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Blumen, Gedichte, romantische Dinner und Liebesbeweise aller Art haben am Valentinstag Hochkonjunktur. Am 14. Februar jährt sich der Tag der Verliebten wieder. Fast scheint es, als sei dieser Tag eigens von Floristen, Süßwarenherstellern, Juwelieren und Restaurantbesitzern erfunden worden, doch tatsächlich gehen seine Ursprünge auf christliche Märtyrer zurück.

Woher kommt der Valentinstag eigentlich?

Wir haben uns genauer mit dem Tag der Liebe und den damit einhergehenden Bräuchen beschäftigt.

Ein römischer Priester traut Liebespaare

Valentin von Rom lebte als einfacher Priester in Rom. Er traute Liebespaare nach christlichem Ritus und beschenkte die Liebenden mit Blumen aus seinem eigenen Garten. Die von ihm getrauten Ehen sollen unter einem besonders guten Stern gestanden haben. Valentin von Rom setzte sich damit über ein Verbot des Kaisers Marcus Aurelius Claudius hinweg. Dieser ließ Valentin am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthaupten.

Obwohl ihm des Öfteren kommerzielle Zwecke vorgeworfen werden hat der Valentinstag eine lange Tradition. Quelle: pixabay.de
Obwohl ihm des Öfteren kommerzielle Zwecke vorgeworfen werden hat der Valentinstag eine lange Tradition. Quelle: pixabay.de

Juno, die Schutzgöttin der Ehe, Geburt und Fürsorge

Die römische Göttin Juno war der griechischen Göttin Hera gleichgestellt  und soll laut Überlieferungen durch ein Liebesorakel Frauen bei der richtigen Partnerwahl beraten haben. Am 14. Februar brachte man ihr deshalb ein Blumenopfer dar. Später entwickelte sich daraus der Brauch, Frauen Blumen zu schenken.

Das Parlament der Vögel, ein englisches Gedicht

Der englische Dichter Geoffrey Chaucer trug im Jahr 1383 anlässlich einer Valentinsfeier am Hof Richards II erstmals ein Gedicht vor, in dem sich Vögel zum 14. Februar um die „Göttin Natur“ versammeln, auf dass jeder Vogel einen Partner finde.

Die englischen Valentinspaare

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Bereits im 15. Jahrhundert bildeten sich in England Valentinspaare (Valentin und Valentine). Sie schrieben am Vorabend kleine Zettelchen mit ihren Namen und wurden zugelost. Der erste Kontakt fand dann am Valentinstag statt.

Liebesbriefe und Blumensträuße im Viktorianischen England

Am 14. Februar 1667 schrieb der Schriftsteller Samuel Pepys einen Liebesbrief auf hellblauem Papier mit goldenen Initialen an seine Frau. Sie bedankte sich bei ihm mit einem Blumenstrauß.

Die amerikanischen Soldaten und der Valentinstag in Deutschland

Durch englische Auswanderer gelangte der Valentinsbrauch in die Vereinigten Staaten und wurde dort schnell populär. Die US-Soldaten brachten den Brauch nach dem Zweiten Weltkrieg mit nach Deutschland und im Jahr 1950 fand in Nürnberg der erste Valentinsball statt.

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