mit dem Bewusstsein, dass es Vielen so geht wie Ihnen?</h2>
<p>Ich habe das Buch definitiv nicht für mich geschrieben. Ich für mich hatte es schon verarbeitet. Aber ich hatte den Verdacht, dass ich nicht die Einzige bin, die das betrifft. Ich musste aber mutig vorangehen und von mir selber schreiben, um zu sagen: &#8220;Schaut mal, wir sind vielleicht ganz viele&#8221;. Und wir dürfen heute über alles reden, uns darüber austauschen und nachdenken. Und es ist erlaubt, unsere Hemmungen, unsere Probleme, kleine und große, das alles ins Licht zu bringen, aus dem Schatten von damals hervorzuholen, damit es sich verändern kann, damit wir Verantwortung für unsere eigenen Gefühle übernehmen können. Denn die Eltern konnten es damals nicht. Sie waren Opfer ihrer Zeit. Wir nicht. Das ist der große Unterschied. Wir können heute selbstbestimmt sein und dazu braucht es den Mut, hinzuschauen.</p>
<figure id="attachment_55027" aria-describedby="caption-attachment-55027" style="width: 625px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-55027 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-625x1024.jpg" alt="Absolut lesenswert: &quot; Du weißt ja gar nicht, wie gut Du es hast&quot;. Bildquelle: © Droemer Knaur Verlag" width="625" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-625x1024.jpg 625w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-183x300.jpg 183w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-768x1258.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-938x1536.jpg 938w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-696x1140.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-1068x1750.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-256x420.jpg 256w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-300x491.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover-600x983.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2020/02/Bachmann_Cover.jpg 1172w" sizes="auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px" /></a><figcaption id="caption-attachment-55027" class="wp-caption-text">Absolut lesenswert: &#8221; Du weißt ja gar nicht, wie gut Du es hast&#8221;. Bildquelle: © Droemer Knaur Verlag</figcaption></figure>
<h2>Sie sind nicht nur eine erfolgreiche Schauspielerin und Autorin, sondern auch Präsenz- und Motivationscoach. Ist diese Arbeit aus dem Wunsch entstanden, Ihre Erfahrungen anderen Menschen mitzugeben?</h2>
<p>Ich habe zuerst angefangen, Schauspieler zu coachen für Rollen und später dann auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Unternehmen. Oft kommt an erster Stelle, dass sie Probleme haben, zu sich zu stehen und das, was sie in ihrem Leben bislang geleistet haben, zu wertschätzen. Die großen und die kleinen Dinge gehören gewürdigt. Das sage ich auch immer bei den Lesungen: &#8220;Unsere Kindheit und Jugend gehört gewürdigt!&#8221; Wir haben so viel durchlebt und zu sagen, naja, wir haben ja keinen Krieg erlebt, uns ging es ja immer gut, ist ja nur die halbe Wahrheit.</p>
<h2>Können Sie das genauer erklären?</h2>
<p>Zum Beispiel in Anbetracht dessen, was meine Eltern erlebt haben. Dass meine Mutter sich bei Fliegeralarm in die Ackerfurche geschmissen hat und dass mein Vater in Frankreich irgendwelche Leute wegbringen musste und ein mulmiges Gefühl dabei hatte. Das sind Zustände, Gefühle und Erlebnisse, dagegen ist das, was ich so an seelischen Befindlichkeiten hatte, nichts. Und deswegen neigen wir dann dazu, das, was uns am Herzen liegt, zu minimieren und zu vergleichen. Mit diesem Gefühl, ich bin nicht gut genug. Ich muss mir alles so hart erarbeiten. Ich habe es nicht verdient, glücklich und gesund zu sein. Oft merken wir gar nicht, was uns fernsteuert, weil es so tief in uns vergraben ist. Und da schaue ich immer wieder hin. Was ist denn das für eine Stimme, die mich immer wieder bremst? Ich arbeite dabei auch viel mit schauspielerischen Werkzeugen.</p>
<h2>Das klingt auch im Buch an, wenn Sie Situationen aus der Schauspielausbildung beschreiben.</h2>
<p>Ich finde es einfach schön, wenn man sich mit all seinen Gefühlen anfreunden kann bzw. keine Angst vor ihnen hat. Das ist eine Lebensaufgabe, keine Angst vor der Angst zu haben, keine Angst vor der Wut oder vor der Freude. Unsere Eltern und Großeltern haben ihre Gefühle entweder ausagiert oder unter den Teppich gekehrt. Dafür kam es dann auf der anderen Seite wieder raus, nämlich in emotionaler Gewalt oder auch körperlicher Gewalt in der Familie, weil sie so hilflos waren. Deswegen habe ich heute ganz viel Mitgefühl für unsere Vorfahren und auch für meine Eltern, die immer das Beste gemacht haben, was in ihrer Macht stand.</p>
<h2>Was raten Sie Menschen, die ähnlich empfinden wie Sie?</h2>
<p>Nicht jeder braucht eine Therapie. Für mich war es richtig und notwendig. Es reicht ein Gespräch mit einer Freundin oder sich mal zu überlegen, warum in meinem Leben dauernd irgendetwas im Inneren zwickt, dann habe ich die Möglichkeit, für mich zu sorgen. Es gibt Bücher, Kurse, Yoga, Meditation, Natur, Innere-Kind-Arbeit – Selbstfürsorge. Möglichkeiten gibt es sehr viele. Und wenn ich mit meinem Leben glücklich und zufrieden bin, muss ich überhaupt nichts machen.</p>
<h2>Können Sie jetzt sagen, dass Sie glücklich und zufrieden sind?</h2>
<p>Ja. Natürlich nicht dauerhaft, aber sagen wir es so, ich bin ein Stück weit zu mir vorgedrungen und das tut mir gut. Und die Herausforderungen, die noch kommen werden, die gehe ich an, so gut ich kann wie jeder Mensch.</p>
<p>Herzlichen Dank für das Gespräch, Frau Bachmann.</p>
<p><strong>Das Buch &#8220;Du weißt ja gar nicht, wie gut du es hast &#8211; Von einer, die ausbrach, das Leben zu lieben&#8221; ist im Knaur Verlag erschienen und kostet 19,90 Euro. Die Termine der nächsten Lesungen finden Sie auf <a href="https://www.mariabachmann.de/">Maria Bachmanns Website.</a><br />
</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/maria-bachmann-wir-koennen-heute-unser-leben-veraendern/">Maria Bachmann: &#8220;Wir können heute unser Leben verändern&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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		<title>Margot Käßmann: &#8220;Die Kirche muss sich verändern&#8221;</title>
		<link>https://www.59plus.de/margot-kaessmann-die-kirche-muss-sich-veraendern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2019 02:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Autorin]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Margot Käßmann]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Welche Bedeutung haben Gott und die Kirche noch in unserer modernen, schnelllebigen Zeit? Das ist eine der Fragen, die wir der Theologin Margot Käßmann gestellt haben, die bis zu ihrem Ruhestand eine der prägenden Persönlichkeiten in der Evangelischen Kirche (EKD) war. Unter anderem war die vierfache Mutter langjährige Bischöfin der Evangelischen Landeskirche Hannover und Ratsvorsitzende [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Welche Bedeutung haben Gott und die Kirche noch in unserer modernen, schnelllebigen Zeit? Das ist eine der Fragen, die wir der Theologin <a href="https://margotkaessmann.de/">Margot Käßmann</a> gestellt haben, die bis zu ihrem Ruhestand eine der prägenden Persönlichkeiten in der Evangelischen Kirche (EKD) war. Unter anderem war die vierfache Mutter langjährige Bischöfin der Evangelischen Landeskirche Hannover und Ratsvorsitzende der EKD.</strong></p>
<h2>&#8220;Folge dem, was Dein Herz Dir rät&#8221; lautet der Titel Ihrer Biografie. Wie hat dieses Motto Ihr Leben geprägt?</h2>
<p>Margot Käßmann: Mir ist im Rückblick klar, dass es stets am Besten war, nicht auf all die Stimmen zu hören, die dich bedrängen, beeinflussen, es durchaus auch gut meinen, sondern sich zurückzuziehen, Stille zu suchen und erst dann zu entscheiden. Dann konnte ich mit den Entscheidungen auch gut leben.</p>
<h2>Wie hat Ihnen der Glaube in Lebenskrisen Trost und Bestärkung geschenkt?</h2>
<p>Margot Käßmann: Für mich ist wichtig, dass der christliche Glaube Leid nicht ausspart. Jesus hat selbst gelitten, ist gestorben. Deshalb kann ich mich in den schweren Zeiten an ihn wenden im Gebet, kann Gott vertrauen im Leben, im Sterben und darüber hinaus. Die biblischen Texte halten mich dabei, denn sie sind älter und tiefer als manche aktuelle Betroffenheitsbekundung. Ich denke allein an die Psalmen.</p>
<figure id="attachment_47816" aria-describedby="caption-attachment-47816" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein.gif"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-47816 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein-683x1024.gif" alt="Der christiche Glaube spielt im Leben von Margot Käßmann nach wie vor eine große Rolle. Bildquelle: © Julia Baumgart Photography" width="683" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein-683x1024.gif 683w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein-200x300.gif 200w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein-768x1152.gif 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein-696x1044.gif 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein-1068x1602.gif 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein-280x420.gif 280w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein-300x450.gif 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_MKaessman-klein-600x900.gif 600w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><figcaption id="caption-attachment-47816" class="wp-caption-text">Der christiche Glaube spielt im Leben von Margot Käßmann nach wie vor eine große Rolle. Bildquelle: © Julia Baumgart Photography</figcaption></figure>
<h2>Hat sich Ihre Sicht auf den christlichen Glauben im Laufe der Jahre verändert?</h2>
<p>Margot Käßmann: Der eigene Glaube verändert sich ja im Leben. Ein Kind glaubt oft an Gott, der ihn beschützt. Heute sehe ich Gott oft als Freundin, die mich begleitet, als Geistkraft, die mich stärkt. Mir ist wichtig, dass Martin Luther uns ermutigt hat, selbst zu denken, Fragen zu stellen, Zweifel zuzulassen. Das macht für mich lebendigen Glauben aus.</p>
<h2>Welche Bedeutung hat er in unserer modernen, von radikalen Umbrüchen geprägten Welt?</h2>
<p>Margot Käßmann: Christlicher Glaube kann Halt und Haltung geben, denke ich. All das Getöse um Zuwanderung beispielsweise: Wir sehen uns als Gemeinschaft über kulturelle und nationale Grenzen hinweg. Und es heißt: Selig sind die Frieden stiften. Bittet für die, die euch verfolgen. Das ist ein Kontrastprogramm gegen den Hass und die Hetze unserer Tage.</p>
<h2>Viele Menschen treten aus der Kirche aus. Was glauben Sie, wie sich die Kirche verändern muss, um für die Menschen attraktiv und sinnstiftend zu sein?</h2>
<p>Margot Käßmann: Ich wünsche mir sehr, dass Gottesdienste so sind, dass Menschen eine Sehnsucht danach haben. Nach diesen Orten, die Ruhe vermitteln in lauter Zeit, die entschleunigen, uns die Gelegenheit geben, an die wesentlich Fragen zu denken, die nichts mit Geld, Gier und Konsum zu tun haben. Ja, die Kirche muss sich verändern. Aber sie ist auch kein Angebot auf dem Markt, das locken muss mit Schnäppchenangeboten.</p>
<h2>Vor einem Jahr haben Sie sich von ihren kirchlichen Ämtern verabschiedet. Seitdem schreiben Sie vor allem Bücher. Für Kinder, über das Älterwerden und über das Enkel-Glück. Können sich Ihre Leserinnen und Leser bald auf ein neues Buch freuen?<strong> </strong></h2>
<p>Margot Käßmann: Gerade habe ich ein Manuskript über Freundschaft abgegeben. Danach mache ich erst mal Pause bis auf die Kinderbuchreihe, die ich mit meiner Tochter Lea begonnen habe. Zweimal im Jahr werde ich für das Grundschulalter biblische Geschichten nacherzählen. Die Weihnachtsgeschichte ist schon gedruckt, die Ostergeschichte kommt nächstes Jahr. Mir ist so wichtig, dass Kinder etwas vom christlichen Glauben wissen.</p>
<figure id="attachment_47813" aria-describedby="caption-attachment-47813" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-47813 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670-683x1024.jpg" alt="Gemeinsam mit ihrer Tochter Julia verfasst Margot Käßmann biblische Geschichten für Kinder. Bildquelle: ©Julia Baumgart Photography" width="683" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670-683x1024.jpg 683w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670-200x300.jpg 200w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670-768x1152.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670-696x1044.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670-1068x1602.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670-280x420.jpg 280w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670-300x450.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670-600x900.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/09/JuliaBaumgartPhotography_Margot-Kaessmann-67670.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><figcaption id="caption-attachment-47813" class="wp-caption-text">Gemeinsam mit ihrer Tochter Julia verfasst Margot Käßmann biblische Geschichten für Kinder. Bildquelle: ©Julia Baumgart Photography</figcaption></figure>
<h2>In der Öffentlichkeit sind Sie mit Ihren Vorträgen und Predigten eine gefragte Rednerin. Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?</h2>
<p>Margot Käßmann: Ich freue mich über die vielen Anfragen, muss aber auswählen. Wann immer es um existentielle Fragen von Leid und Sterben geht oder um die Orientierung an christlichen Werten, sage ich aber gern zu.</p>
<h2>Als neues Projekt geben Sie monatlich die Zeitschrift &#8220;Mitten im Leben&#8221; heraus. Um welche Themen geht es darin?</h2>
<p>Margot Käßmann: Für mich war es ein wunderbares Angebot des Herder-Verlages, so eine Zeitschrift herauszugeben. Wir legen für jeden Monat ein Thema fest: Geschwister, Flucht, Trauer, Kinder oder andere. Und dann gestalten wir sechzehn Seiten, die ich selbst schreibe mit biblischen und gesellschaftlichen Bezügen, Film- und Buchtipps, Poesie. Das macht mir richtig Spaß.</p>
<h2>Offiziell sind Sie im Ruhestand &#8211; und immer noch viel beschäftigt. Wie und wo tanken Sie neue Kraft?</h2>
<p>Margot Käßmann: Der christliche Glaube ist mir eine Kraftquelle. Meine Familie, Kinder, Enkel, Freundinnen und Freunde tragen mich. Und die Rückmeldungen vieler Menschen, die mir sagen, dass meine Predigten, Vorträge oder Texte ihnen gut tun, die spornen mich natürlich an. Ich bin sehr, sehr dankbar für mein Leben.</p>
<p>Herzlichen Dank für Ihre Antworten.</p>
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		<title>1001 Wahrheit: Liebe in Zeiten der Revolution &#8211; als Deutsche in der wundersamen Kultur des Iran</title>
		<link>https://www.59plus.de/1001-wahrheit-liebe-in-zeiten-der-revolution-als-deutsche-in-der-wundersamen-kultur-des-iran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Karrasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2019 03:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[LeseLust]]></category>
		<category><![CDATA[1001 Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Autorin]]></category>
		<category><![CDATA[Christiane Amini]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Persien]]></category>
		<category><![CDATA[Teheran]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bis zu ihrer erfolgreichen Tätigkeit als Beraterin und Coach war es für Christiane Amini ein langer Weg. Zunächst führte dieser sie 1975 in den Iran. Ihr Leben in dem fremden Land und die Rückkehr nach Deutschland beschreibt die gebürtige Hamburgerin in ihrem Buch &#8220;1001 Wahrheit: Liebe in Zeiten der Revolution &#8211; als Deutsche in der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bis zu ihrer erfolgreichen Tätigkeit als Beraterin und Coach war es für <a href="https://www.christiane-amini.de/">Christiane Amini</a> ein langer Weg. Zunächst führte dieser sie 1975 in den Iran. Ihr Leben in dem fremden Land und die Rückkehr nach Deutschland beschreibt die gebürtige Hamburgerin in ihrem Buch &#8220;1001 Wahrheit:</strong> <strong>Liebe in Zeiten der Revolution &#8211; als Deutsche in der wundersamen Kultur des Iran&#8221;. Über die hochaktuellen Themen Krieg, der Umgang mit geflüchteten Menschen und die Auseinandersetzung mit dem Islam schreibt Christiane Amini in einer leichten Sprache aus ihrer ganz persönlichen Perspektive.</strong></p>
<h2>Frau Amini, Ihr Buch ist vor allem eine Liebesgeschichte. Als Studentin verliebten Sie sich Anfang der 70er-Jahre in einen persischen Studenten, dem Sie 1975 in den Iran folgten und heirateten. Das ist nun über vierzig Jahre her. Was hat Sie bewogen, Ihre Geschichte in einem Buch aufzuschreiben?</h2>
<p>Das Buch entstand als Auftrag meiner Tochter. Vor mehr als zehn Jahren hat sie mir die Frage gestellt, ob ich die Bilder, die sie von mir und ihrem Vater im Kopf hat, klären könnte. Weil ich aus dem systemischen Coaching weiß, wie wichtig Ursachenforschung in der Familie ist, habe ich mich gefreut, darauf eine Antwort für sie zu finden. Und dann habe ich meinen vorherigen Mann &#8211; wir sind seit 1992 geschieden &#8211; angerufen und ihn gefragt, ob er sich mit mir treffen würde.</p>
<p>In unserem Gespräch musste ich feststellen, dass wir beide ganz unterschiedliche Sichtweisen auf unsere Geschichte haben und kam zu dem Schluss, dass ich nur meine subjektive Version der Wahrheit erzählen kann. Manche Dinge habe ich ganz bewusst ausgelassen. Ich wollte Bilder, die es schon gibt und die negativ sind, nicht noch vertiefen oder dramatisieren. Ich wollte meinen Kindern überlassen, welche Bilder dadurch für sie entstehen.</p>
<figure id="attachment_40684" aria-describedby="caption-attachment-40684" style="width: 480px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Buchcover-1001-Wahrheit.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-40684 size-full" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Buchcover-1001-Wahrheit.jpeg" alt="&quot;1001 Wahrheit&quot; ist der Titel der Geschichte von Christiane Amini. Bildquelle: Christiane Amini" width="480" height="640" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Buchcover-1001-Wahrheit.jpeg 480w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Buchcover-1001-Wahrheit-225x300.jpeg 225w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Buchcover-1001-Wahrheit-315x420.jpeg 315w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Buchcover-1001-Wahrheit-300x400.jpeg 300w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><figcaption id="caption-attachment-40684" class="wp-caption-text">&#8220;1001 Wahrheit&#8221; ist der Titel der Geschichte von Christiane Amini. Bildquelle: Christiane Amini</figcaption></figure>
<h2>Lautet deshalb der Titel Ihres Buches &#8220;1001 Wahrheit&#8221;?</h2>
<p>Es ist schon so, dass all das, was im Buch steht, zeitlich genau stimmt. Aus meiner Erinnerung und in Absprache mit meinem Ex-Mann und Freunden, die mit uns damals auch im Iran gelebt haben. Das war sehr wertvoll. Ich habe das Buch innerhalb der letzten zehn Jahre vom ersten Entwurf bis zur gedruckten Version nur für meine Kinder schreiben wollen. Bis sich dann die Situation in Deutschland veränderte und viele Menschen aus anderen Ländern zu uns geflohen sind.</p>
<p>Dies war ein weiterer entscheidender Impuls, das Buch herauszubringen. Um andere Menschen an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen und sie zu inspirieren, sich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen. Wie die geflüchteten Menschen sind ja auch wir mit nichts weiter als ein paar Koffern nach Deutschland gekommen und mussten Haus und Hof zurücklassen. Das ist eine besondere Herausforderung, das Leben von Hundert auf Null wieder völlig neu aufzubauen.</p>
<h2>Sie haben von 1975 bis 1982 in Teheran gelebt. Es waren schwierige Zeiten mit vielen persönlichen und politischen Umbrüchen. Und trotz allem schreiben Sie in Ihrem Buch, dass Sie die gesammelten Erfahrungen nicht missen möchten.</h2>
<p>Diese Jahre waren sehr intensiv. Ich habe die Kaiserzeit mit dem Schah erlebt. Dann kam die islamische Revolution unter Ayatollah Khomeini und der Krieg gegen den Irak. Und dabei haben wir noch eine Familie gegründet und ein Haus gebaut! Als ich im Iran ankam, konnte ich Persisch weder sprechen noch verstehen. Aufgrund der Sprachlosigkeit habe ich angefangen, die Menschen zu beobachten. Dabei legte sich für mich, ohne es zu wissen, ein Grundstein für meinen zweiten Beruf als Coach und Beraterin. Einander in seiner Vielfalt wertzuschätzen, habe ich im Iran gelernt. Und großzügig zu sein. Die Großzügigkeit und Gastfreundschaft, mit der anderen Menschen im Iran begegnet wird, sind mir unglaublich positiv aufgefallen und ich habe das sofort adaptiert.</p>
<figure id="attachment_40686" aria-describedby="caption-attachment-40686" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Christiane-Amini-mit-Sohn-Reza-1978.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-40686 size-full" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Christiane-Amini-mit-Sohn-Reza-1978.jpeg" alt="Christiane Amini mit ihrem Sohn Reza 1978 im Iran. Bildquelle: Christiane Amini" width="640" height="480" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Christiane-Amini-mit-Sohn-Reza-1978.jpeg 640w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Christiane-Amini-mit-Sohn-Reza-1978-300x225.jpeg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Christiane-Amini-mit-Sohn-Reza-1978-80x60.jpeg 80w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Christiane-Amini-mit-Sohn-Reza-1978-265x198.jpeg 265w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Christiane-Amini-mit-Sohn-Reza-1978-560x420.jpeg 560w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Christiane-Amini-mit-Sohn-Reza-1978-600x450.jpeg 600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-40686" class="wp-caption-text">Christiane Amini mit ihrem Sohn Reza 1978 im Iran. Bildquelle: Christiane Amini</figcaption></figure>
<h2>Wie hat Sie die Zeit im Iran geprägt?</h2>
<p>Das Verstehen der unterschiedlichen Sprachen und der Kulturen hat mich geprägt und die Bereitschaft des iranischen Volkes, sich immer wieder unter schwierigsten Umständen neu zu erfinden. Die Menschen haben einen extrem guten Humor und eine Leichtigkeit, mit bestimmten Situationen, auch wenn sie noch so schwierig sind, umzugehen. Das hat mir sehr gut getan und das bringe ich auch heute in meinem Berufsleben mit ein, wenn ich am Anfang eines Treffens mit meinen Kunden sage :&#8221;Schauen wir uns erst einmal an, wer wir sind&#8221;. Es geht um das Miteinander, sich wirklich vorzustellen und ein bisschen über dies und jenes zu sprechen. Wir nennen das hier Small Talk, aber im Iran hat es eine andere Qualität. Als ich dann zurück in Deutschland war, habe ich gemerkt, wie wertvoll und wichtig diese Vielfalt ist.</p>
<h2>Bevor Sie Deutschland verließen, hatten Sie Ihr Modedesign Studium in Hamburg beendet. Haben Sie auch im Iran in Ihrem Beruf gearbeitet?</h2>
<p>Immer mal wieder. Ich habe ein Temperament in mir, das nicht so schnell aufgibt, auch wenn es schwierig wird. Mein Mann hatte zu mir gesagt, dass ich sehr wahrscheinlich mehr Geld verdienen würde als er als Architekt, weil Iranerinnen es großartig finden, von Europäern entworfene Kleidung zu tragen. Aber ich habe dann gemerkt, dass es nicht so einfach war, wie ich es gerne gehabt hätte. Dann kam der Krieg, keiner wollte mehr Häuser bauen und mein Mann wurde arbeitslos. Da kam ich zum Zuge und habe letztendlich den Ausspruch meiner Mutter erfüllt :&#8221;Du musst Schneiderin lernen. Die hatten im Krieg immer was zu essen.&#8221; Dass ich das tatsächlich umgesetzt habe und im Krieg durch das Nähen den Lebensunterhalt für unsere Familie verdient habe, war schon eine sehr besondere Erfahrung.</p>
<h2>Nach Ihrer Rückkehr nach Deutschland änderte sich Ihr Leben radikal. Sie waren mit drei Kindern auf sich allein gestellt.</h2>
<p>Nach der Geburt unseres dritten Kindes ging unsere Ehe leider zu Ende und ich wollte vor allem eine gute Mutter sein. Als mir Jemand von einem Vortrag erzählte, wie man den Kindern das Lernen in der Schule erleichtern kann, bin ich hingegangen, obwohl ich das Gefühl hatte, schon alles zu wissen. Der Vortragende hat mit uns Übungen gemacht und wie von Zauberhand löste sich mein Widerstand auf. Ich lernte, konnte alles behalten und ein halbes Jahr später saß ich in der Ausbildung.</p>
<figure id="attachment_40685" aria-describedby="caption-attachment-40685" style="width: 427px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Portrait-Christiane-Amini-hoch.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-40685 size-full" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Portrait-Christiane-Amini-hoch.jpeg" alt="Christiane Amini arbeitet heute erfolgreich als Coach und kann in diesem Bereich ihre Erfahrungen wunderbar einfließen lassen. Bildquelle: © Anne Domdey" width="427" height="640" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Portrait-Christiane-Amini-hoch.jpeg 427w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Portrait-Christiane-Amini-hoch-200x300.jpeg 200w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Portrait-Christiane-Amini-hoch-280x420.jpeg 280w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/02/Portrait-Christiane-Amini-hoch-300x450.jpeg 300w" sizes="auto, (max-width: 427px) 100vw, 427px" /></a><figcaption id="caption-attachment-40685" class="wp-caption-text">Christiane Amini arbeitet heute erfolgreich als Coach und kann in diesem Bereich ihre Erfahrungen wunderbar einfließen lassen. Bildquelle: © Anne Domdey</figcaption></figure>
<h2>Für welche Ausbildung haben Sie sich entschieden?</h2>
<p>Der Ausbildungsweg zum Coach legte sich wie von selbst unter meine Füße. Wie Dominosteine setzte er sich in Gang und ich lernte, die Potenziale der Menschen professionell zu entdecken. Das, was ich eh schon mitgebracht habe, wurde zu einem richtigen Produkt und ich lernte andere Menschen kennen, die mich fragten, ob ich ihnen beim Coaching helfen könnte. Da ich mich gegen die therapeutische Ausbildung und für den lernpädagogischen Zweig entschieden hatte, landete ich somit in der Wirtschaft. Ich habe viel dafür getan, für mich und meine Kinder das Leben zu finanzieren. Die Designerin, die für andere etwas kreierte, hörte auf. Von nun an designte ich gemeinsam mit den Menschen ihr Inneres nach Außen zu bringen. 1997 gründete ich, mittlerweile als Coach, Facilitator und Mentorin &#8220;IQM – Inner Quality Matters&#8221;. Hiermit habe ich meine Berufung gefunden, was mich sehr glücklich macht.</p>
<h2>Ihr Buch endet in den 80er-Jahren in Deutschland. Wird es eine Fortsetzung geben?</h2>
<p>&#8220;1001 Wahrheit&#8221; habe ich als Selfpublisherin herausgegeben bei Books on Demand. Es gibt eine Anfrage von einem Verlag für ein zweites Buch und aktuell schreibe ich für das Exposé die ersten Seiten. Es bleibt spannend.</p>
<p>Herzlichen Dank für das Gespräch!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/1001-wahrheit-liebe-in-zeiten-der-revolution-als-deutsche-in-der-wundersamen-kultur-des-iran/">1001 Wahrheit: Liebe in Zeiten der Revolution &#8211; als Deutsche in der wundersamen Kultur des Iran</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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		<title>COLETTE – eine Frau im Kampf gegen gesellschaftliche Zwänge</title>
		<link>https://www.59plus.de/colette-eine-frau-im-kampf-gegen-gesellschaftliche-zwaenge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tanja Neuburger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jan 2019 09:58:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles und Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Autorin]]></category>
		<category><![CDATA[Colette]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>COLETTE erzählt die wahre Geschichte von Sidonie-Gabrielle Colette, einer erfolgreichen Pariser Autorin des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihr wurde als erster Frau in Frankreich die Ehre eines Staatsbegräbnisses zuteil. Sicherlich fragt sich der ein oder andere: Na toll, was hat sie nur von einem Staatsbegräbnis? Schließlich ist sie zu diesem Zeitpunkt ja bereits tot. Beginnen wir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>COLETTE erzählt die wahre Geschichte von Sidonie-Gabrielle Colette, einer erfolgreichen Pariser Autorin des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihr wurde als erster Frau in Frankreich die Ehre eines Staatsbegräbnisses zuteil. </strong></p>
<p>Sicherlich fragt sich der ein oder andere: Na toll, was hat sie nur von einem Staatsbegräbnis? Schließlich ist sie zu diesem Zeitpunkt ja bereits tot. Beginnen wir also von vorn&#8230;</p>
<p>Sidonie-Gabrielle Colette, die im Film ganz hervorragend von der wunderbaren Keira Knightley gespielt wird, heiratet einen Pariser Autor, der seinen Lesern ausschließlich unter dem Namen &#8220;Willy&#8221; bekannt ist. Doch hinter Willy verbirgt sich in Wahrheit nicht nur eine Person. Vielmehr arbeite ein ganzes Konstrukt an Autoren für ihn, die &#8220;seine&#8221; Geschichten verfassen.</p>
<figure id="attachment_39045" aria-describedby="caption-attachment-39045" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/colette.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-39045 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/colette-1024x576.jpg" alt="Keira Knightley verkörpert in Colette die junge Schriftstellerin Sidonie-Gabrielle Colette. Bildquelle: © DCM" width="696" height="392" /></a><figcaption id="caption-attachment-39045" class="wp-caption-text">Keira Knightley verkörpert in Colette die junge Schriftstellerin Sidonie-Gabrielle Colette. Bildquelle: © DCM</figcaption></figure>
<h2>Paris – I&#8217;m in love</h2>
<p>Die junge Frau findet rasch Gefallen an Paris. Fasziniert von ihrem neuen Leben wird sie geradezu magisch von der künstlerisch-literarischen Welt angezogen, in die sie da hineingeheiratet hat. Auch wenn sie gleichzeitig sehr unter den ständig neuen Affären ihres Mannes leidet. Im Dunstkreis dieser intellektuellen Elite dauert es nicht lange bis sie selbst als Ghostwriter unter dem Pseudonym Willy für ihren untreuen Ehemann Geschichten verfasst.</p>
<p>Und dann geschieht das Unglaubliche: Ihr Roman über ein fünfzehnjähriges Mädchen namens Claudine avanciert zum Kassenschlager. Willy und Colette werden zum Pariser Promi-Paar par Excellence. Rasch folgen weitere Claudine Romane und der Erfolg scheint grenzenlos. Willy, der offensichtlich weniger Qualitäten als Schriftsteller, dafür umso mehr Ambitionen als Marketing-Chef hat, nutzt den Hype um Claudine und macht den Namen kurzerhand zur Marke. Fortan sind von Make-up, über Seifen und Parfüm bis hin zu Süßigkeiten zahlreiche Claudine-Artikel erhältlich.</p>
<h2>Colette: gegen alle gesellschaftlichen Schranken</h2>
<p>Zeitgleich kriselt es in der Ehe von Colette und Willy gewaltig. Vor allem deshalb, weil sich Willy vehement weigert, sie als die wahre Autorin der Claudine-Romane anzuerkennen. Er präsentiert sich als erfolgreicher Autor, während seine Frau – ganz gesellschaftskonform – schön in seinem Schatten bleibt. Wie diese außergewöhnliche Frau des frühen 20. Jahrhunderts, es aber dennoch schafft, aus der ihr zugewiesenen Geschlechterrolle herauszuschlüpfen, um am Ende als wahre Autorin im Rampenlicht zu stehen, und von wem sie dabei unerwartete Unterstützung erhält, das porträtiert Wash Westmoreland in diesem Film auf ganz eindrucksvolle Weise.</p>
<figure id="attachment_39046" aria-describedby="caption-attachment-39046" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-39046" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/12/colette-mit-keira-knightley-und-dominic-west-1024x683.jpg" alt="" width="696" height="464" /><figcaption id="caption-attachment-39046" class="wp-caption-text">Die junge Colette mit ihrem Ehemann Willy. Bildquelle: © DCM</figcaption></figure>
<p>Ein wirklich wunderbarer und Oskar®-würdiger Film, der die bahnbrechende Lebensgeschichte um Sidonie-Gabrielle Colette zu einem &#8220;Fest für die Sinne macht&#8221; – und das findet nicht nur das Rolling Stone Magazin.</p>
<p><strong>Kinostart: 3. Januar 2019</strong></p>
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		<title>Die Erfolgsautorin Ingrid Noll im Gespräch mit 59plus</title>
		<link>https://www.59plus.de/die-erfolgsautorin-ingrid-noll-im-gespraech-mit-59plus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2017 03:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles und Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[LeseLust]]></category>
		<category><![CDATA[Autorin]]></category>
		<category><![CDATA[Diogenes Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Ingrid Noll]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem die Kinder aus dem Haus waren setzte sich Ingrid Noll an den Schreibtisch und fing an ihr erstes Buch zu schreiben. Sie schickte es an nur einen Verlag und bekam prompt eine Zusage. Das ist nicht der Beginn eines Romans, sondern der Beginn der Schriftstellerkarriere der heute 82-jährigen Ingrid Noll. Unser Literaturexperte Mike Altwicker [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem die Kinder aus dem Haus waren setzte sich Ingrid Noll an den Schreibtisch und fing an ihr erstes Buch zu schreiben. Sie schickte es an nur einen Verlag und bekam prompt eine Zusage. Das ist nicht der Beginn eines Romans, sondern der Beginn der Schriftstellerkarriere der heute 82-jährigen Ingrid Noll. Unser Literaturexperte Mike Altwicker hat sich mit der Grande Dame des Krimis auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse getroffen und sich mit ihr unterhalten.</strong></p>
<h2>Die Autorin Ingrid Noll</h2>
<figure id="attachment_11577" aria-describedby="caption-attachment-11577" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Halali.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-11577 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Halali-190x300.jpg" alt="Im Bonn der 50er Jahre spielt der neue Thriller von Ingrid Noll. Bildquelle: Diogenes Verlag" width="190" height="300" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Halali-190x300.jpg 190w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Halali-265x420.jpg 265w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Halali-300x475.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Halali-600x949.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Halali-253x400.jpg 253w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Halali-379x600.jpg 379w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/Halali.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11577" class="wp-caption-text">Im Bonn der 50er Jahre spielt der neue Thriller von Ingrid Noll. Bildquelle: Diogenes Verlag</figcaption></figure>
<p>Sie war bereits Mitte 50 als sie mit dem Schreiben begann. Die rosarote Brille des Lebens hatte sie bereits abgesetzt und fühlte sich daher zu den Liebesromanen nicht mehr besonders hingezogen. So ist Ingrid Noll beim Krimi gelandet. Ihre Protagonisten sind meistens weiblich. Das hat vor allem damit zu tun, das die Autorin gedanklich immer in die Rolle der jeweiligen Hauptfigur schlüpft und das fällt ihr naturbedingt bei einer Frau leichter als bei einem Mann. Ganz offensichtlich gelingt Ingrid Noll das mehr als gut, denn ihre Bücher sind inzwischen in 29 Sprachen übersetzt.</p>
<h2>Halali</h2>
<p>Das nun neu im <a href="http://www.diogenes.ch/leser.html">Diogenes Verlag</a> erschienene Buch <em>Halali</em>, spielt im Bonn der 50er Jahre. Ingrid Noll hat dort während ihres Studiums gelebt und im Innenministerium gejobbt. Die etwas muffige Atmosphäre dieser Zeit hat sie inspiriert hier ihre neue Geschichte entstehen zu lassen. Entstanden ist eine Art Agententhriller. Natürlich wieder mit einer weiblichen Hauptfigur, die sich jedoch abhebt von dem klassischen Frauenbild dieser Zeit.</p>
<p>Konnten wir Sie neugierig genug machen diesen Krimi nun selbst zu lesen oder diesen an Weihnachten zu verschenken? Wenn dem so ist, dann bestellen Sie das Buch doch direkt versandkostenfrei bei unserem Buchhändler des Vertrauens: <a href="https://hansenkroeger.buchhandlung.de/shop/quickSearch?searchString=Ingrid%20Noll">Hansen &amp; Kröger</a>.</p>
<p>Weitere interessante Buchempfehlungen erhalten Sie darüber hinaus in unserem <em><a href="https://www.59plus.de/empfehlungen/buchtalk/">Buchtalk</a>. </em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Brigitte Würtz: 98 wundervolle Jahre</title>
		<link>https://www.59plus.de/brigitte-wuertz-98-wundervolle-jahre/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tanja Neuburger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2017 02:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Autorin]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Würtz]]></category>
		<category><![CDATA[Friendscout24]]></category>
		<category><![CDATA[Malerin]]></category>
		<category><![CDATA[Marg Moll]]></category>
		<category><![CDATA[Merlantis]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Moll]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freitagmorgen 10 Uhr. Interview-Termin mit Brigitte Würtz. Eine rüstige 98-Jährige, mit einem Lebenslauf, der allein beim ersten Durchlesen schier sprachlos macht: Was hat diese Frau alles erlebt! Die charmante Dame dann in einem knapp zweistündigen Gespräch ein Stück weit kennenzulernen, ist eine wahre Freude. Es war der Silvesterabend 1918 als Brigitte Würtz in Berlin Grunewald [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitagmorgen 10 Uhr. Interview-Termin mit Brigitte Würtz. Eine rüstige 98-Jährige, mit einem Lebenslauf, der allein beim ersten Durchlesen schier sprachlos macht: Was hat diese Frau alles erlebt! Die charmante Dame dann in einem knapp zweistündigen Gespräch ein Stück weit kennenzulernen, ist eine wahre Freude. </strong></p>
<figure id="attachment_8476" aria-describedby="caption-attachment-8476" style="width: 192px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040543_1024.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-8476 " src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040543_1024-169x300.jpg" alt="Der Rollator bedeutet für Brigitte Würtz ein Stück Freiheit. Bildquelle: 59plus GmbH" width="192" height="341" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040543_1024-169x300.jpg 169w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040543_1024-576x1024.jpg 576w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040543_1024-236x420.jpg 236w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040543_1024-300x533.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040543_1024-600x1066.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040543_1024.jpg 665w" sizes="auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8476" class="wp-caption-text">Der Rollator bedeutet für Brigitte Würtz ein Stück Freiheit. Bildquelle: 59plus GmbH</figcaption></figure>
<p>Es war der Silvesterabend 1918 als Brigitte Würtz in Berlin Grunewald als Tochter der beiden bildenden Künstler Oskar und Marg Moll das Licht der Welt erblickte. Heute verbinden wir diesen Tag mit einem bunten Feuerwerk und eben diese Bild lässt bereits erahnen, dass Brigittes Leben kein gewöhnliches werden würde.</p>
<p>Wer Brigitte Würtz heute besucht, trifft eine in sich ruhende ältere Dame. Beim Anblick des Rollators, der sie im Anbetracht ihres Alters überallhin begleitet, hält man kurz inne. Nicht wegen des Gerätes an sich, denn das ist ja im Grunde recht unspektakulär. Vielmehr wegen all der Dinge, die dieser Rollator transportiert. Auf dem rollenden Begleiter liegt zentral alles beisammen, was Brigitte Würtz gerne stets griffbereit in ihrer Nähe weiß. Angefangen vom iPad über den iPod, von dem sie sich unterwegs gerne mit interessanten Hörbüchern unterhalten lässt, bis hin zum iPhone, das sie sich erst kürzlich angeschafft hat. Schließlich sei man nie zu alt, neue Dinge kennenzulernen, dachte sich die rüstige Dame und beschloss: &#8220;Ich probiere dieses iPhone jetzt einfach mal aus.&#8221;</p>
<h2>&#8220;Das Leben ist lang, da kann man viel machen&#8221;</h2>
<p>Genau das hat Brigitte Würtz im Laufe ihres 98-jährigen Lebens auch gemacht – sie hat VIEL gemacht. Zunächst schrieb sie Kriminalromane, fünf an der Zahl. Später porträtierte sie berühmte, aber auch wenig berühmte Persönlichkeiten aus Politik und Kunst. Unter ihnen findet man Namen wie Helmuth Kohl, Lieselotte Pulver, Duke Ellington, Edward Heath, Karl Carstens und Marcel Marceau – über 500 unterschiedlich Menschen standen für sie still. Es entstanden Zeichnungen und vor allem Ölbilder, von denen einige heute in Museen hängen. Sie hatte viele Ausstellungen darunter auch in Paris. In Vaduz stellte sie dreimal aus, da hatte sie eine Galeristin, die ihr viele Aufträge verschaffte. In der Parlamentarischen Gesellschaft in Bonn eröffnete ihre Ausstellung der damalige Finanzminister Hans Jochen Vogel, den sie zuvor auch porträtiert hatte.</p>
<figure id="attachment_8479" aria-describedby="caption-attachment-8479" style="width: 355px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-8479 " src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024-300x169.jpg" alt="Brigitte Würtz mit dem legendären Duke Ellington. Bildquelle: 59plus GmbH" width="355" height="200" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024-300x169.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024-768x432.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024-1024x576.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024-696x392.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024-1068x601.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024-747x420.jpg 747w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024-600x338.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040568_1024.jpg 1182w" sizes="auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8479" class="wp-caption-text">Brigitte Würtz mit dem legendären Duke Ellington. Bildquelle: 59plus GmbH</figcaption></figure>
<p>Auch die Liebe ihres Lebens hat sie gefunden: Elard. Über sechzig schöne Jahre war Brigitte Würtz mit ihrem Ehemann verheiratet. Wie sie selbst erzählt, waren die beiden in all den Jahren nur sehr selten länger voneinander getrennt. Mitte der Achtziger begann sie dann Geschichten aus ihrem Leben aufzuschreiben – im ständigen Austausch mit Elard. Gemeinsam hielten sie so ihrer beiden Erinnerungen wach. Im Jahr 2002, ein Jahr nach Elards Tod, wurde diese Erlebnissammlung aus dem Leben des Ehepaars Würtz unter dem Titel <a href="http://www.brigwuertz.de/erinnerungen.html">&#8220;Elard und ich&#8221;</a> veröffentlicht und 2008 ein weiterer Band ihrer Erinnerungen „Porträtgeschichten“.</p>
<h2>&#8220;Mich hat schon immer alles interessiert&#8221;</h2>
<p>Heute im Jahr 2017 ist die liebenswerte Dame nach wie vor unglaublich agil. Und man glaubt es kaum, aber Brigitte Würtz erstellt Computergrafiken, die einen schlichtweg begeistern. Auf unsere Frage, wie man im hohen Alter dazu kommt, sich noch mit der digitalen Welt anzufreunden, reagiert sie fast erstaunt mit den Worten: &#8220;Wieso nicht? Mich hat schon immer alles interessiert. Zudem empfinde ich die digitale Welt als Komfort!&#8221; Im Alter wird der Mensch unbeweglicher. Der Radius wird auf einmal begrenzt. Die digitale Welt hingegen, eröffnet auch älteren Menschen die Möglichkeit, weiterhin den Kontakt mit der Außenwelt aufrecht zu erhalten und vielleicht sogar neue Kontakt zu knüpfen. So sieht Brigitte Würtz die digitale Welt und deren Möglichkeiten.</p>
<p>Als Beispiel erzählt sie uns von einem jungen Mann, den sie auf der Plattform Friendscout24 (heute Love-Scout24) kennengelernt hat. Er hat ihr aus seinem Leben und von seinen Problemen erzählt. Sie gab ihm Ratschläge. Dann brach der Kontakt ab. Jahre später meldete er sich wieder und erzählte ihr, dass er mittlerweile geheiratet habe und Vater geworden wäre.</p>
<figure id="attachment_8475" aria-describedby="caption-attachment-8475" style="width: 351px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-8475 " src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024-300x169.jpg" alt="Brigitte Würtz schaut mit bald 99 Jahren auf ein sehr bewegtes Leben zurück. Bildquelle: 59plus GmbH" width="351" height="198" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024-300x169.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024-768x432.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024-1024x576.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024-696x392.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024-1068x601.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024-747x420.jpg 747w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024-600x338.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/07/thumb_P1040557_1024.jpg 1182w" sizes="auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8475" class="wp-caption-text">Brigitte Würtz schaut mit bald 99 Jahren auf ein sehr bewegtes Leben zurück. Bildquelle: 59plus GmbH</figcaption></figure>
<p>Wie sie dazu kam, sich bei Friendscout24 anzumelden, ist schnell erzählt. Ihre Tochter Iris Filmer und ihre Enkel Silvan und <a href="https://www.59plus.de/das-zauberreich-merlantis-von-jana-filmer/">Jana Filmer</a> waren die Erfinder und Gründer dieses Internetportals. Da war es quasi selbstverständlich, dass die an der digitalen Welt interessierte Großmutter mal nachschauen musste, was Tochter und Enkel auf die Beine gestellt hatten. Brigitte und Jana haben eine ganz besondere Verbindung. Noch heute arbeiten die beiden ab und an zusammen. Mittlerweile beschäftigt sich Jana mit einem neuen Projekt, dem digitalen Zauberreich <a href="http://www.merlantis.de">&#8220;Merlantis&#8221;</a> und da steuert Brigitte bisweilen die eine oder andere Illustration bei.</p>
<h2>&#8220;Solange man lebt, soll man leben!&#8221;</h2>
<p>Diesem Motto blieb und bleibt Brigitte Würtz zeit ihres Lebens treu. Die Tatsache, dass ihr Mann, zwar geschäftlich viel reiste, aber keine Lust auf Vergnügungsreisen hatte, brachte sie auf die Idee, mit Hilfe von Photoshop, fantastische Reisen zu erfinden. Sie nannte sie „Unsere Traumreisen“ und schenkte ihm die Sammlung als Überraschung zum Geburtstag. Da sieht man auf 12 Grafiken Elard und Brigitte in einem Tibetanischen Kloster als Mönche durch die Luft fliegen, auf dem Motorrad durch den Grand Canyon brausen, in Indien auf einem Elefanten reiten, in Alaska beim Fischfang und so weiter. Es wurde eine Riesenüberraschung und nicht nur die beiden hatten großen Spaß daran.</p>
<p>Wer noch mehr über die rüstige 98-Jährige erfahren möchte, der liest das Interview mit Brigitte Würtz demnächst hier auf 59plus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/brigitte-wuertz-98-wundervolle-jahre/">Brigitte Würtz: 98 wundervolle Jahre</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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