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	<title>Cornelia Stolze Archive - 59plus</title>
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	<description>59plus ist das erste digitale General Interest Portal für Senioren und deren Kindergeneration (35+).</description>
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	<title>Cornelia Stolze Archive - 59plus</title>
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		<title>Cornelia Stolze: Die Aufklärerin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Karrasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2016 14:44:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Medizinjournalistin Cornelia Stolze studierte Biologie aus Faszination für Naturwissenschaften und weil sie Dingen gerne auf den Grund geht. Eine gute Basis für ihre investigativen Recherchen, vor allem jene zum Thema Demenz. Ihre zentrale Motivation dabei ist, nicht nur fundiert und verständlich über wichtige Gesundheitsthemen zu informieren, sondern auch unabhängig – ohne Einfluss der Pharmaindustrie. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/cornelia-stolze-die-aufklaererin/">Cornelia Stolze: Die Aufklärerin</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Medizinjournalistin Cornelia Stolze</strong> studierte Biologie aus Faszination für Naturwissenschaften und weil sie Dingen gerne auf den Grund geht. Eine gute Basis für ihre investigativen Recherchen, vor allem jene zum Thema Demenz. Ihre zentrale Motivation dabei ist, nicht nur fundiert und verständlich über wichtige Gesundheitsthemen zu informieren, sondern auch unabhängig – ohne Einfluss der Pharmaindustrie.</p>
<h2>Skandal in der Alzheimerforschung</h2>
<figure id="attachment_1080" aria-describedby="caption-attachment-1080" style="width: 200px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-1080 size-medium" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-200x300.jpg" alt="Cornelia Stolze Quelle: Helge Mundt" width="200" height="300" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-200x300.jpg 200w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-768x1152.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-683x1024.jpg 683w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-696x1044.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-1068x1602.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-280x420.jpg 280w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-300x450.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-600x900.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait.jpg 1280w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1080" class="wp-caption-text">Die Medizinjournalistin Cornelia Stolze. Quelle: Helge Mundt</figcaption></figure>
<p>Der Fall, der Cornelia Stolze zu einer Expertin in Sachen Alzheimer machte, liegt fast zehn Jahre zurück. Damals stieß sie per Zufall auf einen <strong>Forschungsskandal</strong>, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Die Journalistin fand im Frühjahr 2007 zunächst für das populärwissenschaftliche PM Magazin heraus, dass ein Alzheimer-Forscher namens Harald Hampel in großem Stil menschliche Gewebeproben an eine Pharmafirma verkauft hatte . Und das ohne Erlaubnis seines Arbeitgebers und ohne Wissen der betroffenen Patienten.</p>
<p>Hampel war damals ein junger, aufstrebender Professor an der Klinik für Psychiatrie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er galt als Star der Alzheimer-Szene. Doch als Stolze ihn genauer zu seiner Forschung befragte, entdeckte sie: Der Psychiater hatte nicht nur<strong> unerlaubte Geschäfte</strong> mit Blut- und Nervenwasserproben seiner Patienten gemacht.</p>
<p>Immer wieder setzte Hampel auch falsche Versprechen von <strong>Prävention und Heilung</strong> in die Welt. Wer an Alzheimer erkranken werde und wer nicht, könne er „eindeutig“ anhand von drei Substanzen im Nervenwasser eines Menschen feststellen. Dadurch könne er schon sieben Jahre vor Ausbruch des Leidens feststellen, behauptete er 2007. Die Wahrheit ist: Eine solche Früherkennung funktioniert bis heute nicht.</p>
<h2>Bis heute kein Nachweis für Alzheimer Erkrankung</h2>
<p>Hampels Aussagen setzten bei Stolze eine <strong>intensive Recherche</strong> in Gang. An deren Ende steht eine verblüffende Erkenntnis: Alle Welt spricht von Alzheimer. Doch wer sich gründlich informiert, stellt fest, dass es für die rätselhafte Krankheit keinen zuverlässigen Nachweis gibt. In Wirklichkeit können nicht einmal Spitzenexperten das Leiden diagnostizieren. Und zwar selbst dann nicht, wenn ein Mensch bereits schwer demenzkrank ist. Tatsächlich fand Stolze heraus, dass es &#8211; entgegen einer weit verbreiteten Meinung – zwischen Demenz und den vermeintlichen „Alzheimer-Plaques“ im Gehirn überhaupt keinen klaren Zusammenhang gibt.</p>
<p>Stattdessen aber kann eine Demenz oder ein demenzähnlicher Zustand – nachweislich – durch weit verbreitete Erkrankungen entstehen. Ursache dafür können Schlaganfälle, Hirnverletzungen, Vitaminmangel oder aber die Folgen von Alkoholabhängigkeit, Operationen und übermäßigem Konsum bestimmter Medikamente sein.</p>
<p>„Ich fand seriöse Studien, in denen ein Drittel von geistig gesunden Menschen bei der Untersuchung ihres Gehirns Ablagerungen aufwiesen, wie man sie auch bei Alzheimer Patienten findet. Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein, dass dieser Professor offenbar eine grottenschlechte Wissenschaft macht“, erzählt Cornelia Stolze.  In ihrem Buch „<strong>Vergiss Alzheimer</strong>“, das 2011 erschien, schrieb sie detailliert über den Fall. Kurze Zeit später wurde der Wissenschaftler von der Universität Frankfurt entlassen. Das führt sie – zumindest teilweise – auf ihre Enthüllungen über die Machenschaften des Mediziners zurück.</p>
<h2>Ihre Motivation: Menschen zu helfen</h2>
<p>Auch mit ihrem aktuellen Buch „<strong>Verdacht Demenz</strong>“ tritt die Journalistin der Pharmaindustrie, Forschern und Medizinern auf die Füße. Und zeigt faktenreich und fundiert auf, dass die Diagnose Demenz oft vorschnell und zu Unrecht gestellt wird. „Ich möchte die Menschen mit meiner Arbeit aufklären und sie vor Fehldiagnosen bewahren. Betroffene und ihre Angehörigen können nämlich viel dafür tun, dass Ärzte die wahren Ursachen von Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit und anderen demenzähnlichen Symptomen finden“, beschreibt sie ihre Motivation.</p>
<p>Manchmal trifft sie auf Vorbehalte von Leuten, die sich fragen, wie sie als Biologin überhaupt medizinische Sachverhalte beurteilen kann. Ihnen erläutert Cornelia Stolze, dass sie als Naturwissenschaftlerin und als Journalistin genau dafür über das erforderliche Rüstzeug verfügt. Nämlich: ein Thema gründlich zu recherchieren, dieses aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, Fakten zu überprüfen und nur die Schlüsse daraus ziehen, die sich auch durch<strong> verlässliche Beweise</strong> belegen lassen. „Im Medizinstudium liegt der Schwerpunkt auf dem Erlernen von Krankheitsbildern, diagnostischen Vorgehensweisen und Therapien, die einem ständigen Wandel unterworfen sind. Aber man lernt nicht das wissenschaftliche Vorgehen“.</p>
<p>Zudem geben ihr etliche Ärzte und andere Experten auch öffentlich Recht. „Ein großer Wurf“, kommentierte der Tübinger Neuropathologe Professor Dr. Richard Meyermann ihr Buch „Vergiss Alzheimer“. „Endlich ein aufklärerisches Werk zu Alzheimer, ein Gegengewicht zur weit verbreiteten Panikstimmung“, so Dr. Thomas Zimmermann, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf.</p>
<h2>Schon als Schülerin begeisterte sie Wissenschaft</h2>
<p>Dabei wollte die 50-Jährige nicht Biologin werden, um Missstände aufzudecken. Ursprünglich stand die <strong>Begeisterung für die Wissenschaft</strong> im Vordergrund. Es faszinierte sie, bei der Erforschung des Lebens und der Natur „das Glück der Erkenntnis zu erleben“. Schon während der Schulzeit las sie Bücher, in denen es um bahnbrechende Entdeckungen wie die Entwicklung des Mikroskops ging. Oder um Robert Koch, der nachgewiesen hat, dass bestimmte Keime Krankheiten hervorrufen.</p>
<p>Fachmagazine wie „Spektrum der Wissenschaft“ inspirierten die Schülerin zu der Idee, später über Forschung und Wissenschaft schreiben zu wollen. Als Studentin verfolgte sie unbeirrt ihr Ziel. Zum Ende des Biologiestudiums absolvierte Cornelia Stolze verschiedene Praktika beim Hörfunk und bei Zeitungen und sammelte Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit für Forschungsinstitute. „Ich finde es nach wie vor toll, beides miteinander kombinieren zu können.“ Neben ihrer journalistischen Arbeit für namhafte Zeitungen und Magazine ist die Bestseller-Autorin weiterhin für verschiedene Max-Planck-Institute tätig.</p>
<p>Seitdem ihr Buch „Verdacht Demenz“ im Sommer 2016 auf dem Markt ist, hat Cornelia Stolze viele Interviews gegeben und ist für Vorträge bundesweit unterwegs. Dabei trifft sie auf einen riesigen <strong>Informationsbedarf</strong> zu diesem Thema und erlebt, wie sie Menschen die Augen öffnen und Mut machen kann. „Ich wünsche mir, dass das Wissen über die Auslöser von demenzähnlichen Symptomen noch viel mehr Menschen erreicht.“</p>
<p>Denn die Angst, dass Demenz vererbbar ist und auch zunehmend in jüngeren Jahren ausbricht, wird von der Pharmaindustrie geschürt, die sich einen großen Markt für Medikamente zur Vorbeugung erhofft. „Demenz kann durch viele Ursachen ausgelöst werden und hat am allerwenigsten mit den Genen zu tun. Und das ist für viele beruhigend zu erfahren.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/cornelia-stolze-die-aufklaererin/">Cornelia Stolze: Die Aufklärerin</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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		<title>Praktischer Ratgeber: &#8220;Verdacht Demenz&#8221;</title>
		<link>https://www.59plus.de/praktischer-ratgeber-verdacht-demenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion 59plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2016 12:24:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Medizinjournalistin Cornelia Stolze hat ihr zweites Buch Verdacht Demenz veröffentlicht. Nachdem sie bereits 2011 mit dem Sachbuch Vergiss Alzheimer aufdeckte, wie namhafte Forscher, Mediziner und Industrie die Öffentlichkeit seit Jahren mit Fehlinformationen zu Demenz in die Irre führen und mit falschen Versprechen Geschäfte machen. Wir sprachen mit der Diplombiologin und Bestseller-Autorin über ihr neues [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/praktischer-ratgeber-verdacht-demenz/">Praktischer Ratgeber: &#8220;Verdacht Demenz&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Medizinjournalistin Cornelia Stolze hat ihr zweites Buch <em>Verdacht Demenz</em> veröffentlicht. Nachdem sie bereits 2011 mit dem Sachbuch <em>Vergiss Alzheimer</em> aufdeckte, wie namhafte Forscher, Mediziner und Industrie die Öffentlichkeit seit Jahren mit Fehlinformationen zu Demenz in die Irre führen und mit falschen Versprechen Geschäfte machen.</strong></p>
<p>Wir sprachen mit der Diplombiologin und Bestseller-Autorin über ihr neues Buch.</p>
<h2>Frau Stolze, Ihr neues Buch ist ein Ratgeber, der Tipps gibt, wie man mit ersten Anzeichen von Vergesslichkeit umgeht und sich vor einer Fehldiagnose schützen kann. An wen richtet sich das Buch?</h2>
<p>Das Buch richtet sich an eine breite Öffentlichkeit, denn Umfragen haben gezeigt, dass die Angst sehr groß ist, an Demenz zu erkranken. Zuerst einmal an Betroffene und Angehörige von Menschen, die Demenz-Symptome wie Vergesslichkeit und Verwirrtheit zeigen. Oder dies bei dem Partner, der Partnerin, Freunden und Angehörigen bemerken. Viele fragen sich “Ist das jetzt schon Demenz? Wie kläre ich das ab und was könnte dahinter stecken?“</p>
<p>Das Buch ist aber auch für alle jene Mediziner hilfreich und interessant, die selbst keine Demenz-Experten sind, aber in ihren täglichen Arbeit viel mit älteren Patienten zu tun haben. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass bis zu drei Viertel aller Demenz-Diagnosen falsch sind.</p>
<p>Das liegt unter anderem daran, dass man als Arzt gar nicht ohne weiteres unterscheiden kann, ob ein Patient, der verwirrt oder vergesslich ist, an einer unheilbaren Demenz leidet, oder aber einem demenzähnlichen Zustand, der sich gut behandeln lässt, wenn man die Ursache gefunden hat. Fakt ist auch, dass fast kein Patient anhand der strengen klinischen Kriterien untersucht wird.</p>
<figure id="attachment_1080" aria-describedby="caption-attachment-1080" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-1080 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-683x1024.jpg" alt="Die Medizinjournalistin und Autorin Cornelia Stolze. Quelle: ©Helge Mundt" width="683" height="1024" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-683x1024.jpg 683w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-200x300.jpg 200w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-768x1152.jpg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-696x1044.jpg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-1068x1602.jpg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-280x420.jpg 280w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-300x450.jpg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait-600x900.jpg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2016/12/Cornelia-Stolze-Portrait.jpg 1280w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1080" class="wp-caption-text">Die Medizinjournalistin und Autorin Cornelia Stolze. Quelle: ©Helge Mundt</figcaption></figure>
<h2>Sie weisen darauf hin, dass hinter Vergesslichkeit und Gedächtnislücken häufig Ursachen stecken, die sich beheben lassen. Welche sind das?</h2>
<p>Es gibt eine große Vielzahl von Ursachen, die zu demenzähnlichen Zuständen führen. Das können Hirnverletzungen wie etwa durch eine Gehirnerschütterung oder aber Erkrankungen wie gehäufte Schlaganfälle, Infektionen, Schilddrüsenstörungen sein. Demenzähnliche Zustände entstehen zum Teil aber auch einfach aufgrund von Flüssigkeitsmangel, denn gerade ältere Menschen trinken zu wenig oder verlieren Wasser, weil sie bestimmte Medikamente nehmen. Auch Natriummangel kann durch bestimmte Arzneimittel auftreten.</p>
<p>Überhaupt spielen Medikamente eine große Rolle. Viele weit verbreitete Präparate wie Blutdrucksenker, Schmerzmittel, Tabletten gegen Osteoporose oder Cholesterinsenker können die Gehirnfunktionen erheblich beeinträchtigen. Besonders problematisch sind auch Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine wie Tavor oder Valium. Denn diese Medikamente machen sehr schnell abhängig. Wer die Mittel über längere Zeit schluckt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Demenz.</p>
<p>Und nicht nur das. Beim Absetzen dieser Medikamente kommt es zu Entzugserscheinungen, die einer Demenz stark ähneln und damit schnell verwechselt werden können. Besonders wenn Menschen älter werden und mehrere Medikamente zu sich nehmen, kann es zudem zu Wechselwirkungen kommen. Manchmal passiert dies zeitverzögert, also auch Medikamente, die lange gut vertragen wurden, können ab einem bestimmten Zeitpunkt Beschwerden verursachen.</p>
<h2>Woran liegt das?</h2>
<p>Im Laufe des Alters verändert sich der Körper. Vor allem die entgiftende Funktion von Leber und Nieren nimmt ab, d.h. Wirkstoffkonzentrationen, die für einen jungen Menschen angemessen sind, können im Alter nicht mehr im selben Maße vom Körper abgebaut und ausgeschieden werden wie früher.</p>
<p>Erhält ein hochbetagter Patient dann dieselbe Dosis wie ein jüngerer, ist der Wirkstoffpegel im Körper viel höher als er eigentlich sein soll. Auch Infektionen im höheren Alter oder Herzkreislaufprobleme können Verwirrung verursachen. Ähnliches gilt für Operationen mit Vollnarkose, die ältere Menschen nicht mehr so gut vertragen. Größere chirurgische Eingriffe lösen häufig einen akuten Verwirrtheitszustand aus, der gezielt behandelt werden muss. Das aber wird sehr häufig übersehen, weil die meisten Betroffenen ruhig im Bett liegen und sich kaum bewegen.</p>
<h2>Wie kann ich mich als Betroffener oder als Angehöriger vor einer Fehldiagnose schützen?</h2>
<p>Wichtig ist vor allem, skeptisch zu sein, wenn die Diagnose Demenz sehr schnell gestellt wird. Die Diagnose überhaupt in Frage zu stellen, ist ein entscheidender Schritt. Gerade dann, wenn die oder der Betroffene bis vor kurzem noch fit war, aber wegen eines Sturzes ins Krankenhaus und operiert werden musste und nach drei Wochen immer noch verwirrt und in einem schlechten geistigen Zustand ist. Oft lautet die Diagnose der Ärzte bei der Entlassung Demenz.</p>
<p>Das ist der erste Fehler. Denn Demenz ist so definiert, dass die Diagnose erst gestellt werden darf, wenn viele höhere geistige Funktionen gestört sind und wenn diese Störungen über mindestens sechs Monate bestanden haben. Das aber wissen oder beachten viele Ärzte nicht. Die Definition von Demenz nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft ist genau im Buch beschrieben. Ganz wichtig ist, dass die Angehörigen dem Arzt Informationen über die Krankheitsgeschichte des Patienten liefern und ihm eine Medikamentenliste geben, die auch über Dauer und Menge der Medikamenteneinnahme informiert.</p>
<p>Man sollte sich bewusst machen, dass Ärzte zwar davon überzeugt sind, was sie diagnostizieren und welche Medikamente sie verschreiben, aber nicht unfehlbar sind. Und sich viele Beschwerden nicht nur mit Medikamenten beheben lassen, sondern auch Ausdruck eines ungesunden Lebensstils sein können und dauerhaft durch eine ausgewogenere Ernährung, genügend Flüssigkeit, Bewegung usw. gelindert werden könnten.</p>
<figure id="attachment_3616" aria-describedby="caption-attachment-3616" style="width: 500px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Verdacht-demenz.jpg"><img decoding="async" class=" td-modal-image wp-image-3616 size-full" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Verdacht-demenz.jpg" alt="Das Buch &quot;Verdacht Demenz&quot; von Cornelia Stolze. Quelle: Herder Verlag" width="500" height="814" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Verdacht-demenz.jpg 500w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Verdacht-demenz-184x300.jpg 184w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Verdacht-demenz-258x420.jpg 258w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2017/02/Verdacht-demenz-300x488.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3616" class="wp-caption-text">Das Buch &#8220;Verdacht Demenz&#8221; von Cornelia Stolze. Quelle: Herder Verlag</figcaption></figure>
<h2>Was möchten Sie mit Ihrem neuen Buch erreichen?</h2>
<p>Ich möchte verhindern, dass verwirrte, vergessliche Menschen vorschnell zu Demenzkranken abgestempelt werden. Wichtig ist mir deshalb zu zeigen, dass hinter Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit oder Halluzinationen häufig keine unheilbare Krankheit steckt, sondern Ursachen, die sich gut beheben oder verhindern lassen. Und warum Patienten und Angehörige gut daran tun, ihre Ärzte aktiv bei der Suche nach den wahren Ursachen zu unterstützen. Dann nämlich sind die Chancen groß, wieder geistig gesund zu werden – und zu bleiben.</p>
<p>Zudem möchte ich mit meinem Buch vielen Menschen unnötige Ängste nehmen. Zahlreiche Senioren sind heute nämlich allein durch den normalen Alterungsprozess tief verunsichert. Sie spüren, dass allmählich die Auffassungsgabe nachlässt, die Merkfähigkeit schwindet und die Reaktionsfähigkeit zurückgeht und fürchten, das könnte jetzt Richtung Demenz und Pflegeheim gehen.</p>
<p>Tatsächlich berichten Mediziner, dass es inzwischen viele besorgte Gesunde gibt, die vorschnell glauben, an Demenz erkrankt zu sein und sich schreckliche Sorgen machen. Sorgen und Ängste aber sind psychischer Stress, der gar nicht gut ist für unser Gehirn und unsere Konzentrations- und Merkfähigkeit. Das kann ein Teufelskreis mit einem sich selbst verstärkenden Mechanismus werden. Dieser Verunsicherung möchte ich mit meinem Buch entgegentreten.</p>
<p>Das Buch interessiert Sie?</p>
<p><em>Verdacht Demenz</em> können Sie <strong><a href="http://hansenkroeger.shop-asp.de/shop/action/productDetails/29038461/cornelia_stolze_verdacht_demenz_3451613883.html?aUrl=90008088&amp;searchId=0">hier</a></strong> bei Hansen &amp; Kröger bestellen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.59plus.de/praktischer-ratgeber-verdacht-demenz/">Praktischer Ratgeber: &#8220;Verdacht Demenz&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.59plus.de">59plus</a>.</p>
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