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	<title>Sparer Archive - 59plus</title>
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	<title>Sparer Archive - 59plus</title>
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		<title>Kommentar von Martin Beier: Wie man in Bundesanleihen anlegt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2019 06:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Suche nach Zinsen für Spar-Anlagen treibt aktuell immer neue Blüten. Zinsanlagen in Bundesanleihen gewinnen mächtig an Wert. Obwohl die Zinsen derzeit so tief sind wie nie. Und das hängt sogar zusammen. Eine Großbank wirbt momentan aufwändig mit sog. „Zugreif-Zinsen“: 0,75 Prozent gibt es dort auf einem Festgeldkonto – für maximal sechs Monate. Wer zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Suche nach Zinsen für Spar-Anlagen treibt aktuell immer neue Blüten. Zinsanlagen in Bundesanleihen gewinnen mächtig an Wert. Obwohl die Zinsen derzeit so tief sind wie nie. Und das hängt sogar zusammen.</strong></p>
<p>Eine Großbank wirbt momentan aufwändig mit sog. „Zugreif-Zinsen“: 0,75 Prozent gibt es dort auf einem Festgeldkonto – für maximal sechs Monate. Wer zu Jahresbeginn bei einer Bundesanleihe zugriff, der hat in knapp sechs Monaten mehr als 5,75 Prozent verdient; zusätzlich zu den normalen Zinsen dieser Anleihe. Das ist keine Zauberei an der Börse sondern ein spezieller Automatismus: So tief wie die Zinsen sinken, so hoch steigen die Kurse von Anleihen; wenigstens vorübergehend.</p>
<p>Anders als Sparbuch- oder Festgeld-Anlagen können (Bundes)-Anleihen jederzeit an <a href="https://www.59plus.de/wie-funktioniert-eine-boerse/">Börsen</a> gekauft- und verkauft werden; z.B. an der Frankfurter Wertpapierbörse. Dafür braucht man ein Depot bei ’ner Bank oder Sparkasse. Das ist – abgesehen von erheblichem Papierkram bei der Eröffnung des Depots – ein einfaches Konto für Einheiten von Wertpapier­en anstatt für Euro und Cent.</p>
<figure id="attachment_45985" aria-describedby="caption-attachment-45985" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-45985 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_-1024x654.jpg" alt=" Eine gute Anlageform beschert uns auch in Zeiten von schwachen Zinsen eine gute Rendite. Bildquelle: © Christian Dubovan / Unsplash.com" width="696" height="445" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_-1024x654.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_-300x192.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_-768x491.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_-696x445.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_-1068x683.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_-657x420.jpg 657w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_-1320x844.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/06/Onlinebanking-Christian-Dubovan-Unsplash.com_-600x383.jpg 600w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-45985" class="wp-caption-text">Eine gute Anlageform beschert uns auch in Zeiten von schwachen Zinsen eine gute Rendite. Bildquelle: © Christian Dubovan / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Depot: ein einfaches Konto für Wertpapiere</h2>
<p>Bundesanleihen sind festverzinsliche Wertpapiere. Ein fester Zinssatz, der sog. Nominalzins, sowie die feste, jahrelange Laufzeit zeichnen diese Anleihen aus. Und die Sicherheit. Hinter Bundesanleihen stehen der Staat und seine Steuerzahler. Davor stehen Sparer und Anleger aus Deutschland und aus aller Welt. Sie kaufen Bundesanleihen in nie gekannten Mengen. Bezahlen mit erspartem Geld, oder mit Geld aus Verkäufen anderer Anleihen; z.B. von italienischen Anleihen.</p>
<p>Aktuell stehen Sparern, Anlegern, Fonds und Versicherungen insgesamt 39 verschiedene Bundesanleihen zur Verfügung mit Laufzeiten bis teilweise nach 2040. Der Wert dieser Anleihen beläuft sich auf weit mehr als 1.000 Milliarden Euro.</p>
<p>Eine dieser Anleihen ist jene, die Finanzminister Peer Steinbrück am 23.7.2008 ausgeben ließ. Für diese Anleihe zahlt die Bundesrepublik noch bis zum 4.7.2040 jedes Jahr 4,75 Prozent Zinsen auf jeweils 100 Euro Nennwert. Diese Verzinsung ist so attraktiv, dass an der Börse Milliardenbeträge geboten werden, um Nennwerte dieser Anleihe erwerben zu können. Verkäufer sind Anleger, die nicht bis 2040 durchhalten wollen oder können sondern aktuell aus ihren Depots verkaufen. Die Bundesrepublik als Schuldner dieser und der anderen ständig an der Börse gehandelten Anleihen hat mit diesen Vorgängen nichts zu tun.</p>
<h2>Bundesanleihen sind echte WERTpapiere</h2>
<p>Zu Beginn des Jahres 2019 waren Privatleute, Fonds oder Versicherungen bereit, diesen „4,75er Bund/2040“, wie es an der Börse heißt, für 182 Prozent des Nennwerts aus ihren Depot-Beständen zu verkaufen. Die anteiligen Zinsen bezahlt der Käufer automatisch zusätzlich zum Kurswert des Nennwerts. Das ist absolut gängige Praxis. Wer schon beim Start 2008 in diesen „4,75er“ eingestiegen ist, der hat 100 Prozent. Bis zu den heutigen fast 200 Prozent hat mit dieser Anleihe mehr verdient als er mit den meisten deutschen Aktien verdient hätte.</p>
<p>Seit Jahresbeginn 2019 suchen immer mehr Sparer und Anleger nach Anlagen in Bundesanleihen. Die Käufer sind quasi gezwungen, alte Anleihen, wie etwa den „4,75er“ aus 2008 zu kaufen. Eine neue Anleihe hat Finanzminister Olaf Scholz 2019 erst einmal ausgeben lassen; allerdings nicht mit 4,75 Prozent Zinsen, wie Kollege Steinbrück es 2008 machte, sondern nur mit 0,25 Prozent; wohlgemerkt pro Jahr.</p>
<p>Die Folge der riesigen Nachfrage ist: Käufer bewilligen z.B. für diesen „4,75er Bund“ inzwischen freiwillig mehr als 192 Prozent des Nennwerts. Für andere „Bunds“ sind – im Prinzip – ähnliche Aufschläge zu verzeichnen. Wer also für den „4,75er Bund 2040“ vor sechs Monaten für 182 Prozent bezahlt hat, der kann sich heute über 10 Euro Plus für jeweils 100 Euro Nennwert freuen; zusätzlich zu 2,37 Euro anteilige Zinsen für das halbe Jahr 2019; ein Super-Geschäft.</p>
<p>Wer jetzt rechnet: 4,75 [Zinsen] ÷ 192 [Kurs], der kommt auf knapp 2,5 Prozent laufende Rendite pro Jahr, ohne dass der Kurs der Anleihe weiter steigt oder vielleicht auch mal wieder fällt. Eines Tages wird der Kurs bestimmt fallen; dann nämlich, wenn 2040 näher rückt. Dann gibt es nur den Nennwert der Anleihe zurück. Gegenüber heutigen Kaufkursen von 182 oder gar mehr als 192 Prozent für dieselbe Anleihe ist das ein heftiges Minus.</p>
<figure id="attachment_12064" aria-describedby="caption-attachment-12064" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020333.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-12064" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020333-300x199.jpg" alt="Martin Beier ist Experte in Sachen Finanzen. Bildquelle: © Martin Beier" width="696" height="461" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020333-300x199.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020333-634x420.jpg 634w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020333-600x398.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020333.jpg 640w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12064" class="wp-caption-text">Martin Beier ist Experte in Sachen Finanzen. Bildquelle: © Martin Beier</figcaption></figure>
<h2>Am Ende gibt es „nur“ 100 Prozent zurück</h2>
<p>Die heutigen hohen Kurse des „4,75ers“ und auch anderer Bundes- und sonstiger Anleihen sinken bis zum Tag der Rückzahlung nach und nach in Richtung des üblichen Rückzahlungskurses 100 Prozent. Wie das in der Praxis wirkt, das wird besonders deutlich an der 6,50 Prozent Hochzinsanleihe der Bundesrepublik aus dem Jahr 1997. Spitzenmäßige 177 Prozent haben Anleger 2015 für Nennwerte dieser Höchstzins-Anleihe der Bundesrepublik bezahlt. Heute sind dieselben Nennwerte „nur“ noch 157 Prozent wert, obwohl allgemein die Zinsen heute noch niedriger sind als schon 2015. Der Grund: Die Laufzeit des „6,5ers“ bis zu seiner Rückzahlung am 4.7.2027 hat sich um vier Jahre verkürzt.</p>
<p>Dass der „4,75er Bund“ seinen Höchstkurs von mehr als 200 Prozent aus dem Jahr 2016 wieder erreichen wird, das ist möglich: Es setzt allerdings voraus, dass die Zinsen allgemein noch weiter ins Minus sinken. Möglich ist das, wenn Bürger aus den EU-Partnerländern Italien aus der Schuldenkrise retten müssen. Wünschen kann sich diese Krise niemand. Die Krise ausschließen, das kann allerdings auch niemand. Clevere Sparer und Anleger machen ihren privaten Anleihegewinn aus dieser Situation.</p>
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		<title>Martin Beier: Rentner finanzieren die Republik</title>
		<link>https://www.59plus.de/martin-beier-rentner-finanzieren-die-republik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2019 03:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rentner zahlen nicht nur laufend mehr Steuern. Ihr Spargeld steckt in Autobahnbrücken oder z.B. auch in Panzern. Und in einer Illusion. Die Bundesrepublik wird 2019 knapp 10.000 Euro ausgeben – umgerechnet auf jeden Bundesbürger; ob Enkel, Eltern oder Rentner. Das Geld, das die Republik ausgibt für Abgebordnete und Beamte, für Pastore, Soldaten und vieles mehr; [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rentner zahlen nicht nur laufend mehr Steuern. Ihr Spargeld steckt in Autobahnbrücken oder z.B. auch in Panzern. Und in einer Illusion. </strong><strong>Die Bundesrepublik wird 2019 knapp 10.000 Euro ausgeben – umgerechnet auf jeden Bundesbürger; ob Enkel, Eltern oder Rentner. Das Geld, das die Republik ausgibt für Abgebordnete und Beamte, für Pastore, Soldaten und vieles mehr; dieses Geld stammt aus den laufenden Steuereinnahmen; z.B. Steuern auf Kartoffeln oder auch auf Bier oder Kinokarten.</strong></p>
<p>Experten rechnen all diese Steuereinnahmen für 2019 hoch auf etwa 800 Milliarden Euro. Das reicht jedoch nicht für die Ansprüche des Staats. Bund, Länder, Städte und Gemeinden arbeiten zusätzlich mit dem Geld von Millionen Sparern. Und zahlen so schlecht wie keine Zinsen für diese geliehenen Gelder. Geschweige denn, dass die berüchtigte Öffentliche Hand die Gelder jemals zurückzahlen würde; im Sinne von tilgen, wie ’ne Hypothek auf die private Eigentumswohnung.</p>
<figure id="attachment_42149" aria-describedby="caption-attachment-42149" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-42149 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_-1024x683.jpg" alt="Die Generation 59plus sorgt maßgeblich Vor allem die Generation 59plus spart noch fleißig bzw. hat noch Reserven auf dem Sparbuch liegen. Bildquelle: © Vlad Sargu / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2019/03/Rentner-Vlad-Sargu-Unsplash.com_-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-42149" class="wp-caption-text">Die Generation 59plus sorgt maßgeblich Vor allem die Generation 59plus spart noch fleißig bzw. hat noch Reserven auf dem Sparbuch liegen. Bildquelle: © Vlad Sargu / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Ein Hoch auf die Rentner</h2>
<p>Allein der Bund hat sich reichlich 1.100 Milliarden Euro bei Sparern, Sparkassen und Banken geliehen – und zwar durch Ausgabe von 60 verschiedenen Bundesanleihen und etwa 40 sonstigen Schulden-Papieren (<a href="https://www.deutsche-finanzagentur.de/de/private-anleger/bundeswertpapiere">https://www.deutsche-finanzagentur.de/de/private-anleger/bundeswertpapiere</a>). Länder, Städte und Gemeinden haben sich weitere 1.000 Milliarden Euro geliehen; v.a. bei Sparkassen, wo Sparer ihre Guthaben sicher glauben. Die Sparkassen haben aktuell insgesamt mehr als 300 Milliarden Euro in öffentlichen Krediten und entsprechenden Schuldenpapieren stecken. Volksbanken und andere Banken haben zusätzliche Mega-Milliarden an den deutschen Staat verliehen.</p>
<p>Das Geld für den Schuldenstaat kommt vom Sparer. Viele Sparer sind schon Rentner. Andere sind werdende Rentner. Insgesamt haben deutsche Rentner und Nicht-Rentner nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank mehr als 6.300 Milliarden Euro auf Sparkonten und Tagesgeldkonten liegen. Oder die Milliarden stecken in Investmentfonds oder in Versicherungspolicen. Fonds und Versicherungen ihrerseits haben den größten Teil der ihnen anvertrauten Spargelder wiederum in <a href="https://www.59plus.de/verluste-mit-sicheren-bundesanleihen-wie-laeuft-das-eigentlich-mit-zinsen-und-kursen/">Bundesanleihen</a> und in anderen Staatspapieren liegen. Einige Rentner haben Bundesanleihen oder andere Bundespapiere in Bankdepots liegen oder direkt bei der amtlichen Schuldenverwaltung der Bundesrepublik in Frankfurt.</p>
<figure id="attachment_12804" aria-describedby="caption-attachment-12804" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-12804 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2-1024x683.jpg" alt="Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis uns der Schuldenberg der Staatsverschuldung um die Ohren fliegt. Bildquelle: Pixabay.de" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-2-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12804" class="wp-caption-text">Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis uns der Schuldenberg der Staatsverschuldung um die Ohren fliegt. Bildquelle: Pixabay.de</figcaption></figure>
<h2>Schulden ohne Tilgung</h2>
<p>In Summe kommt man unschwer zu dem Ergebnis: Deutsche Sparer finanzieren voll die Schulden, die Politiker aller Generationen meinen und meinten machen zu müssen. Dies gilt sogar insoweit, wie Bundespolitiker sich nun schon seit mehreren Jahren rühmen, keine neuen Schulden mehr zu machen. In Wahrheit werden fällige Schulden jeweils mit dem Geld aus der Ausgabe neuer Schuldenpapiere zurückgezahlt. Die Schulden werden also nicht getilgt. Sie werden verlängert. Die neuen Schulden in Form weiterer Bundesanleihen und sonstiger Staatspapiere haben dann Laufzeiten, die aktuell bis ins Jahr 2048 reichen. Bis Jahresende 2019 sind noch 20 verschiedene Bundesschuldenpapiere fällig; zusammen fast 100 Milliarden Euro.</p>
<p>Das Staatsschuldengeld steckt z.B. in Schulen, Rathäusern und in Brücken oder in Militärflugzeugen und anderen Dingen. Manche dieser Dinge funktionieren. Viele Dinge funktionieren nicht (mehr). Die Staatsschulden sind dadurch weithin nicht (mehr) durch Sachwerte besichert. Noch schlimmer: Bund, Länder und Gemeinden können ihre Schulden nicht tilgen. Das ist kaum anders als in Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich oder z.B. auch in Japan und in den USA. Deutsche Behörden müssten mehr als drei Jahre lang sämtliche Steuereinnahmen dafür verwenden, um die Staatsschulden zurück zu zahlen. Kein Polizeibeamter, kein Friedhofsgärtner und z.B. auch kein Bundesminister dürfte in dieser Zeit auch nur einen einzigen Euro Gehalt bekommen. Spätestens an dieser Stelle ist klar, wie absurd die Sache ist.</p>
<figure id="attachment_12062" aria-describedby="caption-attachment-12062" style="width: 684px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-12062 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-684x1024.jpg" alt="Martin Beier ist seit 1979 Journalist und die Welt der Finanzen ist seine Leidenschaft. Bildquelle: Martin Beier" width="684" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-684x1024.jpg 684w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-200x300.jpg 200w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-768x1149.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-696x1042.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-1068x1598.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-281x420.jpg 281w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-300x449.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-600x898.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-267x400.jpg 267w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286-401x600.jpg 401w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/12/P1020286.jpg 1283w" sizes="auto, (max-width: 684px) 100vw, 684px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12062" class="wp-caption-text">Martin Beier ist seit 1979 Journalist und die Welt der Finanzen ist seine Leidenschaft. Bildquelle: Martin Beier</figcaption></figure>
<h2>Illusion sorgsam gepflegt</h2>
<p>Die Illusion der Rückzahlung staatlicher Schulden wird seit Jahren sorgsam gepflegt. Die Europäische Zentralbank hat riesige Bestände öffentlicher Anleihen aus ganz Europa angekauft; bezahlt mit neuem virtuell gedrucktem Geld. Bonitätsprüfungs-Agenturen machen dieses „Spiel“ mit. Sie halten sogar italienischen Staatsanleihen für „durchschnittlich sichere Anlagen“. Bezahlt werden diese privaten Agenturen natürlich sehr gut – nämlich von den Schuldnern.</p>
<p>Viele Sparer fürchten derweil, eines Tages würden nicht mehr nur keine Zinsen gezahlt, sondern es würde auch kein Bargeld mehr geben. Immobilien würden noch viel teurer werden. Obendrein würden Immobilien immer höher besteuert, damit das Kartenhaus nicht einstürzt.</p>
<p>Sie haben Fragen oder Anregungen zum Thema, dann schreiben Sie uns gern Ihren Kommentar.</p>
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