<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Vom Leben und vom Sterben Archive - 59plus</title>
	<atom:link href="https://www.59plus.de/tag/vom-leben-und-vom-sterben/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.59plus.de/tag/vom-leben-und-vom-sterben/</link>
	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
	<lastBuildDate>Fri, 29 Mar 2019 05:29:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.3</generator>

<image>
	<url>https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2024/12/59-512x512-1-100x100.png</url>
	<title>Vom Leben und vom Sterben Archive - 59plus</title>
	<link>https://www.59plus.de/tag/vom-leben-und-vom-sterben/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Marthe B.: &#8220;Unter Leuten zu sein, tut mir gut&#8221;</title>
		<link>https://www.59plus.de/unter-leuten-zu-sein-tut-mir-gut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Karrasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Mar 2019 03:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Leben und vom Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Chemotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Palliativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.59plus.de/?p=42612</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor einigen Monaten haben wir in unserer Rubrik &#8220;Vom Leben und Sterben&#8221; die Geschichte von Marthe B. (75) und ihrem Kampf gegen den Krebs veröffentlicht. Wir hofften mit ihr, dass die Chemo- und Strahlentherapie erfolgreich verlaufen würde. Leider konnte die Ausbreitung der Krankheit nicht gestoppt werden. Marthe B. im Gespräch über ihre Entscheidung für eine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/unter-leuten-zu-sein-tut-mir-gut/">Marthe B.: &#8220;Unter Leuten zu sein, tut mir gut&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor einigen Monaten haben wir in unserer Rubrik &#8220;Vom Leben und Sterben&#8221; die <a href="https://www.59plus.de/kampf-gegen-den-krebs-ich-bin-dankbar-fuer-jeden-tag/">Geschichte von Marthe B. (75)</a> und ihrem Kampf gegen den Krebs veröffentlicht. Wir hofften mit ihr, dass die Chemo- und Strahlentherapie erfolgreich verlaufen würde. Leider konnte die Ausbreitung der Krankheit nicht gestoppt werden. Marthe B. im Gespräch über ihre Entscheidung für eine alternative Betreuung durch den Palliativarzt Dr. Matthias Thöns. </strong><strong> </strong></p>
<h2>Hallo Marthe, nach 20 Chemotherapien erfuhren Sie, dass der Krebs nicht gestoppt wurde.</h2>
<p>Das war ganz schlimm! Ich hatte natürlich gehofft, dass die Therapie anschlägt. Das war ein schrecklicher Rückschlag und die Ärzte empfahlen, mit der Chemo weiterzumachen. Zwischen den ersten Chemos hatte ich immer drei Wochen Pause, aber nachdem klar war, dass sie nichts gebracht hatten, wurde der Abstand verringert und ich musste alle zwei Wochen in die Klinik. Das bedeutete, wenn ich nach der Chemo eine Woche zu Hause war, habe ich nur gelitten und dann musste ich schon wieder los zur nächsten. Ich bin mit großem Widerwillen hingegangen und fühlte mich schon wie halbtot.</p>
<figure id="attachment_4255" aria-describedby="caption-attachment-4255" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-4255" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-300x194.jpg" alt="Gemeinsam lachen, ob mit dem Mann oder mit Freunden - das ist es was in dieser schweren Zeit Kraft gibt. Bildquelle: Shutterstock.com" width="696" height="450" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-300x194.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-768x496.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-696x450.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-650x420.jpg 650w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1-600x388.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Digitalisierung-1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4255" class="wp-caption-text">Gemeinsam lachen, ob mit dem Mann oder mit Freunden &#8211; das ist es was in dieser schweren Zeit Kraft gibt. Bildquelle: Shutterstock.com</figcaption></figure>
<h2>Dabei sind Sie so ein geselliger und lebenslustiger Mensch &#8230;</h2>
<p>Ich lache so gerne. Wenn ich mit Menschen lachen kann, ist das für mich ein wahrer Jungbrunnen. Der Körper und die Gesichtsmuskeln entspannen sich und Glückshormone werden ausgeschüttet. Die Wirtin unserer Lieblingskneipe hat einmal zu mir gesagt: &#8220;Ich brauche dich nicht zu sehen, aber ich weiß genau, wo du sitzt. Deine Lache ist unverkennbar&#8221;.<strong> </strong></p>
<h2>Was war der Auslöser dafür, dass Sie sich für eine palliative Behandlung entschieden haben?<strong> </strong></h2>
<p>Vor der Chemo sollte ein Eingriff vorgenommen werden, um zu sehen, welche Metastasen sich gebildet haben und ob eine weitere Chemo sinnvoll wäre. Das hat mich viele schlaflose Nächte gekostet und ich habe mich entschlossen, die Behandlung abzubrechen. Mein Bauchgefühl hat mir gesagt &#8220;Lass es sein. Nimm es so, wie es ist&#8221;. Ich hatte es ja schwarz auf weiß, dass keine Heilung möglich ist. Während dieser Zeit traf ich eine sehr gute Freundin von mir, deren Vater und Mutter durch das <a href="http://palliativnetz-witten.de/websitebaker/">Palliativ-Zentrum in Witten</a> betreut wurden. Sie hat mir richtig davon vorgeschwärmt und gemeint, es sei auch das Beste für mich.</p>
<h2>Wie sieht die Begleitung durch Dr. Thöns aus?</h2>
<p>Die Chemie zwischen uns stimmt total. Wenn er einmal in der Woche vorbeikommt, bringt er manchmal seinen kleinen Sohn mit. Das ist sehr hilfreich, weil er mich zum Lachen bringt und eine entspannte Atmosphäre schafft. Sonst stehen <a href="https://www.59plus.de/matthias-thoens-plaedoyer-fuer-ein-wuerdiges-lebensende/">Dr. Thöns</a> und ich per E-Mail in Verbindung. Jeden Morgen schreibe ich ihm wie es mir geht und ob ich noch Medikamente gegen die Schmerzen brauche. Ergänzend bekomme ich Astronautenkost, weil ich so wenig Appetit habe. Es gibt verschiedene Geschmäcker. Weil ich gerne Vanille mag, habe ich mir das ausgesucht. Das trinke ich wie ein Smoothie und es tut mir richtig gut.</p>
<p>Dr. Thöns rät mir, alles zu essen, was ich mag, egal ob mit Butter oder Sahne. Hauptsache es ist reichhaltig und schmeckt mir. Und ich soll raus und unter Leute gehen. Er bestärkt mich darin, mich nicht als Patient, sondern als vollwertiger Mensch zu fühlen und alles, was in meinen Kräften steht, zu machen. Ich gehe jeden Tag ein halbes Stündchen durch die gute Luft. Und auch mal mit meinem Mann einkaufen. Natürlich muss ich mich mehr ausruhen und vor allem nachts wache ich sehr oft auf.<strong> </strong></p>
<figure id="attachment_42618" aria-describedby="caption-attachment-42618" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-42618 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-791x1024.jpg" alt="Marthe versucht so gut es geht jeden Tag spazieren zu gehen und die frische Luft zu genießen. Bildquelle: © James Francis / Unsplash.com" width="696" height="901" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-791x1024.jpg 791w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-232x300.jpg 232w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-768x994.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-696x900.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-1068x1382.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-325x420.jpg 325w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-1320x1708.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-300x388.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_-600x776.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Marthe-B-James-Francis-Unsplash.com_.jpg 1484w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-42618" class="wp-caption-text">Marthe versucht so gut es geht jeden Tag spazieren zu gehen und die frische Luft zu genießen. Bildquelle: © James Francis / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Wie hat sich Ihr Tagesablauf geändert?</h2>
<p>Erstens bin ich langsamer geworden. Ich war immer eine Schnelle, aber jetzt bin ich körperlich so schlapp und das macht mich ungeduldig. Ich stehe auch später auf als früher und wenn ich jetzt wach werde, habe ich sofort Hunger. Sonst kann ich inzwischen ganz schlecht essen. Aber morgens brauche erst einmal eine schöne Tasse heißen Tee und ein halbes Butterbrot. Und dann beginnt mein Tag und ich tue das, was mir möglich ist, langsam und mit mehr Pausen, um mich auszuruhen.</p>
<h2>Haben Sie noch zusätzliche Unterstützung, zum Beispiel im Haushalt?</h2>
<p>Über das Rote Kreuz, das an das Palliativ Zentrum angeschlossen ist, habe ich Kontakt zu einer Dame aufgenommen, die mich regelmäßig besucht und sich mit mir unterhält. Gott sei Dank habe ich auch noch meinen Mann, der mich sehr bei allem unterstützt. Ich habe ein gutes Netzwerk und sehr gute Freundinnen. Und alles, was mir nicht guttut, lasse ich sein, denn es ist ja mein Leben. Ich bin mit meiner Erkrankung viel hellhöriger geworden. Heute schaue ich die Menschen an und weiß, wie es ihnen geht und was mit ihnen los ist. Das ist mir früher entgangen.</p>
<h2>Was tut Ihnen gut?</h2>
<p>Rauszukommen aus dem Alltag. Neulich habe ich mit meinem Mann Fuerteventura besucht. Meine Ärzte haben grünes Licht gegeben, mich mit Medikamenten versorgt und mich sehr motiviert es zu tun! Ich habe es so genossen, am Atlantik zu sitzen. Und die Sonne war herrlich. Es tat gut, sich mit anderen Leuten zu unterhalten und Kontakt aufzunehmen. Das habe ich immer schon gerne gemacht.</p>
<p>Wir bedanken uns sehr herzlich für das offene Gespräch und wünschen Marthe B. weiterhin viel Kraft und liebevolle Unterstützung!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/unter-leuten-zu-sein-tut-mir-gut/">Marthe B.: &#8220;Unter Leuten zu sein, tut mir gut&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kampf gegen den Krebs: „Ich bin dankbar für jeden Tag“</title>
		<link>https://www.59plus.de/kampf-gegen-den-krebs-ich-bin-dankbar-fuer-jeden-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Karrasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Sep 2018 02:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit & Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Leben und vom Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Chemo]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Freude am Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenserwartung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.59plus.de/?p=28284</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen unseres Formates &#8220;Vom Leben und vom Sterben&#8221; möchten wir natürlich auch Betroffenen oder Angehörigen die Möglichkeit geben sich zum Thema Tod zu äußern. Deswegen freuen wir uns sehr, heute die Geschichte von Marthe B.* (75) veröffentlichen zu dürfen, die bis zu ihrer Erkrankung ein sportlich aktiver und fröhlicher Mensch war. Mitte März 2018 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/kampf-gegen-den-krebs-ich-bin-dankbar-fuer-jeden-tag/">Kampf gegen den Krebs: „Ich bin dankbar für jeden Tag“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Rahmen unseres Formates &#8220;Vom Leben und vom Sterben&#8221; möchten wir natürlich auch Betroffenen oder Angehörigen die Möglichkeit geben sich zum Thema Tod zu äußern. Deswegen freuen wir uns sehr, heute die Geschichte von Marthe B.* (75) veröffentlichen zu dürfen, die bis zu ihrer Erkrankung ein sportlich aktiver und fröhlicher Mensch war. Mitte März 2018 erhielt sie dann die niederschmetternde Diagnose: Speiseröhrenkrebs. Seitdem kämpft die Bochumerin gegen die Krankheit. Ihr Credo: Die kleinen Glücksmomente genießen und nie die Hoffnung aufgeben.</strong></p>
<h2>Hallo Marthe, seit der Diagnose mussten Sie sich einer Strahlentherapie unterziehen, alle vier Wochen müssen Sie zur Chemo. Wie stehen Sie das durch?</h2>
<p>Bei der Strahlentherapie musste ich ganz ruhig liegen. Da ich seit eineinhalb Jahren Yoga mache, habe ich die ganze Zeit meditiert und es gut überstanden. Auch während der Bestrahlung und Chemo habe ich weiter Yoga gemacht, ganz moderat natürlich, so wie es für mich körperlich möglich war. Dazu gehören auch Meditationsübungen, die ich bei den Untersuchungen angewandt habe. Das hat mir sehr geholfen.</p>
<h2>Was hat sich mit der Erkrankung verändert?</h2>
<p>Ich habe früher viel Sport gemacht. Ich bin im Schwimmverein und jede Woche 1-2 Mal meine Bahnen geschwommen. Dann kam Yoga dazu und ab und zu bin ich noch <a href="https://www.59plus.de/walking-oder-nordic-walking-sie-haben-die-wahl/">Nordic Walking</a> mit einer Freundin gegangen. Das war mein großes Glück, weil mein Körper Muskeln aufgebaut hatte, er war gestrafft. Man verliert ganz viele Muskeln durch die Strahlen und die Chemo. Jetzt ist alles schlapp, aber wenn man so krank ist, ist das alles Nebensache. Auch mit meinen grauen Haaren komme ich gut klar, die ich vorher alle drei Wochen braun gefärbt habe. Das bin jetzt ich, wenn ich in den Spiegel gucke. Färben darf und will ich auch gar nicht mehr.</p>
<h2>Sie sehen toll aus, die Krankheit sieht man Ihnen nicht an. Sprechen Sie offen über den Krebs?</h2>
<p>Ja, unbedingt. Man muss an sich arbeiten. In Hinblick auf weitermachen und darüber reden. Ich habe mit meinem ganzen Freundeskreis viel über meine Erkrankung gesprochen und auch geweint. Das hat mir sehr gut getan. Manchmal habe ich den Satz gehört &#8211; und den finde ich ganz schlimm &#8211; „<a href="https://www.59plus.de/ratgeber/vom-leben-und-vom-sterben/">Wir müssen alle mal sterben</a>“. Das war so schrecklich zu hören, weil ich ja durch meine Krankheit wahrscheinlich eher sterbe, worüber ich mir im Klaren bin.</p>
<figure id="attachment_28925" aria-describedby="caption-attachment-28925" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash-.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-28925 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--1024x683.jpg" alt="Mit der Diagnose Krebs werden auch die ganz normalen Dinge des Lebens wieder besonders. Bildquelle: © Anton Darius Thesollers / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash-.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Krebs-Anton-Darius-Thesollers-Unsplash--600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-28925" class="wp-caption-text">Mit der Diagnose Krebs werden auch die ganz normalen Dinge des Lebens wieder besonders. Bildquelle: © Anton Darius Thesollers / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Wissen Sie, wie lange Sie noch leben werden?</h2>
<p>Ich habe die Ärzte gefragt, wie hoch meine Lebenserwartung ist. Das konnte mir keiner sagen, vielleicht nur noch drei Monate, ein Jahr, wenn ich Glück habe fünf Jahre. Jetzt lebe ich jeden Tag, als wäre es mein Letzter. Mein Haus ist bestellt. Ich habe sogar aufgeschrieben, was gesagt werden soll bei meiner Beerdigung. Das gibt mir Halt und beruhigt mich. Ich bin glücklich und auch zufrieden, wenn ich keine Schmerzen habe und den Krebs für einige Zeit vergessen kann. Trotz allem.</p>
<h2>Was haben Sie für Gedanken, wenn Sie an den Tod denken?</h2>
<p>Ich weiß, dass ich stark bin und voller Hoffnung, dass mir noch einige Zeit bleibt. Mit meinem Mann bin ich zu einem <a href="https://www.59plus.de/ewige-ruhe-auf-dem-waldfriedhof/">Waldfriedhof</a> gefahren, wo uns ein Förster die Bäume gezeigt hat, unter denen man sich mit einer Urne begraben lassen kann. Ich fand es so schön, mir vorzustellen, unter dieser wunderbaren großen Buche zu liegen, die mein Mann und ich uns ausgesucht haben. Jetzt weiß ich ganz genau, wo ich nach meinem Tod hinkomme. An diesem Tag haben wir geweint und gelacht, es war sehr emotional.</p>
<h2>Wie finden Sie Trost?</h2>
<p>Es hat mich ungemein getröstet, dass ich unter diesem Baum liegen werde. Die Urne zersetzt sich im Laufe der Zeit und ich habe mir vorgestellt, dass ich vielleicht als Gänseblümchen wiederkomme. Man weiß es ja nicht. Ich glaube daran, dass es weitergeht und da oben einer die Fäden in der Hand hat. Das ist auch sehr tröstlich für mich.</p>
<p>Meine Krebserkrankung hat mir viele andere Gedanken beschert, auch über das Leben und wie unachtsam man damit umgeht und man alles so selbstverständlich nimmt. Man lebte so in den Tag hinein und jammerte über dies und jenes auf hohem Niveau. Heute bin ich dankbar, wenn ich kochen kann und dann schaue ich mich um und denke, wie schön ich es zu Hause habe. Alles Dinge, die ich vorher nicht so wahrgenommen habe. Ich bin dankbar für jeden Tag.</p>
<figure id="attachment_28287" aria-describedby="caption-attachment-28287" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-28287 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--683x1024.jpg" alt="Zu wissen an welchen Ort sie nach ihrem Tod kommt, ist für Marthe B. ein großer Trost. Bildquelle: © Sugar Bee / Unsplash.com" width="683" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--683x1024.jpg 683w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--200x300.jpg 200w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--768x1152.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--696x1044.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--1068x1602.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--280x420.jpg 280w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--300x450.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash--600x900.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/Biggi-Heidemann-Sugar-Bee-Unsplash-.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><figcaption id="caption-attachment-28287" class="wp-caption-text">Zu wissen an welchen Ort sie nach ihrem Tod kommt, ist für Marthe B. ein großer Trost. Bildquelle: © Sugar Bee / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Wie schaffen Sie es, nicht die Hoffnung zu verlieren?</h2>
<p>Natürlich habe ich auch meine hoffnungslosen Momente. Aber es gibt vieles, was mir die Kraft gibt, immer weiterzumachen. In unserem letzten Urlaub waren wir am Meer. Das Schwimmen war toll und ab und zu habe ich Yoga gemacht. Bei der Übung „Die Kämpferin“ habe ich über das Meer geguckt und gesagt:„Du Biest kriegst mich nicht“. Das gibt mir Kraft. Auch meine Familie und meine Freunde und Freundinnen. Und ich gehe zweimal in der Woche zu einer Psychologin, mit der ich reden kann und die mir praktische Tipps gibt. Beim letzten Mal hat sie mir Übungen gezeigt, um mich zu beruhigen, wenn ich nicht gut schlafen kann.</p>
<h2>Was möchten Sie anderen Menschen in einer ähnlichen Situation mit auf den Weg geben?</h2>
<p>Man muss immer in Bewegung und neugierig bleiben. Dann ist das Leben schön und interessant. Es ist auch wichtig, auf die Ärzte zu hören und zum Beispiel zur Psychotherapeutin zu gehen. Auch wenn es Überwindung kostet. Letztlich tut man die Dinge für sich und jeder weiß selbst am Besten, was ihm guttut. Die kleinen Glücksmomente wahrzunehmen und zu genießen, ist ganz wichtig. Gebt nie die Hoffnung auf und glaubt an euch und eure innere Kraft!</p>
<p>Vielen Dank für das Gespräch!</p>
<p>* Name von der Redaktion geändert</p>
<p><strong>Anmerkung der Redaktion: Wir wünschen Marthe B. von Herzen noch viele dieser kleinen Glücksmomente und möchten uns auf diesem Weg für ihren offenen Umgang mit ihrer Geschichte bedanken!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/kampf-gegen-den-krebs-ich-bin-dankbar-fuer-jeden-tag/">Kampf gegen den Krebs: „Ich bin dankbar für jeden Tag“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
