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	<title>Kapitalrente Archive - 59plus</title>
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		<title>Wird die Rente neu erfunden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Kupka]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 02:00:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Viele von Ihnen erinnern sich wahrscheinlich noch an Norbert Blüm. Der damalige Arbeitsminister kraxelte im Jahr 1986 höchstpersönlich auf eine Leiter, um ein Plakat aufzuhängen. Darauf stand: „Denn eins ist sicher: Die Rente“. In den Jahrzehnten danach hat das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung etwas abgenommen. Deshalb setzen Berufstätige heute nach Möglichkeit auch auf eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/d25c505f55d14374a9c67eeaee5875d7" alt="" width="1" height="1" /><strong>Viele von Ihnen erinnern sich wahrscheinlich noch an Norbert Blüm. Der damalige Arbeitsminister kraxelte im Jahr 1986 höchstpersönlich auf eine Leiter, um ein Plakat aufzuhängen. Darauf stand: „Denn eins ist sicher: Die Rente“. In den Jahrzehnten danach hat das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung etwas abgenommen. Deshalb setzen Berufstätige heute nach Möglichkeit auch auf eine betriebliche und eine private Altersvorsorge. </strong><strong>In den 1960er-Jahren „finanzierten“ sechs Berufstätige gemeinsam eine Rentnerin oder einen Rentner. Derzeit gehen die geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten Babyboomer, in Rente. Dadurch kippt dieses Verhältnis immer mehr. Für das Jahr 2040 wird erwartet, dass dann auf einen Menschen ab 67 Jahren nur noch gut zwei Personen im Erwerbsalter kommen.</strong></p>
<figure id="attachment_76296" aria-describedby="caption-attachment-76296" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-76296 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_-1024x683.jpeg" alt="Können Sie der anstehenden Rente gelassen entgegen sehen? Was halten Sie von den Plänen der Regierung? Bildquelle: © Curated Lifestyle / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_-1024x683.jpeg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_-300x200.jpeg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_-768x512.jpeg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_-696x464.jpeg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_-1068x712.jpeg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_-630x420.jpeg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_-600x400.jpeg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente1_Curated-Lifestyle-unsplash.com_.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-76296" class="wp-caption-text">Können Sie der anstehenden Rente gelassen entgegen sehen? Was halten Sie von den Plänen der Regierung? Bildquelle: © Curated Lifestyle / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Wer soll die Rente retten?</h2>
<p>Um zu vermeiden, dass das Rentenniveau immer weiter sinkt oder die Beitragszahler und Arbeitgeber zu stark belastet werden, wurden die Rufe nach einer Reform immer lauter. Anfang des Jahres nahm deshalb eine unabhängige Rentenkommission ihre Arbeit auf. Am 23. Juni lieferten die 13 Mitglieder 33 Vorschläge ab, mit denen die deutsche Rente stabilisiert werden soll. Ohne Tabus kam alles auf den Prüfstand, damit auch alle Generationen ihren Teil beitragen. Neben der Stabilisierung der Rente sollen die Reformen auch den Fachkräftemangel reduzieren. Die Politik hofft, dass künftig mehr Menschen länger arbeiten werden.</p>
<h2>Was ändert sich bei der Rente?</h2>
<p>Wer bereits in Rente ist, hat wenig zu befürchten. Lediglich in die Zukunft gerichtet, könnten die Rentensteigerungen etwas geringer ausfallen. Veränderungen wird es voraussichtlich für jüngere Beschäftigte bis zu den sogenannten „rentennahen“ Jahrgängen geben. So hat die Kommission etwa vorgeschlagen, die abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte abzuschaffen. Mit dieser Regelung können Menschen aktuell nach 45 Beitragsjahren ohne Abschläge in Rente gehen, auch wenn sie das Renteneintrittsalter noch nicht erreicht haben. Künftig sollen nur noch Härtefälle von der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte profitieren. Dazu könnten beispielsweise Pflegekräfte oder Handwerker gehören, die nach Jahrzehnten harter körperlicher Arbeit frühzeitig in Rente gehen möchten.<br />
Auch beliebte Modelle der Altersteilzeit wurden auf den Prüfstand gestellt. So soll zunächst die Grenze für Altersteilzeit von 55 auf 58 Jahre erhöht werden. Außerdem entfällt künftig die &#8220;Altersteilzeit im Blockmodell&#8221;. Damit konnte ein älterer Arbeitnehmer beispielsweise einen Zeitraum von zehn Jahren für die Altersteilzeit mit seinem Arbeitgeber festgelegen. In den ersten fünf Jahren arbeitete der Mitarbeiter noch voll, in der &#8220;passiven Phase&#8221; der zweiten fünf Jahre war er dann bereits in Rente.</p>
<h2>Renteneintritt, Minijobs und Aktivrente</h2>
<p>Das Renteneintrittsalter steigt aktuell. Die Grenze von 67 Jahren gilt erstmals für alle, die 1964 oder später geboren wurden. Bis zum Jahr 2041 soll sie auf 67,5 Jahre erhöht werden. Je nachdem, wie schnell dann die Lebenserwartung weiter steigt, könnte sich diese Grenze noch weiter nach oben verschieben.</p>
<p>Einen Einschnitt wird es für Minijobber geben. Künftig soll es die beliebten Minijobs nur noch für Schülerinnen und Schüler geben. Da die wenigsten Minijobber freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen, führt diese Art der Beschäftigung oft in die Altersarmut. Das soll künftig verhindert werden. Für Menschen im Ruhestand ist der Wegfall weniger problematisch. Denn für sie gibt es seit diesem Jahr die Aktivrente. Darüber haben wir in unserem Artikel <a href="https://www.59plus.de/aktivrente-fuer-aktive-rentner/">Aktivrente für aktive Rentner</a> ausführlich berichtet.</p>
<p><strong>Mit der Aktivrente können Rentnerinnen und Rentner bis zu 2.000 Euro pro Monat steuerfrei hinzuverdienen. Lediglich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fallen an.</strong></p>
<h2>Mehr Beitragszahler und mehr Börse</h2>
<p>Damit die Rente in der Zukunft auf stabileren Füßen steht, sollen mehr Menschen einzahlen. Bislang waren nur Angestellte verpflichtend in der gesetzlichen Rentenversicherung. Nach den Vorschlägen der Rentenkommission sollen künftig auch Selbstständige, Abgeordnete aus Bundes- und Landtag sowie Vorstände von Aktiengesellschaften einzahlen. Vielleicht fragen Sie sich, ob wir die Beamten vergessen haben. Laut der Rentenkommission gibt es keine einfache Antwort auf die Frage, wie Beamte in dieses System überführt werden können. Eine grundlegende Reform wird daher noch etwas auf sich warten lassen.</p>
<p>Außerdem nimmt sich Deutschland ein Beispiel an unserem Nachbarland Schweden. Dort wurde bereits vor über 25 Jahren eine Kapitalrente eingeführt. Nach diesem Vorbild soll es auch bei uns ab dem Jahr 2028 eine gesetzliche Kapitalrente geben. Diese soll das Umlageverfahren jedoch keinesfalls ersetzen. Sie ist lediglich ein renditestarkes Sahnehäubchen. Künftig sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils ein weiteres Prozent für diese Kapitalrente einzahlen.</p>
<figure id="attachment_76297" aria-describedby="caption-attachment-76297" style="width: 696px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_.jpeg"><img decoding="async" class="wp-image-76297 size-large" src="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_-1024x683.jpeg" alt="Personen die auch über das Rentenalter hinaus berufstätig bleiben, dürfen bis zu 2.000 Euro im Monat hinzu verdienen. Bildquelle: © Getty Images / Unsplash.com" width="696" height="464" srcset="https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_-1024x683.jpeg 1024w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_-300x200.jpeg 300w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_-768x512.jpeg 768w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_-696x464.jpeg 696w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_-1068x712.jpeg 1068w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_-630x420.jpeg 630w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_-600x400.jpeg 600w, https://www.59plus.de/wp-content/uploads/2026/08/Rente_Getty-Images-Unsplash.com_.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a><figcaption id="caption-attachment-76297" class="wp-caption-text">Personen die auch über das Rentenalter hinaus berufstätig bleiben, dürfen bis zu 2.000 Euro im Monat hinzu verdienen. Bildquelle: © Getty Images / Unsplash.com</figcaption></figure>
<h2>Aktienkultur und die Frühstart-Rente</h2>
<p>Die Anlage in Aktien, Fonds und Anleihen sorgt langfristig für attraktive Erträge. Deshalb werden jüngere Menschen von der Kapitalrente besonders profitieren. Wer im Jahr 2028 bereits Ende 50 oder gar über 60 Jahre alt ist, profitiert etwas weniger davon. Um diese Übergangsphase fair abzupuffern, garantiert der Staat, dass die Rente nicht unter die derzeitigen 48 Prozent des durchschnittlichen Lohnniveaus fällt.</p>
<p>Auch wenn die sogenannte Säule 1 der Altersvorsorge, also die gesetzliche Rentenversicherung, durch die Reformen stabilisiert wird, soll es doch einen Dreiklang geben. Künftig sollen mehr Beschäftigte von einer betrieblichen Altersvorsorge profitieren. Bereits ab dem kommenden Jahr wird zudem die private Altersvorsorge besser unterstützt. Dann heißt es „Bye-bye Riester“ und „Welcome Aktienrente“. Wer Fonds, ETFs und öffentliche Anleihen in sein neues Altersvorsorgedepot legt, profitiert von einer höheren staatlichen Förderung. Von der „Frühstart-Rente“ sollen künftig zusätzlich bereits alle Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahren profitieren, unabhängig vom Einkommen oder Bildungsgrad ihres Elternhauses.</p>
<p>Das waren nun geballte Informationen zu den aktuellen Vorschlägen. Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema? Gerne setzen wir diese Informationsreihe fort.</p>
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