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	<title>Inflation Archive - 59plus</title>
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	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
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	<title>Inflation Archive - 59plus</title>
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		<title>Sparbuch, Aktien oder ETFs: Sparen in Zeiten niedriger Zinsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Kupka]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2024 03:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den vergangenen Jahren hat es Spaß gemacht, Geld zu sparen. Die Banken überboten sich darin, mit attraktiven Zinsen neue Kunden anzulocken. Ob Sie Ihr Geld auf dem Tagesgeldkonto geparkt oder ein Termingeld angelegt hatten, attraktive Zinsen waren Ihnen sicher. Doch seit Kurzem ist die Party vorbei. Die Europäische Zentralbank hat schon mehrfach den sogenannten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/sparbuch-aktien-oder-etfs-sparen-in-zeiten-niedriger-zinsen/">Sparbuch, Aktien oder ETFs: Sparen in Zeiten niedriger Zinsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In den vergangenen Jahren hat es Spaß gemacht, Geld zu <a href="https://www.59plus.de/die-zinsen-sind-zurueck-und-sparen-macht-wieder-spass/">sparen</a>. Die Banken überboten sich darin, mit attraktiven Zinsen neue Kunden anzulocken. Ob Sie Ihr Geld auf dem Tagesgeldkonto geparkt oder ein Termingeld angelegt hatten, attraktive Zinsen waren Ihnen sicher.</strong></p>
<figure id="attachment_12803" aria-describedby="caption-attachment-12803" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-12803" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-1-300x200.jpg" alt="Sparen hat nach den Jahren der Negativzinsen wieder eine neue Bedeutung bekommen. Doch wie sparen wir am besten? Bildquelle: © Shutterstock.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-1-600x400.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/Investmentfonds-1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12803" class="wp-caption-text">Sparen hat nach den Jahren der Negativzinsen wieder eine neue Bedeutung bekommen. Doch wie sparen wir am besten? Bildquelle: © Shutterstock.com</figcaption></figure>
<p>Doch seit Kurzem ist die Party vorbei. Die Europäische Zentralbank hat schon mehrfach den sogenannten „Leitzins“ gesenkt. Geht dieser Leitzins zurück, sinken auch die Zinsen für Sie als Bankkunden. Nachdem Sie Anfang des Jahres noch bequem drei Prozent ergattern konnten, müssen Sie jetzt gründlich suchen, um 1,5 Prozent abzustauben. Was tun? Sie können weiter Ihr Geld zu niedrigen Zinsen auf Ihr Sparbuch legen oder auf Ihrem Tagesgeldkonto sparen. Das heißt aber leider, dass Sie einen Teil Ihres Vermögens vernichten. Der Grund dafür ist die Preissteigerung, also die Inflation. Sie „nagt“ an Ihren Ersparnissen. Angenommen, Sie legen Ihr Geld zu einem Zins von 2,1 Prozent an. Im Oktober 2024 betrug die Inflation in Deutschland zwei Prozent. Da bleibt nur ein magerer Realzins von 0,1 Prozent übrig.</p>
<h2>Wohin mit dem Notgroschen?</h2>
<p>Auch jetzt noch bieten manche Banken Sonderzinsen und eine bequeme Online-Registrierung für neue Kunden. Sie können entspannt von zu Hause mit dem <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/kundenrechte/postidentverfahren-und-alternativen-wie-identverfahren-funktionieren-37821">Video-Ident-Verfahren</a> bei einer neuen Bank ein Konto eröffnen. Dabei zeigen Sie im Rahmen eines Videogesprächs über Ihr Laptop oder Ihr Smartphone Ihren Ausweis.</p>
<p>Bevor Sie sich an die Börse wagen, empfehle ich Ihnen, Ihren „Notgroschen“ sicher anzulegen. Stellen Sie sich vor, Ihre Waschmaschine stellt nach 20 treuen Jahren ihren Dienst ein. Gleichzeitig droht eine teure Reparatur für Ihr Auto. Damit Sie in solchen Situationen entspannt handeln können, legen Sie am besten ein <a href="https://www.59plus.de/onlinebanking-hat-zahlreiche-vorteile/">Tagesgeldkonto</a> an, auf das Sie schnell zugreifen können. Wenn Sie auf Ihrem Tagesgeldkonto 2000 bis 3000 Euro sparen, sind Sie gewappnet, falls unerwartete Rechnungen bekommen. Sie wollen im nächsten Jahr die lang geplante Reise nach Australien und Neuseeland oder eine Kreuzfahrt antreten? Dann sollten Sie auch dafür Geld zur Seite legen. Für kurzfristige Termingelder bekommen Sie derzeit höhere Zinsen, als wenn Sie Ihr Geld langfristig anlegen. Dem Vorteil der sicheren Anlage steht der Nachteil gegenüber, dass Sie auf ein Termingeld während der Laufzeit nicht zugreifen können.</p>
<h2>Die ersten Schritte an der Börse</h2>
<p>Damit Sie am Börsenhandel teilnehmen können, brauchen Sie ein Depot. Das ist ein Konto, in dem Ihre Wertpapiere verwahrt werden. Onlinebroker bieten Depots oft zu günstigeren Preisen an als traditionelle Banken. Dafür berät Ihr Berater bei einer klassischen Bank Sie vielleicht individuell und professionell. Beim Onlinebroker gibt Ihnen nur der Robo-Advisor Tipps, also eine Software.</p>
<p>Neben der Kontoführungsgebühr für das Depot kostet jeder Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers Geld. Deshalb sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie zum „Day-Trader“ werden möchten. Spaß beiseite, so werden Börsenprofis genannt, die den ganzen Tag vor dem Computer sitzen und versuchen, durch schnelle Transaktionen Geld zu verdienen. Allerdings werden die wenigsten davon reich.</p>
<p>Als privater Anleger sollten Sie gut überlegen, welche Werte Sie in Ihr Depot legen und wann Sie diese wieder verkaufen. Wichtig ist, dass Sie Ruhe bewahren und nicht bei der kleinsten Kursveränderung Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Von den Gebühren profitieren nur die Börse und Ihre Bank. Sie werden schnell sehen, dass die Kurse sich häufig bewegen. So kann eine Aktie stark steigen, weil das Unternehmen ein grandioses neues Produkt angekündigt hat. Stellt sich zwei Wochen später heraus, dass die Konkurrenz ein ähnliches Produkt zu einem günstigeren Preis anbietet, bricht der Kurs wieder ein.</p>
<h2>Was erwartet Sie an der Börse?</h2>
<p>Damit Ihr Geld langfristig seinen Wert behält oder Sie Ihr Vermögen mehren können, brauchen Sie eine höhere Rendite, als ein Tages- oder Termingeld bietet. Eine solche Rendite gibt es an der Börse, auch ohne riskante Spekulationen und komplizierte Finanzprodukte.</p>
<p>Nun kommt der Begriff „Risiko“ ins Spiel. Je lukrativer eine Anlage ist, desto riskanter ist sie auch. Dann kann es statt der hohen Rendite auch zu kräftigen Verlusten kommen. Im schlimmsten Fall verlieren Sie das angelegte Geld. Daran sehen Sie schon, dass Sie niemals Ihr gesamtes Vermögen an der Börse anlegen sollten.</p>
<p>Die Börse bietet von A wie Aktie bis Z wie Zertifikat zahlreiche Produkte. Unter dem Buchstaben E finden Sie im Börsen-ABC die ETFs. Der <a href="https://www.59plus.de/etf-was-ist-das-eigentlich/">ETF</a> ist ein börsengehandelter Indexfonds (im Englischen: Exchange Traded Funds). Er bildet einen Index nach, wie den DAX.</p>
<h2>Chancen und Risiken von ETFs</h2>
<p>Vermutlich kennen Sie den deutschen Leitindex DAX aus der Tagesschau oder Ihrer Tageszeitung. 40 deutsche Konzerne gehen mit unterschiedlichen Gewichten in die Berechnung des DAX ein. Damit Sie an der Erfolgsgeschichte des DAX teilhaben, müssten Sie von allen 40 Unternehmen Aktien kaufen. Das ist teuer und kompliziert, weil regelmäßig neue Unternehmen in den DAX kommen oder ihn verlassen. Ein ETF „auf den DAX“ bildet dessen Struktur nach. Was heißt das? Der ETF auf den DAX bleibt am Ball und bildet langfristig immer den DAX ab. Wenn Sie den ETF kaufen, profitieren Sie davon, wenn es der deutschen Wirtschaft gut geht. Sie können auch auf zahlreiche andere Indizes setzen. Ein bekannter internationaler Index ist der MSCI World, den US-amerikanische Technologie-Unternehmen wie Apple oder Microsoft dominieren.</p>
<h3>ETFs haben zwei Vorteile:</h3>
<ol>
<li>Sie sind breit gestreut, weil sie einen Index aus unterschiedlichen Unternehmen nachbilden. Das reduziert Ihr Risiko.</li>
<li>Ein ETF braucht keinen teuren Fondsmanager, weil er nur den Index nachbildet. Deshalb fallen für Sie nur moderate Kosten an.</li>
</ol>
<p>Dem niedrigeren Risiko stehen beim ETF auch geringere Renditechancen gegenüber. Eine zweistellige Rendite ist eher selten.</p>
<h2>Sparen mit Fonds und Einzelaktien</h2>
<p>Aktiv gemanagte Fonds versprechen eine höhere Rendite, halten ihre Versprechen aber nicht immer. Bevor Sie in Fonds investieren, sollten Sie das Kleingedruckte lesen. In der Regel fallen deutlich höhere Kosten an als für einen ETF. Beim Kauf zahlen Sie einen Ausgabeaufschlag und es fallen laufende Kosten für die Verwaltung an. Sie werden teilweise aus dem Fondsvermögen genommen. Dann bezahlen Sie diese indirekt.</p>
<p>Wenn Sie Freude am Thema Wirtschaft haben, können Sie sich an einzelne <a href="https://www.59plus.de/was-sind-eigentlich-aktien/">Aktien</a> wagen. Wählen Sie dafür am besten ein Unternehmen, dessen Geschäft Sie verstehen. Dann können Sie einschätzen, ob die Aktiengesellschaft langfristig Erfolg haben wird. Eine Aktiengesellschaft muss jedes Jahr einen Geschäftsbericht veröffentlichen. Diesen finden Sie im Internet und können wichtige Kennzahlen wie den Umsatz oder den Gewinn nachlesen.</p>
<p>Als Aktienbesitzer werden Sie zur Hauptversammlung eingeladen. Diese Versammlungen werden gerne von älteren Aktionären besucht. Der Austausch mit anderen Anlegern und der Gang zum Buffet sind ähnlich wichtig wie die Abstimmung. Seit Corona finden viele Hauptversammlungen nur noch online statt. Sie können also vom heimischen Sofa aus gemütlich mitentscheiden.</p>
<h3>Aktien bieten Ihnen zwei Gewinnchancen:</h3>
<ol>
<li>Steigt die Aktie im Wert, können Sie diese zu einem höheren Preis verkaufen – und streichen den Gewinn ein.</li>
<li>Erzielt die Aktiengesellschaft Gewinn, schüttet sie in der Regel eine Dividende an ihre Aktionäre aus. Unternehmen wie Coca-Cola oder Procter &amp; Gamble sind verlässliche Dividendenzahler. Sie schütten schon mehr als hundert Jahre eine Dividende aus. Damit sind sie eine große Ausnahme.</li>
</ol>
<h3>Aktien bringen auch Risiken mit:</h3>
<ol>
<li>Geht das Unternehmen bankrott, sinkt der Aktienkurs ins Bodenlose.</li>
<li>Wer schnell an sein Geld möchte, muss vielleicht zu einem schlechten Kurs verkaufen. Aktien eignen sich eher als langfristige Anlage.</li>
</ol>
<figure id="attachment_28264" aria-describedby="caption-attachment-28264" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-28264 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711-1024x607.jpg" alt="Unbeschwert die Rente genießen, das wünscht sich sicherlich jeder von uns. Bildquelle: shutterstock.com" width="696" height="413" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711-1024x607.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711-300x178.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711-768x455.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711-696x413.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711-1068x633.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711-709x420.jpg 709w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711-1320x782.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/09/shutterstock_484111711-600x356.jpg 600w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-28264" class="wp-caption-text">Unbeschwert die Rente genießen, das wünscht sich sicherlich jeder von uns. Bildquelle: shutterstock.com</figcaption></figure>
<h2>Wo kann ich beim Sparen richtig absahnen?</h2>
<p>Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, wie Sie Ihr Geld anlegen können. Je komplexer die Finanzprodukte sind, desto höher meist die Gewinnchance, aber gleichzeitig auch das Verlustrisiko. Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, sich beim sparen auf Anlageformen zu konzentrieren, die Sie gut verstehen. Und laufen Sie so schnell und weit Sie können, wenn Ihnen jemand eine risikoarme Anlage mit mehr als 10 Prozent Rendite verspricht. Das Gleiche gilt für Angebote, die Sie über Nacht reich machen sollen. Um an der Börse reich zu werden, braucht es einen langen Atem oder ungewöhnlich viel Glück.</p>
<p>Mit Derivaten wie Optionsscheinen oder Optionen können Sie kräftig absahnen. Diese Wertpapiere wetten dabei auf die Zukunft. Entwickelt sich der Markt anders als erwartet, sind sie schnell nichts mehr wert. Deshalb eignen sich Derivate nur für Börsenprofis. Anders sieht es aus, wenn Sie einen seriösen Börsendienst abonnieren. Dort geben Experten Anlagetipps und helfen Ihnen dabei, den richtigen Zeitpunkt für den Handel mit Derivaten festzulegen. Der Börsendienst ist kostenpflichtig, und Sie erhalten meist per E-Mail die Empfehlungen.</p>
<p>Noch ein wichtiger Hinweis zum Abschluss. Ob Sie Zinsen oder Dividenden bekommen oder ETFs mit Gewinn verkaufen, auf alle Kapitalerträge fällt die Kapitalertragsteuer an. Denken Sie bitte daran, bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag abzuschließen. Tausend Euro Kapitalerträge sind pro Jahr für Sie steuerfrei.</p>
<p>Was interessiert Sie noch rund um die Geldanlage? Gerne greifen wir Ihre Fragen für einen weiteren Beitrag auf.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Zinsen sind zurück und Sparen macht wieder Spaß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Kupka]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2023 02:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Aktien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Inflation nagt an Ihrem Geld. Deshalb ist es wichtig, dass Sie mit Zinsen gegensteuern. Leider ging es seit der Finanzkrise im Jahr 2008 mit den Zinsen bergab. Acht Jahre später lernten wir sogar den unerfreulichen Begriff „Negativzinsen“ kennen. Lange Zeit machte das Sparen ohne Zinsen wenig Freude. Seit dem Jahr 2022 erhöht die Europäische [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/die-zinsen-sind-zurueck-und-sparen-macht-wieder-spass/">Die Zinsen sind zurück und Sparen macht wieder Spaß</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Inflation nagt an Ihrem Geld. Deshalb ist es wichtig, dass Sie mit Zinsen gegensteuern. Leider ging es seit der Finanzkrise im Jahr 2008 mit den Zinsen bergab. Acht Jahre später lernten wir sogar den unerfreulichen Begriff „Negativzinsen“ kennen. Lange Zeit machte das Sparen ohne Zinsen wenig Freude. Seit dem Jahr 2022 erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) Schritt für Schritt den Leitzins. An ihm orientieren sich Banken und Sparkassen und bieten in der Konsequenz wieder attraktive Zinssätze an.</strong></p>
<p>Die Banken locken derzeit verstärkt Neukunden und Sparvermögen an. Was bedeutet das für uns Sparer? Wir sind wieder Kunde König und können entspannt die Angebote der Banken vergleichen. Doch aufgepasst: Manchmal gilt ein ungewöhnlich hoher Zinssatz nur für sehr kurze Zeit. Nutzen Sie <a href="https://www.59plus.de/onlinebanking-hat-zahlreiche-vorteile/">Onlinebanking</a> und haben Sie Freude daran, mit Ihren Einlagen zu jonglieren? Dann nur zu: Endet die Anlagefrist, können Sie für Ihr Geld wieder neu entscheiden. Wer jedoch Finanzangelegenheiten lästig findet, sollte gleich für ein oder besser zwei Jahre anlegen. Ob die Zinsen weiter steigen oder demnächst wieder fallen, können jedoch auch Finanzexperten nicht mit Sicherheit sagen.</p>
<figure id="attachment_65794" aria-describedby="caption-attachment-65794" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_.jpeg"><img decoding="async" class="wp-image-65794 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-1024x683.jpeg" alt="Nach einer langen Durststrecke bekommen wir endlich wieder Zinsen für unsere Ersparnisse. Bildquelle: © Micheile Henderson / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-1024x683.jpeg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-300x200.jpeg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-768x512.jpeg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-696x464.jpeg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-1068x712.jpeg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-630x420.jpeg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-1320x880.jpeg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_-600x400.jpeg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2023/10/Zinsen-Micheile-Henderson-Unsplash.com_.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-65794" class="wp-caption-text">Nach einer langen Durststrecke bekommen wir endlich wieder Zinsen für unsere Ersparnisse. Bildquelle: © Micheile Henderson / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Ist Ihr Freistellungsauftrag aktuell?</h2>
<p>Prüfen Sie nach den zinslosen letzten Jahren unbedingt Ihren Freistellungsauftrag. Falls Sie Ihrer Bank keinen Freistellungsauftrag erteilt haben, führt diese eine sogenannte Kapitalertragssteuer in Höhe von 25 Prozent von Ihren Zinserträgen ab. Das Gleiche gilt für Kursgewinne und Dividenden bei Aktien oder Zinsen bei Anleihen. Zudem fordert das Finanzamt den Solidaritätszuschlag. Wenn Sie der Kirche angehören, wird obendrein Kirchensteuer berechnet. Sie beträgt acht oder neun Prozent auf die Kapitalertragsteuer. Die genaue Höhe hängt davon ab, in welchem Bundesland Sie wohnen und ob sie katholisch oder evangelisch sind. Haben Sie als alleinstehende Person pro Jahr weniger als tausend Euro Kapitalerträge? Dann brauchen Sie die Steuer nicht zu bezahlen. Als Ehepaar liegt die Grenze bei 2000 Euro.</p>
<h2>Muss ich eine Steuererklärung abgeben?</h2>
<p>Petra Musterfrau hat 20.000 Euro gut angelegt und bekommt mit einer Verzinsung von vier Prozent stattliche 800 Euro Zinsen für ein Jahr. Leider hat sie vergessen, einen Freistellungsauftrag zu erteilen. Deshalb wird ihre Bank Steuern an das Finanzamt abführen. Von den 800 Euro Zinsen verbleiben ihr bedauerlicherweise nur etwas über 570 Euro.</p>
<p>Verloren ist das Geld nicht. Petra Musterfrau kann ihre Steuererklärung abgeben, um die gezahlte Steuer zurückzubekommen. Allein aufgrund der Höhe ihrer Rente wäre sie gar nicht dazu verpflichtet. Nur ungefähr jeder dritte Rentner muss eine Steuererklärung machen.</p>
<p>Verteilt sich Ihr Erspartes auf zwei oder mehr Banken? Dann können Sie den Sparerfreibetrag aufteilen. Passen Sie bitte gut auf, dass die Summe nicht über 1000 Euro oder bei Ehepaaren über 2000 Euro liegt. Schummeleien mag das Finanzamt bekanntlich nicht und könnte Ihnen dafür eine Strafzahlung aufbrummen.</p>
<h2>Das Tagesgeldkonto mit Zinsen als Sicherheitspolster</h2>
<p>Für die Frage, wo und wie Sie Ihr Geld am besten anlegen, gibt es wenig allgemeingültige Tipps. Wenn Sie 61 Jahre alt sind und gerade in Frührente gehen, haben Sie andere finanzielle Bedürfnisse als ein Mensch im Alter über 80, der den Umzug in das Seniorenheim plant. Außerdem spielt es eine Rolle, ob Sie allein wohnen oder in einer Partnerschaft und ob Sie Kinder und Enkel haben. Natürlich ist der Unterschied auch groß, ob Sie eine hohe Miete zahlen müssen oder in Ihrer Eigentumswohnung leben.</p>
<p>Ein Notgroschen ist wichtig und auf diesen sollten Sie leicht zugreifen können. Und nein, damit meinen wir keine Gelddepots unter der Matratze! Von der Sicherheit eines Bankkontos abgesehen, würden Sie unter der Matratze auch auf Zinsen verzichten. Nutzen Sie für die eiserne Reserve ein Tagesgeldkonto, auf das Sie bequem Geld von Ihrem Girokonto überweisen können.</p>
<p>Überlegen Sie einmal, was passieren würde, wenn Ihre Waschmaschine, der Herd und Ihr Fernseher gleichzeitig kaputtgehen. Da kommt eine schöne Summe zusammen, um diese Geräte neu anzuschaffen. Mindestens 2000 bis 3000 Euro sollten deshalb auf Ihrem Tagesgeldkonto liegen. Dieses wird verzinst und Sie können jederzeit über das Guthaben verfügen.</p>
<figure id="attachment_63431" aria-describedby="caption-attachment-63431" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-63431 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-1024x683.jpeg" alt="Auch für die Generation 59plus macht es Sinn sich mit den Möglichkeiten der Geldanlage zu beschäftigen. Bildquelle: © Jason- Briscoe / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-1024x683.jpeg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-300x200.jpeg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-768x512.jpeg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-696x464.jpeg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-1068x712.jpeg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-630x420.jpeg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-1320x880.jpeg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_-600x400.jpeg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2022/03/Finanzen-Jason-Briscoe-Unsplash.com_.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-63431" class="wp-caption-text">Auch für die Generation 59plus macht es Sinn sich mit den Möglichkeiten der Geldanlage zu beschäftigen. Bildquelle: © Jason- Briscoe / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Mit einem Wertpapierdepot an der Börse handeln</h2>
<p>Weiteres Vermögen können Sie in Sparbriefe oder Termingelder anlegen. Diese haben meist eine Laufzeit zwischen mehreren Monaten und einigen Jahren. In dieser Zeit können Sie das Geld nicht abheben. Noch attraktivere Renditen können Sie an der Börse erzielen. Der Kauf von Wertpapieren führt allerdings zu einem höheren Risiko als die Anlage auf Tages- oder Termingeldkonten. Für den Kauf von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen oder Fonds und ETFs brauchen Sie ein Depot. Das Depot ist ein Konto für Wertpapiere.</p>
<p>Kaufen Sie <a href="https://www.59plus.de/was-sind-eigentlich-aktien/">Aktien</a>, werden Sie als Aktionär zum Teilhaber an einem Unternehmen. Sie profitieren von Kursgewinnen und einer jährlichen Ausschüttung, die Dividende genannt wird. Im schlechten Fall drohen Kursverluste und es wird keine Dividende ausgeschüttet. Möchten Sie auf das Geld zugreifen, ist der Zeitpunkt vielleicht gerade ungünstig. Sie würden weniger für Ihr Wertpapier bekommen als beim Kauf. Ähnlich sieht es bei Fonds oder ETFs aus. Aus diesem Grund sollten Sie für den Kauf von Wertpapieren eine längerfristige Perspektive mitbringen. Im Extremfall kann es nämlich sogar zu einem Totalverlust kommen.</p>
<h2>An der Börse handeln oder lieber auf Zinsen setzen?</h2>
<p>Laut Deutschem Aktieninstitut haben 16 Prozent der über 60-Jährigen im Jahr 2022 Aktien oder Fonds bzw. ETFs gehalten. ETFs haben den Vorteil, dass Sie weniger Kosten verursachen. Das liegt daran, dass sie nicht von einem hoch bezahlten Fondsmanager betreut werden. Ein ETF bildet einen Index nach, zum Beispiel den bekannten DAX in Deutschland. Breit gestreute ETFs sind weniger anfällig für Krisen als ETFs für ein sehr eng begrenztes Thema.</p>
<p>Wie auch immer Sie sich entscheiden, eines ist wichtig. Schließen Sie nur Verträge ab, wenn Sie die Produkte verstehen. Und bitte denken Sie daran, dass höhere Erträge auch beträchtliche Risiken nach sich ziehen. Wer Ihnen also Traumrenditen ohne Risiko verspricht, verschweigt mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas. Lassen Sie sich von Ihrem Bankberater nicht drängen oder überreden. Ziehen Sie gegebenenfalls einen Freund oder ein Familienmitglied hinzu, denn vier Ohren hören mehr als zwei.</p>
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		<title>Ein Kommentar von Martin Beier: Wohnen, wenn die Mieten steigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Beier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2018 03:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Grundsteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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		<category><![CDATA[Mieten]]></category>
		<category><![CDATA[Rentenkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland ist gespalten: In den bekannten Großstädten kosten selbst „günstige“ Wohnungen monatlich 9 Euro kalt; wohlgemerkt für einen mal einen Meter Fläche. Im Vergleich dazu gibt es in den weniger großen Städten und in den ländlichen Regionen viel Leerstand, wenige Ärzte und viel Langeweile. Vielfach klappt oft nicht einmal das Internet.  Wer „deutsche Rentner in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutschland ist gespalten: In den bekannten Großstädten kosten selbst „günstige“ Wohnungen monatlich 9 Euro kalt; wohlgemerkt für einen mal einen Meter Fläche. Im Vergleich dazu gibt es in den weniger großen Städten und in den ländlichen Regionen viel Leerstand, wenige Ärzte und viel Langeweile. Vielfach klappt oft nicht einmal das Internet. </strong></p>
<p>Wer „deutsche Rentner in Bulgarien“ in die Suchmaschine des Internets eingibt, der bekommt seitenlange Infos: Zehntausende Golden Ager leben nicht mehr in Schwarzheide, in Schwelm oder in Schweinfurt: Der Goldstrand am Schwarzen Meer ist ihre vorletzte Station. Man spricht längst Deutsch dort. Man lebt in der Europäischen Union. Die Rente ist problemlos verfügbar.</p>
<p>Bulgarien ist das neue Mallorca, nur ursprünglicher, nicht so teuer und nicht so oft schlechtes Wetter. Die Türkei ist auch wieder günstig: Sechseinhalb Landes-Lira gibt es inzwischen für einen Euro. Der Preis: Man gibt alles auf, was man bislang als Heimat geliebt hat; ein neuer Anfang fern der alten Heimat.</p>
<figure id="attachment_13305" aria-describedby="caption-attachment-13305" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-13305 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3-1024x678.jpg" alt="Immer mehr Rentner denken über einen Lebensabend im Ausland nach. Bildquelle: Pixabay.de" width="696" height="461" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3-1024x678.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3-300x199.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3-768x508.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3-696x461.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3-1068x707.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3-634x420.jpg 634w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3-1320x874.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/02/San-Diego-3-600x397.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13305" class="wp-caption-text">Immer mehr Rentner denken über einen Lebensabend im Ausland nach. Bildquelle: Pixabay.de</figcaption></figure>
<h2>Grundsteuererhöhung ist wie Rentenkürzung</h2>
<p>Die abbezahlte Eigentumswohnung oder das schuldenfreie Eigenheim mit Garten, das sei die beste Vorsorge für’s Alter. So heißt es. Alles gut. Alles teuer, wenn die Kinderzimmer nur noch Weihnachten und zu den Geburtstagen belegt sind. Die Grundsteuer droht demnächst noch teurer zu werden. Umgerechnet 100 Euro pro Monat sind da schnell weg. Verfassungsrichter haben das entschieden: So werden Politiker den schwarzen Peter weiterschieben. Faktisch ist das wie eine <a href="https://www.59plus.de/kommentar-rentner-zahlen-ihre-rente-zunehmend-selbst-mit-ihren-steuern/">Rentenkürzung</a>.</p>
<p>Vermieter legen die Grundsteuer um. Schon jetzt schreibt z.B. das Oberbayerische Volksblatt: „Mieten ziehen auch in Kleinstädten an.“ Mieter klagen schon seit einiger Zeit über die Modernisierungsfalle: Die Mieten steigen durch umgelegte Modernisierungen solange, bis die alten, langjährigen Mieter entnervt ausziehen. Doch wohin?</p>
<p>Die Vermietungsplattform Airbnb entwickelt sich darüber hinaus vielfach als neue Herausforderung für Eigenheimer. Die Teilzeitvermietung an Studenten oder Wochenpendler kann neues Leben ins Haus bringen und Geld in die Kasse spülen. Am Ende aber ist der Garten jedoch immer noch zu groß. Der Gärtner ist zu teuer. Der Preis ist verlockend, der vielerorts heute für Betongold geboten wird. Das Versilbern von Betongold bringt jedoch ein gravierendes Problem: Was tun mit dem Geld?</p>
<h2>Inflation lebt bei Immobilien</h2>
<p>Die Geschichten sind Legenden, wie die Erlöse aus Verkäufen von Grund und Boden plötzlich zu kaum mehr reichten als für Brot und Butter. Hyper-Inflation ist auch im 21. Jahrhundert keineswegs Geschichte. Hyper-Inflationen in Venezuela und Argentinien sind brandaktuell. Die obersten Währungshüter der EU wünschen sich mehr Inflation und weniger Renten-Kaufkraft in deutschen und in europäischen Landen. Die Politik nimmt das hin: Gegen den Wahnsinn der Null-Zinsen kann die Politik angeblich nichts tun.</p>
<p>Immobilien und Mieten in deutschen Großstädten sind längst hyper-inflationiert. Dass Preise und Kosten wieder zurückgehen, das ist hoch unwahrscheinlich. Die deutschen Preise und Mieten sind nur dahin gestiegen, wo sie im Ausland schon lange waren. Städte können Land gar nicht günstig frei geben für den Bau von Sozialwohnungen. Städte sind arm. Sie brauchen das Geld; z.B. für Kinder- und Altentagesstätten.</p>
<figure id="attachment_17558" aria-describedby="caption-attachment-17558" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-17558 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1-1024x683.jpg" alt="In den letzten Jahren haben die Sparschweinchen nur wenig Futter bekommen, da aufgrund der dauerhaft niedrigen Zinsen das Sparen nicht mehr attraktiv ist. Bildquelle: ©Fabian Blank/Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/08/Zinsen-Fabian-Blank-1-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-17558" class="wp-caption-text">In den letzten Jahren haben die Sparschweinchen nur wenig Futter bekommen, da aufgrund der dauerhaft niedrigen Zinsen das Sparen nicht mehr attraktiv ist. Bildquelle: ©Fabian Blank/Unsplash.com</figcaption></figure>
<p>Als Sozialdemokrat Olaf Scholz sich jüngst stark machte, die Renten dauerhaft wenigstens bei 48 Prozent des allgemeinen Richtlohns zu halten, da war das schon politisches Teufelszeug. Wenn immer mehr Rentner Wohngeld beantragen (müssen), dann wird man diese Bezüge deckeln (müssen) bzw. erschweren. Die Not wird man sozialisieren.</p>
<p>Das ist für Kenner keine Frage. Hinsichtlich Rentenversicherungen ist das längst ein offenes Geheimnis: Sollten Versicherer angesichts von Null-Zinsen bald nicht mehr in der Lage sein, ihre Verzinsungsgarantien zu halten, dann werden gerichtliche Klagen gegen solche Garantiebrüche ins Leere laufen: Der Einzelne muss mit seinem Anspruch zurückstehen, wenn ansonsten die Versicherung als Ganzes zusammenbricht. Alle kriegen weniger. Dieses christlich-soziale Prinzip gilt nicht nur für Versicherungen. Das Prinzip ist auch auf das Thema Wohnen zu übertragen. Globalisierung auf symbolischen Vietnam-Niveau nennen Realisten diesen Trend. Nur Mieten und Wohnkosten sind noch auf West-Niveau.</p>
<h2>Immobilienfonds halten nicht</h2>
<p>Die Wohn- und Immobilien-Lage ist sogar doppelt fatal: Millionen Sparer sind dem Rat ihrer Banken gefolgt: Milliarden-Summen haben sie – zusammengerechnet – in sog. „Immobilien des kleinen Mannes“ gesteckt. Diese populären Offenen Immobilienfonds halten jedoch nicht, was Banken, Sparkassen und Verwalter jahrzehntelang mit höchst fragwürdigen Darstellungen fehlerhaft verbreiten. Die Anteilwerte Offener Immobilienfonds steigen schon seit Jahren nicht mehr. Die Anteile sind 2018 weithin weniger wert als 2008. Die naheliegenden Gründe müssen hier nicht vertieft werden. Mit Immobilien- und Hypotheken-Anleihen oder sog. Geschlossenen Immobilienfonds sind Milliarden von Sparer- und Anlegergeldern versenkt worden. Das ist die traurige Wahrheit im Land der Sparweltmeister.</p>
<p>Obendrein greifen auch die Gebäudeversicherer zu. Die harmlos als „Beiträge“ bezeichneten Versicherungspreise steigen jedes Jahr. Das Vorgehen hat kartellhafte Züge. Und wenn Herrschaften, ihre Häuser mit modernster Energie- und Wärmeversorgung und zudem noch mit umweltschonender Solarnutzung aufrüsten wollen, dann gibt die Bank nicht mal Kredit dafür. Bürokratie erschwert die klimaschonende Umsetzung zusätzlich.</p>
<figure id="attachment_32945" aria-describedby="caption-attachment-32945" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-32945 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_-1024x683.jpg" alt="Die Mieten steigen und steigen, dennoch werfen Immobilienfonds keine rendite ab. Bildquelle: © Brandon Griggs / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_-1024x683.jpg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_-300x200.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_-768x512.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_-696x464.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_-1068x712.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_-630x420.jpg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_.jpg 1920w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_-1320x880.jpg 1320w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2018/11/Mieten-Brandon-Griggs-Unsplash.com_-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-32945" class="wp-caption-text">Die Mieten steigen und steigen, dennoch werfen Immobilienfonds keine rendite ab. Bildquelle: © Brandon Griggs / Unsplash.com</figcaption></figure>
<p>Europäische Sicherungs- und Kontrollvorschriften würden Kredite für &#8220;die Alten&#8221; verhindern, heißt es alibimäßig. Warum? Weil unkontrollierte Banken vor zehn Jahren die Finanzkrise herbeigezockt haben, mussten Sicherungen und Kontrollen eingeführt werden. Die Zinsen mussten gesenkt werden – für Kredite, die keiner der Generation 59plus mehr bekommt.</p>
<p>Vorsicht: Ironie. Seither steigen Immobilien und Mieten. Fluchtgelder aus aller Welt strömen in Deutschlands Immobilien und treiben die Rentner an den Goldstrand. Die Hoffnung stirbt aber ja bekanntlich zuletzt, ganz nach mit dem rheinischen Grundgesetz: „Et hätt noch emmer joot jejange“; heißt soviel wie: &#8220;Am Ende wird alles gut.&#8221; Ob es auch in diesem Fall zutrifft, wird die Zukunft zeigen.</p>
<p>Ihr Martin Beier</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/ein-kommentar-von-martin-beier-wohnen-wenn-die-mieten-steigen/">Ein Kommentar von Martin Beier: Wohnen, wenn die Mieten steigen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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